Astronomie - Nasa entdeckt neuen riesigen Mondkrater

17.09.2026

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McGetchin-Krater: Die Senke auf der Mondoberfläche hat einen Durchmesser von 222 Metern. (Quelle: NASA Goddard / Intuitive Machines / Robert Wagner)

Spektakuläre Entdeckung im All: Die Nasa hat den größten neuen Krater ausfindig gemacht, der jemals im Sonnensystem gefunden wurde. Er befindet sich gleich in unserer Nachbarschaft.

Ein Wissenschaftlerteam der Nasa hat einen riesigen, erst kürzlich entstandenen Krater auf dem Mond entdeckt. Das teilt die US-Raumfahrtbehörde auf ihrer Webseite mit. Mehr noch: Der Krater sei der größte neu entstandene Krater, der bislang im Sonnensystem entdeckt wurde.

Ihre Entdeckung, die sie mit Bildern der Sonde "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) gemacht hatten, veröffentlichten die Forscher in der Fachzeitschrift "Science Advances". Darin beschreibt das Team auch, wann und wie der Krater mit der Bezeichnung McGetchin vermutlich entstanden ist.

Demnach sei zwischen dem 11. April 2024 und dem 22. Mai 2024 ein Asteroid oder Komet mit der Größe eines drei- bis sechsstöckigen Gebäudes am östlichen Rand der erdzugewandten Mondseite eingeschlagen. Hinterlassen habe der Himmelskörper einen Krater mit 222 Metern Durchmesser und 43 Metern Tiefe.

 

Seltener Einschlag mit Folgen

Solche Einschläge sind auf dem Mond laut Nasa äußerst selten und ereignen sich nach Schätzungen von Forschern nur etwa einmal in 132 Jahren. Die Mondsonde LRO umkreist den Erdtrabanten seit mehr als 17 Jahren und hat seitdem über 1.000 neue Krater ausfindig gemacht, die deutlich kleiner sind.

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Die Nasa-Sonde LRO hat den McGetchin-Krater aus mehreren Winkeln fotografiert. (Quelle: NASA Goddard / Intuitive Machines / Robert Wagner)

Nach dem Fund untersuchten die Wissenschaftler die Region um McGetchin genauer. Messungen mit einem Temperatursensor hätten gezeigt, dass die Zone um den Krater herum nachts etwa neun Grad Celsius kühler sei als die Umgebung.

Konsequenzen für künftige Mondmissionen

Ursache sei das aufgelockerte Material in Kraternähe, das nach dem Einschlag weniger Wärme speichert. Die Ausdehnung dieser Kältezonen sei laut den Forschern bemerkenswert und könnte auch Auswirkungen auf künftige Mondmissionen haben, etwa auf die Beweglichkeit von Fahrzeugen.

Für das Jahr 2028 strebt die Nasa erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder eine Mondlandung an. Zuletzt waren US-Astronauten im Jahr 1972 mit Apollo 17 auf dem Mond gelandet, danach wurde das kostspielige Programm eingestellt. Der Konkurrent China plant für 2030 eine Mondlandung.

Quelle: t-online.de

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