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Sonntag, 13. November 2016 - 19:30 Uhr

UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-48

27.10.2005

Fortsetzung von UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-47

Bei Astroinfo.de berichtete ein Zeuge aus Gelsenkirchen: "Als ich heute morgen (ca 6.30 Uhr) mit meinem Hund in Gelsenkirchen spazieren ging, habe ich einen Kometen oder sowas gesehen. Das Ding war weiß bis hellblau und hatte sowas wie einen Feuerschweif hinten dran (bitte nicht lachen, bin ja kein Experte). Als ich dann zur Schule fuhr, sagte mir ein Mitschüler aus Krefeld er habe es auch gesehen. Sah ziemlich spektaklär aus (für mich zumindest). Also eine Silvester-Rakete war´s dann schon mal nicht, Halluzinationen wohl auch nicht." Ein anderer Teilnehmer: "Bin heute morgen kurz nach meiner Freundin in Richtung Frechen gefahren. Plötzlich merkte ich wie es auf einem Feld hell wurde (kurz vor Sindorf), ich guckte nach links und sah etwas das aussah wie eine Leuchtrakete (grünlich) , es kam aber in so einen schnellen Tempo vom Himmel und aus so einen Winkel das es keine Leuchtspur sein konnte. Kurz darauf rief mich meine Freundin auf mein Handy an ... und siehe da ... sie hatte es auch gesehen. Was kann das gewessen sein?"

Kaum zu glauben - aber, am Abend kam noch ein solches Teil rüber

Schnallen Sie sich fest, ich war jedenfalls wie elektrisiert: Um 22:30 h erreichte mich eine Dame aus der Nähe von Fulda, die berichtete eine Stunde zuvor "eine grünliche Erscheinung für Sekunden durch den Himmel schnellen gesehen zu haben". Sie habe einen langen Schweif ausgebildet. Soetwas habe sie noch nie gesehen und es war ihr direkt unheimlich deswegen! Die Rückkehr der Grünen Feuerbälle in Anbetracht der selbrigen Ende der 40er Jahre in den USA wenn man die Ereignisse in diesem Monat beachtet? Eine andere Frau meldete sich bald darauf aus Rosenheim und berichtete mir quasi die selbe Geschichte. Daraufhin ging ich ins Netz und fand tatsächlich die ersten Meldungen zu einem weiteren Feuerballboliden um etwa 21:30 h.

Bei Astronomie.de schrieb Rolf Stökler: "Heute, 26.10.05, war gegen 21.32 Uhr ein sehr heller Meteor zu sehen. Bläuliche Färbung, 6-8 Sekunden zu sehen, sehr langsam, zerbrach in mehrere Teile. Dieser Meteor und weitere, die ich heute Abend gesehen habe, kamen alle aus einem Radianten - Perseus! Dieser helle zog vom Perseus bis zu Großen Bären. Ein Vereinskollege schilderte mir eine Beobachtung vom 24.10.05, wonach ebenfalls ein sehr heller Meteor aus Richtung Perseus den Stier in Richtung Süden durchquerte." Auf meine Nachfrage hin führte er aus: "Ich habe das Objekt von unserer Sternwarte in Laupheim aus beobachtet. Genial war, dass wir gerade viele Besucher da hatten, die das auch alle gesehen haben." Beim Astrotreff.de ging um kurz nach 22 h die Meldung aus dem hessischen Schotten ein: "Also ich habae vor ca. einer halben Stunde mein Teleskop zum auskühlen rausgetan, dann bin ich wieder rein gegangen, weil ich mein Okular vergessen habe,als ich wieder drausen war, blickte ich automatisch in den Sternenhimmel, und südwestlich von Mars kam ein großer grünlicher Bolide (bzw Sternschnuppe) runter, er war ziemlich grell. So einen großen hatte ich noch nie gesehen. Das war sehr beeindruckend. Und wie der verglüht ist, das sah schon spektakulär aus." In einem weiteren Beobachtungsbericht hieß es: "Ich hab ihn auch gesehen, genau um 21.32 h, allerdings nur die letzten 2 Sekunden, grün-bläulicher Schweif, für mich kein Bolide, eher wie eine helle Sternschnuppe, von meinem Standpunkt (Schärding 13 km südlich von Passau) aus ging er aus ca 60 Grad Höhe senkrecht relativ schnell nach unten und endete ziemlich genau im Nordwesten, ein Zerbrechen konnte ich nicht beobachten." Und bei Wetterzentrale.de kam die Beobachtung hierzu aus Alerheim Ortsteil Rudelstetten: "Habe gerade eine ´dicke´ Sternschnuppe beobachtet. Sie kam von Ost nach West wie aus dem klaren Sternenhimmel geschossen, leuchtete stark und zerplatzte in zwei Teile die aber nur kurz weiterleuchteten und dann nicht mehr sichtbar waren. War echt Cool."

"Ich habe doch nicht geträumt, das haben doch garantiert auch andere gesehen!"

Donnerstag, 27.Oktober 05. Zugegeben, um jetzt mal etwas ruhigen Schlaf zu bekommen, hatte ich schlichtweg um 24 h das ausgehängt. Um 10 h machte hängte ich wieder ein und bald darauf kam schon ein Anruf von einem Mann aus Nörverich, der beklagte schon seit zwei Stunden mich erreichen zu wollen und immer "besetzt" war. Kurzum schilderte er das Phänomen vom vorausgehenden Morgen aus eigener Sicht und hatte an diesem Morgen alle Zeitungen aus der Region gekauft um zu sehen, ob dazu was darin steht: "Ich habe doch nicht geträumt, das haben doch garantiert auch andere gesehen! Aber da stand nichts drin." Damit fing der Tag ja Klasse an - und das hier vorgebrachte Problem sollte mich diesen Tag auch immer und immer wieder begleiten. Etwa 20 Leute erreichten mich dem Tag über die zu allen drei Ereignissen nicht nur Meldung machen wollten, sondern auch gleichsam WISSEN was da los war! Immer wieder kam hierbei durch, dass die Leute ihre aufregende Erscheinung gesehen haben, sich maximal im Familien- und Freundeskreis dazu äußerten und dann warteten, was Experten dazu über die Medien äußern. Und es kam NICHTS. Mit der "aufklärerischen Aufgabe" der Medien hat dies freilich nichts zu tun. Sicher, derartige Äußerungen von Berichterstattern habe ich schon immer mal gehört und für mich als mit einem "Was kann ich dafür?" in die Akte Ablage gelegt. Doch an diesem Tag wurde mir es klarer um auch mal darüber nachzudenken, welche Auswirkungen fehlende Aufklärung hat.

Als Anwalt für die Zeugen. Jeder kennt die Situation, wo man irgendwann im Leben mal in geselliger Runde auch auf UFOs zu sprechen kommt und dann irgendjemand, von dem man es gar nicht erwartet hätte, mit dem Standard-Satz beginnt: "Ich habe da mal was gesehen, was nie erklärt wurde..." Schnell sind da entweder Reaktionen wie ein ohnmächtiges "Was Du auch immer siehst..." da oder "Da ist ein Deckel draufgehalten worden, die Offiziellen wissen mehr als sie bekanntgeben..." und verläuft sich dann so oder so. Andere rennen in den Buchladen und greifen sich alles ab was in Sachen UFOs angeboten wird - was in heutiger Zeit wegen dem leergefegten Markt natürlich ein Problem ist - um dort nach Antworten zu suchen. Aber dort ist ja eh alles komplett UFO, aber weil die Autoren immer "Experten" (hauptsächlich in Sachen eigener sanierter Haushaltslage sind und dem Volk nach dem Maul schreiben) sind wird dabei keine wirkliche Erklärung geliefert, sondern nur weitere Mystifizierung. Dies ist der Lauf der Dinge. Zudem muss man davon grundsätzlich ausgehen, dass nur die allerwenigsten Zeugen sich überhaupt melden und die meisten einfach nur dem Geschehen so ausgeliefert sind. Sehe ich mir den ´run´ an, den ich hier erlebte, müssen zu allen drei Ereignissen viele Tausend Menschen diese himmlischen Querschläger und Besucher gesehen haben. Und sie blieben ohne Antwort. Trotzdem ich bereits Pleiten mit den letzten PMs erfahren hatte, verschickte ich also nochmals eine zusammenfassende PM ("Was ist nur am Himmel los? Prächtige Feuerbälle am Firmament verwundern überall die Menschen") an alle Agenturen. Journalisten suchen ja dauerhaft nach THEMEN, in diesem Fall riefen die Feuerbälle selbst schon - WIR SIND EIN THEMA und springen euch entgegen. ;-) Doch auch hier lief ich gegen eine Mauer entweder der Ablehnung und des Desinteresses. Da hat also das Volk Pech gehabt.

Trotzdem ging es weiter (und damit hier auch mal wieder in meinem "UFO-Tagebuch"): Auch bei der Sternwarte Bochum wurden Meldungen aufgeschnappt. Insgesamt 8 Sichtungsberichte zum Feuerball vom Morgen des 26.10. um gegen 6:40 h liefen dort allein eMail-mäßig auf. Julia Dröger: "Da sich sehr viele Menschen bei uns gemeldet haben muss der Bolide sehr hell und groß gewesen sein." Nur wurde dieser Auflauf von Meldungen nicht externisiert. Ähnliches wird in diesen Tagen an vielen Stellen wie Polizei, Flugsicherung und Zeitungen etc passiert sein. Hier einige Muster von Beispielen an Sichtungsberichten an Bochum: "Heute Morgen war im Kreis Warendorf gegen 06:40 Uhr ein Gegenstand amHimmel zu sehen der verglühte. Können Sie Auskunft geben, worum es sich hier gehandelt hat?" - "Heute Morgen, 26.10.05 habe ich den Niedergang eines größeren Meteors/Boliden oder was auch immer beobachten können. Gegen 6:40-6:50 Uhr fuhr ich auf der A1 in Höhe von Hagen-West Richtung Dortmund als neben mir eine Leuchtspur am Himmel entlangzog. Unter Funkenflug (Zerplatzen?) muß das ´Ding´ auch zwischen der Ruhr und der Autobahn A1 niedergegangen sein. Meine Kollegen hier in Bergkamen haben ebenfalls soetwas über Kamen und Werne gesehen. Gibt es dazu nähere Infos?! " - "Mir ist heute morgen etwas passiert, was mir bislang noch nicht passiert. Ich befuhr um 6:38 h die Autobahn-Auffahrt Sprockhövel, um auf die A43 Richtung Bochum zu kommen. Da sah ich einen leuchtend weißen ´Ball´ am noch dunklen Morgenhimmel. Aufgrund der Helligkeit des ´Balles´ waren Wolken in seinem Umfeld zu erkennen. Dieser Ball flog sehr schnell (ich habe ihn vielleicht 2-4 Sekunden gesehen) aus westlicher in östlicher Richtung. Was habe ich da gesehen? Was das ein sog. Halo? Oder etwas anderes? Hat das evtl. noch jemand gesehen? Das mit dem Halo habe ich im Internet nach kurzer Suche gefunden. Bin mir sicher, dass es kein Auto war - dann hätte ich 2 Scheinwerfer sehen müssen. Ein Motorrad war nicht unterwegs." - "Ich bin heute morgen auf der Autobahn 43 Richtung Münster auf der Höhe des Kreuzes Recklinghausen Zeugin eines seltsamen Schauspiels geworden: Es erschien zunächst ein Punkt am Himmel, der dann "explodierte" und richtige Flammen um sich herum hatte und dann scheinbar verpufft ist. Einige meiner Arbeitskollegen haben dies ebenfalls aus völlig entgegengesetzten Richtungen gesehen. So dass wir davon ausgehen, dass sich dies in ziemlicher Höhe abgespielt hat. Wir rätseln nun, was wir dort gesehen haben. Vielleicht können Sie uns eine kurze Info schicken."

Andreas D. meldete nach Mannheim: "Ich habe das Teil vom 26.10 gesehen, den ich hier in Köln, Nähe Flughafen deutlich beobachten konnte. (Nähe A59) Ich war gerade mit meinem alten Hund draußen, als plötzlich der Baum neben mir zu leuchten anfing. Ich habe noch die Zeit gehabt zwei Schritte nach vorne zu treten und sah dann am Baum vorbei diesen tollen grünen Boliden. Den Anfang der Spur konnte ich ja wegen dem Baum nicht sehen. Ich sah ihn erst unterhalb von Polares Richtung Osten fliegen. Er war nicht sonderlich schnell und ich konnte ihn noch 2 Sekunden beobachten. Können auch 3 Sekunden gewesen sein, bis er erlosch. Besonders fiel mir seine grüne Farbe auf. Er zerbrach nicht, es sah eher so aus, als wenn von dem großen Feuerball Funken sprühen. Kurz bevor er erlosch, änderte sich seine Flugbahn. In einem leichten Bogen wurde sie steiler." Arnold H. aus Schüttdorf: "Heute hat mich ein Arbeitskollege angesprochen. Er hat diese Feuerkugel gesehen. Um 6:39 h konnte er auf dem Weg zur Arbeit im Auto eine von Westen kommende Leuchterscheinung sehen, die sich in Richtung Osten über den Himmel bewegte. Seinen Schilderungen nach zerplatzte diese Sternschnuppe in mehrere Teile. Es sah aus wie eine Silvesterrakete, aber die Bruchstücke hatten eine parallele Flugbahn." Herbert P.: "Hab mit meinem Mitfahrer das Ding auch gesehen, so gegen 6:40 h bei Wisskirchen, die A1 runterkommend, auf der Fahrt zur Arbeit." Und wieder Mark Vornhusen konnte melden, den Feuerball von 21:30 h am Mittwochabend von Gais in der Schweiz zu fotografieren: 

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Und man mag es kaum aushalten, aber als ich schnell mal zum Bäcker flitzte, um wenigstens ein paar Brötchen als "Mittagessen" um 16 h mir zu holen, sprach mich doch dort eine Dame an, so nach dem Motto: "Sie sind doch der UFO-Forscher, gell? Ich habe Sie schon mal im Fernsehen gesehen" und sie berichtete mir von ihrer Observation des "seltsamen Leuchtkörpers" vom Dienstagmorgen um gegen 1:45 h! Und sie wohnt nur ein paar Strassen nebenan, da bekam ich echt große Augen. Natürlich war die ganze Situation sehr aufregend auch für mich als Amateurastronom. Doch in welchem Zusammenhang sind diese himmlischen Lichtexplosionen zu sehen? Für unsere Zeit gibt es den winzig-kleinen und kaum beachteten sowie soweit unbekannten Tauriten-Meteorstrom. Wenn es so ist (also ohne Garantie), werden wir bis etwa Mitte November noch mehr Meldungen bekommen! Schnell gesagt: Die Tauriden stehen im Zusammenhang mit dem Zerfall eines großen Kometenkerns vor einigen tausend Jahren. Das größte Bruchstück ist der kurzperiodische Komet Encke, und es gibt noch sehr viel Trümmermaterial auf der Bahn, mit dem die Erde jedes Jahr im Oktober/November kollidiert. Wenn dem so ist, dann - alter Schwede - hat die Show eben erst begonnen. Und dies von einem eigentlich und normaler Weise unbedeuteten Meteorschwarm. Kurios/ironisch dabei ist, dass in den letzten Jahren zwar wie aus einer alten Tradition heraus die Leoniden bzw Perseiden also große Himmelsschau von Agenturen (und damit in Zeitungen, Radio und TV) vorgetragen werden, dann aber kaum was wirklich Drastisches passiert! Weit davon entfernt von dem, was ´soeben´ hier geschehen ist. Und bei wirklichen Ereignissen wie hier dargestellt findet das mediale große Desinteresse statt. Dies ist komischer und merkwürdiger Weise fast seltsamer als das Himmelsgeschehen selbst.

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3.11.2005

Historische Noten der UFOlogie aus dem CENAP-Archiv:

November-UFO-Meldungen vor 55 bis vor 20 Jahren: Fliegende Untertassen in der Presse

"Weltraumbote" nannte sich ab 1.November 1955 eine Publikation von Heinrich Ragaz aus Zürich, genannt eine "unabhängige Zeitschrift zur Verbreitung der Wahrheit über die Fliegende Untertassen genannten ausserirdischen Raumschiffe, zum Kampf gegen die Atomspaltung und für die Vorbereitung des neuen, geistigen Zeitalters". Die Zeitschrift startete mit 2.500 Exemplaren Auflage und hielt 6 Jahre lang durch, wobei die Auflage immer mehr zurückging und offenbar gegenüber den UFO-Nachrichten nicht bestehen konnte. Ragaz war angeregt worden durch ein "Werklein" von Dr.Gilbert N.Holloway, Begründer und Leiter der "Holloway School of Philosophy & Religion" in Los Angeles: "The Coming of The Space People". Dieser Leitfaden wurde als "derart wissenswert und wichtig" angesehen, dass sich Ragaz entschloß ihn in deutscher Sprache vorzulegen, weil man sich hierdurch "ein zuverlässiges Urteil" bilden könne, wenn es um Fliegende Untertasse gehe. Hier ging es um "Aetherschiffe", wie sie Mark Probert propagierte und von denen er ob "zwölf medial begabten Personen mit gefestigten Charakter und erwiesener Integrität" wußte. Die Echtheit dieser gechannelten Informationen wurden durch Meade Layne und Gerald Light bestätigt, wobei letzterer selbst wegen seinen "Forschungen auf psychischem Gebiet der feinstofflichen Welten" zu den großen Geistern der Zeit gehöre. So wurde aufgerufen, dass sich "alle Okkultisten, Spiritualisten und Studenten der verschiedenen esoterischen Schulen" den Fliegenden Scheiben mehr Bedeutung beimessen sollten und "Wissen erarbeiten", um dieses verbreiten zu können: "Niemals vorher gab es in der Geschichte der metaphysischen Ideen eine solche Gelegenheit zur Bildung der Öffentlichkeit, und niemals war die Notwendigkeit dafür so gross!" Gerne berichtete Ragaz auch aus einer Gazette namens "Drei-Eichen-Blätter", die es zu jener Zeit offenbar schon gab sich um Durchgaben von den "Uraniden" kümmerte (darüber hinaus war die in Mattsee bei Salzburg herausgegebene Schrift "Das Geistige Reich" eine dem Weltraumboten nahestehende Publikation, zu deren Lesern in Deutschland Therese Neumann aus Konnersreuth und Bruno Gröning, der "Heiler von Herford" aus Plochingen gehörten und dort bereits als "Heilige" verehrt wurden). Gleichsam fanden sich hier Darstellungen aus der "Okkulten Stimme" (Löwen-Verlag, Braunschweig) und dem "Mitteilungsblatt der Rosenkreuzer-Gemeinschaft". Die Zeitschrift Weltraumbote startete mit 2.500 Exemplaren Auflage und hielt 6 Jahre lang durch, wobei die Auflage immer mehr zurückging und offenbar gegenüber den UFO-Nachrichten nicht bestehen konnte.

Im November 1955 meldete die dpa aus Rom: Maskierte Gestalten entstiegen Fliegender Zigarre - Sie reparierten die Laufräder ihrer Maschine - Phantastischer Bericht aus Nordafrika. Die Zeitung "Messaggero" veröffentlicht den Bericht eines italienischen Siedlers, der in Tripolis (Afrika) angeblich Zeuge der Landung einer Fliegenden Zigarre war. Am 25.Oktober, heißt es darin, landete auf dem frisch gepflügten Feld des Siedlers ein etwa sechs Meter langer und drei Meter breiter Flugkörper, der unten aus weißglänzendem Metall, oben aus einer durchsichtigen Substanz bestand. Die Maschine hatte vorne zwei und hinten vier Landeräder. Vor dem Aufsetzen strahlte der Leuchtschweif etwa vier Meter lang aus dem Heck heraus. Vier maskierte Gestalten, in gelbe Schutzanzüge gekleidet, entstiegen der innen hell erleuchteten Maschine und nahmen eine Reperatur an einem der Landeräder vor. Als eines der Wesen für einen Augenblick seine Maske abnahm, stellte der Beobachter fest, dass darunter ein menschliches Gesicht war. Der Siedler berührte die Metalleiter, die in das Innere der Zigarre führte, mit der Hand. Ihn traf ein starker elektrischer Schlag. Die Flieger begannen darauf, wild zu gestikulieren. nach etwa 20 Minuten startete die Zigarre wieder und stieg etzwa 50 Meter senkrecht nach oben auf. Darauf flog sie in "wahnsinniger Geschwindigkeit" horizontal davon. Weitere Zeugen fanden ebenfalls die Abdrücke der sechs Räder. Außerdem entdeckten sie bläuliche Spuren einer unbekannten Substanz. Diese wird jetzt in einem chemischen Laboratorium untersucht.

Das "Ding" ist wieder da hieß es am 19.November 1955 in der Rhein-Neckar-Zeitung: Die Sorge, worüber die Zeitungen nach der Genfer Konferenz schreiben sollen, war überflüssig: Die erste "Fliegende Untertasse" der diesjährigen Herbstsaison wurde am Donnerstagabend über Paris und mehreren anderen Städten Frankreichs gesichtet. Gegenüber den Vorjahren hat sie sich in ihrem Aussehen kaum verändert. Übereinstimmende Berichte von Augenzeugen bekunden, dass das "UFO" (für leichtvergessliche Zeitungsleser: unbekanntes Flugobjekt) eine von innen in einem wunderschönen Smaragdgrün schimmernde Masse war, die eine Art rotes Schlußlicht zeigte und einen weißleuchtenden Kondensstreifen hinter sich herzog. Berichten aus Dinan, Oleans, Vichy und Lyon nach zu schließen, wurde die "Fliegende Untertasse" in diesen Orten fast zur selben Zeit wie in Paris gesichtet.

"Fliegende Untertassen" lösen sich in Rauch und Nebel auf - Ein amerikanischer Untersuchungsbericht lüftet das Geheimnis um unbekannte Himmelserscheinungen - Meist handelte es sich um Täuschungen berichtete Manfred George als Mitarbeiter des Münchner Merkur am 24.November 1955 aus New York: Neulich kam meine Sekretärin, ein junges Mädchen mit veilchenblauen Augen, das gerne phantastische Romane liest, ganz aufgeregt zum Abenddiktat. Sie hatte "Fliegende Untertassen" hoch über der Stadt gesehen. Kreisrunde, mondweiße, scheibenartige Gebilde seien es gewesen, die sich in großer Höhe schnell bewegten. Sie genierte sich etwas, mehr davon zu erzählen, weil die Leute schon oft über solche Dinge gespottet hatten. Aber sie behauptete doch fest, dass sie immerhin "ganz bei Sinnen" gewesen sei. Es war natürlich unmöglich, die Beobachtung des jungen Mädchens auf ihre Richtigkeit zu kontrollieren [schon gar nicht mit der mehr als mageren Darstellung, was überhaupt genau vorgefallen ist]. Vielleicht hatte es gar schon einige jener vertikal aufsteigenden Düsenflugzeuge gesehen, über die der Luftfahrtminister Donald A.Quarles kürzlich gesprochen hatte [dies ist zwar rhetorisch nett dahergeschrieben, geht aber am Versagen des Berichterstatters vorbei, hier einmal der Sache auf den Grund zu gehen - eine journalistische "Krankheit" übrigens, die bis in unsere Epoche hereinreicht]. Diese neuen Flugmaschinen, die aus kreisrunden Scheiben mit einem erhöhten, kreisförmigen Aufsatz und einer kleinen Kabine bestehen, sind nichts anderes als Nachkommen der uns bekannten Flugzeuge, obwohl sie ihnen kaum noch ähneln. Sie sehen wie jene "Fliegende Untertassen" aus, die in den letzten Jahren die Phantasie zahlloser Menschen in mehreren Erdteilen und nicht zuletzt die militärischen Stellen in der ganzen Welt beschäftigen. Diesen Visionen ist soeben der Garaus durch einen von der amerikanischen Luftwaffe veröffentlichten 326 Seiten starken Bericht gemacht worden, der das Ergebnis einer umfassenden Untersuchung ist, mit der die Leitung des Luftfahrtministeriums das "Air Technical Intelligence Center" beauftragt hatte. Erst fünf Jahre nach den ersten Berichten über "Fliegende Untertassen", die bis dahin nur routinbemäßig verbucht worden waren [!], hatten sich die Führungsstäbe der Luftwaffe 1952 entschlossen, ein sogenanntes "Project Blue Book" durchzuführen. Die Sammlung "Unbekannte Himmelserscheinungen" umfaßte die Zahl von 4.965 Mitteilungen über "nicht identifizierbare fliegende Objekte". Der Intelligenz-Dienst [was für eine naive Übersetzung für "Geheimdienst"] des Landes-Verteidigungswesens, Abteilung Luftabwehr, ging nun in mühseliger Arbeit daran, die Berichte systermatisch zu untersuchen. Das "Project Blue Book" wimmelt von Statistiken, Karten, wissenschaftlichen Gutachten u.a. Ein großer Teil der mysteriösen Erscheinungen, so stellte sich jetzt heraus, waren Wetterballons, Meteore, leuchtende Staubwolken, Raketen, Spiegelungen oder Naturphänomene gewesen. Die untersuchenden Beamten stellten fest, dass es sich bei einem großen Teil der Personen, deren Meldungen gewissenhaft geprüft wurden, keineswegs etwa um Spaßmacher, Phantasten oder Hysteriker, sondern um ernsthafte Menschen handelte, die, von patriotischem Verantwortungsbewußtsein getrieben, einer Mystifikation erlegen waren. Schließlich schmolz die Zahl der als "unbekannt" bezeichneten Erscheinungen auf 434, also auf elf Prozent der ursprünglichen Summe zusammen. Ein Jahr später waren es nur noch neun Prozent und zuletzt drei Prozent.

In dem Bericht heißt es weiter, die zuständigen Stellen der Luftwaffe hätten zwar niemals an "Fliegende Untertassen" als Raumschiffe von anderen Planeten geglaubt, seien aber gezwungen gewesen, auf die öffentliche Meinung und die allgemeine Erregung Rücksicht zu nehmen. Außerdem wäre es nicht ausgeschlossen gewesen, dass eine ausländische Macht völlig unbekannte Luftfahrzeuge erprobt hätte, und selbst raumschiffe lägen heute theoretisch im Bereich des Möglichen. Nirgendwo sei festgestellt worden, wird sodann betont, dass die angeblich gesichteten "Fliegenden Untertassen" irgendeinen der Vernunft entsprechenden Flugplan gehabt hätten, ganz im Gegensatz zu aller Erfahrung mit Raketen und Flugzeugen. Auch kein Radarsystem sei imstande gewesen, die Existenz von Augenzeugen beobachteter "Untertassen" zu bestätigen. In den meisten Fällen müsse es sich um Augentäuschungen auf Grund bestimmter Reflexbildungen von Spiegelungen oder um Lichterscheinungen aus natürlicher Quelle gehandelt haben. Sehr interessant ist das Ergebnis der Untersuchung hinsichtlich der Furchtmomente, die offenbar vielfach Anlaß der Meldungen waren. Die ersten Berichte über geheimnisvolle Flugkörper kamen 1946 aus Stockholm und basierten vermutlich auf Erinnerungen an jene in die Irre gegangenen V-2-Geschosse, die während des zweiten Weltkrieges auf schwedischen Boden gefallen waren. Der schwedische Generalstab hatte damals weitere Veröffentlichungen verboten, nachdem das Stockholmer Aftonbladet diese Himmelserscheinungen für russische Raketen erklärt und eine offizielle Protestaktion verlangt hatte [und mit seiner hysterischen Berichterstattung den Menschen Hirngespinste und Flausen in den Kopf setzte, um einen neuen "UFO"-Archetypus zu gestalten]. Die "Geister-Raketen" wurden später als Perseid-Meteore identifiziert. In den Vereinigten Staaten wurde die erste "Fliegende Untertasse" von einem an sich wenig Phantasien zuneigenden Geschäftsmann namens Kenneth Arnold aus Boise (Idaho) gesichtet, der mit seinem Flugzeug über das Kaskaden-Gebirge flog. Der Flugkörper war nach Arnolds Darstellung scheibenartig geformt, grau, mit einem orangefarbenen glühenden Rand [alle Details stimmen nicht]. Kaum war ein Bbericht darüber erschienen, häuften sich von allen Seiten ähnliche Beobachtungen, und je mehr die internationale Spannung stieg, um so häufiger wurden die Meldungen in der Presse. Während 1951 nur 160 "Untertassen" gesichtet wurden, waren es nach dem Erscheinen eines Artikels über dieses Phänomen in einer volkstümlichen Zeitschrift 1952 bereits 2.018. [¸ Hier zeigt sich rückblickend auf 1946 auch der entscheidende Mechanismus, der subtil die weiteren UFO-Berichte produziert: sensationelle, alles offenlassende oder gar mit besonders reizvoller Deutung versehene Pressedarstellungen über einen einzigen Vorfall ziehen einen ganzen Rattenschwanz nach sich und sorgen für ein Phänomen.] Der Regierungsbericht schließt seine Untersuchungen mit einer genauen Analyse der 131 zwischen dem 1.Janur und dem 5.Mai dieses Jahres gesichteten Objekte. Davon wurden als Ballons 26 Prozent, als Flugzeuge 21 Prozent, als Erscheinungen der Atmosphäre u.a. 43 Prozent festgestellt. Bei sieben prozent der Beobachtungen waren die Berichte zu ungenügend, um zu einer Identifizierung des Vorgangs zu kommen. Unbekannt blieben drei Prozent. "Ich bin überzeugt", erklärte Luftfahrtminister Quarles im Anschluß an diesen Bericht, "dass auch diese unbekannten drei Prozent als konventionelle Phänomene oder Illusionen hätten erklärt werden können, wenn vollständigere Beobachtungsdaten [und/oder mehr persönliche Hintergrundinformationen über den jeweiligen Beobachter!] vorhanden gewesen wären." Immerhin ist es interessant, dass gerade zur Zeit der Veröffentlichung dieses Berichts die amerikanische Luftwaffe ihr vertikal aufsteigendes Flugzeug mit Düsenantrieb [im Stadium der Reißbrettarbeit] präsentiert, das in seiner Scheibenform jenen Phantasieflugzeugen ähnelt, die zur volkstümlichen Vorstellung von den "Fliegenden Untertassen" geworden waren.

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Die Frankfurter Abendpost am 9.November 1960 bot in einem Nachschlag nochmals einen vernichtenden Artikel aufgrund einer DUIST-Kongreß-Teilnahme und Beobachtung der dortigen Ereignisse (Schlagzeile: "Geister aus dem Weltraum/Geschäft mit der Sintflut - Untertassen-Mythos findet immer mehr Anhänger".) Autor: Paul Mevissen, der hatte dabei einen Psychiater zitiert, der die heutigen UFOlogen mit den Abergläubigen früherer Zeiten in Sachen Hexenwahn oder böse Geister verglich und zu den UFOlogen meinte: "Die spinnen heute modern.". Dies erforderte die Solidarität der UFOlogen und in einer konzertierten Aktion fingerten sie fleißig am Griffel, um in einer Leserbriefaktion das Boulevardblatt mit nationaler Verbreitung einzudecken. Mit der Überschrift "Die Pleite des Propheten Schmidt: Untertassen kamen nicht! UFO-Anhänger ignorieren einfach die Blamage" wurde darauf hingewiesen, daß der amerikanische Kontaktler und Getreidehändler Reinhold O.Schmidt das sensationelle, offene Erscheinen einer gigantischen Fliegenden Untertassen oder gar mehrerer über Wiesbaden und eem Rhein-Main-Gebiet angekündigt hatte. Hierfür bekam er einen "donnernden Applaus" durch die Anwesenden. Trotz dieser Versprechung passierte natürlich nichts, was zu entsprechend ironischen Medienberichten führte. Die UFOlogen wurden böse, hier einige Beispiele aus der Leserbriefflut:

"Als unparteiische Zuhörerin habe ich den Kongreß von Anfang bis Ende mitgemacht, und muß schon sagen, Ihr Blatt trägt den Beinamen ´Radaublatt´ nur zu Recht, wenn es möglich ist, daß solche vollkommen entstellte Berichte veröffentlicht werden. Ist Ihr Reporter ein junger, unerfahrener Mann oder was hat ihn bewogen zu solcher Handlung? Ein kluger Mann würde sich wohl nicht hinreißen lassen, einen durchaus objektiv geleiteten Kongreß, dessen Inhalt von seriösen Herren (Akademiker, Kapazitäten) aus vielen Sparten der Wissenschaft untermauert wurde und mit einer tausendköpfigen, mitdenkenden Zuhörerschaft, so zu beurteilen. Der Reporter kann einem leid tun, denn er ist am Wesentlichsten vorbeigegangen." - "Daß die Presse ihr unbequeme, unsympathische Dinge mit Freude verdreht, zeugt von kleinlichem Geist und ist bekannt. Im übrigen verbitte ich mir, die ´Deutsche UFO-Studiengesellschaft´ als ´Sekte´ zu bezeichnen. Diese Bezeichnung zeugt von niederer Denkungsart Ihrerseits!" - "Ihr Bericht ist schmutzig, dumm und geistlos." Genau die gleichen Reaktionen kamen bei tieferschürfenden Berichten der "Negativpresse" bis in jüngste Zeit von den Gläubigen hoch, die Zeitschriften GEO und PM können ein Lied davon singen, nachdem sie Mitte der 90ziger Jahre auf CENAP-Material basierende Hintergrundberichte brachten. Wenn sich UFOlogen gelegentlich auch ideologisch uneins sind, im Fall der Verteidigung stehen sie wie eine geschloßene Front da, ein kollektiver Wutschrei geht durch die Reihen, anstellte sich einmal mit Selbstkritik zu beschäftigen und die angeschnittenen Problempunkte der offenen Wunden selbst anzugehen, ja ob der Zurückgewinnung von Glaubwürdigkeit auszumerken. Doch die öffentliche Verehrung der DUIST von Kontaktlern auf diesem großen Event hatte weiterreichende Folgen:

Erstaunlicher Weise schlug sich das Aufbegehren in einer damals existierenden weltanschaulich-orientierten, obskuren Zeitschrift namens Neues Europa nieder. Aus der Nr.3 vom 1.Februar 1961 zitieren wir aus den Artikel "Taonitas und Ashtar Sheran über die geheimnisvolle Botschaft vom 21.November 1957". Taonitas, der Kommandant der Jupiter-Weltraumflotte, übermittelte an Frau Frieda Hohenegger-Parker die Botschaft, daß er dafür verantwortlich sein, das man eine Miniatur-Untertasse aus Kupfer von 35 Pfund Gewicht am 21.November 1957 im Yorkshire Moor in der Nähe von Scarborough fand, in welchem 17 außerirdische Schriftrollen enthalten waren, in denen Hieroglyphen eingeritzt waren. Auch Hauptkommander der Venus-UFO-Flotten, Ashtar Sheran, meldete sich bei der Dame, nachdem er eine "Groß-Manifestation von UFOs und IFOs [sic!] im Jahre 1961" ankündigte, nachdem "empfingsgemäß die Kontaktler einen weitaus größeren Anhängerkreis hinter sich als die Wissenschaftler der Weltraumforschung haben. Die Kontaktler sprechen einem großen Teil der irdischen Menschheit aus dem Herzen, auch wenn ihre Behauptungen manchmal noch so phantastisch und unglaubwürdig klingen." Dies wurde dann eine "eindeutige Sache" mit "einwandfreien, sachlichen und unangreifbaren Beweisen" genannt, die über das hinausgeht, was "mediale Durchgaben" ansonsten absondern und nie als "Beweise bewertet werden können".

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Neues Europa in Nr.21 vom 1.November 1965 setzte Hoffnungen mit der Schlagzeile "1966/70: offizielle Landung unbekannter Flugobjekte?" frei und schoß eine Salve in die ufologische Reihe rund um Veit´s ab. Ja, man warf sogar vor, daß die Behörden und wissenschaftlichen Kreise die UFOs deswegen nicht ernst nehmen, weil die Tätigkeit der vielen privaten Forschungsgruppen auf diesem Sektor "nicht objektiv genug ist": "Typische Beispiele dafür gab es wieder in jüngster Zeit anläßlich eines UFO-Kongresses der DUIST in Wiesbaden, die den Mexikaner Genovese eingeladen hatte, der in einem Buch behauptet, er sei mit anderen Wissenschaftlern auf dem Mars gewesen. Hier hätte der angebliche Kontaktler eine mehr als aktuelle Chance und Möglichkeit gehabt, Beweise für seine Behauptungen vorzulegen. Statt dessen operierte er mit allen möglichen Ausreden. Er habe mit seinen Beweisunterlagen nicht den Zoll passieren können, andernfalls wären diese in die Hände des Geheimdienstes gefallen. Da aber seine Freunde in geheimen Basen in Südamerika sogar über ein irdisches UFO verfügen sollen, wäre es doch einfach gewesen, Genovese mit entsprechenden Unterlagen an einem abgelegenen Ort unbehelligt von jedem Geheimdienst in Europa abzusetzen und auch wieder später abzuholen. Nichts von alledem! Statt dessen wurden die Kongreßteilnehmer mit der sensationellen Ankündigung vertröstet, daß er in Begleitung eines Marsbewohners noch in diesem Jahr erneut nach Deutschland kommen wird, um gleichzeitig Beweise mitzubringen." Auf den Inhalt der Schlagzeile ging man dagegen nicht ein...

Das "Geheimnis" der Fliegenden Untertassen - Lichtreflexe gaukeln Kontaktversuche außerirdischer Lebewesen vor berichtete Eugen Hintschies am 25.November 1965 in der Frankfurter Rundschau: Mit schöner Regelmäßigkeit rauschen von Zeit zu Zeit die "Fliegenden Untertassen" durch den Blätterwald der internationalen Presse. Es wird dann von geheimnisvollen Flugkörpern unbekannter Nationalität berichtet, die entweder einzeln oder im Verbandsflug geräuschlos und mit atemberaubender Geschwindigkeit kühne Luftmanöver ausführen, um dannn meist ebenso unverhofft zu verschwinden, wie sie auftauchten. Derartige Meldungen, die oft [?] noch durch Fotos von seltsam leuchtenden Objekten glaubhaft gemacht werden, finden immer wieder ein lebhaftes Echo. Zahlreiche Leser bestätigen nicht nur solche Angaben, sie berichten auch noch von eigenen nicht minder rätselhaften Beobachtungen. Ist das nun Humbug, oder handelt es sich tatsächlich um Kontaktversuche außerirdischer "Brüder in der Vernunft" mit den Menschen dieser Erde? Auf jeden Fall gibt es keinen Zweifel, daß Geschichten über "Fliegende Untertassen" nicht etwa Hirngespinste nervöser Redakteure oder findiger Reporter sind, die damit vielleicht eine ereignislose "Sauregurkenzeit" überbrücken wollen. Vielmehr liegen diesen Meldungen oft tatsächlich konkrete Beobachtungen zugrunde, die aber -wie Professor Dr.Danm Snow, Direktor des Mueller-Observatoriums am National Science Museum in Cleveland, meint- meistens falsch interpretiert werden. So scheint es zum Beispiel aller Schulweisheit zu widersprechen, daß ein Stern auch tagsüber am Himmel sichtbar leuchtet. In der Tat ist aber der Planet Venus auf Zeit seiner größten Helligkeit in gebieten mit niedriger Luftfeuchtigkeit und klarer Atmosphäre auch am hellen Tag zu sehen. Früher hätten Beobachter für dieses Phänomen eine natürliche Ursache gesucht. Heute sind sie mit der Erklärung, "Fliegende Untertassen" gesehen zu haben, schnell bei der Hand. Steht ein heller Stern vom Betrachter aus knapp über dem Horizont in einer Zone atmosphärischer Turbulenz -in der zum Beispiel auch der aufgehende Mond um ein vielfaches größer erscheint als am hohen Himmel-, dann kann er mit einiger Phantasie sogar heftige Bewegungen und heiße Abgase aus den Triebwerken des "außerirdischen Flugkörpers" erkennen. Ähnlich verhält es sich mit einem nachts außerhalb des Hörbereichs in großer Höhe fliegenden Düsenjäger, dessen eingeschalteten Positionslichter zur geheimnisvollen Blinkzeichen aus dem All werden.

Natürliche Erscheinungen: So stellen sich alle Berichte über "Fliegende Untertassen" bei genauer Überprüfung als Beschreibung natürlicher Erscheinungen heraus, die durch Reflexion des Lichts oder seine Zerlegung in Spektralfarben entstehen. Ein Musterbeispiel dafür ist der Regenbogen, dessen existenz vermutlich nur deswegen nicht außerirdischen Lebewesen zugesprochen wird, weil er relativ häufig zu sehen ist. Der farbenprächtige Bogen zeigt nämlich ähnliche Eigenschaften, wie sie häufig bei den angeblichen "UFOs" (Unidentified Flying Objects) beobachtet werden. Geht der Beobachter auf ihn zu, so rückt der Regenbogen aus, "läuft" aber in gleichem Tempo hinterher und macht scheinbar alle Bewegungen mit, wenn sich der Beschauer von ihm entfernt - bis schließlich die im Regentropfen gebeugten und reflektierten Lichtstrahlen der Sonne das Auge nicht mehr erreichen und das Farbenspiel plötzlich aufhört. [Der Regenbogen-Vergleich ist hier ziemlich weit hergeholt und mehr als ungeschickt, wenn der Autor damit vielleicht das Phänomen der am nächtlichen Horizont auftretenden Lichtspiele an astronomischen Körpern wie z.B. dem Planeten Venus erklären wollte.] Strahlende ovale Gebilde, die -wie Flugzeugführer berichten- sich jeder Ausweichbewegung der Maschinen in Sekundenschnelle anpaßten, entpuppten sich später als durchsichtige Wolken aus winzigen Eiskristallen, in denen sich die Sonnenstrahlen spiegelten. Berichte über "Fliegende Untertassen" entstehen aber häufig [?] auch auf Grund von Luftspiegelungen in der Art einer Fata Morgana: Straßen erscheinen naß, weil eine Schicht warmer Luft über dem Aspahlt liegt. Ist die Originalszene bei diesem Vorgang verdeckt, so können beispielsweise die Lichter einer fahrenden Autokolonne plötzlich -durch die Entfernung entsprechend verzerrt- am dunklen Horizont als eine mit "atemberaubender Geschwindigkeit dahinjagenden Staffel Fliegender Untertassen" erscheinen. [Kaum ein praktisch-arbeitender UFO-Phänomen-Ermittler mit jahrzehntelanger Erfahrung wird sich erinnern, in seiner Alltagsarbeit von UFO-Meldungs-Untersuchungen eine derartige Erklärung, wenn auch hypothetisch denkbar, anwenden gemußt zu haben.]

Die Radaraufzeichnungen von angeblich außerirdischen Flugkörpern kommen auf ähnliche Weise zustande. Der Grenzbereich zwischen zwei Luftschichten unterschiedlicher Temperatur ist nämlich ein ausgezeichneter Reflektor für elektromagnetische Wellen hoher Frequenz. So geschieht es nicht selten, daß die von einem nach oben gerichteten Radargerät gesendeten Impulse umgelenkt werden und auf der Erde ein Objekt erfassen. Bei der im Fachjargon als "Engel" bezeichneten Erscheinung sieht ein nicht sehr geübter Beobachter auf dem Schirm dann einen Flugkörper, der sich -da die Trennschicht auf und nieder schwankt- scheinbar mit unglaublich hoher Geschwindigkeit bewegt. Sogar wenn die bisher beobachteten "Zeichen von Lebewesen aus einer anderen Welt" nicht immer mit natürlichen Erscheinungen erklärt werden können, bliebe die Frage, warum die kosmischen Brüder so schüchtern und zurückhaltend bei der Kontaktaufnahme mit den Erdbewohnern sind. Die ersten Berichte über "Fliegende Untertassen" erschienen immerhin schon vor über 50 Jahren [was 1915 gewesen wäre, aber erst 1947 wurde der Begriff der flying saucers in Amerika geprägt]. Vorausgesetzt, die außerirdischen Lebewesen wollten die Menschheit mit ihrem Besuch nicht in Verlegenheit bringen, wären sie dann nicht längst wieder im Weltraum verschwunden? Die "UFOs" extraterrestrischen Ursprung gehören eben doch ins Reich der Fabeln, die jetzt "Science Fiction" heißen.

Mysteriöser Flugkörper, kurz und knapp die Meldung aus Buenos Aires im Kurier vom 26.November 1965: Eine Caravelle der argentinischen Luftfahrtgesellschaft mußte bei der Landung in Redaltencia in Nordargentinien ein plötzliches Ausweichmanöver durchführen, um nicht mit einem mysteriösen Flugkörper zusammenzustoßen. Wie der Flugzeugführer Domingo Longo, ein erfahrener Pilot, berichtete, habe er um 21 h Ortszeit plötzlich vor seiner Maschine einen leuchtenden Körper erblickt. Er habe zunächst an ein anderes Flugzeug mit eingeschaltetem Scheinwerfer gedacht. der vollmondgroße Körper näherte sich der Caravelle bis auf rund 100 Meter und verschwand dann blitzartig. Der Flugkörper wurde sowohl vom Copiloten als auch vom Kontrollturm des Flugplatztes aus gesehen.

Das ganze Geschehen erinnert in der Rückschau an eine Boliden-Sichtung, wie sie immer wieder mal ähnlich von Piloten gemeldet werden, die natürlich unter der Angst der midair-collision stehen müßen, wenn sie da plötzlich auftauchende und blitzartig heranrasende Lichtobjekte in der Dunkelheit wahrnehmen, die da blitzschnell kommen und gehen. Aufgrund des Mangels, Dimensionen und Entfernungen einzuschätzen, verschätzen auch jene Zeugen die ´Nähe´ der Erscheinung und müßen sie aufgrund ihrer Brillianz als bedrohlich-nahe Phänomene verstehen.

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In der November 1975-Ausgabe der Privatzeitschrift Mysteria mußte Axel Ertelt aus Halver in dem Artikel "UFO-Forschung heute" eine "traurige Bilanz zu einer nicht arbeitsfähigen UFO-Forschung" ziehen. Ertelt erkannte schon hier, daß die Aktivisten der UFO-Forschung eine zu vernachlässigende Minderheit sind und jene dazu noch unter erschwerten persönlichen oder beruflichen Bedingungen ihren Freizeit-Interessen nachgehen. Trotzdem die Mysteria "recht billig hergestellt werden kann, steht die DAFG tief in den roten Zahlen". Ruckzuck ging die Aktion DAFG unter und wurde durch das SOE ersetzt, bei der wieder die Mysteria durch Ertelt redigiert wurde, UFOs übernahm Ertelt selbst, die AAS-Thematik wurde von Jo Fiebag redaktionell betreut. Eine Dauerserie namens "Die UFO-Wirren" von Werner Walter begleitete die Schrift weiterhin. Die Redaktion wurde weiterhin unterhalten von Peter Fiebag, Herbert Mohren (der von der kritischen Reihe "UFO-Wirren" selbst verwirrt wurde) und Frank Bruns. Doch schon im Mai 1976 war auch die halbwegs mysteriöse SOE erledigt, die sich in erster Linie mit der Erforschung der sogenannten UFO-Forschungsgruppen beschäftigte und aus völligen Laien bestand. Ja, diese Albernheit gab es tatsächlich damals. Wie auch immer, die selbsternannten SOEler erklärten abschließend: "In der BRD ist keine UFO-Forschung möglich, die meisten Forschungsgruppen sind nicht in der Lage, Forschung durchzuführen." SOE hatte die Nase voll, auch wenn nie wirklich geklärt wurde, was hinter SOE wirklich steckt und ob diese kurzlebige Vereinigung nichts mehr als eine Seifenblase selbst war. Rückblickend scheint es sich um nichts mehr als einen gedanklichen Furtz in Sachen eigener Überhöhung von jugendlichen Schwärmern gehandelt zu haben.

Der 11.Interkontinentale interne Kongress der UFO-Forscher, Wiesbaden 1975 fand vom 31.Oktober bis zum 2.November 1975 einmal unter dem Generalthema "Interstellare Raumfahrt" im Casino Wiesbaden statt und wurde ausgerufen von der "freiwissenschaftlichen Akademie für UFOlogie", also der DUIST. Gewidmet war die Veranstaltung der Ehrenpräsidenten der DUIST, Frau Cläre Müller, die sich als Fabrikantin bereits 25 Jahre lang "große Verdienste erwarb". In den Monaten zuvor waren gerade die Werke "Sind außerirdische Weltraumschiffe gelandet?" und "Wissenschaftler des Uranus testen Erdvölker" erschienen, die als Vorgeschmack auf den Kongreß dienten und die allen DUIST-Mitgliedern bereits, nach alten Gepflogenheiten, automatisch zugestellt bekamen. Auch diese Veranstaltung war interner Natur, da man die Kontaktler auch dieses Mal nicht den Massenmedien zum Fraß vorwerfen wollte, da diese derartige Themen in der Öffentlichkeit fragwürdig machen - wobei insbesondere an die "Pressekampagne gegen den größten UFO-Pionier George Adamski" eirnnert wurde... Dennoch, auch bei dieser Veranstaltung leuchtete der Beginn des "Kosmischen Zeitalters" durch, was als Vorzug für die DUIST-Mitglieder dargeboten wurde. Ach, was wird dies die "Freunde im All" gefreut haben. Und für die irdischen DUIST-Mitglieder wurde versprochen, daß sich der weiteste Weg lohnen würde, da die Veranstaltung wieder einmal prall voller "Tatsachen über neue Begegnungen mit UFOs/IFOs" sein würde, da die "Veit´s und ihre UFOlogie" bereits zu einem weltweiten Gütesiegel (?) geworden waren.

Die Anhängerschaft der DUIST hatte teilweise ganz obskure Ideen. So hatte Rolf Zedlitz, Düsseldorf, als Mittel der "Propaganda für die UFOlogie" zwischen dem Worringerplatz und Kölner Straße 114 eine Plakatwand angemietet, um die allseits beliebte DUIST-Autoplakette im Superformat 2,10 x 2,70 m anzuschlagen und darunter die jeweils aktuelle Ausgabe der UFO-Nachrichten vorzustellen. Bereits im Vorfeld der Konferenz gab es zahlreiche Grußbotschaften, wie jene von Peter Romaniuk aus Buenos Aires. Er erwartete das Kommen der Fliegenden Untertassen zur Rettung für jene, "die den lauteren Teil der Menschheit" darstellen, jenen Teil der gläubigen UFOlogen also, der "denkt und handelt gemäß den Einflüssen seines eigenen Gewissens". Oder nehmen wir das Telegramm von Colman VonKeviczky, der die Menschheit bereits wieder am Vorabend eines dritten Weltkriegs sah, weswegen uns die "Galaktischen Mächte strengstens beobachten und kontrollieren". Von ihnen sei klar, daß sie unter Mithilfe der Gläubigengemeinschaft den Weltraumkrieg verhindern werden und "den totalen Zusammenbruch unserer Zivilisation verhindern werden bevor es zu spät ist". Kein Wunder also, wenn auch Irmgard Farrell schrieb: "Ich warte auf ein baldiges Kommen unserer Spacebrüder." H.C.Petersen stand aus Dänemark nochmals für sein Idol ein, "denn G.Adamski ist und bleibt was er ist, trotz der verbreiteten Lügen". Brinsley Le Poer Trench meldete sich aus England und entschuldigte sich, nicht nach Wiesbaden zu seinen beiden Freunden Anny und Karl reisen zu können, da gerade sein Bruder verstorben war und er nun dessen Ehrentitel Graf von Clancarty erhielt, weshalb er sich ab sofort Brinsley Earl of Clancarty nannte. Heinrich Ragaz aus der Schweiz verkündete: "Eine Sensation wird Amerika und die gesamte Welt 1980 in Schrecken und dann in atemloses Staunen versetzen. Die ersten außerplanetarischen Wesen werden nahe der Grenze USA/Kanada landen. Es werden Menschen von einem uns nich unbekannten Planeten sein, der im Aufbau dem unseren sehr ähnlich ist." Und selbst Werner Walter schrieb überaus enthusiastisch im jugendlichen Fanatismus: "Zum 11.Interkontinentalen Kongreß der UFO-Forscher in Wiesbaden 1975 darf ich Ihnen im Namen der Mannheimer Gruppe viel Glück und einen großen Erfolg für die globale UFOlogie wünschen."

Einen der ersten Vorträge hielt Dipl.-Chem. Michael von Klimo unter dem Titel 100.000 Jahre Runenschrift. Wir lernten den in Heidelberg lebenden Lebenskünstler und seine ihn eher akzeptierenden Familie bald darauf persönlich durch mehrere Besuche kennen und waren über seine phantastische Sichtweise und über sein zusammengestückeltes Weltbild erstaunt. Als er dann aber anfing von unterirdischen UFO-Basen im Odenwald zu spinnen und alle am nächtlichen Sommerhimmel durchziehenden Satelliten als Fliegende Untertassen bezeichnete, die aus der naheliegenden Basis stammten, brachen wir recht schnell den Kontakt wieder ab. Auch die DUIST-Schriftführerin Trude Kern aus Mannheim lernten wir in dieser Zeit kennen und hörten ganz wilde, gerade wirre Geschichten von ihr, weswegen wir auch schnell wieder Reißaus nahmen. Geradezu verblüfft nahm die Gemeinde den Vortrag von Dr.Jürgen Blunck, Leben und Überleben im Weltraum, an, der die neuestes Venus-Forschungsergebnisse der Planetenforschung vorstellte und damit die Venus von der Kandidatenliste der belebten Planeten in unserem Sonnensystem nahm. Der Hamburger gehörte übrigens dem Wissenschafts-Beirat der DUIST an, der selben Truppe, die die Kontaktler-Behauptungen über die belebte Venus (glückliche Kühe auf saftigen, grünen Weiden) anhimmelte. Auch die Mars-Kanäle verwies er hier auf ganz einfache optische Täuschungen. Leider ist uns nie bekannt geworden, was die internen Folgen dieses Großangriffs aus den eigenen Reihen waren. Jedenfalls wurde in den sogenannten "Nachklängen aus dem Aus- und Inland" kein Sterbenswörtchen darauf eingegangen - auch wenn die Teilnehmer angeblich "beglückt waren von der Verkündung und Vermittlung kosmischen Wissens im begonnenen Neuen Zeitalter".

Ing.Adolf Geigenthaler stellte in einem Dia-Vortrag "Die Nagora-UFO-Farbfotoserie" vor, welche bereits als UFOs - außerirdische Weltraumschiffe existieren wirklich in Buchform den beweiskräftigen Fall allen Teilnehmern des Spiels bekannt war. Einen weiteren wissenschaftlichen Vortrag hielt Dipl.-Ing.Enrique Castillo unter dem Titel Reisen in außerirdischen Flugobjekten. Er mußte es schließlich wissen, war er doch ein Kontaktler mit Marsbewohnern, die in Mexiko leben, sowie Wesen von Andromeda, mit denen er telepathisch kommunizierte. Dennoch kam er auch mit den Brüdern von den Plejaden zusammen. Und schließlich kam sie, die vielumjubelte Elizabeth Klarer, um über die Geheimnisse des Lichts im Schatten ihrer eigenen Kontakterfahrungen in Südafrika zu berichten. Wie bekannt, hatte sie sogar Sex mit einem wunderschönen Raumkommander und hat in fremden Welten sogar einen Sohn. Ihr DUIST-Buch "Jenseits der Lichtmauer" war lange Jahre soetwas wie ein MUSS gewesen. Horst Raps, der bekanntlich selbst "Raumreisen in extraterrestrischen Flugkörpern" nach Alpha-Centauri von Frankenthal aus, vor den Toren Mannheims, unternahm, referierte dieses Mal über die Auswanderung der Atlantiden. Auch über diesen Herrn in unserer Nachbarschaft hatten wir direkten Kontakt ein paar Jahre darauf und er war uns gar nicht geheuer, da er fortlaufend der Polizei in Frankenthal UFO-Sichtungen, Außerirdische und sogar Yetis in seinem Hintergarten meldete... Später kam er wegen Unzucht mit Kindern in die Klappsmühle.

Über 250 Teilnehmer hatten sich die Nummer angetan, wie man über die Jahre hinweg betrachtet erkennen kann, fiel die Zahl der Besucher immer geringer aus. Scheinbar verlor sich mehr und mehr das Interesse, trotz aller Versprechungen und Verlockungen. Die UFO-Bewegung erfähr immer wieder Wellenbewegungen mit Peaks und Talsohlen, dies ist ein altes Gesetz. Die Reaktionen nach dem Kongreß waren wie immer Hurra- und Jubelrufe auf die tollen Tage von Wiesbaden - immer unter der Prämisse: "Die Wahrheitsfront siegt!"

"Schwerkraftgenerator: UFO-Forscher konstruierten angeblich neue revolutionäre Energiequelle", so die Meldung in Nr.11/1975 der Esotera. Zwei Amateur-Erfinder und UFOlogen aus Kamp-Lintfort, der 38jährige Starkstromelektriker Dieter Kung und der 68jährige Karl Krins behaupteten, eine revolutionäre Energiequelle entdeckt zu haben. Es handelt sich hierbei um einen sogenannten "Schwerkraft-Flug-Generator", der die Schwerkraft aufheben und Strom liefern könne. Den beiden Männer, die vorgeblich seit Jahren sich mit UFO-Forschung beschäftigten, wollen die Anleitung zum Bau des Geräts von den Insassen eines UFO direkt erhalten haben. Die UFOnauten hätten einen Code zurückgelassen, den Dieter Kung entschlüßelt habe. Über die genauen Einzelheiten ihres Schwerkraft-Motors, der angeblich dem Antriebsaggregat der UFOs entspricht, schwiegen sich die beiden Konstrukteure bis dahin (und darüber hinaus sogar bis heute) aus. Sie verrieten damals nur soviel, daß der Generator, der "den Menschen nicht vorenthalten werden soll" und "dessen Nutzen Deutschland zugute kommen wird", jetzt schon imstande sei, die Schwerkraft in einem Umkreis von zwei Metern aufzuheben. Die beiden genannten Herren gehörten dem Kreis um August Wörner an und fielen vorher schon damit auf, die Taschenlampe als Lichthupe zum Anlocken von Aliens entdeckt zu haben. Nach dieser letzten Meldung aber verschwanden sie völlig aus der Szene.

¸ Mitte der Siebziger gab auch der Pabel-Verlag in Rastatt (der Perry Rhodan-Verlag!) seinen UFO-Senft dazu und brachte in Massenauflage sogenannte UFO-Jahrbücher heraus, deren übersensationalisierter Inhalt zwar viel Leser anzog, uns aber damals schon abstieß.

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UFOs: Grüne Kugeln verfolgten sieben Passagierflugzeuge hieß es bei der BILD am 22.November 1980 aus Barcelona: Sieben Passagierflugzeuge sollen am Abend des 11.November über Spanien von mehreren UFOs verfolgt worden sein. Nur mit Mühe konnten die Piloten Zusammenstöße verhindern. Eine Maschine der spanischen Fluglinie "Iberia", mit über 100 Menschen an Bord, mußte kurz vor der Landung in Barcelona im Sturzflug runter - ein UFO hätte sie sonst gerammt. "Es waren grün schimmernde Kugeln. Sie versuchten uns zu rammen", berichteten die Piloten übereinstimmend nach der Landung. "Sie haben uns dann überholt und wurden immer schneller." Auf den Radarschirmen des Flugkontrollzentrums von Barcelona waren die Flugobjekte nicht zu sehen. Die Fluglotsen wunderten sich nur über die zunächst unverständlichen Ausweichmanöver der Passagierflugzeuge. Die Fluglinie "Iberia" erteilte ihren Piloten Sprechverbot.

Mit Erich von Däniken auf Schiffsreise verkündete die "Ancient Skies" in ihrer deutschen Ausgabe. Vom 30.November bis zum 21.Dezember 1980 konnten auf dem Hapag-Lloyd-Flagschiff MS EUROPA der Prä-Astronautik-Fan seinem Götter-Astronauten-Helden EvD auf dem Indischen Ozean begleiten, wo jener auch zwei Vorträge hielt.

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UFO mit Feuerschweif über Niedersachsen meldete BILD am 15.November 1985: Mit einem Knall ist gestern abend ein UFO über Niedersachesen aufgetaucht. Es war etwa einen Meter groß, flog in 300 Metern Höhe und hatte einen riesigen Feuerschweif. Mehrere Piloten haben das UFO beobachtet, meldete die Polizei in Hannover. Vermutlich war es ein Meteorit.

Darum leuchtete Hamburgs Himmel meldete das Hamburger Abendblatt am 15.November 1985: Viele Hamburger wunderten sich gestern nachmittag über eine auffallende Wettererscheinung: Dem klaren Sonnenlicht vom Vormitttag war ein diffuses Dämmerlicht gefolgt. Die Wolken schimmerten gelb und rötlich. So kam es zu dem "Leuchten": Bei fast völliger Windstille hatte sich über die relativ warme Elbe kalte Luft gelegt. Das führte in der Luft über dem Strom zur Kondensation, zur Bildung von Tröpfchen und Nebel. Von dem Elbnebel legte sich ein Dunstschleier über die Stadt. Zwar konnte man noch weit sehen, aber die Wassertröpfchen in der Luft - nichts anderes als Dunst - reflektierten und brachen das Licht, sorgten also für eine größere Streuuung und damit für das diffuse Dämmerlicht. Als die Sonne unterging, leuchtete es rötlich. "So etwas kommt häufiger vor", sagt die Meteorologin Annette Tanck vom Seewetteramt. Die Gefahr vom Smog bestand nicht, da die Inversionsschicht - warme Luft über kalter - in großer Höhe lag. UFO, Meteorit oder Satellit? "Plötzlich war es am Himmel so hell wie im Volksparkstadion. Gleißendes Licht stürzte herab, ein rotglühender Kopf mit einem langen Schweif." Rundfunk- und TV-Journalist Carlheinz Hollmann, gerade auf der Heimfahrt nach Luhmühlen, gehört zu den Augenzeugen, die gestern gegen 18:15 h eine ungewöhnliche Himmelserscheinung wahrnahmen: In Hannover, Braunschweig und Gifhorn wandten sich Einwohner an die Polizei und berichteten von einem unbekannten Flugobjekt. Es soll mit einem Knall am abendlichen Himmel aufgetaucht sein und sich aus südwestlicher in nordöstlicher Richtung fortbewegt haben. Vom deutschen Wetterdienst in Braunschweig wurde von einem in schätzungsweise 300 Meter Höhe fliegenden Objekt von einem Meter Länge und 20 Zentimetern Durchmesser gesprochen. Es wird vermutet, dass es sich um einen Meteoriten oder Satelliten gehandelt haben könnte.

Feuerschweif erhellte Braunschweigs Himmel: Indizien für Meteoriten oder verglühenden Satelliten hieß es am 15.November 1985 in der Braunschweiger Zeitung: Am Donnerstag um 18:15 h war über Braunschweig für kurze Zeit ein heller Feuerschweif zu sehen, der im Norden der Stadt verglühte und dem ein Knall folgte. Bernd Purwin von der Flugsischerung in Waggum, der zu diesem Zeitpunkt gerade zur Wolkenbeobachtung hinausgegangen war: "Das Licht ging ins bläuliche, und das Geräusch erinnerte an einen Überschallknall." Der Maschinenbautechniker Wieland Müller aus Ochsendorf (Kreis Helmstedt) zur BZ: "Das Ding sauste nach Nordosten zur DDR." Was Purwin vom Twoer sah, beobachteten auch viele Braunschweiger, die die Polizei alarmierten. Streifenwagen suchten das Gebiet um Völkenrode vergeblich ab. Es sei schon zu dunkel gewesen, deshalb sei auch auf den Einsatz eines Hubschraubers verzichtet worden, war aus der Funkleitzentrale der Polizei zu hören. Aufgrund verschiedener Beobachtungen wird vermutet, dass es sich um einen Meteoriten oder einen verglühenden Satelliten handelte. Dafür sprechen nach Ansicht von Purwin und der seiner Kollegen von der Flugwetterwarte in Hannover mehrere Indizien: "Es war ein gigantischer Anblick", so beschrieben die Piloten eines Flugzeuges die Erscheinung, die sie beobachtet hatten, als sie sich über Fulda befanden. Der Lichtschein war also über den Wolken sehr weit zu sehen. Ein Taxifahrer, der von Braunschweig nach Celle unterwegs war, hatte den feuerschweif ebenfalls beobachtet. Dies teilte er der Flugwetterwarte in Hannover mit, die ebensfalls mehrere Anrufe bekam. Die Wetterlage schloß aus, dass es sich um ein Gewitter handelte. Für eine herkömmliche Feuerwerksrakete war das beobachtete Licht zu groß. Die Bundeswehr hatte an diesem Abend keine Schießübung im Raum Braunschweig.

UFO-Alarm: Feuerball über Deutschland titelte dann C.J.Rüdiger seinen BILD-Beitrag für den 16.November 1985: In den Polizeistationen zwischen Hannover und Braunschweig klingelten die Telefone Sturm - Hunderte gaben UFO-Alarm: "ERst war da ein Knall, dann ein Blitz, dann wurde es taghell! Und dann raste das UFO in nur 300 Meter Höhe über uns hinweg!" Wer den Feuerball sah, was ein Astronom dazu sagt. Seite 3. Dort wird unter der Schlagzeile UFO-Alarm: Rote Kugel, grünes Licht bekannt: 18:15 h in Dollbergen bei Hannover. Hausfrau Karla Winter (38) ging gerade über die Strasse: "Plötzlich war der Himmel taghell erleuchtet. Eine runde, grüne Kugel mit einem grellen Schweif raste vorbei, war nach Sekunden wieder verschwunden!" Tochter Selina (13): "100 Meter weiter jaulte unser Hund ´Birko´ auf, wir konnten ihn erst nach drei Minuten beruhigen." Kaufmann Wolfgang Heigel aus Mellendorf beobachtete die Himmelserscheinung fünf Sekunden lang: "Vorne tiefrot und kugelförmig, hinten ein langer Feuerschweif. Das Licht auf der Erde wurde erst grün, dann türkis und blau!" Zwei Piloten meldeten dem Flughafen Hannover: "Ein runder, heller Ball leuchtet am Himmel." Harro Zimmer (50) von der Berliner Sternwarte: "Wahrscheinlich handelte es sich um einen Meteoriten, so groß wie ein Handball, innen mit Gas gefüllt. Er könnter aus dem Sternschnuppen-Strom des Kometen ´Temple Tuttle´ stammen, der uns in den nächsten Tagen noch mehr Meteoriten bescheren wird." Der grelle Blitz wurde auch von der Sternwarte in Magdeburg beobachtet: "Entweder ein kleiner, verglühender Satellit od


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Sonntag, 13. November 2016 - 19:25 Uhr

UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-47

19.10.2005

Falsches UFO am Osthimmel

Astronomen und UFO-Forscher erwarten schon Schlimmes!

Centrales Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene, CENAP 

und

Michael Hammer-Kruse, Kiel

 

Falsches UFO am Osthimmel - Astronomen und UFO-Forscher erwarten schon Schlimmes!

Kiel/Mannheim. In den letzten Nächten bescherte uns der "Goldene Oktober" manche klare Nacht. Das war für etliche Menschen Anlaß, sich über das "rötlich schimmernde UFO" zu wundern, das jetzt jeden Abend langsam am Osthimmel aufsteigt. Bei vielen sorgte es schon für Aufregung bis hin zum "UFO-Fieber". Astronomen und UFO-Phänomen-Nachforscher sind jetzt schon genervt, weil der eigentliche Höhepunkt der unheimlichen Beobachtungen erst noch ansteht: In den Nächten des heutigen Dienstag und kommenden Mittwoch wird sich das Objekt in der Nähe des Mondes befinden.

Michael Hammer-Kruse ist aktiver Amateurastronom und Besitzer des einzigen mobilen Planetariums in Norddeutschland. Als Berater beim von Werner Walter begründeten Centralen Erforschungs-Netz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP)in Mannheim kennt er die Situation. Dort laufen in den letzten Tagen verstärkt vermeintliche UFO-Berichte aus der bundesweiten Bevölkerung auf. Sie alle betreffen unseren Nachbarplaneten im Weltall: Mars, der rote Planet, wird in den nächsten Wochen in Opposition stehen. Er scheint dann auffällig hell und kann während der ganzen Nacht beobachtet werden. "Uns graust es jetzt schon vor den vielen Fehlmeldungen, die diese himmlische Konstellation zur Folge haben wird, wenn die Leute einmal mehr glauben, ein unheimliches UFO im Mond-Orbit auszumachen", so Hammer-Kruse vorab, um darüber aufzuklären, was in diesen Nächten am Himmel wirklich los ist. Niemand brauche sich deswegen in Science Fiction-Fantasien zu ergehen. Viel aufregender sei es, sich das himmlische Schauspiel im Fernglas anzuschauen oder in einem Planetarium näher erklären zu lassen.

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19.10.2005

UFO-Alarm - der Mars macht die Leute mobil

Wie ein sehr großer Stern, nur orange-rötlich... - das kleine "Goldene Ei"

Der ganze Oktober 2005 war wahrhaft wettermäßig ein "Goldener Oktober" gewesen, oftmals waren die Nächte superklar gewesen. Schon seit Anfang des Monats erhielt ich etwa einmal pro Woche Beobachtungsmeldungen von Leuten aus ganz Deutschland, die genau das selbe Objekt am Himmel sahen, wie nachfolgende Ausführung für die Nacht des 15.Oktober gilt. Am Sonntagvormittag erreichte mich ein Herr aus Saarbrücken, der ab 22:30 h in der vorausgehenden Samstagnacht soetwas wie "ein extrem großer Stern" niedrig am Osthimmel ausmachte, "der für sich wie eine superkleine rote Sonne" aussah. Stundenlang sei dieser dann gesehen worden wie er langsam und gemächlich zum Himmel aufstieg. Aus Essen meldete sich bald darauf eine Dame, welche ebenso ab etwa 23 h einen "fast rötlich-schimmernden Lichtpunkt" am Himmel, "dort wo die Sonne aufgeht", ausmachte. Über Stunden hinweg schaute sie immer wieder einmal dahin und unmerklich war er dabei zum Himmel aufgestiegen. In etwa genau so berichtete mir dies eine junge Frau aus der Nähe von Salzgitter diesen "sehr großen Stern, der nur orange-rötlich leuchtete", sie habe mit der Videokamera versucht dies aufzunehmen, nur war das Ergebnis schlecht gewesen.

Bald gingen weitere Meldungen bzw Nachfragen ein. Leverkusen: Ein Herr M. war ganz aus dem Häuschen, weil er um 22:30 h gerade von einer Vereinsfeier zurückkam und vor seinem Haus nochmals hochschaute um am östlichen Himmel einen "ruhigen rötlich-eingefärbten Schimmerpunkt" auszumachte, der absolut "anders ausschaute als alles anderem am Himmel, was da weiß vor sich hinblinkt". Irgendwie nahe kam es ihm schon vor. Eine halbe Stunde später schaute er nochmals aus dem Fenster - "und da war es noch immer". Daraufhin suchte er im Internet nach einer "UFO-Meldestelle" und fand mich, rief sofort an - während das Objekt NOCH IN SICHT war, "wenn auch etwas höher als vorhin am Himmel". Bei Suhl: Eine ältere Dame schaute gerade aus dem Fenster, um zu gucken wie ihre sie besuchende Tochter im PKW wieder abfuhr und sie ihr nachwinkte. Dabei schaute sie nochmals zum "Sternhimmel" hoch und bemerkte dabei einen "orangenen Lichtpunkt, der so komisch ausschaute, wie ein kleines ´Goldenes Ei´". Nachdem dieser bis 23:30 h immer noch am Himmel war ging sie ins Net und fand mich und rief sofort an. Sie war verblüfft vom Mars zu hören, "weil sie davon noch nichts in der Zeitung gehört hatte. Sowas müssen die doch melden, da kommt man sonst auf ganz komische Ideen!" !!! Wohl wahr! Naja, sie war schließlich amüsiert und bedankte sich sogar für die Aufklärung.

Nebenbei: Auch eine Frau aus Garmisch berichtete, beim Blick zum südwestlichen Abenddämmerungshimmel hin, "so schön im Abendrot knapp überm Horizont", 15 Minuten lang einen "rückwärts-runtergehenden Flugzeugscheinwerfer" zu sehen was ihr ganz "gespenstisch" vorkam, eben weil dies so absolut geräuschlos und langsam ablief. In diesem Falle klar - die Venus.

Daraufhin berichtete Jens Lorek, das lt. ´Kosmos-Himmelsjahr 2005´ (1) der Mars in der Nacht vom 19. auf den 20.10. ca.5 Grad nördlich ("oberhalb") des Mondes stehen werde und damit klar eine "UFO-trächtige Situation" auslösen kann. Dies checkte ich sofort mit meinem Astroprogramm Starry Nights und siehe da, auch am Abend zuvor gab es eine schöne Begegnung zwischen Mond und Mars! Und dies mitten im "Goldenen Oktober", der 2005 wahrhaft diesen Begriff verdiente. Daraufhin verfasste ich eine PM ("UFO-Falschalarm wegen dem Planeten Mars am späten Abend - Unheimliche Begegnung mit dem Mond am Dienstag und Mittwoch: Schauen Sie hin") , die ich am Montagmorgen, 17.10., an Agenturen sowie einigen Zeitungen der Region verschickte - und die niemand aufgriff.

(1) = Nebenher eine Anekdote aus dem Leben: Am 9.9.05 berichtete RA Lorek mit dem Thema "UFO-Suche vom Schreibtisch aus" betreffs der Astroschau auf 2006 hin auf der CENAP-Liste: "Heute Mittag rief meine Buchhandlung an, dass das Kosmos-Himmelsjahr 2006 da wäre. Also meinen Mädels den Rest des Tages freigegeben, Anrufe auf AB umgeleitet und das ´Himmelsjahr´ gekauft, um es nach ´ufologischen´ Konstellationen zu durchforsten. 1. Generell: Es sieht nicht nach Sensationen aus. 2. Venus ist das ganze Jahr 2006 Morgenstern, und morgens werden keine UFOs gesehen. Oder doch? Jedenfalls weniger als abends. Nur im Februar und März 2006 leuchtet Venus richtig auffallend hell und kommt höher als zehn Grad über den Horizont. 3. KEINE Nahbegegnungen von Planeten. KEINE Nahbegegnungen zwischen Jupiter und Mond oder Venus und Mond am Abendhimmel (Ihr erinnert euch an die "STAR-WARS"-Konstellation [Jupiter bei Mond] am 19.5.2005, dem Tag der Premiere von STAR WARS Ep. III)). 4. Nur Mars kommt am Abend (20 Uhr) des 8. Jan. 2006 auf 0,8 Grad Abstand an den Mond heran, aber zu der Zeit hat Mars kaum 0,0m Helligkeit, ist also nicht gerade strahlend."

Weitere Meldungen eines "Fremdkörpers" nahe dem Vollmond vom späten Abend des 18.Oktober 05: Aus dem liechtensteinischen Feldkirch berichtete mir ein Herr, wie er gegen 21:30 h nochmals in den Hof ging um nach einer kaputten Lampe zu schauen. Dabei blickte er zum Himmel hoch und sah "links unterhalb dem Vollmond" ein "goldenes, kleines Ei" stehen. "Wie festgenagelt", aber absolut befremdlich, "wegen seiner Größe und Farbe". Nachdem er seine Gattin darauf aufmerksam machte, und die sich auch keinen Reim darauf machen konnte, riefen sie das Radio deswegen an und bekamen meine Rufnummer. Um 23 h erreichten sie mich und hatten das Objekt in Sicht. Ich raus auf den Balkon, obwohl schon wissend was los ist, ja ganz eindeutig - Mars. Verblüfft war ich wegen der Wiederkehr des Vergleichs mit dem "kleinen goldenen Ei"!

23:20 h - Frau M. aus Norden (Norddeich): Sie hatte mich via I-Net ausfindig gemacht, weil sie seit 22 h "fasziniert den Mond und seinen Sputnik" (!) beobachte und dies ihr seltsam vorkam "und noch niemals zuvor gesehen" - dabei ist sie 58 Jahre alt und "ein halbes Leben lang mit ihre Mann auf der See beim Nachtfischen". Ihre Tochter hat versucht mit einer Videokamera das "Teil" aufzunehmen, doch außer dem grellen Mond war da nichts drauf - "ob dies etwas mit Tarneigenschaften zu tun hat?" fragte sie mich halb belustigt, aber auch halb ernsthaft-verzweifelt. Ich konnte mit ihrer Tochter Gabi sprechen und sie bestättigte mir den Aufnahmeversuch von dem "Sputnik", aber alles sei wegen dem Mondlicht "völlig überstrahlt". Inzwischen habe sie es nochmals versucht, aber bei ihrer "alten Neckarmann"-Kamera für ehemals 999 DM seien keine besonderen Einstellungen möglich. Der Mond kommt ziemlich grell raus, aber das "Teil" ist nicht zu sehen, "obwohl es ganz doll da unten neben ihm steht".

Kurz nach 24 h erreicht mich ein Herr W. aus Weiden i.d.Operpfalz und entschuldigte sich "vielmals für den späten Anruf" (was eher selten vorkommt) nachdem er mich via I-Net-Suche über die Bamberger Skeptiker der GWUP und meinem Vortragstermin bzw weiterführenden Link dort auffand. Er habe gegen 22 h nochmals den Müll rausgetragen und dabei hochgeschaut und dabei perplex links unterhalb dem Mond "etwas gesehen, was da normaler Weise nicht ist". Er spekulierte darüber, dass das die ISS "oder sowas sei". Obwohl es ihm selbst merkwürdig vorkam, weil sich dies Objekt nicht bewegt - und "genau dies ist ja das Komische!" Auch beim Anruf habe er das Gebilde noch in Sicht. Er war völlig "fertig" als er erfuhr, was dies da ist - und: "Auf sowas sollte man doch in der Zeitung einen aufmerksam machen...war aber nix!"

Noch näher rückt der Rote Planet dem Vollmond am späten Abend vom 19.auf den 20.Oktober auf die Pelle, wie unsere Grafik ausweist. Da ist dann "Alarmstufe Rot" gegebenen, jedenfalls dort wo der sich zuziehende Himmel frei ist. Im Übrigen ist die astronomische Forschergemeinde völlig aus dem Häuschen, da derweilen auf unserem Nachbarn im Weltall ein Staubsturm tobt.

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25.10.2005

Gespenstisch grüner UFO-Lichtball über Süddeutschland

Grüner Feuerball über Baden-Württemberg, Franken und Bayern schreckte die Leute

25.Oktober 05: Um Punk 8 h morgens rief Gernot H. aus einem Dorf nahe Kirchheim an. Wie er ausführte habe er in der vergangenen Nacht "gegen 1:45 h im Bett gelegen und plötzlich kam durch das Fenster ein taghelles grünes Licht". Er stand wegen dem unheimlichen Ereignis sofort kerzengerade im Bett und war sofort alarmiert putzmunter, durchs Fenster sah er eine "mächtige Feuerkugel, grün-weiß-blau, durch den Himmel flitzen". Dann war wie abgeschaltet alles schon wieder vorbei. H., der danach nicht mehr einschlafen konnte: "Wenn das alles zusammen 5 Sekunden gedauert hat, aber es war für mich wie eine Ewigkeit." Deutlich stand der bei seinem Anruf noch ´unter Strom´, wie man so schön sagt. Dabei ist der über 50 Jahre alt und Beruf Landwirt. Vom Stadtrand Münchens meldete sich ein Herr, die "irgendwann kurz vor 2 h" von der Toilette zurückkehrte und gerade aus dem Fenster schaute, als er von Osten her einem "mächtigen dumpf-grünen Schein" wahrnahm, "der aber auch alles aushellte - ehrlich, das war wie im Science Fiction!" Dann sah er von oben herab für 2/3 Sekunden eine Art "prächtige Leuchtkugel" quer zum Horizont rasen. Er war ebenso noch unter dem Eindruck der Sichtung und sein "Gigantisch, Gigantisch, Gigantisch!" hallte mir noch den ganzen Tag im Ohr nach. Das muss ja wahrhaft prächtig gewesen sein. Ein PKW-Fahrer aus Hardheim berichtete mir daraufhin von einer "grünen Lichterkette am Himmel die dort zerbrach", als er gerade aus dem Wagen ausstieg und genau "gegen" Osten hin dies beobachtete, naja - über die Richtung war er sich nicht sicher. Binnen Sekunden war dann auch schon alles wieder "ganz normal". So gegen 1:45 h soll es hier gewesen sein, absolut geräuschlos lief das Schauspiel dort ab. Eine Dame aus Erding zuckte ebenso zusammen, weil sie glaubte "eine Sorte grünliche Schweißbrennerflamme" über den Himmel ziehen zu sehen - "ein Spektakel, bei dem man an seinem Verstand zweifelt, aber es war wirklich da!". Irgendwann vor 2 h soll es hier gewesen, als sie gerade den Fernseher auschaltete um zu Bette zu gehen und dabei nochmals aus dem Fenster blickte. Ein Herr Maier aus Dillingen kam "vor 2 h" gerade nach Hause, als er seinen "Hof in grünes Licht gebadet sah" und einen "prächtigen Lichtball mit fettem Schweif" durch den Himmel huschen sah, von dem er sicher war - "dass das doch nicht normal ist".

Eine völlig unerwartete Dualität der Ereignisse von Anfang Oktober in Kärnten und Tirol, Österreich! Da war ich wahrhaft baff. Wieder einmal ein fetter GRÜNLEUCHTENDER Bolide. Kurz vor 10:30 h informierte ich die CENAP-Liste hiervon und erhielt gleichsam eine eMail von Dieter Heinlein beim Feuerkugel-Netzwerk, der von einem Beobachter inzwischen ebenso benachrichtigt worden war und sofort diese Alarmmeldung ausgab. Ihr Inhalt:

"Hallo Dieter, ich habe soeben einen Boliden gesichtet. Standort: 93455 Traitsching (15 km südlich von Cham). Uhrzeit: 01:41:30 +- 1 Min (habe gerade keine Funkuhr zu Hand). Ich fummle am Teleskop herum (Blickrichtung Boden ) als ich kurz (1 Sek) in grell grünes Licht getaucht werde, wie wenn jemand neben mir Schweißen würde, bloß in grün. Während ich mir "Kann ja nicht sein, dass ich schon wieder nen Boliden sehe..." denke, drehe ich mich um und blicke nach oben. Bis dahin tritt schon kein Schattenwurf mehr auf. Ich sehe den Rest der Bolide, erst hell grün und dann in feinen orangen Flittern (ca. Marshelligkeit) verglühen, fast wie eine Feuerwerksrakete. Keine größeren Fragmente sondern eher wie ein Funkenregen. Die Bewegung war ziemlich schnell (10° in ca. einer Sekunde). Die Rauchspur (nur im Endbereich) war 2-3 Min lang zu sehen, zu hören war leider nichts. Das Verlöschen war ungefähr in der Raute aus Beta Ceti, Eta Ceti, Zeta Ceti und HIP 8102, leider ist es etwas dunstig in der Richtung, so dass ich die Sterne auf Anhieb kaum sah. Startpunkt weiß ich nicht, die Flugrichtung ging GROB von Mars in das beschriebene Endgebiet, leider hab ich nur ca. 15° Bahn gesehen, so dass ich es nicht genauer erkannt habe. Von Flugrichtung und Helligkeit war das hier imho UNGEFÄHR mit dem Neuschwansteinfall vergleichbar, ich kann aber schlecht abschätzen, sowas hat man ja nicht so häufig."

Eine aufregende Sache, zweifelsohne. Also war es Zeit ins I-Net zu gehen um sich mal umzuschauen, ob da auch was auf den Seiten der ´üblichen Verdächtigen´ was getan hatte. Bei Wetterzentrale.de wurde ich gleich mal fündig, als ein Zeuge um 1:57 h hier schon eintrug: "Taghelles GRÜNES Licht soeben über Ehingen" war der Beitrag eines Zeugens und hier sein Text: "Hallo, soeben sind hier die Marsmenschen gelandet!!! Ich liege im Bett, träume vor mich und und blicke zum Fenster raus. Plötzlich wird des Nachthimmel taghell von einem sehr stark leuchtenden grünen Licht erleuchtet. Zeitpunkt der Erscheinung: 01:42 h. Dauer: 2-3 Sekunden, dann nochmals kurz nachleuchtend für eine Sekunde. WAS WAR DAS?!" Auch beim Astrotreff.de gab es eine Meldung, hier auch sofort eingetragen: "Bolide um 1:41 MESZ! Hallo, gerade eben habe ich den wohl hellsten und grössten Boliden erlebt, seitdem ich gen Himmel schaue. Ich war beim Okularwechsel, als es plötzlich um mich herum hell wurde (helles, bläuliches Licht, ähnlich wie beim Schweissen, natürlich nicht sooo hell). Als ich in die Richtung sah, konnte ich noch ein großes Stück grellheller Lichtschnur sehen, welche etwa südwestlich von Orion das Ende ihrer Reise erreicht hatte. Das beste daran: Die Spur leuchtete noch mindestens eine viertel Minute lang nach (Orange, z.t. gesprenkelt, fast glitzernd, unterbrochen), bis der Zauber dann leider vorüber war. Das war wirklich enorm, Boliden habe ich bereits mehrfach beobachtet, aber der Brocken war wirklich der Hammer schlechthin!!! Grob beschrieben kam das Teil "zwischen Mars und Orion herunter", daher müssten einige Marsbeobachter das auch gesehen haben!? Hat noch jemand ausser mir dieses Spektakel beobachtet? Ich könnte mir jetzt noch dafür in den A... beissen, dass ich just in dem Moment nach einem anderen Okular kramen musste...." Ein anderer Teilnehmer bald darauf: "Guten Morgen, 1:41 h stimmt. Ich bin hier in München. War gerade am Einschlafen als ich durch geschlossene Augen plötzlich die Lanschaft für etwa eine halbe Sekunde draußen erkennen konnte (Richtung Schlafzimmerfenster = Osten). Eine Spur habe ich nicht gesehen, obwohl Orion in diese Richtung liegt." Hier meldete sich auch der Kollege, welcher bereits das Feuerkugelnetz unterrichtete.

Ein Beobachtungskorridor von Baden-Württemberg, Franken nach Bayern machte sich also auf. Da erreichte mich eine eMail von Antje M. aus Pforzheim mit dem Betreff "Himmelsbeobachtung letzte Nacht", hier der Bericht von ihr:

"Ich habe letzte Nacht zwischen 1:30 und 2:00 Uhr etwas gesehen am Nachthimmel, was ich mir nicht erklären kann. Die Erscheinung dauerte höchstens 5 Sekunden und war dann wieder weg. Ich stand auf meinem Balkon und schaute in Richtung Südosten, wo urplötzlich und geräuschlos ein grellweißes "Objekt" am Himmel erst immer größer wurde und dann "herunterfiel", und dabei einen langen ebenfalls grell-weißen Schweif bekam, es war auch ein schwach-grünliches Licht dabei, allerdings kaum wahrnehmbar. Weil es so still war, konnte ich sogar hören (!!), wie es verglühte und dabei leicht zischte, etwa so, wie wenn man eine brennende Zigarette in Wasser wirft. Nachdem das Licht erloschen war, konnte ich dennoch sehen, wie etwas vom Himmel fiel, bis es hinter einem Haus verschwand, das mir die Sicht versperrte.

Mein erster Gedanke war: War das eine Sternschnuppe? Die kenne ich jedoch anders. Nun, vielleicht habe ich nur bisher noch keine aus derart nächster Nähe gesehen, nämlich so nah, dass ich sie sogar hören kann. Es war jedenfalls absolut beeindruckend. Und ich habe jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich daran zurück denke. Oder könnte es ein Objekt gewesen sein, ein Asteroid vielleicht, der an der Erde vorbeiflog und nur kurz die Atmosphäre gestreift hat, was die Lichterscheinung erklären könnte?? Ein Ufo war es jedenfalls sicherlich nicht, ich glaube, die verglühen nicht ;-) Achso, ja - ich habe diese Beobachtung in der Pforzheimer Südweststadt gemacht. Sollte ja vielleicht noch erwähnt werden. Es wäre schön, wenn Sie in der Lage wären, mir irgendetwas genaueres dazu mitzuteilen, ich würde es mir gern einfach erklären können, was ich da gesehen habe."

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27.10.2005

Update: Fette Feuerkugeln über Old Germany

Die aktuellsten News (plus Medienkritik) betreffs den letzten himmlischen Ereignissen

Grüner Feuerball über Baden-Württemberg, Franken und Bayern schreckte die Leute

25.Oktober 05, eine sich entwickelnde Geschichte ob dem milden ´Goldenen Oktober´ mit wunderbarem Wetter und milden Temperaturen: Um Punk 8 h morgens rief Gernot H. aus einem Dorf nahe Kirchheim an. Wie er ausführte habe er in der vergangenen Nacht "gegen 1:45 h im Bett gelegen und plötzlich kam durch das Fenster ein taghelles grünes Licht". Er stand wegen dem unheimlichen Ereignis sofort kerzengerade im Bett und war sofort alarmiert putzmunter, durchs Fenster sah er eine "mächtige Feuerkugel, grün-weiß-blau, durch den Himmel flitzen". Dann war wie abgeschaltet alles schon wieder vorbei. H., der danach nicht mehr einschlafen konnte: "Wenn das alles zusammen 5 Sekunden gedauert hat, aber es war für mich wie eine Ewigkeit." Deutlich stand der bei seinem Anruf noch ´unter Strom´, wie man so schön sagt. Dabei ist der über 50 Jahre alt und Beruf Landwirt. Vom Stadtrand Münchens meldete sich ein Herr, die "irgendwann kurz vor 2 h" von der Toilette zurückkehrte und gerade aus dem Fenster schaute, als er von Osten her einem "mächtigen dumpf-grünen Schein" wahrnahm, "der aber auch alles aushellte - ehrlich, das war wie im Science Fiction!" Dann sah er von oben herab für 2/3 Sekunden eine Art "prächtige Leuchtkugel" quer zum Horizont rasen. Er war ebenso noch unter dem Eindruck der Sichtung und sein "Gigantisch, Gigantisch, Gigantisch!" hallte mir noch den ganzen Tag im Ohr nach. Das muss ja wahrhaft prächtig gewesen sein. Ein PKW-Fahrer aus Hardheim berichtete mir daraufhin von einer "grünen Lichterkette am Himmel die dort zerbrach", als er gerade aus dem Wagen ausstieg und genau "gegen" Osten hin dies beobachtete, naja - über die Richtung war er sich nicht sicher. Binnen Sekunden war dann auch schon alles wieder "ganz normal". So gegen 1:45 h soll es hier gewesen sein, absolut geräuschlos lief das Schauspiel dort ab. Eine Dame aus Erding zuckte ebenso zusammen, weil sie glaubte "eine Sorte grünliche Schweißbrennerflamme" über den Himmel ziehen zu sehen - "ein Spektakel, bei dem man an seinem Verstand zweifelt, aber es war wirklich da!". Irgendwann vor 2 h soll es hier gewesen, als sie gerade den Fernseher auschaltete um zu Bette zu gehen und dabei nochmals aus dem Fenster blickte. Ein Herr Maier aus Dillingen kam "vor 2 h" gerade nach Hause, als er seinen "Hof in grünes Licht gebadet sah" und einen "prächtigen Lichtball mit fettem Schweif" durch den Himmel huschen sah, von dem er sicher war - "dass das doch nicht normal ist".

Eine völlig unerwartete Dualität der Ereignisse von Anfang Oktober in Kärnten und Tirol, Österreich! Da war ich wahrhaft baff. Wieder einmal ein fetter GRÜNLEUCHTENDER Bolide. Kurz vor 10:30 h informierte ich die CENAP-Liste hiervon und erhielt gleichsam eine eMail von Dieter Heinlein beim Feuerkugel-Netzwerk, der von einem Beobachter inzwischen ebenso benachrichtigt worden war und sofort diese Alarmmeldung ausgab. Ihr Inhalt:

"Hallo Dieter, ich habe soeben einen Boliden gesichtet. Standort: 93455 Traitsching (15 km südlich von Cham). Uhrzeit: 01:41:30 +- 1 Min (habe gerade keine Funkuhr zu Hand). Ich fummle am Teleskop herum (Blickrichtung Boden ) als ich kurz (1 Sek) in grell grünes Licht getaucht werde, wie wenn jemand neben mir Schweißen würde, bloß in grün. Während ich mir "Kann ja nicht sein, dass ich schon wieder nen Boliden sehe..." denke, drehe ich mich um und blicke nach oben. Bis dahin tritt schon kein Schattenwurf mehr auf. Ich sehe den Rest der Bolide, erst hell grün und dann in feinen orangen Flittern (ca. Marshelligkeit) verglühen, fast wie eine Feuerwerksrakete. Keine größeren Fragmente sondern eher wie ein Funkenregen. Die Bewegung war ziemlich schnell (10° in ca. einer Sekunde). Die Rauchspur (nur im Endbereich) war 2-3 Min lang zu sehen, zu hören war leider nichts. Das Verlöschen war ungefähr in der Raute aus Beta Ceti, Eta Ceti, Zeta Ceti und HIP 8102, leider ist es etwas dunstig in der Richtung, so dass ich die Sterne auf Anhieb kaum sah. Startpunkt weiß ich nicht, die Flugrichtung ging GROB von Mars in das beschriebene Endgebiet, leider hab ich nur ca. 15° Bahn gesehen, so dass ich es nicht genauer erkannt habe. Von Flugrichtung und Helligkeit war das hier imho UNGEFÄHR mit dem Neuschwansteinfall vergleichbar, ich kann aber schlecht abschätzen, sowas hat man ja nicht so häufig."

Eine aufregende Sache, zweifelsohne. Also war es Zeit ins I-Net zu gehen um sich mal umzuschauen, ob da auch was auf den Seiten der ´üblichen Verdächtigen´ was getan hatte. Bei Wetterzentrale.de wurde ich gleich mal fündig, als ein Zeuge um 1:57 h hier schon eintrug: "Taghelles GRÜNES Licht soeben über Ehingen" war der Beitrag eines Zeugens und hier sein Text: "Hallo, soeben sind hier die Marsmenschen gelandet!!! Ich liege im Bett, träume vor mich und und blicke zum Fenster raus. Plötzlich wird des Nachthimmel taghell von einem sehr stark leuchtenden grünen Licht erleuchtet. Zeitpunkt der Erscheinung: 01:42 h. Dauer: 2-3 Sekunden, dann nochmals kurz nachleuchtend für eine Sekunde. WAS WAR DAS?!" Auch beim Astrotreff.de gab es eine Meldung, hier auch sofort eingetragen: "Bolide um 1:41 MESZ! Hallo, gerade eben habe ich den wohl hellsten und grössten Boliden erlebt, seitdem ich gen Himmel schaue. Ich war beim Okularwechsel, als es plötzlich um mich herum hell wurde (helles, bläuliches Licht, ähnlich wie beim Schweissen, natürlich nicht sooo hell). Als ich in die Richtung sah, konnte ich noch ein großes Stück grellheller Lichtschnur sehen, welche etwa südwestlich von Orion das Ende ihrer Reise erreicht hatte. Das beste daran: Die Spur leuchtete noch mindestens eine viertel Minute lang nach (Orange, z.t. gesprenkelt, fast glitzernd, unterbrochen), bis der Zauber dann leider vorüber war. Das war wirklich enorm, Boliden habe ich bereits mehrfach beobachtet, aber der Brocken war wirklich der Hammer schlechthin!!! Grob beschrieben kam das Teil "zwischen Mars und Orion herunter", daher müssten einige Marsbeobachter das auch gesehen haben!? Hat noch jemand ausser mir dieses Spektakel beobachtet? Ich könnte mir jetzt noch dafür in den A... beissen, dass ich just in dem Moment nach einem anderen Okular kramen musste...." Ein anderer Teilnehmer bald darauf: "Guten Morgen, 1:41 h stimmt. Ich bin hier in München. War gerade am Einschlafen als ich durch geschlossene Augen plötzlich die Lanschaft für etwa eine halbe Sekunde draußen erkennen konnte (Richtung Schlafzimmerfenster = Osten). Eine Spur habe ich nicht gesehen, obwohl Orion in diese Richtung liegt." Hier meldete sich auch der Kollege, welcher bereits das Feuerkugelnetz unterrichtete. Aus Metzingen ein anderer User: "Ich bin Auslieferungsfahrer bei Nacht. Um ca. 1.41 Uhr wurde es hell, wie Ihr beschrieben hattet. Ich schaute zum Himmel. Sah dann etwas mit einer Rauchfahne. Mir dabei der Schauer denn Rücken runtergelaufen."

Ein Beobachtungskorridor von Baden-Württemberg, Franken nach Bayern machte sich also auf. Da erreichte mich eine eMail von Antje M. aus Pforzheim mit dem Betreff "Himmelsbeobachtung letzte Nacht", hier der Bericht von ihr:

"Ich habe letzte Nacht zwischen 1:30 und 2:00 Uhr etwas gesehen am Nachthimmel, was ich mir nicht erklären kann. Die Erscheinung dauerte höchstens 5 Sekunden und war dann wieder weg. Ich stand auf meinem Balkon und schaute in Richtung Südosten, wo urplötzlich und geräuschlos ein grellweißes "Objekt" am Himmel erst immer größer wurde und dann "herunterfiel", und dabei einen langen ebenfalls grell-weißen Schweif bekam, es war auch ein schwach-grünliches Licht dabei, allerdings kaum wahrnehmbar. Weil es so still war, konnte ich sogar hören (!!), wie es verglühte und dabei leicht zischte, etwa so, wie wenn man eine brennende Zigarette in Wasser wirft. Nachdem das Licht erloschen war, konnte ich dennoch sehen, wie etwas vom Himmel fiel, bis es hinter einem Haus verschwand, das mir die Sicht versperrte. Mein erster Gedanke war: War das eine Sternschnuppe? Die kenne ich jedoch anders. Nun, vielleicht habe ich nur bisher noch keine aus derart nächster Nähe gesehen, nämlich so nah, dass ich sie sogar hören kann. Es war jedenfalls absolut beeindruckend. Und ich habe jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich daran zurück denke. Oder könnte es ein Objekt gewesen sein, ein Asteroid vielleicht, der an der Erde vorbeiflog und nur kurz die Atmosphäre gestreift hat, was die Lichterscheinung erklären könnte?? Ein Ufo war es jedenfalls sicherlich nicht, ich glaube, die verglühen nicht ;-) Achso, ja - ich habe diese Beobachtung in der Pforzheimer Südweststadt gemacht. Sollte ja vielleicht noch erwähnt werden. Es wäre schön, wenn Sie in der Lage wären, mir irgendetwas genaueres dazu mitzuteilen, ich würde es mir gern einfach erklären können, was ich da gesehen habe."

Unter dem Eindruck dieser Meldungen verfasste und verschickte ich eine PM, die ich eifrig gegen Mittag ausgab um das Ereignis aufzuklären ("Gespenstisch grüner UFO-Lichtball über Süddeutschland - Feuerball-Bolide ließ Beobachter zusammenzucken"). Doch darauf reagierte niemand, obwohl dies eine aufregende Geschichte war.

Inzwischen gab es weitere Meldungen zum Geschehen, was also wahrhaft ein massiver Sichtungsfall - und dies trotz der Uhrzeit - war.

Im AKM-Forum stellte Mark Vornhusen (der Glückspilz der Szene, anders kann ich es gar nicht mehr nennen) am Nachmittag diese Meldung vor:

>Hallo, meine Überwachungskamera hat die Meteorexplosion heute Nacht festgehalten. Leider ist die Feuerkugel selber nicht durch das Bildfeld der Kamera gegangen, aber die starke Aufhellung des Himmels ist sichtbar. Die Kamera belichtet jedes Bild 2.5 Sekunden lang und liefert ein kontinuierliches Videosignal, dessen Bild sich dann nur alle 2.5 Sekunden ändert. Meine Software grabbt jede Sekunde ein Bild aus dem Videostream und kumuliert für 30 Sekunden die Bilder zu einem Endbild der hellsten Pixel, das dann gespeichert wird. Bei dem Meteor wurde genau während der 2.5 Sekunden, in denen die starke Aufhellung auf dem live Video zu sehen war, das Endbild gespeichert. Das kann ich daran sehen, dass das helle Bild gleich zweimal vorhanden ist. Daraus lässt sich die genaue Uhrzeit des Meteors mit 23:41:20s UTC +- 1s ermitteln. Hier das Video: http://www.parhelia.de/storm/2005/m... (Microsoft MPEG 4 AVI) Standort: CH-Gais, Blickrichtung Norden, Lechner Farbmintron, f0.75/6mm Panasonic Objektiv:<

Ein weiterer Beobachter daraufhin dort: "Ich war heute Nacht um die Zeit in Freising mit dem Fahrrad unterwegs. Genau in dem Moment, wo ich über die Isarbrücke fahre, wird es um mich herum vielleicht für eine halbe Sekunde beinahe taghell. Das Licht hat eine blau-weisse Farbe, ähnlich die eines Blitzes. Nach einem kurzen Schreckmoment schaute ich dann nach oben, wo ich den letzen Rest des Boliden verglühen sah. Er zog eine dicke Rauchwolke hinter sich her und wirkte recht nahe. Das Ding flog südlich von Freising in Richtung SSW. Geräusche habe ich nicht gehört, aber mit Fahrtwind in den Ohren hätte das auch schon lauter sein müssen. Ich habe so etwas zum ersten Mal gesehen und fand das ziemlich beeindruckend."

Inzwischen gingen die Meldeeingänge weiter. Aus Sulzbach berichtete eine Frau "etwas nach 1:30 h" von einem erkrankten Familienmitglied nach Hause zurückgekehrt zu sein, als sie gerade die Haustüre aufschloß "mitten im Schauerlicht gestanden zu haben, da war es plötzlich so wie taghell, aber ganz und gar in einem komischen Licht, das war gruselig". Und schon zog eine "weiß-blau-grüne Christbaumkugel" gegen Westen dahin, von ihr aus gesehen - "links oben, nach rechts unten". Hintenweg "glimmte und flammte es, auch wenn dies sicherlich nicht der richtige Ausdruck ist". Binnen Sekunden war alles "geschehen". Ihr war als sei ein Rauschen in der Luft gewesen, war sich aber nicht wirklich sicher. Bei Feuchtwangen legte sich gerade ein älterer Herr, irgendwann "weit nach 1 h", zu Bett. Kurz vor dem Einschlafen schaute er nochmals zum Fenster, als ein "vorüberziehender Lichtvorhang grünlich-weißes Licht" hereinwarf, sodass er ein gutes Stück seines Schlafzimmers wie am Tage sehen konnte und der gegenüberliegende Schornstein einer Firma deutlich zu sehen war, obwohl der "zweihundert Meter weit weg ist und normaler Weise von hier aus im Bett gar nicht gesehen werden kann". Er sah nur diesen Schein für eine Sekunde und war sofort hellwach. Er ging zum Fenster, sah aber nichts außer "pure Dunkelheit, wissen Sie - wir leben hier abseits". Zu Mittag erzählte er dies seinem Sohn, der erstaunt war, "weil ich solche Sachen noch nie erzählte". Via Internet besorgte er dann meine Rufnummer, was übrigens für viele der Zeugen hier galt.

Überraschend besuchte mich Hansjürgen Köhler gegen 16 h um zu sehen, was es überhaupt so alles an Neuigkeiten gibt und auch um das Video vom österr.Sat1-Frühstücksfernsehen zum grünen Österreich-Feuerball von vor drei Wochen anzuschauen. Gerade als das Video lief meldete sich Herr H. aus Esslingen. Jener war um 1:30 h nochmals mit dem Hund hinaus "auf ein Feld gegangen, weil er nicht schlafen konnte". "Plötzlich wurde es da taghell, aber in Grün" und total geräuschlos blitzte ein großer Feuerball wie aus dem Nichts auf und der Hund heulte. Am Himmel zog die Erscheinung von links oben nach rechts unten binnen Sekunden dahin und verwandelte sich in "eine Art gigantisches Feuerwerk" aus dem ein vielfarbiger Schweif hervorbrach. Immer noch war absolut gar nichts zu vernehmen. "Ich stand wie vom Blitz gerührt da, aber da kam nichts mehr", so der Schwabe. Der Mann hatte dann den Morgen und Mittag über im Radio die Nachrichten verfolgt, aber da war deswegen gar nichts zu hören gewesen. Schließlich ging er ins I-Net und suchte sich durch. Für ihn wirkte es wie "ein Raumschiff". Bald darauf klingelte es schon wieder, aber als ich mich meldete, wurde sofort wieder eingehängt. Ein paar Minuten später das gleiche Spiel, und einige Minuten später nochmals, aber dieses Mal blieb der Anrufer mutig dran. Es war ein Mann aus Weissenborn, der sich gleich entschuldigte, weil ihn vorher den Mut verlassen hatte als ich mich meldete - "da ich mir lächerlich vorkam, aber mich dann doch zusammenriß, weil ich doch wissen will was los war". Im Kern berichtete er auch nur das, was wir bereits schon wissen. Doch ein Aspekt schnappte ich mir gleich und fragte nach, warum es ihm so schwer fiel sich sofort zu ´bekennen´. Seine Antwort: "Na man weiß ja nie bei wem man sich meldet und schon kann einem einer ein UFO oder soetwas anhängen. Es gibt ja soviel Spinner." Auch er war schließlich über das I-Net an mich gekommen, aber hatte gar nicht registriert, dass das Centrale Erforschungsnetz AUSSERGEWÖHNLICHER HIMMELSPHÄNOMENE eigentlich eine UFO-Gruppe ist. Bemerkenswert - so oder so.

Gegen 18 h erreichte mich ein Ludwigshafener Zeuge, der aufgrund des RHEINPFALZ-Artikels an diesem Tag zur Venus mich ausfindig machte. Er war auch irgendwann nach 1:30 h auf den Balkon eine letzte Zigarette schmauchen gegangen. Sein Blick geht Richtung Mannheimer-Regionalflughafen - und da sah er etwas hoch am Himmel, was zunächst wie "ein ziemlich flotter Flugzeugscheinwerfer aussah" und direkt auf ihn zukam, dann "färbte sich der ganze Himmel hellauf ein" und das daraus sich schälende Objekt wurde bei ausgestrecktem Arm Tennisball-groß, wurde grün-blau. Bildete einen Schweif nach hinten weg aus, "der teilte sich dann dreiecksartig auf" und schon verschwand es zum Horizont hin vergehend. Kein Mucks, nichts weiter. Und alles war wieder wie immer. Alles in allem: "Keine 10 Sekunden." Damit erweiterte sich plötzlich die Beobachtungs-Zone sogar auf Rheinland-Pfalz. Der kosmische Besucher muss ja mächtig-prächtig gewesen sein.

Dann fand ich beim Astroinfo.de-Forum den Beitrag "Hellblaues Licht heute Nacht. Meteorit oder Bolide?" Ein Teilnehmer berichtete: "Heute am 25.10.2005 um 1.45 Uhr wurde es für ein paar Sekunden hell. Ich schaute mich um. Sah da am Himmel irgendwas mit einer Rauchfahne. Das ganze war bei Geislingen an der Steige. Ich hab beim Radiosender SWR 3 angerufen und nachgefragt ob noch mehr Hörer dies berichtet hatten. Ja." Reaktionen darauf: "Uffff, also spinnen wir doch nicht. Meine Freundin und ich haben dasselbe Phänomen ebenfalls mitverfolgt, nur haben wirs in grün wahrgenommen. Für eine Sternschnuppe erschien es uns viel zu hell und zu nah... Wenn wer weiss was das war bittet postet was , wir brennen vor Neugierde." Hier gesehen in Feldkirch/Vorarlberg. "Ich hab das auch um diese Zeit in Zürich gesehen. Es war grünlich, und das Nachglühen war für etwa 5 Sekunden noch zu sehen. Dachte es müsse viel näher gewesen sein, aber da ihr das in Feldkirch auch gesehen habt... Leider trage ich keine Kamera mit, wenn ich in den Ausgang gehe... Schade, aber war ein schönes Ereignis!" - "Kann die Beobachtung auch bestätigen. Wohne ca. 80 km östlich von München und hatte grade Nachtdienst. Es war so um 1:45 h glaub ich. Plötzlich helles Licht irgendwie grünlich, dachte zuerst an eine Leuchtkugel oder sowas. Als ich nach oben sah war da eine weißbläuliche Spur am Himmel für ein paar Sekunden. Als es dann verschwand konnte ich noch kurz eine Art Rauchfahne sehn. Und das ganze trotz dünnen Wolkenschleiern. Die Spur war wohl irgendwie so breit wie der Kondensstreifen eines Jets wenn er schon gut ausgefranzt ist. Tolles Erlebnis, mein erstes in dieser Klasse."

Hiernach ergänzte ich meine erste PM mit den Neuigkeiten und verschickte sie als Update nochmals auf einem breiteren Level - was aber zu keinen Reaktionen bei den angesprochenen Redaktionen von Nachrichtenagenturen und Zeitungen im betroffenen Großraum führte. Bald darauf erhielt ich eine weitere eMail über das Feuerkugelnetzwerk mit einer weiteren Sichtung und ihrem knappen Bericht: "Heute in den frühen Morgenstunden um 01:41 Uhr war im Chiemgau, an meinem Wohnort Trostberg und gleichzeitig in einem 17 km entfernten Ort eine Lichterscheinung zu beobachten. Für einige Sekunden war mein Zimmer taghell erleuchtet, die gleiche Erscheinung 17 km entfernt. Dies wurde durch ein Telefongespräch während dieser Zeit bestätigt, auch taghelle Beleuchtung des Raumes." Beim Astrotreff.de meldete sich ein Beobachter aus Nonndorf, Niederösterreich, so: "Damit ist auch mir nun klar, was beim Aufnehmen von Mars der tatsächliche Grund für diese Leuchterscheinung war. Ich sah kurz vom Notebookschirm in Richtung Südhimmel auf, als ich dabei zufällig eine starke Himmelsaufhellung wie bei einem Wetterleuchten bemerkte. Da es relativ warm war, dachte ich dabei wirklich an eine Blitzentladung in einiger Entfernung und wunderte mich noch über das verrückte Wetter. Leider war ich scheinbar schon zu müde um da richtig zu kombinieren. Und habe daher auch nicht den weiteren Himmel betrachtet sondern weitergearbeitet. Auf die Uhr habe ich natürlich auch nicht gesehen. Aber die Zeit um etwa 01h41 MESZ passt sehr gut. So kann ich diese Erscheinung zumindest bestätigen."

Über die NAA-Liste meldete sich später Josef Laufer von der Volkssternwarte Würzburg: "Hat jemand heute früh (Di, 25.10.2005) um ca. 01.45 Uhr eine Feuerkugel gesehen? Mir liegt eine Beobachtung aus der Gegend Würzburg vor: ein Blitz, und anschließend verglühte etwas sehr hell und mit einer verhältnismäßig lange nachleuchtenden Spur." Auc h Matthias Gräter von der Nürnberger Sternwarte wies aus: "Ich hab heute zwei Meldungen von Bürgern südwestlich von Nürnberg bekommen. Muss echt hell gewesen sein. Die eine Beobachterin berichtet sogar von Geräuschen wie bei einem Flugzeug, allerdings kein Knall. Der Blitz muss enorm gewesen sein, es soll kurzzeitig taghell gewesen sein." Silvia Kowollik hiernach: "Dr. Woysch, ein Mitarbeiter der Sternwarte Stuttgart hat was gesehen, hier sein Bericht:

Di, 25.10.2005, ca 1.42 h : Farbige Sternschnuppe über Stuttgart

Gegen 1.42 h fiel eine sehr helle Sternschnuppe, die wirklich sehr helle Farben zeigte, fast den ganzen Regenbogen hintereinander. Sie dauerte nur eine gute Sekunde, und ich konnte mir die Farbwechsel gar nicht richtig merken. Sie sah so aus, wie auf den besten Farbfotos von solchen Schnuppen: wohl zuerst blau, dann grün, dann gelb und später rot. Alles in sehr kurzer Zeit hintereinander. Sehr intensiv in der Farbgebung! Danach noch eine sich aufblähende weisse Spur, zuerst recht hell, dann schnell verlöschend. Dauer etwa drei bis fünf Sekunden. Diese Zeit habe ich versucht mitzuzählen. Die Sternschnuppe begann etwa zwei bis drei Faustbreiten links neben der unteren Hälfte des Orion, etwa ein Drittel unter den Gürtelsternen. Sie fiel in eine Richtung nach links unten, die recht ordentlich parallel zu den beiden oberen Sternen des Orions orientiert war. Ihre Länge war rund eineinhalb Mal so lang wie der Abstand der beiden oberen Sterne des Orion. Von den Farben war der Feuerball beim ITT am 1.10.2005 lange nicht so eindrücklich !"

Bei Astroinfo.at vom Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut kam es zu diesen Meldungen: "Wolfram Wöß, Linz: heute Nacht (25. Oktober, 01:41 Uhr MESZ) habe ich eine Feuerkugel gesichtet, die zunächst als heller expolosionsartiger kugelförmiger Blitz aufleutete (um ein Vielfaches heller als der Vollmond) und dann in einer Strichspur verglühte. Die Strichspur war heller als derzeit der Mars und relativ breit (ähnlich einem Kondensstreifen eines Jet). Die Strichspur verschwand gleichmäßig bereits nach 2-3 Sekunden. Einzelne Partikel verglühten noch glizernd, wie man es von einem Feuerwerk kennt. Einen Knall der Explosion habe ich nicht gehört. Die Länge der Strichspur war ca. 10-15°. Zeitgleich war das Aufleuchten der Feuerkugel auch in Innsbruck zu sehen (ich telefonierte gerade zu dieser Zeit mit jemanden aus Innsbruck). Auch dort war offensichtlich die Helligkeit deutlich über der Helligkeit des Vollmondes."

Peter Goletz, Astron. Arbeitsgruppe Laufen, Deutschland: "Ich habe gerade Nachtdienst und konnte heute (25.10.) früh gegen 01.35 h eine Leuchterscheinung indirekt beobachten. Zur angegebenen Uhrzeit befand ich mich gerade in der Zentrale der JVA Laufen-Lebenau (Bayern, nähe Oberndorf/Salzbg.) und habe am PC eine Meldung verfasst, als der im Hintergrund befindliche Überwachungsmonitor des Eingangsbereichs der Anstalt urplötzlich zwei- bis dreimal hell aufleuchtete. Aufgrund des starken Kontrastes (Nachtbeleuchtung/helle Lichtblitze) konnte am Monitor kurzzeitig nichts mehr erkannt werden. Zuerst dachte ich ein Gewitter - die Nacht war erstaunlich warm, aber kurz vorher bei der Außenstreife war noch klarer Himmel anzutreffen - so schnell gehts nun auch wieder nicht. Vielleicht ein elektronisches Problem der Kamera/Monitor?. Als mich die Kollegen zur vollen Stunde ablösten, meinten diese daß gerade ein Flugzeug abgestürzt ist oder ein ´Meteorit´ hinter ihnen erschienen ist. Selbst beobachtet haben sie nur plötzliche mehrfache kurzzeitige Tageshelle. Als sie zum Himmel aufsahen war zum angegebenen Zeitpunkt eine mehrere Minuten lang nachleuchtende turkis bis grünlich auffällig verwirbelte leuchtende (Halb-Mond!) Spur zu sehen. Bei nachfragen erklärten sie mir die ungefähre Position mit ´unterhalb des hellen rötlichen Sterns (Mars)´. Die Spur begann ´etwas´ südlich von Mars in Richtung Westhorizont. Geräusche waren nicht zu vernehmen. Da die Kollegen sich in Richtung Südosten bewegten, konnten sie den Vorgang nicht von Anfang an beobachten. Genaueres war leider aufgrund des mangelnden astronomischen Wissens nicht herauszukriegen."

Janine S. aus Zürich meldete sich ganz spät in der Nacht auch wegen der Erscheinung: "Hab nach Montag-auf-Dienstag-Nacht (als ich den Feuerball sah) keine Ruhe mehr gekriegt und bin mich im Internet vergewissern gegangen, ob ich den nicht spinne... Ja! Habe den Feuerball (zusammen mit meiner Mutter) von Luzern aus gesehen (und er war wirklich riesig; nicht zu vergleichen mit dem Video aus Gais)..." Im AKM-Forum war noch von Heinlein zu erfahren. "Von dem Boliden am 24./25. Oktober um 1.41 MESZ gibt es eine Registrierung per Videokamera: wieder einmal von Familie Lusteck aus Murnau (die auch den Neuschwanstein-Fall aufgezeichnet hat). Und nun die schlechte Nachricht: Dieser Bolide wurde von unseren EN-Kameras fotografisch NICHT erfasst, da die Schaltzeit (mondphasenbedingt) um 23.30 MEZ bzw. 0.30 MESZ bereits endete." Janine S.`s Mutter vom der Sekretariat der Kantonsschule Luzern meldete sich am nächsten Tag seperat bei mir und berichtete: "Meine Tochter und ich waren in meinem Büro - direkt am Vierwaldstättersee - noch an der Arbeit - als wir wie gebannt auf dieses Himmelsspektakel aufmerksam gemacht wurden. So eine riesige ´Sternschnuppe´ haben wir beide noch niemals gesehen. Nachdem wir die Grösse dieses Dings mit riesigem Schweif betrachten konnten, warteten wir auf einen Knall - weil wir an einen grossen Feuerwerkskörper dachten. Aber es passierte nichts - also muss es eine riesengrosse Sternschnuppe gewesen sein. Eine Sternschnuppe mit grüngelborangenem Schweif - einen Moment hatte er für mich gar die Farben des Regenbogens (ausser einem Blau) in sich."

Am 26.Oktober kam jene Frage beim Astrotreff.de auf: "Ich frag mich warum in den Medien (Fernsehen, Radio und Tageszeitungen) nichts gekommen ist!?" Und ein weiterer Beobachter des Geschehens meldete erst am 27.10.: "Hallo zusammen, fünf meiner Kollegen und ich waren in der Oberpfalz (Roding, Schierling, Regensburg) unterwegs und haben auch diese Erscheinnung gesehen. Einige haben sie in Richtung Süden (? - es war fast überall leicht neblig) gesehen. Trotzdem wurde von zweien eine Rauchspur beobachtet bzw. eine Leuchtspur. Einer erzählte von einem ´Kondensstreifen breiter als von einem Flugzeug´. Ist schon faszinierend, ich hatte den Eindruck alle Streifenwagen in Regensburg machen das Blaulicht an." Ein anderer Zeuge bei Astroinfo.de: "Ich habs auch gesehen in der Oberpfalz bei Roding. War gerade mit einem Kumpel im Auto unterwegs. Weiss jetzt schon jemand was es genau war? Hab etwas derartiges noch nie gesehen."

Eine weitere prächtige Feuerkugel-Erscheinung am Mittwochmorgen!

26.Oktober 05. Um 8.30 h meldet sich Hansjürgen Köhler um zu berichten, er habe soeben eine Meldung über eine "helle Himmelserscheinung" von einem Zeugen "irgendwo hinter Frankfurt" erhalten, die an diesem Morgen dort gesehen wurde und den Himmel grün aushellte. Was ist denn nur am Himmel los?

Also machte ich mich auf um im Internet mal nachzuschauen und siehe da, die erste diesbezügliche eMail war unter dem Betreff "Beobachtung am 26.10.05" von Herrn M.M. aufgelaufen: "Nachdem ich heute morgen eine Beobachtung gemacht habe, habe ich im Internet nach neuen Meldungen zu Kometen, Sternschnuppen, Himmelskörpern gesucht und bin auf Ihre Pressemeldung zu den Beobachtungen vom 25.10.05 gestossen. Eine ähnliche Beobachtung, wie die in der Mitteilung geschildert, habe ich heute morgen, am 26.10.05, gegen 6:40 Uhr gemacht, als ich auf der Autobahn 59 Richtung Köln fuhr. Der grünlich-weiße, sehr helle Körper flog ostwärts, hinterließ einen langen Schweif und war meines Erachtens rund zwei Sekunden zu sehen. Da die Autobahn stark befahren war, müssen auch andere diese Beobachtung gemacht haben. Ich werde mich im Kollegen- und Bekanntenkreis erkundigen, ob jemand ebenfalls diese Beobachtung gemacht hat."

Auch bei Wetterzentrale.de gab es schon einen Eintrag von einem Beobachter aus Emsdetten (nördl.von Münster): "Hier gerade riesen Sternschnuppe...". Der Report: "Sternschnuppe ist untertrieben. Als ich so um 6.40 Uhr die Werkstatt aufschloß und die Tür öffnete zog von West nach Ost ein ´Feuerball´ über den Himmel. Er hinterließ eine grünliche Leuchtspur die bestimmt 5sek. zu sehen war. Ich kanns mir einbilden, aber ich glaube auch sowas wie ein Pfeifen oder Zischen gehört zu haben. In der Spur war ein richtiger Funkenregen... Einfach geil." Im AKM-Meteor-Forum berichtete ein Zeuge: "Sichtung Bolide: 26.10.2005, 06:39:00 MESZ, Standort: Münster (Westf), Dauer: 3 sec, Verlauf: Draco->UrsaMajor, Farbe: hellgrün. Gleichmäßiges Licht, kein Geräusch, kein Zerbrechen beobachtet. Helligkeit: deutlich über Mondhelligkeit." Beim Astrotreff.de berichtete eine Mitarbeiterin der Sternwarte Limburg: "Habe ihn gesehen! Allerdings schätze ich die Zeit auf 6:37 Uhr. Flugrichtung NO, ein fettes Ding, grün und deutlich als brennender Ball erkennbar. Ort, Waldesch auf der B327." Bei Astronomie.de berichtete ein Zeuge unter "Super-Bolide am Morgenhimmel" von seiner Sichtung: "Von meinem Standort aus ( 50,85° / 13,067° ) war der Fall bei leicht dunstiger Durchsicht ( keine Sterne, nur leichtes und vereinzeltes Blinken sichtbar ) urplötzlich und mit hoher Leuchtkraft sichtbar. Die Himmelsrichtung kann ich genau mit W - NW angeben. Ich habe auf dem Balkon gesessen und meinen Kaffee getrunken und eine Zigarette geraucht als plötzlich ein derart heller Bolide ca. 35° über Horizont seine Spur zog. Das ganze dauerte nur wenige Sekunden aber, wie oben schon beschrieben, mit intensiver Leuchtkraft. Die Spur zog seine Bahn in den Farben Gelb und zum Kern hin Grün und Blau. Es kann eigentlich fast nicht unbemerkt geblieben sein....auch nicht bei mit Tunnelblick verharrenden Autofahrern. Ca. 10° über Horizont zerplatzte dann der Bolide in zwei größere und ein kleineres Teil und verlosch darauf hin genau so plötzlich, wie er am Morgenhimmel auftauchte. Funkenregen habe ich nicht feststellen können. Auf was weist die Farbe BLAU bei einem Boliden hin? Gelb und Grün sind mir mittlerweile bekannt, aber eben das Blau nicht. Kann mir das bitte jemand beschreiben und erklären?"

Kaum hatte ich mich aus dem Netz abgeklemmt meldete sich eine Dame aus Euskirchen, die gerade beim Zeitungsaustragen "aufschreckte, weil ein weißlich-grüner Schein quer über den Himmel schoß und dann ein "mächtiges Objekt mit Funkenwurf" zwei Sekunden lang quer über den Himmel raste. Geräuschlos hier, aber auch "kurz vor 6:45 h". Danach war es mit telefonischen Meldungen wie abgeschnitten.

Die große Enttäuschung. Himmelsphänomene und UFOs - inzwischen ist das journalistische Aufgreifen dieser Themen selbst zur Begegnung der dritten Art geworden. Dieses aktuelle Tages-Geschehen war mal wieder die Abfassung und Versendung einer PM an Presseagenturen in das betroffene Gebiet hinein Wert. Geschrieben, und raus gings. Ob das Geschehen jemand interessieren würde, um die Öffentlichkeit zu unterrichten? Ich machte es mit großem Zweifel, auch wenn sie sich einmal mehr hier eigentlich eine interessant sich entwickelnde Geschichte um eine ´Power-Erscheinung´ zeigte. Aber man muss dem auch nüchtern ins Auge schauen. UFOs und Himmelserscheinungen ziehen nicht mehr als Medienmeldung (auch wenn die letzten ganz Großen diesbezüglich in den letzten Jahren eindeutig von CENAP kamen, geanauso wie das letzte ganz große UFO-Buch 1996 von mir kam - danach war der Markt irgendwie ´kaputt´ - sollte ich inzwischen mit einer gewissen Medienüberpräsenz ob wieder und wieder erklärten UFO-Meldungs-Erklärungen in den Medien auch diesen Markt ´erledigt´ haben?), wer da noch verbissen zweifelt hat selbst Schuld oder macht es aus uninformierter Dummheit heraus (die dazu mit dem Scheuklappen noch gepflegt wird). Es gibt nur noch das sich selbst erhaltende Propaganda-Instrument des Internets für nurmehr wenige UFO-Interessierte, die sich dem Joch der exotischen UFOs als Alien-Raumschiffe etc noch schönreden bzw ideologisch ´schönsaufen´. Und dies ist ihre schwere eigene Hypothek, weil es die ganze UFO-Frage nurmehr behindert und nicht hilft zu klären, lösen. Der große Ausreißer war wohl die Feuerball-Erscheinung über Kärnten und Tirol gewesen. Aber ansonsten ist im Medienbusiness UFOs am Himmel jetzt auch erledigt, nachdem es schon kein Thema längst bei den Buchverlagen mehr ist. Sind die Medien vielleicht sogar froh die UFOs und ihre dauerhaften banalen Erklärungen los zu sein? Gell, dies ist jetzt ein provozierender Absatz gewesen, aber es nützt nichts, man muss in Betrachtung der Gegebenheiten darum heftige Gedanken machen. UFOs etc sind offenkundig keine attraktive Darstellung mehr Wert. Wenn man so will - der ganze UFO-Kram/-Kahn ist kein großes gesellschaftliches Problemfeld mehr und geht durch die Sch..., wenn schon die ´scientific community´ seit jeher deswegen die Hände über dem Kopf zusammenschlug. Ja, mir erscheint dies als ein "spezifischer Defekt". Wenn schon immer sich Wissenschaftler nicht wirklich und dauerhaft mit UFOs beschäftigten, so verlieren nun auch die Journalisten verstärkt ihr Interesse. Selbst "positive UFO-Meldungen" (siehe vor kurzem der "Fenstersprung" in Frankreich von einem Typen auf der Flucht vor "Aliens") kommen schon lange nimmer durchgreifend durch, obwohl soetwas noch vor einigen Jahren der Leckerbissen für alle bunte Seiten in einer zumindest Kurzmeldung war. Was hier eintritt ist eine große Distanz zu all dem - grundsätzlich. Eine UFO-Grundskepsis hat sich hier aufgebaut. Wichtig dabei ist, dass die ´Wissenschaft´ als solche in den Medien boomt - hat nicht letzthin Pro7 die Sendung "Galileo" von 30 auf 60 Minuten aufgepumpt? Macht nicht RTL II intensiv in Sachen "coach me". Hat nicht Kabel Eins jeden Sonntag plötzlich eine "Discovery-Dokumentation" im Angebot? Etc. UFOs und UFO-Aufklärung sind keineswegs dabei das Thema. Und sogar eher schwer als "Beifahrer". Mit einer angestiegenen Erwartung des Publikums betreffs Qualität und Glaubwürdigkeit hat dies m.E. nach weniger zu tun, sondern oftmals mit aufgeblähter warmer Luft, wenn man sich an die ZDF-Doku zu angeblichen UFO-Rätseln letzthin erinnert. Oftmals hat dies mit dem Großbegriff "Wissenschaft im Dialog" nichts zu tun.

Am Abend schaltete ich meinen Rechenknecht ob des langweiligen TV-Programms an und wanderte durchs Netz, aber zuerst einmal rief ich meine eMails ab. Und da gab es diese Meldung von Andreas F.: "Ich möchte Sie nur darüber informieren, dass ich heute morgen zwischen 06:35-06:40 h einen hell leuchtenden Feuerball über Köln habe ziehen sehen. Da ich auf der Autobahn A1 auf dem Weg zur Arbeit war habe ich das ganze Schauspiel nicht voll mitbekommen, aber als der Feuerball aus der Sichtweite war konnte mann noch eine Art Blitz sehen, erleuchteter Horizont. Das Schauspiel hat nicht mehr als 5-8 Sekunden gedauert. Ein Arbeitkollege der mit dem Fahrrad zu dieser Zeit unterwegs war, konnte dies mir auch bestätigen. ... Ich habe auf Grund meiner Beobachtungen versucht weitere Informationen über die Lichterscheinung im Internet zu erfahren. Google war mir dabei Hilfreich und ich habe zu den Stichworten UFO und Köln einen Beitrag gefunden der das aktuelle Datum getragen hatte, in diesem Bericht war auch ihr Name genannt und die Homepage CENAP. Auf der HP von CENAP habe ich dann ihre E-Mail Adresse gefunden. Da ich aufgrund der Beobachtung einem Mitteilungsdrang unterlegen bin, habe ich Kurzentschlossen Ihnen geschrieben." Und jene von Udo A.: "Ein Arbeitskollege hat mir heute von einer deutlich grün leuchtenden Kugel mit langem gelben Schweif berichtet, die er auf der Fahrt von Westerburg nach Montabaur (Westerwald) gesehen hat, so etwa die oben angegebene Zeit, ca. 6:40 h. Die Erscheinung habe er mehrere Sekunden lang verfolgen können."

Bei Wetterzentrale.de meldete ein Beobachter zur Geschichte aus Sachsen-Anhalt: "Im Raum südlich Magdeburg haben ich und drei weitere mir bekannte Personen, die ebenso auf dem Weg zur Arbeit waren, eine grüne stark leuchtende Erscheinung gesehen. - Zeit: 26.10.05 etwa zwischen 06:38 Uhr und 06:40 Uhr; - sichtbar ab ca. 20 bis 25 Grad Höhe in Richtung NWW; - steil abfallend; - etwa 1 -2 Sekunden sichtbar. Von der Richtung her könnte der Ort des Niedergangs im Raum Braunschweig/Hannover gelegen haben." Bei Astronomie.de gabs dies: "06:38 Uhr, ich war mit meinem Zug kurz vor Hanau. Da kam er angeschossen! Sehr hell, grüne Farbe, Rauchspur und der Bolide verlor einige ´Funken´, ähnlich einer Sylvesterrakete beim Start. Ich sah ihn von der Seite. Er flog recht niedrig Richtung Nordost. War ein phantastischer Anblick!" Das Richtungs-Einschätzungs-Problem wurde hier durch den Erstmelder auf dieser Plattform daraufhin angesprochen: "Ich komme langsam ins Grübeln. Bei allen Beiträgen hier und anderswo bin ich der Einzige, welcher den Boliden in Richtung W-NW hat fallen sehen." Ein Zeuge aus Kamen: "Habe ihn auch heute morgen gesehen, so um 6:38/6:39 h. Er kam aus Westen (Richtung Mars) und flog nach NO. Konnte ihn leider nur kurz sehen, da ich mit dem Auto zur Arbeit fuhr (Kurz vor Hamm/NRW) und es waren viele Bäume im Weg. Er war sehr hell und die Farbe war grünlich. Ein echt atemberaubender Anblick. Mein erster Bolide." Ein Beobachter aus Kleve: "Auch ich habe die fette Feuerkugel heute morgen auf dem Weg zur Arbeit gesehen. Hier meine Aufzeichnung dazu. Himmel sternenklar, bis auf einige wenige Schleierwolken. Große Feuerkugel im Nordosten, halbhoch bei Draco beginnend, unterhalb von eta UMa vorbei in Richtung Bootes in Horizontnähe. Sehr heller Bolide, geschätzt ca. -8mag (vielleicht auch noch heller), mehrere Grad lang, für einen Meteor relativ langsam, deutliche Ausdehnung auch in der Breite, in der Farbe grünblau, erinnerte an eine Sylvesterrakete, am Ende der spitz zulaufende Leuchtspur splitterten gelbe ´Funken´ ab, der Bolide endete in einem Zerfall in mehrere Stücke unter schnell verlöschendem gelben Funkenregen, Leuchtdauer insgesamt ca. 4-5 sec."

Bei Astroinfo.de berichtete ein Zeuge aus Gelsenkirchen: "Als ich heute morgen (ca 6.30 Uhr) mit meinem Hund in Gelsenkirchen spazieren ging, habe ich einen Kometen oder sowas gesehen. Das Ding war weiß bis hellblau und hatte sowas wie einen Feuerschweif hinten dran (bitte nicht lachen, bin ja kein Experte). Als ich dann zur Schule fuhr, sagte mir ein Mitschüler aus Krefeld er habe es auch gesehen. Sah ziemlich spektaklär aus (für mich zumindest). Also eine Silvester-Rakete war´s dann schon mal nicht, Halluzinationen wohl auch nicht." Ein anderer Teilnehmer: "Bin heute morgen kurz


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Sonntag, 13. November 2016 - 17:20 Uhr

Raumfahrt - Shenzhou-11 Crew im Orbit zu Tiangong-2 - Update-3

28.10.2016

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Chinese scientists decode technology on Tiangong-2

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As China's space exploration continues to grab national attention, scientists on Thursday decoded an important technology on China's space lab Tiangong-2.

Scientists with the Lanzhou Institute of Physics have created important equipment on the space lab, including the Stirling cryocooler, which is used to lower the temperature of superconductive devices.

"The Stirling cryocooler for Tiangong-2 is like a huge refrigerator," said Sun Shuze with the institute. "While a normal fridge can bring temperatures down to minus 20 degrees Celsius, the Stirling cryocooler can make it to below minus 200 degrees Celsius."

Sun expects the technology will be applied in civil use in the future.

"If, for example, a mechanic wants to fix the chassis of a car, which usually has high temperatures, we can create a jacket made with Stirling cryocooler and make it cool down there very soon," he added.

Scientists with the institute have already developed an electric generator for civil use with the Stirling technology. With the generator, one can generate electricity with heat sources 300 degrees to 400 degrees Celsius.

"I hope that while such technology contributes to China's space development, it will also help people live better lives," he said.

Tiangong-2 was launched in September, and the Shenzhou-11 spacecraft last week took two astronauts to a 30-day mission in the space lab. They will conduct more than a dozen scientific experiments, most of them in cutting-edge fields of exploration, preparing for the construction of a more complicated space station.

Quelle. Xinhua

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Shenzhou-11: Recursive space propaganda 

 
Footage of Xi Jinping's Long March victory anniversary speech and the crew aboard Tiangong-2.Footage of Xi Jinping's Long March victory anniversary speech and the crew aboard Tiangong-2. (Photo: CCTV/framegrab)

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The use of outer space activities for propaganda goes right back to the beginning of the Space Age. The launch of Sputnik 1 had a deep psychological effect on the United States, and drew a strong response. Khrushchev pushed the Soviet Union space program to secure a number of ‘firsts’ in space to push the notion of Soviet technical, economic and social superiority, while US President Kennedy announced the Apollo program to, in part, show it was America that lead the way.
 
China’s growing space program, like all others, is driven by a range of economic, scientific, developmental, military and other factors, the ruling Communist Party of China (CPC) is, too, also very aware of its political value.
 
Putting something into orbit, however mundane it may appear these days, is an incredible technological feat, even more so if it involves humans being onboard. Doing so demonstrates not just technical prowess but also economic might, political stability and brings a sense of immense pride and reinforces a sense of unity.
 
China’s achievements in space have been promoted in popular culture through films, postcards, stamps, public competitions to name missions and, starting this year, a national ‘Space Day’ celebration, as well as the slogan ‘Space Dream’ being used to tie the program to Chinese leader Xi Jinping’s own ‘China Dream’ vision.
 
Astronauts are also involved, and often make public appearances around the country. Liu Yang, China’s first female in space aboard Shenzhou-9 in 2012, is widely celebrated, and has stated that women can "hold up half of space”, a twist on People’s Republic of China founder Mao Zedong's remark that "Women hold up half the sky”.

Meanwhile, nearly 400 kilometres above Earth, the ongoing Shenzhou-11 mission recently participated in a move that was less inclusive, but apparently important to the CPC.
 
Xinwen Lianbo is state broadcaster for China Central Television’s flagship news programme, which, The Economistsays, focuses on the latest activities of China’s leaders above what may be bigger stories. Featuring a decades-old theme and formula, it gets the Party's message out to around 150 million people each evening.
 
On Friday China marked the 80th anniversary of the victory of the Long March, the near-mythical 6,000 mile journey Communist forces embarked on in 1934 to escape encirclement by nationalist forces, and which also gives the name to China’s space launch vehicles.

The occasion, led by a speech from Mr Xi, is perfect fare for Xinwen Lianbo.
 
For this event Jing Haipeng and Chen Dong, the Shenzhou-11 astronauts spending 30 days aboard the Tiangong-2 space lab, used the Tianlian-1 satellite constellation to tune in to Xi Jinping’s speech broadcast on Xinwen Lianbo, a fact that was widely stated by media.

Jing Haipeng and Chen Dong applaud Xi Jinping's 80th anniversary of the victory of the Long March speech.
Above: Jing Haipeng and Chen Dong applaud aboard Tiangong-2.
 
The next day, Xinwen Lianbo rolled around at 19:00 Beijing time to show footage of Jing and Chen watching the show, their stamina aided by microgravity, providing a recursive view of China’s political messages, and presumably the astronauts a view of themselves:

 
Wu Dawei, director of the Medical Engineering Office of the Astronaut Centre of China, told CCTV that she thinks the “spirit demonstrated by the Red Army Soldiers during the march is similar to that of our Chinese astronauts”.
 
Wu added that Xinwen Lianbo is just part of the program list prepared for the astronauts in space, but others will be uplinked, “especially the ones they are interested in”.
 
Wang Yaping, the second woman among China’s astronaut recruits, performed a space physics lecture from orbit aboard Tiangong-1 in June 2013 during China’s previous crewed mission, Shenzhou-10, transmitting live to 80 million school kids. For Shenzhou-11, the astronauts are on the receiving end.

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Shenzhou-11 silkworms start spinning cocoons on space lab 

 
 
Some of the six silkworms carried to the Tiangong-2 space lab for experiments have begun to spin cocoons, one week after arriving aboard the Shenzhou-11 spacecraft.
 

The experiment is one of three designed by Hong Kong middle school students, which are being carried out by the two Shenzhou-11 Chinese astronauts Jing Haipeng and Chen Dong.

While astronauts face extremely tough qualification and selection rounds, it is also apparently tough for silkworms to make the cut, with the six being chosen from 4,000 candidates. 

Zhao Danni, an engineer from No. 529 factory of China Academy of Space Technology (CAST), the research body's satellite manufacturing plant, told CCTV that the specially cultivated silkworms are now in separate capsules, each containing mulberry leaf paste.

Once back on Earth, the growth and development of the 'Shenzhou-11 Six' will be compared to those of the silkworms living and developed in natural terrestrial conditions, and study the effects of microgravity on the qualities of the silk produced.

This is not China's first space silkworm adventure. An earlier experiment, designed by students from Beijing Jingshan Middle School, was placed on the 22nd of China's Fanhui Shi Weixing retrievable satellite series launched in August 2005.

chinaspace

The experiment had earlier been placed aboard the Columbia shuttle which launched in January 2003 as part of a NASA project to solicit experiments from students around the world, but this was not completed due to the shuttle re-entry disasterin February that year.

Tests for space station

Jing and Chen are also undertaking medical testing on themselves using the ultrasound equipment on board Tiangong-2 to scan their cardiovascular and pulmonary systems. 

The crew will also monitor bone and muscle degradation, as well as any alterations to their eyesight as part of preparations for a large, modular Chinese space station.

Quelle: gbtimes

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Update: 29.10.2016

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Shenzhou 11 crew began orbital life on Tiangong 2

The two astronauts of the Shenzhou 11 crew have begun their 30-day mission onboard the Tiangong 2 space laboratory. During this time, they will carry out a range of scientific and engineering experiments, including releasing a CubeSat named BX-2.

The 49-year-old spaceflight veteran Jing Haipeng and 37-year-old first-time flyer Chen Dong entered the Tiangong 2 space laboratory on Wednesday 19 October, following a successful automated rendezvous docking. They were launched to orbit aboard their Shenzhou 11 spacecraft vehicle two days before, from the Jiuquan Satellite Launch Centre. Shortly after entering Tiangong 2, the two astronauts entered busy work routine onboard the space laboratory.

On Day 2 (20 October) of the station occupation, at 22:21 CST (14:21 UTC), under the command of mission control, the Tiangong 2-Shenzhou 11 complex carried out an orbital manoeuvre burn to lower its altitude by about 4 km, to 380 km. The complex also made a 180° turn in the azimuth direction, so that the Tiangong 2 module could resume its ‘normal’ flying position, with the docked Shenzhou 11 vehicle at front and the space laboratory’s engine thrusters towards back.

tiangong-2-shenzhou-11-complex

According to the Chinese state media, the two astronauts established a living and working routine in space, with an 8-hour working day, for six days a week. The time onboard the space laboratory has been set to the China Standard Time (Beijing time, UTC+8), in order to match the time zone at the mission control centre in Beijing.

The Chinese state media published a space journal kept by commander Jing Haipeng, which offered a glimpse of the crew’s busy life on orbit. In his journal, Jing noted a very busy first day onboard the space laboratory, with the work continuing well into late night past 22:00. The crew did not even have time for a hot meal and only took some snacks at breakfast and lunch. He also noted the improvement in living conditions compared with the previous space laboratory Tiangong 1, where he spent 10 days onboard in June 2012.

Over the coming weeks, the two astronauts will carry out a total 14 scientific and engineering experiments. On day one, they planted the seeds for a romaine lettuce growing experiment, and also prepared the silkworm cultivation experiment designed by Hong Kong students.

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Chinese media also reported that the two astronauts watched live Chinese Central Television (CCTV) news programme in the evening of 21 October. According to Yang Liwei, China’s first man in space and now director of the Astronaut Centre of China (ACC), the Tiangong 2 space laboratory is capable of receiving live television programmes including news and sport matches.

On Day 5 (23 October), at 07:31 CST, the Shenzhou 11 crew released a CubeSat named Banxing 2 (BX-2), which was carried into space by Tiangong 2. Fitted with a 25-megapixel digital camera, the 47 kg satellite will capture orbital view of Tiangong 2-Shenzhou 11 and also demonstrate orbital flight in formation with the spacecraft complex. Its smaller sibling BX-1 was released by the Shenzhou 7 mission in September 2008, which Jing Haipeng also flew.

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On Day 6 (24 October), commander Jing Haipeng celebrated his 50th birthday.

On Day 8 (26 October), Jing Haipeng tried a specially-designed suit for cardiovascular research in microgravity environment. In his email correspondence with the public, Jing said that he had adapted to life on orbit, spending on average six hours per day in sleep.

Quelle: CSR

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Rückblick:

Shenzhou 11 successfully docked with Tiangong 2

The two astronauts of the Shenzhou 11 mission have entered the Tiangong 2 space laboratory to begin a 30-day mission to demonstrate medium- to long-term orbital living, following a successful rendezvous docking that took place at 03:24 CST on Wednesday 19 October (19:24 UTC on 18 October).

The Shenzhou 11 spacecraft carrying a crew of two astronauts was launched to orbit from the Jiuquan Satellite Launch Centre in the morning at 07:30 CST on Monday 17 October (23:30 UTC on 16 October).

About 10 minutes after lift-off, the spacecraft separated from the launch vehicle’s second-stage and was placed into a 197 km x 361 km initial parking orbit. Control of the spacecraft was officially handed over from the Jiuquan Launch Mission Control Centre to the Beijing Aerospace Control Centre (BACC).

About 5 hours 26 minutes into the flight, during its 4th orbit, Shenzhou 11 performed its first orbital elevation manoeuvre to enter a 366 km x 335 km orbit. This was followed by a second orbital elevation at the apogee of the 23rd orbit on 18 October, moving the spacecraft into a 376 km x 366 km orbit.

For the Shenzhou 11 mission, a total of five orbital elevation manoeuvres have been planned during the first 48 hours of orbital flight, in order to elevate the spacecraft to a 393 km orbit, on which Tiangong 2 was operating. In the previous Shenzhou missions, the rendezvous docking with the target vehicle (space laboratory) was performed on a 343 km orbit. The new flight sequence is a closer imitation of the rendezvous docking operation that will be used by the future manned space station.

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Shenzhou 11 reached a position about 52 km away from Tiangong 2 in the early morning on 19 October, and the automated rendezvous and docking sequence was initiated. Under the guidance of the microwave and laser docking radars, the Shenzhou vehicle slowly closed in to Tiangong 2, which was flying in a ‘backside first’ position, with its front docking port pointing backwards in order for Shenzhou to perform a V-bar approach.

After pausing briefly at the 5 km, 400 m, 120 m and 30 m hold points, Shenzhou 11 was on final approach to Tiangong 2, with its crew on standby to take over using manual docking. The two vehicles made the first contact at 03:24 CST (17:24 UTC on 18 October). The docking mechanism of the two vehicles then pulled the two vehicles closer together to establish a hard-mate. By 03:34 CST, the two vehicles were fully joined. At 03:41 CST, the Mission Control Centre confirmed that the docking had succeeded.

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At 03:46 CST, the Mission Control Centre gave the Shenzhou 11 crew the go-ahead to open the hatch to the spacecraft’s orbital module. It took about 90 minute for the two vehicles to achieve a balance on their internal pressure, in order for the crew to open the hatches on both sides of the docking port. At about 06:25 CST (22:25 UTC on 18 October), the hatch to Tiangong 2 was opened. Commander Jing Haipeng first entered the space laboratory module, while Chen Dong captured the whole process using a handheld camera. About 8 minutes later, Chen Dong also entered Tiangong 2.

After a brief communication with the ground via the video link, the two astronauts began preparation for their life on orbit in the temporary home over the next 30 days.

Quelle: CSR

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Update: 31.10.2016

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Photos of Tiangong-2 and Shenzhou-11 taken by accompanying satellite 

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Photo taken by high-resolution camera shows Tiangong-2 space lab and Shenzhou-11 manned spacecraft on Oct. 30, 2016. An accompanying satellite orbited close to Tiangong-2 and Shenzhou-11 and took photos with the camera installed on it.

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Photo taken by high-resolution camera shows Tiangong-2 space lab and Shenzhou-11 manned spacecraft on Oct. 30, 2016. An accompanying satellite orbited close to Tiangong-2 and Shenzhou-11 and took photos with the camera installed on it.

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Panoramic photo taken by infrared fish-eye camera shows the Earth, Tiangong-2 space lab and Shenzhou-11 manned spacecraft(White dot in the middle) on Oct. 30, 2016. An accompanying satellite orbited close to Tiangong-2 and Shenzhou-11 and took photos with the camera installed on it.

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Composite photo taken by high-resolution and infrared fish-eye cameras shows the Earth, Tiangong-2 space lab and Shenzhou-11 manned spacecraft on Oct. 30, 2016. An accompanying satellite orbited close to Tiangong-2 and Shenzhou-11 and took photos with the camera installed on it.

Quelle: Xinhua

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Update: 1.11.2016

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China preparing Long March 7 rocket for Tiangong-2 refuelling mission 

 
Components for the first Long March 7 in Tianjin in February 2016.Components for the first Long March 7 in Tianjin in February 2016. (Photo: CASC)

Components for a Long March 7, one of a new generation of Chinese space launch vehicles, are currently being assembled in Tianjin in preparation for the launch of a new cargo and refuelling spacecraft.

The second Long March 7, capable of lofting a 13.5-tonne payload to low Earth orbit, is expected to be shipped from North China to the southern island province of Hainan in early 2017.

From the Wenchang Satellite Launch Centre, the rocket will launch the Tianzhou-1 cargo ship into orbit, where it will dock with the Tiangong-2 space lab to test automated on-orbit refuelling.

This technology validation mission, currently expected in April, is crucial to China's plans to establish and maintain a large, permanently crewed space station in orbit.

The core module of the Chinese space station, Tianhe-1, is set to begin in 2018, with construction expected to be completed in the early 2020s.

The disclosure on the progress of the rocket came from Wang Xiaojun of the China Academy of Launch Vehicle Technology (CALT) and chief commander of the Long March 7 program on Sunday.

China's Mars 2020 mission on display in Zhuhai in 2016.Wang spoke to press at the China International Aviation and Aerospace Exhibition, the 11th edition of an annual show held in Zhuhai, Guangdong Province.

On display in Zhuhai will be exhibits from the China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC), the main contractor for the space program, of which CALT is a subsidiary. 

Exhibits will include scale versions of the recently-launched Tiangong-2 space lab, as well as the orbiter, lander and rover for China's 2020 Mars mission.

Plans for Tiangong-2

Two astronauts launched on Shenzhou-11 are currently on board Tiangong-2 on China's longest crewed mission yet. They will return to Inner Mongolia in mid-to-late November. 

China has hinted that there will be no further flights to Tiangong-2, meaning the Tianzhou-1 mission would merely be a test. It would, however, allow science experimentsonboard to continue running. 

This refuelling technology cannot be simulated on the ground and it has to be operated in the microgravity space environment to prove function and reliability. 

The Long March 7 completed a successful maiden launch in June 2016, laying a solid foundation for its future flights, Wang said.

The launch also tested a scale return capsule for a next-generation crewed spacecraft, designed to be capable of taking astronauts beyond low Earth orbit. 

Quelle: gbtimes
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Update: 6.11.2016
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There is plenty of food in space

ABOARD TIANGONG-2, Hello everyone. I am the Xinhua space correspondent. The Shenzhou-11 crew would like to extend our greetings and best wishes to all Xinhua staff as the Xinhua News Agency marks its 85th founding anniversary on Nov. 7.

Today is Nov. 4, my 17th day onboard Tiangong-2. Since many people are curious about what we eat in space, today I would like to tell you about this.

Speaking of space food, many think that it lacks variety and tastes bad. However, this is not true. Let me tell you what we had today. In the morning, we ate seven types of food, including porridge, coconut bread, quail eggs and pickles. We had eight choices at lunch, including mixed fried rice, fried noodles with meat, stewed beef with potato and nori and egg soup. There were eight dishes at dinner, including fried noodles with beans, rice noodles with beef, fried shrimp with egg as well as canned fruits. Besides, there were five kinds of snacks, such as spicy pork, fried beans and dried bean curd. That's quite a lot choice, isn't it?

We actually eat different kinds of food in different stages of flight. When just entering into orbit, we eat something light as it is easy for digestion. Currently, our daily menus repeat every five days, which cover six classes of food with nearly 100 kinds of dish, including staple food, side dishes, beverages and functional food.

We are even allowed to be "picky" about what we eat. Within a cycle of five days, we can change the order of dishes in the same class. Because I have been in space twice before, researchers asked my opinions when planning the menus. After all those days in space, I think the space food this time is more varied and better than my last two trips. That is to say, Chen Dong and I have brought the food what we like eating, so we don't get bored at all.

The pursuit of delicacies is endless. Knowing Chen comes from Henan Province, the staff prepared some cooked wheat food popular in Henan for him. During this mission, we have had various kinds of staple food, such as rice pudding, mixed fried rice, maize porridge, rice cake and bread.

We also have black pepper beef, stewed pork chops, baked chicken, mixed vegetables and many other dishes. Compared with my last two missions, we have more vegetables, such as red pepper, edible seaweed, carrot and burdock, which provides us with more sources of dietary fiber.

The staff surprised us by preparing two canned cheese cakes to celebrate my 50th birthday in space. It was really sweet, even though the cake was just the size of my palm.

In addition to the main three meals, we can have various kinds of dessert and snacks to replenish our energy, such as ready-to-eat meat, cookies, bread, candies and diary products.

Zhong Jiangru, a pupil from the Beijing First Experiment Primary School, asked a question on the Xinhua app: how do we drink water in space and do we have enough water for such a long trip? I want to tell him that we use straws to avoid water floating in space. We not only have enough water, but also different kinds of beverages. The most amazing part is that we even made tea, the first time in our space missions. Astronauts in other countries seldom do that.

We have juice too. There are many varieties of soup, including nori, spinach, edible seaweed, tomato, egg as well as mushroom. Besides, we are also provided with a special beverage that is better for the stomach.

In past missions, condiments were mainly salty and spicy. However, this time we have something sweet and sour. Honey is filled in tubes, which is convenient for us to squeeze and put on bread. Small bags of vinegar from Shanxi, which is my home province, were brought into space too. It is my first time to have a taste of the vinegar from my home in space. And there are different kinds of sauces, including bean sauce, spicy sauce and sweet chili sauce.

Thank all of you for caring about us. Less than half of the journey is left. We will share more with you when we find something new and fun on the rest of the mission.

Quelle: Xinhua

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Update: 9.11.2016

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Tiangong to Earth: I have finally learnt to run

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Taikonauts exercise in the space lab Tiangong-2. (Xinhua)

ABOARD TIANGONG-2, November 8 is Journalists' Day. Greetings and best wishes to all reporter friends covering the Shenzhou-11 mission!

Today is November 7, my 20th day aboard Tiangong-2. Many wonder how brother Jing and I exercise, and how different it feels compared with exercising on Earth. Yesterday, we mainly did cable exercise as strength training. We do it every other day.

We have to move some things to the return module before we start our return journey in 15 days' time, which will be physically demanding. To make matters worse, we have become less fit during the long-time flight. So we need to muscle up.

Our cable equipment is essentially a rubber band. I adjusted it into a loop hovering in mid-air, and tried a new feat I created to go through it. But I failed halfway with it stuck around my body. Meanwhile, brother Jing has increased his exercise load and even made up a new training method for his legs.

Yesterday after supper, we donned our penguin space suits and walked for about three hours and ten minutes. Staff back on Earth insist we wear them while doing exercise, as it helps maintain our muscle and body functions in a weightless environment.

Today, we focused on cycling. Since there's only one bike, we have to alternate, with the other person doing cable exercise. Usually we do it for half an hour. It is kind of tiring, and one cannot use one's strength as easily as on Earth; it feels like riding a bike in bed. However, I felt great after the morning's exercise.

And then there's running -- the first time for Chinese to run in space!

Actually, we couldn't even adjust ourselves to a full running posture for the first two days. Brother Jing finally got the hang of it on the third day, and he was so excited that he ran for an hour and established contact with Earth just to tell them. Our recommended running duration is only half an hour.

Meanwhile, some stunts are a piece of cake in space, like somersaults and floating, and some muscles that are rarely used on Earth are key here. For example, the upper arms are crucial for moving since we need to grasp things and pull ourselves along.

Quelle: Xinhua

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Update: 10.11.2016

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China Focus: President Xi talks with astronauts in space

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Combination photo taken on Nov. 9, 2016 shows Chinese President Xi Jinping (L) talks with the two astronauts, Jing Haipeng and Chen Dong, in the space lab Tiangong-2, at the command center of China's manned space program in Beijing, capital of China. 

BEIJING, Chinese President Xi Jinping on Wednesday talked with the two astronauts in the space lab Tiangong-2, at the command center of China's manned space program in Beijing.

The two astronauts, Jing Haipeng and Chen Dong, embarked on their 33-day journey, the longest mission in the country's manned space program to date, onboard the Shenzhou-11 spacecraft on Oct. 17. They entered Tiangong-2 on Oct. 19. 

 

Xi expressed his sincere greetings to the two astronauts on behalf of the Central Committee of the Communist Party of China, the State Council, the Central Military Commission, and people of all ethnic groups in the country.

"You have lived in space for more than half a month, and this is the third manned space mission Comrade Haipeng has undertaken and the first time for Comrade Chen Dong to enter space," Xi said during the video call. "All the Chinese people care about you very much."

Responding to Xi's inquiries about their work, health and living conditions, Jing, commander of the crew, said they felt very well and were working as scheduled.

Jing told the president that they could even watch the China Central Television (CCTV) evening news bulletin, or "Xinwen Lianbo," in space.

"China's manned space program has reached a new height. Chinese astronauts now enjoy better working and living conditions in space. We feel very proud of our great motherland," Jing said.

Chen said he had adapted to the zero-gravity environment in space, and his daily life and work there was normal. He vowed to work harder and fulfill the remaining tasks.

Xi said he was delighted to learn the astronauts were in good condition, speaking highly of their coordinated efforts in facing difficulties.

The president said he hoped the two astronauts would keep up the good work through close cooperation and careful operation, so as to complete their mission.

Shenzhou-11, China's sixth manned spacecraft, was launched on Oct. 17 from northwest China's Gobi Desert.

It approached Tiangong-2, which was launched into space on Sept. 15, and automatically docked with the space lab on Oct. 19.

The mission aims to transport personnel and materials between Earth and Tiangong-2, and test the ability to successfully meet, dock and return.

Other objectives include aerospace medical experiments, space science experiments and in-orbit maintenance.

Before the talk, Jing and Chen carried out an in-orbit maintenance test using man-robotics coordination, the first ever such test in space.

Quelle: Xinhua

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Update: 13.11.2016

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Space Journal: Entry 7 -- Chinese farmers in space

Greetings to everyone. Today (Nov. 11) is my 24th day onboard Tiangong-2. I am Xinhua space correspondent Jing Haipeng.

I have heard that people are curious about the gardening tests we are doing up here, so let me tell you about how we are growing lettuces.

We did some routine gardening today. We tested the moisture and nutrient content in the culture substrates, and provided our plants with light and air.

We use a device to test if the plants need more or less moisture, a lower reading indicates that our lettuces need watering. We also inject air onto the roots of the lettuces, which helps them grow better.

We are like farmers in space, and we have to spend at least 10 minutes everyday tending to our lettuces.

The culture substrate we use is not like the soil on Earth, it is a specially-developed mineral material.

We began the gardening tests on our second day in Tiangong-2. First we had to install the cultivation device, which came in individual parts -- like Lego. We installed the completed device inside a white box.

Then we watered and sowed.

In the lead up to this mission, some of the seeds had been processed into little balls and put into individual unit cells. Lettuce seeds are smaller than sesame seeds, so they had to be covered in a special coating to form mung-bean size balls, which made it easier for us to handle them.

The balls were designed so that the seeds separate from the coating when they come into contact with water, however, we have found that the coating affects the sprouting process slightly.

Sowing seeds in space is also different from on Earth, where we sow the seeds first and then water them. As the culture units in space are a solid material we water first and sow the seeds into the soft base.

After this, we put a piece of plastic over the culture device, which works like a propagator and prevent water loss.

On the fifth day onboard the space lab, the seeds had sprouted. My brother Chen Dong and I were very excited and relayed the news to our ground team. We took a lot of pictures.

After the seeds sprouted, we took off the protective film and turned on the lights. We used red, blue and green light, with red as the strongest color.

We also had to thin out our seedlings on the sixth day after we had sown them. My brother Chen and I think the lettuces look very fresh and greener than those grown on Earth.

We used tweezers to pull out the weaker-looking sprouts and left two in each unit cell. We had to do this very carefully as the sprouts were still very delicate. Three days later, we did a second round of thinning and watering. This time, we only left one sprout in each cell.

We do not need to water the plants everyday. According to agricultural experts, we only need to water the plants five times. We use syringes to water the roots.

Also, we have to observe, take pictures and test the lettuces everyday.

The lettuces have been growing well so far, and we are satisfied with our work.

Some people have asked if the sprouts grow in a different direction in space. All our lettuces have grown upward, like on Earth, but it does seem that they are a bit taller.

Tuesday will be the last day we tend to our vegetables in-orbit. We will take samples from the plants -- leaf cuttings and sections of the roots, keep them in a low-temperature storage device and bring them back to Earth.

Another question has been whether the lettuces will be edible.

This time, these vegetables are just for experimental tests, and will not be eaten. However, I believe that after further research, space-grown vegetables will be edible. I see a future where astronauts eat the vegetables they have grown in space.

Quelle: Xinhua

 


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Sonntag, 13. November 2016 - 17:00 Uhr

Astronomie - Eine neue Theorie der Gravitation: Emergente Schwerkraft

13.11.2016

New Theory of Gravity Might Explain Dark Mattter

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A new theory of gravity might explain the curious motions of stars in galaxies. Emergent gravity, as the new theory is called, predicts the exact same deviation of motions that is usually explained by inserting dark matter in the theory. Prof. Erik Verlinde, renowned expert in string theory at the University of Amsterdam and the Delta Institute for Theoretical Physics, published a new research paper today in which he expands his groundbreaking views on the nature of gravity.

Video: Q&A with prof. Erik Verlinde. English, Dutch subtitles.

In 2010, Erik Verlinde surprised the world with a completely new theory of gravity. According to Verlinde, gravity is not a fundamental force of nature, but an emergent phenomenon. In the same way that temperature arises from the movement of microscopic particles, gravity emerges from the changes of fundamental bits of information, stored in the very structure of spacetime.

Newton's law from information

In his 2010 article, Verlinde showed how Newton’s famous second law, which describes how apples fall from trees and satellites stay in orbit, can be derived from these underlying microscopic building blocks.  Extending his previous work and work done by others, Verlinde now shows how to understand the curious behaviour of stars in galaxies without adding the puzzling dark matter.

Puzzling star velocities

The outer regions of galaxies, like our own Milky Way, rotate much faster around the centre than can be accounted for by the quantity of ordinary matter like stars, planets  and interstellar gasses. Something else has to produce the required amount of gravitational force, and so dark matter entered the scene. Dark matter seems to dominate our universe: more than 80% of all matter must have a dark nature.  Hitherto, the alleged dark matter particles have never been observed, despite many efforts to detect them. 

No need for dark matter

According to Erik Verlinde, there is no need to add a mysterious dark matter particle to the theory. In a new paper, which appeared today on the ArXiv preprint server, Verlinde shows how his theory of gravity accurately predicts the velocities by which the stars rotate around the center of the Milky Way, as well as the motion of stars inside other galaxies.  “We have evidence that this new view of gravity actually agrees with the observations, “ says Verlinde. “At large scales, it seems, gravity just doesn’t behave the way Einstein’s theory predicts.”

At first glance, Verlinde’s theory has features similar to modified theories of gravity like MOND (modified Newtonian Dynamics, Mordehai Milgrom (1983)). However, where MOND tunes the theory to match the observations, Verlinde’s theory starts from first principles. “A totally different starting point,” according to Verlinde.

Adapting the holographic principle

One of the ingredients in Verlinde’s theory is an adaptation of the holographic principle, introduced by his tutor Gerard ’t Hooft (Nobel Prize 1999, Utrecht University) and Leonard Susskind (Stanford University). According to the holographic principle, all the information in the entire universe can be described on a giant imaginary sphere around it. Verlinde now shows that this idea is not quite correct: part of the information in our universe is contained in space itself.

Information in the bulk

This extra information is required to describe that other dark component of the universe: the dark energy, which is held responsible for the accelerated expansion of the universe. Investigating the effects of this additional information on ordinary matter, Verlinde comes to a stunning conclusion. Whereas ordinary gravity can be encoded using the information on the imaginary sphere around the universe only - as he showed in his 2010 work - the result of the additional information in the bulk of space is a force that nicely matches the one so far attributed to dark matter.

On the brink of a scientific revolution

Gravity is in dire need of new approaches like the one by Verlinde, since it doesn’t combine well with quantum physics. Both theories, the crown jewels of 20th century physics, cannot be true at the same time. The problems arise in extreme conditions: near black holes, or during the Big Bang. Verlinde: “Many theoretical physicists like me are working on a revision of the theory, and some major advancements have been made. We might be standing on the brink of a new scientific revolution that will radically change our views on the very nature of space, time and gravity. “

Article reference 

Emergent Gravity and the Dark Universe, E. P. Verlinde, https://arxiv.org/abs/1611.02269

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Byline: Prof. Erik Verlinde, University of Amsterdam. Credits: NWO/Arie Wapenaar

[*] NWO = The Netherlands Organisation for Scientific Research.

Quelle: SciPost


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Sonntag, 13. November 2016 - 13:45 Uhr

Raumfahrt - DLR_School_Lab-Club Bremen gegründet

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Selfies und Erfahrungsaustausch mit einem Astronauten: DLR_School_Lab-Club Bremen gegründet

 

 

Am 26.10.2016 wurde in Bremen der erste Club für raumfahrtbegeisterte Jugendliche eröffnet: Gemeinsam mit dem deutschen ESA-Astronauten Prof. Dr. Reinhold Ewald haben die 35 Gründungsmitglieder den DLR_School_Lab-Club in Bremen gegründet. Der DLR_School_Lab-Club, den es in ähnlicher Form bereits an den Schülerlaboren des DLR in Neustrelitz und Berlin gibt, soll Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, unabhängig von Besuchen im Klassenverband Wissenschaft kennenzulernen. DLR_School_Lab-Leiter Dr. Dirk Stiefs: "Der Club soll eine Art Raumfahrt-Treff werden und Schülerinnen und Schülern auch langfristig an Naturwissenschaften und Technik heranführen.“

Unter dem Motto "Meet an Astronaut" konnten sich die Clubmitglieder mit dem deutschen ESA-Astronauten Reinhold Ewald austauschen. „In so kleinem Rahmen hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Fragen direkt an Ewald zu stellen", sagte Stiefs.

Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit für viele Fragen an den Astronauten. "Was war ihre schönste Erfahrung im All?“, "Was haben Sie gelernt?“ oder "Wie kann man in Schwerelosigkeit trinken?“ lauteten einige der Fragen. Ewald nahm sich viel Zeit für die Beantwortung und gab den Jugendlichen eine Vision mit auf den Weg: "Ihr seid die Generation, die die bemannte Marslandung durchführen wird."

Spaß an Naturwissenschaften und Technik

Speziell und exklusiv werden die zukünftigen Veranstaltungen sein, die das DLR_School_Lab Bremen für seine Club-Mitglieder anbieten möchte. "Uns kommt es dabei nicht auf die Schulnoten, sondern auf die Motivation und das Interesse an Wissenschaft an", betonte Stiefs. Vier bis sechs Mal im Jahr soll es Sonderveranstaltung geben. Die zukünftigen Clubmitglieder werden die Möglichkeit haben, interessante Persönlichkeiten aus der Raumfahrt kennenzulernen und tiefere Einblicke in das DLR und die aktuellen Forschungsprojekte zu bekommen. Weitere Aktionen sind in Planung. Immer geht es dabei um besondere Informationsveranstaltungen zu spannenden Themen, aber auch um Workshops, bei denen die Clubmitglieder selbst aktiv werden. Und die Jugendlichen können auch selbst entscheiden, was sie erleben, erforschen und entdecken möchten - unter fachkundiger Anleitung und Aufsicht. "Toll wäre es, wenn sich in den Gruppen auch eine Eigendynamik entwickelt, wenn Jüngere mit Älteren zusammenarbeiten und forschen und eventuell sogar Arbeiten für Jugend forscht entstehen würden."

Wer sich für Fragen rund um das Thema Weltraum interessiert, kann sich für den neuen DLR_School_Lab-Club bewerben.

Link für weitere Informationen: http://www.dlr.de/schoollab/desktopdefault.aspx/tabid-7612/12879_read-46060/

Quelle: DLR
 


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Sonntag, 13. November 2016 - 13:30 Uhr

Astronomie - Größter und hellster Vollmond seit fast 70 Jahren

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Quelle: NASA.
 
 
 
 

Am Montag dürfen sich Hobbyastronomen und alle Menschen, die sich am Anblick des Vollmonds erfreuen, auf einen besonderen Anblick gefasst machen: Ein volkstümlich genannter Supermond (vom englischen Wort für "supermoon") steht am Himmel. Aber warum ist dieser Mond eigentlich so "super"?

Die Mondbahn um die Erde ist kein perfekter Kreis. Vielmehr läuft der Trabant auf einer Ellipse um den Blauen Planeten herum. Die Folge: Der Mond steht der Erde mal nah, im sogenannten Perigäum, mal ist er im sogenannten Apogäum weiter entfernt. Durch die verschiedenen Entfernungen, zwischen etwa 356.400 Kilometer und 406.700 Kilometer, variiert auch die scheinbare Größe der Mondscheibe: Je näher sie ist, desto größer erscheint sie.

Am Montag, dem 14. November 2016, befindet sich der Mond im Perigäum, also am erdnächsten Punkt auf seiner elliptischen Umlaufbahn, und erscheint deswegen etwas größer und heller als sonst. Das Besondere: Vollmond und Perigäum fallen fast zusammen, genauer gesagt befindet sich der Trabant zweieinhalb Stunden vor der Vollmondphase im Perigäum in 356.523 Kilometer Entfernung zur Erde. Der letzte Supermond, bei dem diese Distanz geringer war, war am 26. Januar 1948 zu sehen.

Können wir den Größenunterschied erkennen?

Ulrich Köhler vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erklärt den Größenunterschied: "Der Durchmesser des Mondes ist am Montag, wenn er nahe seines Perigäums steht, 14 Prozent größer und die Fläche der sichtbaren Mondscheibe um 30 Prozent größer als bei einem Vollmond im weitesten Erdabstand, im Apogäum. Ein Vollmond im Perigäum leuchtet also knapp ein Drittel heller als im Apogäum." Das bedeutet, dass auch das nicht geschulte Auge den Unterschied am Montag bei Mondaufgang kurz nach Sonnenuntergang erkennen kann.

Was hat der Mond in Erdnähe für Auswirkungen?

Je näher ein Himmelskörper ist, desto stärker wirkt die Gravitation, die Anziehungskraft. Das ist auch beim Mond der Fall. Die Auswirkungen sind auf der Erde zu spüren, wie der Geophysiker Dr. Frank Sohl vom Institut für Planetenforschung berechnet hat: "Bei jedem Voll- und Neumond gibt es Springfluten, weil Sonne, Mond und Erde in einer Reihe stehen. Am Montag ist die Anziehungskraft des Mondes tatsächlich ein wenig größer, der Effekt ist aber verschwindend gering. Die Gezeitenbeschleunigung fällt beispielsweise nur um wenige Prozent stärker aus - das macht nur wenige Zentimeter Unterschied beim Tidenhub aus."

Den Supermond fotografieren

Rolf Hempel, Einrichtungsleiter Simulations- und Softwaretechnik vom DLR, ist in seiner Freizeit passionierter Astrofotograf und weiß, wie der Erdtrabant am besten aufs Foto kommt. "Wer versucht, den Mond mit einer normalen Kamera zu fotografieren, erkennt sehr schnell: Der Trabant ist am Himmel viel kleiner als gedacht. Der kleine Finger am ausgestreckten Arm deckt ihn zweimal ab." Hempel empfiehlt für die Mondfotografie daher eine Spiegelreflexkamera mit einem möglichst langen Teleobjektiv (400 Millimeter). Damit kann man bereits die dunklen Mare-Flächen von den hellen Hochländern unterscheiden.

"Sehr stimmungsvolle Bilder ergeben sich durch Kombination mit einem interessanten Vordergrund. Dazu muss der Mond nahe am Horizont stehen. Dann ist er nicht zu weit entfernt von den Vordergrundobjekten, und das verbleibende Dämmerungslicht erhellt die umgebende Szenerie. Für ein möglichst brillantes Bild ist eine niedrige ISO-Einstellung empfehlenswert. Die Schärfe wird bei den meisten Teleobjektiven besser, wenn man etwas abblendet, zum Beispiel auf f/8. Damit die Hochländer auf dem Mond nicht zu hell geraten, sollte man sich bei der Belichtungszeit nicht auf die Automatik verlassen. Ein Stativ ist wegen der Verwacklungsgefahr auf jeden Fall sinnvoll", so Hempel.

Für kleinere Monddetails benötigt man mehr Vergrößerung, beispielsweise durch ein astronomisches Fernrohr, an das man das Gehäuse der Kamera mittels Adapter befestigt. "Das Fernrohrobjektiv wird so zu einem sehr langen Teleobjektiv. Seine Brennweite kann mit speziellen Zwischenoptiken auf mehrere Tausend Millimeter verlängert werden. Der besonders große Vollmond am Montag bietet eine gute Gelegenheit zu eigenen Fotoexperimenten", ergänzt Hempel.

Wer diesen Supermond verpasst, bekommt die nächste Chance bereits am 14. Dezember 2016 - der Mond wird dann 359.450 Kilometer entfernt sein, also nur 3000 Kilometer mehr als jetzt. Unterschritten wird die Entfernung des Montags-Supermondes erst wieder am 25. November 2034 - dann werden die Massenzentren der beiden Himmelskörper nur 356.448 Kilometer voneinander entfernt sein.

Quelle: DLR


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Sonntag, 13. November 2016 - 09:15 Uhr

Astronomie - Wie bilden sich gasförmige riesige Planeten wie Jupiter oder Saturn?

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Core accretion: A 10 Jupiter-mass planet is formed and is placed at 50 AU from the star. The planet has opened a gap in the circumstellar disk. Image courtesy J. Szulagyi, JUPITER code. 

Young giant planets are born from gas and dust. Researchers of ETH Zurich and the Universities of Zurich and Bern simulated different scenarios relying on the computing power of the Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) to find out how they exactly form and evolve. They compared their results with observations and were able to show amongst others a big difference between the postulated formation mechanisms.

Astronomers set up two theories explaining how gaseous giant planets like Jupiter or Saturn could be born. A bottom-up formation mechanism states that first, a solid core is aggregated of roughly ten times the size of the Earth. "Then, this core is massive enough to attract a significant amount of gas and keep it," explains Judit Szulagyi, post-doctoral fellow at the ETH Zurich and member of the Swiss NCCR PlanetS.

The second theory is a top-down formation scenario: Here the gaseous disk around the young star is so massive, that due to self-gravity of the gas-dust, spiral arms are forming with clumps inside.

Then, these clumps collapse via their own gravity directly into a gaseous planet, similar to how stars form. The first mechanism is called "core-accretion", the second one "disk instability." In both cases, a disk forms around the gas-giants, called the circumplanetary disk, which will serve as a birth-nest for satellites to form.

To find out which mechanism actually takes place in the universe, Judit Szulagyi and Lucio Mayer, Professor at the University of Zurich, simulated the scenarios on Piz Daint supercomputer at the Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) in Lugano.

"We pushed our simulations to the limits in terms of the complexity of the physics added to the models," explains Judit Szulagyi: "And we achieved higher resolution than anybody before."

In their studies published in the Monthly Notices of the Royal Astronomical Society the researchers found a big difference between the two formation mechanisms: In the disk instability scenario the gas in the planet's vicinity remained very cold, around 50 Kelvins, whereas in the core accretion case the circumplanetary disk was heated to several hundreds of Kelvins.

"The disk instability simulations are the first that can resolve the circumplanetary disk around multiple protoplanets, using tens of millions of resolution elements in the computational domain. We exploited Piz Daint to accelerate the calculations using Graphics Processing Units (GPUs)," adds Mayer.

This huge temperature difference is easily observable. "When astronomers look into new forming planetary systems, just measuring the temperatures in the planet's vicinity will be enough to tell which formation mechanism built the given planet," explains Judit Szulagyi.

"A first comparison of the calculated and observed data seems to favour the core accretion theory. Another difference that was expected didn't show up in the computer simulation. Before, astrophysics thought that the circumplanetary disk significantly differs in mass in the two formation scenarios. "We showed that this is not true," says the PlanetS member.

Luminous Shock Front Detected
Regarding the size of the new born planet, observations can be misleading as the astrophysicist found in a second study together with Christoph Mordasini, Professor at the University of Bern. In the core accretion model the researchers had a closer look at the disk around planets with masses three to ten times bigger than Jupiter's.

The computer simulations showed that gas falling on the disk from the outside heats up and creates a very luminous shock front on the disk's upper layer. This significantly alters the observational appearance of young, forming planets.

"When we see a luminous spot inside a circumplanetary disk, we cannot be sure whether we see the planet luminosity, or also the surrounding disk luminosity," says Judit Szulagyi.

This may lead to an overestimation of the planet's mass of up to four times. "So maybe an observed planet has only the same mass as Saturn instead of some Jupiter masses," concludes the scientist.

In their simulations the astrophysicists mimicked the formation processes by using the basic physical laws such as gravity or the hydrodynamical equations of the gas.

Because of the complexity of the physical models the simulations were very time consuming, even on Europe's fastest supercomputer at CSCS: "On the order of nine months running time on hundreds to several thousands of computing cores," estimates Judit Szulagyi: "This means that on one computing core it would have taken longer than my entire lifetime."

Yet there are still challenges ahead. Simulations of disk instability still do not cover a long timescale. It is possible that after the protoplanet has collapsed to the density of Jupiter its disk will heat up more like in core-accretion.

Likewise, the hotter gas found in the core-accretion case would be partially ionized, a favourable environment for effects of magnetic fields, completely neglected so far. Running even more expensive simulations with a richer description of the physics will be the next step.

Quelle: SD


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Sonntag, 13. November 2016 - 09:00 Uhr

Raumfahrt - Autor sagt: Das menschliche Leben auf dem Mars wird in 300 Jahren nachhaltig sein

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Human life ‘sustainable on Mars in 300 years’, says author

 
 

Writer Stephen Petranek, whose book ‘How We’ll Live on Mars’ inspired the new National Geographic docu-drama ‘Mars’, tells E&T that SpaceX, not Nasa, is likely to lead the human mission to Mars in the not-so-distant future. He also believes there will be no return mission, as terraforming the Red Planet is the way forward to ensure survival of humanity.

 

Petranek visited London for the unveiling of a Mars home at the Royal Observatory Greenwich, which has been built based on concepts explored in his book and the Mars series.

E&T: So how exactly will we live on Mars?

Stephen Petranek: We think of housing on Earth as providing a certain amount of shelter, but on Mars you will essentially live in a survival capsule that will be providing the oxygen you need to breathe, it will suck the humid Martian atmosphere in and take the water out of it so you have water supply. It will protect you from solar radiation and from cosmic rays.

Martian homes will have walls almost 5m thick, made of bricks made of Martian soil. In fact, Nasa has developed a machine where you take a little bit of plastic and mix it with Martian regolith, which is what we call the soil on Mars, and you put it in a form and pop it in a microwave and you got a brick.

E&T: The Martian home at the Royal Observatory Greenwich has a large window, but will real Martian habitats have windows?

Stephen Petranek: There will be no windows, just the thick walls. We will have light tubes bringing sunlight in. These light tubes bring only the light but not the harmful radiation, which is a big concern on Mars because the atmosphere there is only one hundredth as thick as it is on Earth so you don’t have this absorbing blanket that blocks solar rays and at the same time you don’t have the magnetosphere that we have on Earth.

E&T: Who will build those houses?

Stephen Petranek: These houses will be built by labourers and workers on Mars, the astronauts. People will literally build their own homes on Mars. Everything will have to be built mostly from materials that are available on Mars because we can’t afford to bring most of the materials from Earth. But we can recycle parts of the spacecraft, for example its airlocks.

E&T: You said the house will use components from the spaceship that has brought the astronauts to Mars. Does that mean they are not coming back to Earth? 

Stephen Petranek: That’s correct. It costs so much money to take a person to Mars that you pretty much have to assume that these are one-way trips. You want to build a civilisation on Mars and that will take tens of thousands, if not millions of people, so you don’t want people to be going to Mars who are only going there for a vacation, you don’t want people going to Mars who are saying to themselves, well I will see whether I like it and maybe I’ll come back. You want people who are really committed to this project, who are coming to build a new world, a new society, who are coming to stay.

E&T: But aren’t the current plans more about a return trip to Mars and back to Earth?

Stephen Petranek: It depends on whose plans you are talking about. Entities like Nasa or the European Space Agency would like to send astronauts to do an initial exploration. But my bet is they are not going to be the first to get there.

E&T: Who is going to be the first on Mars if not Nasa?

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Stephen Petranek: I think it will be SpaceX. SpaceX is a company that is only ten years old. Ten years ago, they didn’t have a flyable rocket and now they are one of the most successful rocket companies in the world. They can launch large objects into the orbit around the Earth, they can send probes to the Moon if they want and in 2018 they are going to send a rocket to Mars and try to do a vertical landing on Mars with their rocket. They are the first company in the world that has been able to recycle their first stages. They are way ahead of everybody else. That company was established for the only one mission, which is to create a sustainable civilisation on Mars. They have a passion and the determination and that’s their soul mission, to get people to Mars and to create a sustainable civilisation and I think they are going to do it.

E&T: Are you suggesting that in this greatest adventure of mankind, the giants of the past are going to play second fiddle?

Stephen Petranek: I think that’s quite right. Space is now becoming the province of private companies and it’s happening very quickly. You no longer need a government to get you into space. You no longer need the Russians to get you into space, you don’t need the Ariane space programme to get you into space, you don’t need Nasa to get you into space. SpaceX can do that, Orbital Sciences can do that. There is a number of companies moving into this area very quickly.

E&T: Let’s return to the Marsonauts. You said they will be using local resources; do you think the Martian society will be self-sustainable?

Stephen Petranek: That will take a couple of hundreds of years. We will send a lot of cargo before they even arrive and there will be resupply ships coming from Earth all the time. Mostly, they will be bringing freeze-dried food because we cannot grow enough food on Mars until we start terraforming the planet.

E&T: Can’t we grow food in a greenhouse on Mars?

Stephen Petranek: That’s very inefficient. You would have to have so much space and it has to be pressurised. It also has to be protected from radiation. The only way to really grow enough food on Mars is to grow it outside. You can’t grow it outside until you have a warmer climate.

E&T: Are you suggesting mankind will try to trigger global warming on Mars?

Stephen Petranek: Exactly. The way you create warmer climate is to start warming the frozen carbon dioxide around the poles. You do that with a large solar mirror, which will be in stationary orbit around Mars and will be focused on the south pole. The large quantities of frozen carbon dioxide on Mars are just barely frozen. In fact, they are not always frozen throughout the year so if you can warm it up just a little, four or five degrees, suddenly, you would make the atmosphere much thicker. Once you make the atmosphere thicker, you retain heat from the Sun and you begin heating up the planet. You create basically what we don’t want on Earth, which is a runaway greenhouse effect. Once you have a warmer planet, you can have running water. There is a lot of frozen water on Mars. You would have running water in the band around the equator. Once you have running water and a thicker atmosphere and the atmosphere has carbon dioxide, which plants love, then you can start growing food outside to sustain the population, but that’s probably a hundred years away.

E&T: How long will it take to make living on Mars the way it is on Earth?

Stephen Petranek: If you have an unlimited amount of money and put up the solar mirrors as soon as you have people on Mars, you can have running water on Mars and a much warmer planet within as little as a few decades. But since we are unlikely to have the money, we are going to do this gradually over a period of time. I think that the process of terraforming of Mars will probably take place over 100 to 300 years.

E&T: Are you saying that in 300 years, people will live on Mars the way they do on Earth?

Stephen Petranek: Living on Mars will always be different - for example because the gravity of Mars is only 38 per cent of the gravity of Earth. Even with all the terraforming, the Martian atmosphere will not be breathable for at least a thousand years. But with the exception of the breathable atmosphere, within 300 years, you can have a planet that feels a lot more like Earth, where you have running water in streams that might freeze at night. It might be a climate that’s very similar to Canada, for example. You can have trees, you can have plants and you can have significant agriculture. I suppose you can even have domesticated animals to some extent, if you keep them in a pressurised environment.

Quelle: IET


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Sonntag, 13. November 2016 - 08:30 Uhr

Raumfahrt - Philae und Rosetta auf Komet 67P - Update-61

13.11.2016

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chury-hals

Chury is much younger than previously thought

Based on computer simulations, Astrophysicists at the University of Bern conclude that the comet Chury did not obtain its duck-like form during the formation of our solar system 4.5 billion years ago. Although it does contain primordial material, they are able to show that the comet in its present form is hardly more than a billion years old.

Based on data from the Rosetta space probe, scientists have so far assumed that the comet 67P/Churyumov–Gerasimenko originated from the initial phase of our solar system. Its peculiar, duck-shaped structure would have resulted from a gentle collision of two objects about 4.5 billion years ago. Based on new research, Martin Jutzi and Willy Benz from NCCR PlanetS and the Center for Space and Habitability (CSH) of the University of Bern, together with colleagues, have now come to a different conclusion. As a result of two studies published in the specialist journal Astronomy & Astrophysics, Astrophysicist Martin Jutzi explains that "It is unlikely that a body like Chury has survived for such a long time without damage - our computer simulations show this. "

If the assumptions of the present “standard” model of the origin of our solar system are correct, a quiet initial phase was followed by a period in which large bodies initiated higher velocities and more violent collisions. In a first study, the scientists calculated how much energy would be needed to destroy a structure like Chury in a collision.  As it turned out, Chury has a weak point; the connection between the two parts - the neck between the head and the body. "We have found that this structure can be destroyed easily, even with low energy collisions," Martin Jutzi summarizes. Willy Benz compares the neck of the comet with the stem of a glass:  "A dishwasher has to clean very gently, so that the stem of the glass does not break," says the astrophysicist. Obviously, the solar system did not handle this aspect as carefully.

The new study shows that comets like Chury experienced a significant number of collisions over time, the energy of which would have been sufficient to destroy a bi-lobe structure. Therefore, the shape is not primordial, but has developed through collisions over billions of years. "Chury’s present shape is the result of the last major impact which probably occurred within the last billion years," says Martin Jutzi. The duck-shaped Chury is therefore much younger than previously thought. The only alternative would be that the current standard model of the early evolution of the Solar System is not correct and there were fewer small objects than previously thought. In this case there would not have been as many collisions and Chury would have had the chance to keep its primordial shape. “At the moment, we do think though that Chury’s shape is the result of many collisions, and that the standard model doesn’t need to be revised”, says Jutzi.

New shape, same content

In the second paper, Jutzi and Benz investigate exactly how Chury’s current form could have resulted from a collision. In their computer models, they had small objects with a diameter of 200 to 400 meters crashing into a roughly five-kilometre, rotating body in the form of a rugby ball (see animation). The impact speed was in the range of 200 to 300 meters per second, which clearly exceeds the escape velocity for objects of this size (about 1 meter per second). However, the energy involved is still far below that of a catastrophic impact in which a large part of the body is pulverized. As a result, the target was torn in two parts, which, due to the effects of their mutual gravitational force, later merged into a structure with two parts - a structure like Chury.

Does the result of this research contradict previous knowledge that comets consist of primordial material at least as old as our solar system? "No," the researchers say. Their computer simulations show that the relatively small impact energy does not heat or compress the comet globally. The body is still porous and the volatile material which was contained in it since the beginning is retained. In connection with Chury, these properties could be measured convincingly with the space probe Rosetta. "So far, it has been assumed that comets are original building blocks - similar to Lego," says Willy Benz. "Our work shows that the Lego blocks no longer have their original form, but the plastic that they consist of is still the same as in the beginning."

Quelle: University of Bern

 


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Samstag, 12. November 2016 - 21:50 Uhr

Astronomie - INAF Teleskop in Anlehnung an die Schwarzschild-Couder-Bauart errichtet

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ASTRI has 20-20 vision!

 
Wanted: an affordable telescope with a constant angular resolution over a wide field of view
 
ASTRI has 20-20 vision!

The prototype 4-meter telescope developed by the ASTRI/CTA project. It is located at the observing station operated by INAF Catania Astrophysical Observatory, at Serra La Nave, Mount Etna, where it was inaugurated in September 2014

The ASTRI project, led by the Italian National Institute of Astrophysics (INAF), produced the first prototype of a Small Size Telescope (SST) in 2014, now undergoing testing at the Serra La Nave observing station on Mount Etna in Sicily.

On 16th October 2016, the ASTRI telescope prototype, a proposed Small-Size Telescope for the Cherenkov Telescope Array, passed its severest test:  demonstrating a constant angular resolution of a few arcmin (as needed for astronomy with Cherenkov telescopes) over a field of view of ten degrees.

Cherenkov Telescope Array (CTA, for short) is the next-generation ground-based gamma-ray observatory. CTA will have, among its other objectives, the detection of the very highest energy radiation known in the Universe, namely, gamma rays with energies as high as 100 Tera Electron Volts (TeV). To successfully observe these rather elusive cosmic messengers, many relatively Small-Size Telescopes (SSTs), like ASTRI prototype, with a diameter of 4 m, each with good resolution across a wide field of view, will be required.

The technical idea is not new. In 1905, German astrophysicist Karl Schwarzschild proposed a design for a two-mirror telescope intended to eliminate much of the optical aberration across the field of view. This idea, enhanced in 1926 by André Couder, lay dormant for almost a century, consigned to suspended animation in specialized journals and texts on astrophysical optics, and considered too difficult and expensive to build.

Much has changed in a hundred years, however: progress in mirror-making technology has made Schwarzschild-Couder telescopes practical and Italian scientists and industry, along with their international collaborators in Brazil, South Africa and Germany, have made them real.

Two weeks ago, the INAF astronomers involved in the ASTRI project presented their results at the CTA Consortium General Meeting at the site of the future headquarters of CTA in Bologna. They hope that ASTRI’s demonstrated success will lead to a sub-array of tens of dual-mirror telescopes of SST class at the southern observing site of CTA in Chile, with a precursor mini-array of about a dozen ASTRI clones installed there by 2018.

The ASTRI project, funded by the Italian Ministry of University and Research (MIUR) and by further government funding allocated under the Finance Act of 2015, is led by INAF with the collaboration of a number of Italian Universities, of the Universidade de São Paulo (USP, Brazil) and the North-West University (South Africa), the Italian National Institute of Nuclear Physics (INFN) and several industrial partners, in particular EIE, Galbiati Group, Media Lario, Zaot (Italy), Tomelleri srl, BCV Progetti and Flabeg FE GMBH (Germany). INFN, the Italian National Institute for Nuclear Physics (http://home.infn.it/en/), is studying the triggering scheme of the array for the ASTRI telescopes but is mainly involved in developing innovative light sensors for CTA’s Large- and Medium-Size Telescope projects .

The CTA project, an international collaboration among scientific institutes from 32 countries, is building an observatory of more than a hundred telescopes to be installed at two observing sites, one in the northern, and one in the southern hemisphere. CTA will be able to study the sky in the high-energy gamma-ray range with a sensitivity approximately ten times greater than that of existing Cherenkov experiments. The southern site of the observatory will be located in the Atacama Desert of Chile, near ESO’s world-class, state-of-the-art optical observatories, the VLT, and the E-ELT, while the northern site will be located in La Palma, Canary Islands.

We asked Giovanni Pareschi, Astronomer at the INAF- Brera Astronomical Observatory and Principal Investigator of the ASTRI project, what are the most innovative aspects of the telescope prototype:

"The telescope was built and completed for the first time ever adopting the Schwarzschild-Couder configuration. This kind of telescope has never been realized until now, mainly due to technological difficulties. However, recent advances in technology (in particular for the realization of the primary and secondary mirrors) have made the implementation of this design practicable (thanks also to the study by Prof. Vladimir Vassiliev at UCLA) for the observation of Cherenkov light emitted by the atmospheric showers generated by cosmic gamma rays. It is also the first time that a Cherenkov telescope with two focusing mirrors has been completely characterized from the opto-mechanical point of view. It is an important result because it allows us to move immediately to the next step: to mount a Cherenkov camera by December 2016 aiming to observe the first gamma-ray light with the ASTRI dual-mirror telescope. “

 

This press release was issued by the Italian National Institute for Astrophysics (INAF) jointly with CTA Observatory gGmbH (CTAO gGmbH).

The Italian version is available at: http://www.media.inaf.it/2016/11/11/telescopio-cta-ci-vede-benissimo/

 

Additional information

 

Gamma ray astronomy with ground-based Cherenkov Telescopes

The Earth's atmosphere protects us from harmful cosmic radiation but, at the same time, keeps us from directly observing it. On the other hand, it has been understood that the atmosphere can be used as a detector for high-energy gamma rays. For photons that are even ten trillion times more energetic than those of visible light, the reduced size of the detectors mounted on satellites, together with an important reduction of the signal intensity as the photon energy increases, makes it very difficult to measure gamma-rays directly. However, it becomes possible to detect gamma rays using ground-based telescopes through the effects of their interaction with the atmosphere. This interaction produces a cascade of secondary charged particles, mainly electrons and positrons, which propagate at a speed higher than that of light in the atmosphere. It should be noted that this does not violate at all the special theory of relativity. In fact, in a medium such as the air, the light propagates more slowly than in the vacuum. However in a medium like the atmosphere (or water) the speed of a particle with a mass, while it is not able reach the speed of light in vacuum, will instead get close to it indefinitely with increasing energy and, in certain conditions, is larger the speed of the same photons. When this phenomenon occurs (similar, in some aspects, to the supersonic bang) a flash of bluish light is emitted as a secondary effect. This emission is called Cherenkov light, in honor of the Russian physicist who first observed and correctly interpreted this phenomenon, receiving the Nobel Prize in 1958 for this discovery.

 

INAF involvement in CTA

INAF, the National Institute of Astrophysics, leads the Italian participation in the realization of CTA with a contribution exceeded only by Germany. The INAF institutions directly involved in the project are the Brera Observatory, Catania, Padova, Capodimonte (Naples), Rome and Turin, the IASF institutions in Bologna, Milan, Palermo and Rome IAPS. Also several Italian universities are involved, including a major contribution from the University of Perugia in collaboration with the Universities of Genova, Padova and the Politecnico University of Milan. Even the National Institute of Nuclear Physics INFN is collaborating in this project.

 

INAF and its Italian partners will not be alone in this challenge but are working in synergy with the CTA Observatory and CTA Consortium and with the support of the University of São Paulo and FAPESP (Brazil), with the North-West University (South Africa).

Quelle: INAF

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CTA Prototype Telescope, ASTRI, Demonstrates Viability of Novel Schwarzschild-Couder Design

 

Download full release: 2 MB / PDF

In October 2016, the ASTRI telescope prototype (pictured below), a novel dual-mirror Schwarzschild-Couder telescope design proposed for the Cherenkov Telescope Array (CTA), passed its biggest test yet by demonstrating a constant point-spread function of a few arc minutes over a large field of view of 10 degrees.

 

Three classes of telescope types are required to cover the full CTA very-high energy range (20 GeV to 300 TeV): Medium-Size Telescopes will cover CTA’s core energy range (100 GeV to 10 TeV) while the Large-Size Telescopes and Small-Size Telescopes (SSTs) are planned to extend the energy range below 100 GeV and above a few TeV, respectively.

<strong>SST-2M ASTRI</strong><br />The SST-2M ASTRI prototype in Serra La Nave, Italy.

The ASTRI telescope is one of three proposed SST designs being prototyped and tested for CTA’s southern hemisphere array. The ASTRI telescope uses an innovative dual-mirror Schwarzschild-Couder configuration with a 4.3 m diameter primary mirror and a 1.8 m monolithic secondary mirror. In 1905, the German physicist and astronomer Karl Schwarzschild proposed a design for a two-mirror telescope intended to eliminate much of the optical aberration across the field of view. This idea, enhanced in 1926 by André Couder, lay dormant for almost a century because it was considered too difficult and expensive to build. It was in 2007 that a study by Vladimir Vassiliev and colleagues at the University of California Los Angeles (UCLA) demonstrated the design’s usefulness for atmospheric Cherenkov telescopes.

 

The ASTRI prototype, the first Schwarzschild-Couder telescope to be built and tested, was inaugurated in September 2014 and has been undergoing testing at the Serra La Nave observing station on Mount Etna in Sicily ever since. The technical challenges of the design were overcome by recent advances, particularly in dual-mirror technology, making it a feasible implementation for the observation of Cherenkov light.

 

Pictured below, Polaris, the North Star, as observed by ASTRI with different offsets from the optical axis of the telescope. The recorded images have approximately the same angular size, each one from a different observational direction in the field of view (from 0 to 4.5 degrees from each side with respect to the central optical axis). These images show that the optical point-spread function of the telescope is approximately constant across the full field of view. This information will allow scientists to reconstruct the direction of gamma-ray photons emitted from celestial sources.

Polaris by ASTRI

Image credits: Enrico Giro, Rodolfo Canestrari, Salvo Scuderi and Giorgia Sironi, INAF Padova, Brera and Catania.

“This is also the first time that a Cherenkov telescope with two focusing mirrors has been completely characterized from the opto-mechanical point of view,” said Giovanni Pareschi, astronomer at the INAF-Brera Astronomical Observatory and principal investigator of the ASTRI project. “This is an important result because it allows us to move immediately to the next step: to mount a Cherenkov camera by December 2016 with the aim to observe the first gamma-ray light with ASTRI.”

 

The ASTRI project is led by the Italian National Institute of Astrophysics (INAF) with the collaboration of a number of Italian universities, the Italian National Institute of Nuclear Physics (INFN)Universidade de São Paulo in Brazil and North-West University in South Africa.

 

The SSTs will outnumber all the other telescopes with 70 planned to be spread out over several square kilometres in the southern hemisphere array. Since very high-energy gamma-ray showers (between a few TeV and 300 TeV) produce a large amount of Cherenkov light, it is sufficient to build telescopes with small mirrors to catch that light. The SSTs’ wide coverage and large number, spread over a large area, will improve CTA’s chances of detecting the highest energy gamma rays. The Schwarzschild-Couder design is being used in two additional CTA prototypes (the SST-2M GCT and the SCT), but the ASTRI is the first to conclusively demonstrate the viability of the system.

 

For more information, including Italian language content, go to: http://www.inaf.it/en/inaf-news/astri-telescope-2020-vision.

Quelle: CTA


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