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Freitag, 20. Januar 2012 - 14:08 Uhr

Raumfahrt - Erfolgreicher Start von Delta-VI-Rakete

Erfolgreiches Aussetzen des USAF-Wideband-Global-Satcom-4-Satelliten, Boeing meldet erstes empfangene Satelliten-Signal...

CAPE CANAVERAL, Fla., Jan. 19, 2012 -- Boeing [NYSE: BA] has received the first on-orbit signals from the fourth Wideband Global SATCOM (WGS) satellite it is delivering to the U.S. Air Force. The signals indicate that WGS-4, the first in the Block II series, is healthy and ready to begin orbital maneuvers and operational testing.

WGS-4 launched on a United Launch Alliance Delta IV vehicle today at 7:38 p.m. Eastern time from Cape Canaveral Air Force Station. Controllers confirmed initial contact with the spacecraft 58 minutes later at 8:36 p.m. Eastern time at a ground station in Dongara, Australia. Boeing's Mission Control Center in El Segundo, Calif., confirmed that the satellite is functioning normally.

"WGS-4 continues Boeing's commitment of supporting the Air Force's mission of delivering critical communications to warfighters," said Craig Cooning, vice president and general manager of Boeing Space & Intelligence Systems. "The company will remain focused, committed and dedicated to this mission as we continue to build the WGS series of satellites."

WGS-4


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Donnerstag, 19. Januar 2012 - 20:40 Uhr

Astronomie - VISTA-Teleskop liefert spektakuläre Infrarotaufnahme von Helixnebel

Foto: Infrarotaufnahme von Helix-Nebel

Das VISTA-Teleskop am Paranal-Observatorium der ESO in Chile hat eine spektakuläres neues Bild des Helixnebels geliefert. Die Infrarotaufnahme zeigt Fasern aus kaltem Gas, die bei Aufnahmen im sichtbaren Licht verborgen bleiben, sich hier jedoch deutlich von einem reichhaltigen Hintergrund aus Sternen und Galaxien abheben.

Der Helixnebel im Sternbild Aquarius (der Wassermann) ist ein bemerkenswertes Beispiel für einen planetarischen Nebel [1]. Astronomisch gesehen ist der Nebel uns mit einer Entfernung von etwa 700 Lichtjahren recht nahe. Das außergewöhnliche Objekt entstand in den letzten Stadien des Lebens eines sonnenähnlichen Sterns: Er ist nicht mehr in der Lage, die äußeren Teile seiner Atmosphäre zu halten, die wiederum langsam in das umgebende Weltall strömen und so den schalenartigen Nebel gebildet haben. Der Stern selber, der als kleiner blauer Punkt in der Bildmitte sichtbar ist, entwickelt sich zur Zeit zu einem Weißen Zwerg.

Der Nebel ist ein komplexes Gebilde aus Staub, ionisierten Bestandteilen und molekularem Gas, die ein vielschichtiges blütenförmiges Muster bilden, welches von der intensiven Ultraviolettstrahlung des heißen Zentralsterns zum Leuchten gebracht wird.

Der Hauptring des Helixnebels hat einen Durchmesser von etwa zwei Lichtjahren, was grob der halben Entfernung zwischen unserer Sonne und dem nächstgelegenen Fixstern entspricht. Insgesamt erstreckt sich der Nebel jedoch mehr als vier Lichtjahre weit vom Zentralstern aus ins All. Im Infrarotbild kann man dies anhand der roten Klumpen aus molekularem Gas in den beiden unteren Ecken und oben rechts in der Aufnahme deutlich sehen.

Für die empfindlichen Infrarotdetektoren von VISTA ist das im visuellen Bereich kaum sichtbare schwache Glühen des dünnen Gases leicht nachzuweisen. Außerdem ist das 4,1-Meter Teleskop in der Lage, eine beeindruckende Menge von Hintergrundsternen und -galaxien zu sehen.

Der scharfe Blick des VISTA-Teleskops der ESO zeigt auch sehr feine Strukturen in den Ringen des Nebels. Im Infrarotlicht zeigt sich die Struktur des kühleren, molekularen Gases. Dieses Gas verklumpt sich zu Filamenten, die vom Zentrum des Nebels nach außen verlaufen und deren Anblick an ein kosmisches Feuerwerk erinnert.

Diese auch als kometenartige Knoten bezeichneten Stränge aus molekularem Wasserstoff sehen auf den ersten Blick zwar winzig aus, sind aber vergleichbar groß wie unser gesamtes Sonnensystem.Die Gasmoleküle konzentrieren sich in diesen Knoten und können - abgeschirmt durch die Schichten aus Staub und molekularem Gas - der hochenergetischen Strahlung des sterbenden Sterns widerstehen. Die Astronomen wissen derzeit allerdings noch nicht im Einzelnen, wie solche kometenartigen Knoten entstehen.

Weiter hier: http://www.eso.org/public/germany/news/eso1205/


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Donnerstag, 19. Januar 2012 - 15:13 Uhr

Raumfahrt - Curiosity auf Mars-Kurs

Grafiken: NASA - Where is Curiosity?

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Donnerstag, 19. Januar 2012 - 12:30 Uhr

Astronomie - Die Chemie explodierender Sterne

 

 

Meteorit birgt Hinweise auf Schwefelmoleküle im Sternenstaub aus Supernova

 

Forscher verstehen grundlegende chemische Abläufe in Vorläufern unseres Sonnensystems nun ein bisschen besser: Ein internationales Team um Peter Hoppe, Forscher am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, hat nun mit einer sehr empfindlichen Methode Staubeinschlüsse  im 4,6 Milliarden Jahre alten Meteoriten Murchison, der bereits 1969 gefunden worden war, untersucht. Die Sternenstaubkörner stammen aus einer Supernova und sind älter als unser Sonnensystem. Dabei entdeckten die Wissenschaftler chemische Isotope, die darauf hinweisen, dass sich in den Überresten explodierender Sterne Schwefelverbindungen wie Siliziumsulfid gebildet haben. Schwefelmoleküle sind zentral für zahlreiche Prozesse und letztendlich entscheidend für die Entstehung von Leben.
Mehr darüber hier: http://www.mpg.de/4990423/Meteorit_Murchison_Supernova-Chemie?filter_order=L

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Donnerstag, 19. Januar 2012 - 09:00 Uhr

Astronomie - Das Olbers-Planetarium in Bremen wird 60 Jahre alt

 

Bremen. Im Olbers-Planetarium der Hochschule Bremen lernten einst Seefahrtschüler das an Sternen orientierte Navigieren. Mittlerweile dient es einem breiten Publikum als Bildungs- und Kultureinrichtung und gilt als meistbesuchtes Kleinplanetarium Deutschlands. Nun feiert es sein 60-jähriges Bestehen. Im vergangenen Jahr kamen 24.000 Besucher - so viele wie nie zuvor. Leiter Andreas Vogel schaut optimistisch in die Zukunft.

Mit einem breiten Angebot hat das Planetarium im vergangenen Jahr einen Besucherrekord erzielt. Leiter Andreas Vogel hat neue Pläne.

Während der vergangenen 60 Jahre hat sich das Olbers-Planetarium von einer Ausbildungsstätte zu einem virtuellen Naturerlebnisraum für alle Altersgruppen und Bildungsschichten entwickelt. "Früher war es für wenige Leute überlebenswichtig, heute ist es für eine breite Masse interessant", sagt Andreas Vogel, Leiter des Planetariums.

Am 23. Januar 1952 startete das Planetarium mit dem einfachen "Zeiss-Kleinprojektor (ZKP)1" auf dem Dachboden der Seefahrtschule an der Elsflether Straße in Walle. 1958 zog man in die Werderstraße, wo sich das Planetarium noch heute befindet. Auch der Platz des Sternenprojektors im Kuppelraum ist derselbe geblieben. Der ZKP 1 wurde 1979 aber durch den ZKP 2 ersetzt. "Beim Vorgängermodell musste man noch von Hand kleine Glühlämpchen als Sterne einsetzen", erzählt Vogel.

Als GPS-Geräte die Schiffsnavigation per Sextant ablösten, verlagerte sich auch der Schwerpunkt der Planetariumsarbeit. In der Folgezeit seien verstärkt Kinder unterrichtet worden, sagt Astronom Vogel. "So sind die Eltern auf uns aufmerksam geworden, bekamen selbst Interesse."

Weiter geht es hier: http://www.weser-kurier.de/Artikel/Bremen/Vermischtes/519568/Das-Olbers-Planetarium-wird-60-Jahre-alt.html

 

 

 


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Mittwoch, 18. Januar 2012 - 19:54 Uhr

Astronomie - Meteor vom Mars in Marokko gefunden

 

Irdische Wissenschaftler haben nach dem Fehlschlag mit der russischen Mars-Sonde nun einen kleinen Ersatz bekommen. Vor kurzem wurde in Marokko ein Meteorit gefunden welcher von unserem Nachbarplaneten Mars stammt. Meteorite vom Mars sind sehr selten, da von den ungefähr 24.000 Meteoriten, die auf der Erde entdeckt worden sind, gibt es ungefähr 34 Meteore vom roten Planeten, laut NASA. Gefunden wurde der Meteorit in Marokko im Dezember 2011. Das größte der 15 Teile wiegt mehr als 2 Pfund.

Bild: Staat Arizona-Universität Zeigt eine 349-Gramm-Probe des gefundenen Mars-Meteorits, genannt Tissint. Foto: Laurence Garvie/ASU


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Montag, 16. Januar 2012 - 22:09 Uhr

Astronomie - In unserer Milchstraße sind Planeten um andere Sterne nicht die Ausnahme, sondern die Regel

Planeten um andere Sterne sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel

 

Ein internationales Astronomenteam, dem auch drei Mitarbeiter der Europäischen Südsternwarte (ESO) angehören, hat mithilfe des Mikrogravitationslinseneffektes ergründet, wie häufig Planeten in unserer Milchstraße vorkommen. Nach ihrer sechs Jahre währenden Suche bei mehreren Millionen Sternen kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die Existenz von Planeten um andere Sterne nicht die Ausnahme sondern der Normalfall ist. Die Ergebnisse ihrer Studie erscheinen am 12. Januar 2012 in der Fachzeitschrift Nature.

Während der vergangenen 16 Jahre haben Astronomen die Existenz von mehr als 700 Exoplaneten bestätigen können und sogar schon damit begonnen, die Spektren (eso1002) und Atmosphären (eso1047) dieser fernen Welten zu erforschen. Natürlich sind solche Untersuchungen einzelner Objekte von unschätzbarem Wert für die Exoplanetenforschung. Eine der entscheidenden Fragen ist aber nach wie vor offen: Wie häufig sind Planeten eigentlich in unserer Milchstraße?

Der Großteil der heute bekannten Exoplaneten wurde entweder durch die gravitative Anziehungskraft des Planeten auf seinen Mutterstern oder durch die winzige Abschwächung des Sternlichts entdeckt, die zustande kommt, wenn ein Planet auf seiner Umlaufbahn von der Erde aus gesehen direkt vor dem Stern vorbeiläuft. Beide Techniken weisen bevorzugt Planeten nach, die massereicher sind, nur einen geringen Abstand zum Stern haben oder sogar beides. Viele Exoplaneten werden bislang übersehen, da sie unterhalb der Nachweisgrenze dieser Methoden liegen.

Ein internationales Astronomenteam, dem auch mehrere Forscher der Arbeitsgruppe von Joachim Wambsganß vom Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH) angehören, hat mit einer völlig anderen Methode nach Exoplaneten gefahndet, die auch solche Planeten nachweisen kann, die einen größeren Abstand zum Stern haben und über einen großen Massebereich verteilt sind. Die Methode nutzt den so genannten Mikrogravitationslinseneffekt.

Arnaud Cassan, ehemaliger ZAH-Mitarbeiter und inzwischen am Institut dʼAstrophysique de Paris tätig, ist der Erstautor des Fachartikels in der Zeitschrift Nature, in dem die Ergebnisse der Studie nun präsentiert werden. "Wir haben in den Daten aus sechs Jahren Beobachtungszeit nach Hinweisen auf Mikrogravitationslinsenereignisse von Exoplaneten gesucht. Tatsächlich hat sich dabei herausgestellt, dass Planeten in unserer Milchstraße häufiger vorkommen als Sterne. Außerdem sind kleine Planeten wie die so genannten Supererden oder kühle, neptunähnliche Planeten offenbar zahlreicher als ihre massereicheren großen Brüder", erklärt er. Die Ergebnisse basieren zu einem großen Teil auf Arbeiten, die Cassan während seiner Zeit in Heidelberg durchgeführt hat.

Weiter hier:http://www.eso.org/public/germany/news/eso1204/ 


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Montag, 16. Januar 2012 - 21:44 Uhr

Planet Erde - Der Erde in 3D ein großes Stück näher

Foto: DLR - TDX-Island 

Nach einem Jahr hat der deutsche Erdbeobachtungssatellit TanDEM-X zusammen mit seinem Zwillingssatelliten TerraSAR-X die Landflächen der Erde zum ersten Mal komplett abgebildet. Aus der Datenbasis entsteht das weltweit erste einheitliche, hochpräzise und digitale Höhenmodell der Erde in 3D. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) steuert beide Radarsatelliten, erzeugt das Höhenmodell und ist für die wissenschaftliche Nutzung der TanDEM-X-Daten verantwortlich.

Mission TanDEM-X arbeitet zuverlässig wie ein Uhrwerk

Es erinnert an eine Kür auf dem Eis: Seit einem Jahr bewegen sich die beiden deutschen Radarsatelliten TanDEM-X und TerraSAR-X nur wenige hundert Meter voneinander entfernt in enger Formation im All. Stück für Stück nehmen sie die Erde aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf und senden hochauflösende Radardaten aus ihrer Umlaufbahn in 514 Kilometern Höhe zu den drei Bodenstationen in Kiruna (Schweden), Inuvik (Kanada) und O’Higgins am Südpolarkreis. "Die Mission läuft besser als erwartet, es gab keine Aussetzer im Formationsflug der beiden Satelliten, die Sicherheitsmechanismen funktionieren robust und stabil", freut sich Manfred Zink, Projektleiter für das TanDEM-X-Bodensegment beim DLR. Im Lauf des Jahres 2011 wurde der Abstand immer weiter bis auf die minimal zulässigen 150 Meter verkleinert.

"Radaraugen" müssen millimetergenau funktionieren

Die Satelliten-Mission ist bislang weltweit einzigartig und auch für erfahrene Ingenieure hochkomplex. "Nach dem Start von TanDEM-X am 21. Juni 2010 folgte eine sechsmonatige Testphase, in der wir den Satelliten und sein Verhalten in der erdnahen Umlaufbahn umfassend überprüft und kalibriert haben", erinnert sich DLR-Wissenschaftler Zink. In dieser Zeit begann auch der Formationsflug mit dem 2007 gestarteten baugleichen Partnersatelliten TerraSAR-X. Am 14. Dezember 2010 konnte dann der operationelle Betrieb, also das eigentliche Sammeln der Daten für das hochgenaue Höhenmodell, starten.

Weiter hier: http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10081/151_read-2451/ 

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Montag, 16. Januar 2012 - 21:21 Uhr

Astronomie - Hubble sieht Ia Supernova Remnant 0509-67.5



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