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Freitag, 2. März 2012 - 09:53 Uhr

Raumfahrt - ATV-3 startbereit - Transportdienste zur ISS jetzt im Jahresrhythmus

 

 

Das dritte Automatische Transferfahrzeug der ESA, das ATV „Edoardo Amaldi“, ist bereit für seinen Flug zur Internationalen Raumstation (ISS). Starttermin des Frachttransporters ist der 9. März um 11.05 Uhr MEZ an Bord einer Ariane-5 vom europäischen Raumflughafen in Kourou in Französisch-Guayana aus.
 
Das Ereignis wird live für Fernsehsender sowie im Internet übertragen und kann auf speziellen Startveranstaltungen an zahlreichen Orten in Europa mitverfolgt werden.
Das ATV „Edoardo Amaldi“ schließt sich an die beiden sehr erfolgreichen Versorgungsflüge der ATV „Jules Verne“ im März 2008 und „Johannes Kepler“ im Februar 2011 an.  
 
Benannt ist das dritte ATV nach dem italienischen Physiker und Raumfahrtpionier Edoardo Amaldi, einem der Gründungsväter der Europäischen Weltraumforschungsorganisation ESRO (einem der Vorläufer der ESA) und des Europäischen Kernforschungszentrums CERN. Amaldi war maßgeblich an der Entdeckung langsamer Neutronen beteiligt.
Bei diesem dritten in Serie produzierten ATV konnten Fertigung und Start zum ersten Mal innerhalb des anvisierten Zeitraums von einem Jahr durchgeführt werden. Damit werden die Raumtransporter ab jetzt im Jahresrhythmus als Versorgungsfahrzeuge für die ISS produziert, womit Europa beim Betrieb des orbitalen Außenpostens eine entscheidende Rolle zukommt. 
 
 Die nächsten ATV mit den Namen „Albert Einstein“ und „Georges Lemaître“ sollen 2013 bzw. 2014 gestartet werden.
Die ATV dienen der Versorgung der ISS mit lebenswichtigem Nachschub und Treibstoff sowie der Bahnanhebung der Raumstation.
Mit mehr als 20 Tonnen ist dieses technisch hochkomplexe Raumfahrzeug die schwerste von Europa jemals gestartete Nutzlast. Das ATV kann als autonom fliegende Plattform, als manövrierfähiges Raumfahrzeug und im angedockten Zustand als zusätzliches Raumstationsmodul verwendet werden
Zur Ausführung des automatischen Andockmanövers gemäß den extrem strengen Sicherheitsbestimmungen der bemannten Raumfahrt verfügt das ATV über hochpräzise Navigationssysteme, eine äußerst redundante Flugsoftware und ein völlig autonomes Antikollisionssystem mit unabhängiger Stromversorgung, Kontrolle und eigenständigen Triebwerken. Mit einer Länge von ca. 10 m und einem Durchmesser von 4,5 m umfasst das ATV ein 45 m³ großes Druckmodul und ein russisches Andocksystem, das den bei den bemannten Sojus-Raumflügen und den Progress-Versorgungsfahrzeugen eingesetzten Systemen nachempfunden ist. Mit ausgefahrenen Solarpaneelen beträgt die Spannweite des ATV 22 m. Es ist dreimal so groß wie der russische Progress-Raumtransporter und bietet auch das Dreifache an Frachtkapazität. 
 
 
Treibstoff und Fracht für die Raumstation
 
Seit dem Ende der amerikanischen Space-Shuttle-Flüge im letzten Jahr ist das ATV das größte Versorgungsfahrzeug für die ISS. Das ATV-3 wird 4395 kg an Treibstoff, Sauerstoff, Luft und Wasser zur Raumstation befördern.
Sobald das ATV an die ISS angedockt hat, werden seine Triebwerke zur regelmäßigen Anhebung der Umlaufbahn der ISS genutzt, um deren auf den atmosphärischen Widerstand zurückzuführende natürliche Absenkung auszugleichen. 
Weiter geht es hier: http://www.esa.int/esaCP/SEMRBW4Y1ZG_Germany_0.html
 

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Freitag, 2. März 2012 - 09:10 Uhr

Raumfahrt - NASA-Mond-Projekt Morpheus

Projekt Morpheus war vor der dramatischen Etat-Kürzung bei NASA ein kleines aber feines Unterfangen welches beinhaltete einen Robonauten (welcher inzwischen auf die ISS "abgeschoben wurde") mit weiteren Forschungsgeräten zum Mond zu fliegen und dort zu landen. Ein kleines Team kümmert sich derzeit weiter um die umbenannte Projekt M- Mission und führte den 5.Test des Methan-Antrieb erfolgreich durch. Der Träger welcher den Robonauten zum Mond bringen sollte, ist konzipiert bis zu 500 Kg Nutzlast zum Mond zu bringen und autonom zu sein. Anstatt, flüssigen Wasserstoff als Propellant zu benutzen, benutzt es viel preiswerteres und sichereres Methan, das das Potenzial hat, vom Eis auf dem Mond oder dem Mars bewirtschaftet zu werden. Und wenn dies zu viel Mühe, wäre es möglich die halbe Tonne Abgase des Methans der ISS zu nutzen welches jedes Jahr ins All entlassen wird, das ist genug um den Morpheus-Träger aufzufüllen.

Mehr darüber hier:http://spectrum.ieee.org/automaton/aerospace/robotic-exploration/project-morpheus-still-shooting-for-the-moon

Foto: NASA - 5.Brenn-Test des Morpheus-Trägers 

 


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Donnerstag, 1. März 2012 - 09:58 Uhr

Raumfahrt - ESA-JAXA Merkur-Sonde BEPICOLOMBO

 

 

Fotos: ESA

Die ESA-JAXA Sonde BepiColombo soll im Jahre 2015 zum Planet Merkur starten. Gemeinsam mit der japanischen Weltraumagentur, JAXA, wird jetzt das Startfenster im August 2015 geplant.Während ESA vorher ein Startfenster im Juli 2014 geplant hatte, ist 2015 ein Teil des Entwicklungsplans, der als Risikoabschwächungstrategie eingebaut worden ist. Merkur ist ein Planet von Extremen, mit seiner sehr hohen Dichte, Oberflächentemperatur und starken Interaktion mit dem Solarwind. Das Verständnis seiner Eigenschaften und Ursprung gibt Wissenschaftlern wichtige Einblicke in die Entwicklung des Sonnensystems. BepiColombo besteht aus einem Transportraumfahrzeug und zwei verschiedenen Orbiter, einer von der ESA entwickelt und den anderen durch JAXA, deren Aufgabe eine kompletten Erforschung von Merkur und von seiner Umwelt. Herausforderung ist die Nähe zur Sonne, das Raumfahrzeug muss feindliche Bedingungen, insbesondere die Temperaturen aushalten, die über 450 Grad Celsius erreichen. Einige neue und empfindliche Technologien mussten entwickelt werden, damit die Mission den Planeten Merkur erreicht und dort funktioniert. Diese schließen die Solarreihen, das elektrische Antriebsystem, die Antennen und das komplizierte thermische Managementsystem ein. 

Weiter geht es hier:http://sci.esa.int/science-e/www/object/index.cfm?fobjectid=50105


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Donnerstag, 1. März 2012 - 09:02 Uhr

Astronomie - Das VLT weist Leben auf der Erde nach… Chance für Exoplaneten!

 

 

 

 

Astronomen ist es gelungen, durch eine Beobachtung des Mondes mit dem Very Large Telescope der ESO einen belebten Planeten im Universum zu entdecken – unsere Erde. Leben auf unserem Heimatplaneten nachzuweisen klingt auf den ersten Blick trivial, aber das hier vorgestellte, von einem internationalen Wissenschaftlerteam entwickelte Verfahren könnte helfen, in Zukunft auch anderswo im Universum Leben zu entdecken. Die Studie erscheint am 1. März 2012 in der Fachzeitschrift Nature.
“Wir haben einen Trick angewendet – die Beobachtung des aschfahlen Mondlichts – um die Erde so zu untersuchen, wie wir Exoplaneten untersuchen würden”, erklärt Michael Sterzik von der ESO, der Erstautor der Studie [1]. “Ein Teil des Sonnenlichts, mit dem die Erde beleuchtet wird, wird zurück ins Weltall reflektiert und trifft auf den Mond. Die Mondoberfläche wirkt dann wie ein riesiger Spiegel, der das Licht wieder zurück in unsere Richtung wirft. Dieses schwache Licht haben wir mit dem VLT untersucht.”
Die Astronomen suchten im aschgrauen Mondlicht nach eindeutigen Anzeichen für organisches Leben, etwa nach bestimmten relativen Häufigkeiten von Gasen in der Erdatmosphäre [2]. So lassen sich an unserem Heimatplaneten Verfahren ausprobieren, wie sie Astronomen in Zukunft auch für die Suche nach Leben auf Exoplaneten einsetzen möchten.
Biosignaturen – die Fingerabdrücke des Lebens – lassen sich mit herkömmlichen Methoden nur schwer aufspüren. Das Team setzte daher erstmals ein neues, empfindlicheres Verfahren ein, bei dem nicht nur die Intensität des reflektierten Lichts bei verschiedenen Wellenlängen, sondern auch seine Polarisation untersucht wird [3]. Diese Methode wird als Spektropolarimetrie bezeichnet. Bei der Beobachtung des aschfahlen Mondlichts mit dem VLT waren die Biosignaturen auf diese Weise deutlich nachweisbar.
Stefano Bagnulo vom Armagh Observatory in Nordirland, ein Koautor der Studie, erläutert die Vorteile der neuen Methode: "Das Licht eines fernen Exoplaneten wird vom Licht seines Sterns stark überstrahlt. Es ist daher ausnehmend schwierig, es zu analysieren – das Problem ähnelt dem Versuch, ein Staubkorn direkt neben einer hellen Glühbirne zu beobachten. Im Gegensatz zum direkten Licht des Zentralgestirns ist das vom Planeten reflektierte Licht allerdings polarisiert. Polarimetrische Verfahren können uns deswegen helfen, das von einem Exoplaneten reflektierte Licht aus dem blendend hellen Sternlicht herauszufiltern."
Für die hier beschriebene Studie untersuchten die Astronomen die Farbe und den Polarisationsgrad des Lichtes der Erde, nachdem es vom Mond zurückgeworfen wurde – gerade so, als handle es sich um das Licht eines Exoplaneten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Erde teilweise von Wolken bedeckt ist, dass ein Teil der Erdoberfläche von Ozeanen bedeckt ist, und – als entscheidenden Nachweis für Leben – dass auf unserem Planeten Vegetation existiert. Es gelang den Forschern sogar, Unterschiede im Wolken-Bedeckungsgrad und im Ausmaß der Vegetation nachzuweisen, je nachdem, von welchen Teilen der Erdoberfläche das in Richtung Mond reflektierte Licht jeweils stammte.
“Unsere Chancen, Leben außerhalb unseres Sonnensystems zu finden, hängen von zwei Faktoren ab: Erstens natürlich davon, ob solches Leben überhaupt existiert, und zweitens davon, ob wir die technischen Fähigkeiten besitzen, solches Leben nachzuweisen”, fügt Koautor Enric Palle vom Instituto de Astrofisica de Canarias auf Teneriffa (Spanien) hinzu. “Diese Studie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu den nötigen technischen Fähigkeiten.”
Weiter geht es hier: http://www.eso.org/public/germany/news/eso1210/

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Mittwoch, 29. Februar 2012 - 00:15 Uhr

Planet Erde - Vor einem Jahr: Fukushima-1: "Dann verlieren wir auch noch Tokio"

 Interessanter Untersuchungsbericht zu der Atom-Katastrophe in Japan, um die es merklich ruhig wurde in den Medien, aber noch präsent ist!

 

 

Panik, Verwirrung und Wutanfälle: Ein Untersuchungsbericht unabhängiger Experten zeigt, wie konfus die Kommunikation zwischen dem Fukushima-Betreiber und Japans Regierung war. Offenbar verhinderte erst das Eingreifen des damaligen Premiers Kan eine vollständige Evakuierung der Anlage - und damit noch schlimmere Folgen für das Land.

Die japanische Regierung hat nicht nur versucht, die Gefahr nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima-1 in der Öffentlichkeit herunterzuspielen. Insgeheim war die Unsicherheit und Verwirrung unter den Verantwortlichen im März 2011 sogar so groß, dass selbst die Evakuierung Tokios erwogen wurde.

Das geht aus einem Bericht hervor, den ein unabhängiger japanischer Think-Tank diese Woche veröffentlichen wird, berichtet dieNew York Times.

Die Rebuild Japan Initiative Foundation (RJIF) hatte im September 2011 eine Kommission zur Untersuchung des Nuklearunfalls in Fukushima-Daiichi eingerichtet, die anders als die Untersuchungskommission der Regierung unabhängig sein sollte. Das Gremium bestand aus 30 Experten. Die Wissenschaftler, Anwälte und Journalisten befragten mehr als 300 Personen, die mit der Katastrophe zu tun hatten, darunter Regierungsbeamte und sogar den damaligen Premierminister Naoto Kan.

Ihr Bericht belegt nun, wie konfus und teilweise sogar widersprüchlich die Informationen waren, die zwischen der Regierung, insbesondere Premier Kan, und der Führung des AKW-Betreibers Tepco und der Leitung der Atomanlage ausgetauscht wurden.

Weiter geht es hier: http://www.sueddeutsche.de/politik/untersuchungsbericht-zu-fukushima-dann-verlieren-wir-auch-noch-tokio-1.1295626

 

 


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Dienstag, 28. Februar 2012 - 23:22 Uhr

Astronomie - Very Large Telescope (VLT) der ESO zeigt das detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels

 

 

 

Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.

Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, ), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne. Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und massereichsten Sterne überhaupt. Einer von ihnen ist Eta Carinae, ein mysteriöser, hoch instabiler Stern. In den 1840er Jahren war er mehrere Jahre lang der zweithellste Stern am gesamten Himmel. In naher Zukunft - astronomisch gesehen - dürfte er sein Leben in einer Supernovaexplosion beenden. Der Carinanebel selbst ist für die Astronomen ein hervorragendes Fallbeispiel, um die Geburt von Sternen und die Anfangsphasen ihres Lebens zu untersuchen.

Der Carinanebel bietet zwar schon im sichtbaren Licht einen spektakulären Anblick (siehe beispielsweise eso0905), aber viele seiner Geheimnisse bleiben in diesem Wellenlängenbereich hinter dichten Staubwolken verborgen. Um den Schleier zu durchdringen hat sich ein Team europäischer Astronomen, angeführt von Thomas Preibisch von der Universitätssternwarte München, die Leistungsfähigkeit des Very Large Telescope der ESO und der Infrarotkamera HAWK-I [2] zu Nutze gemacht.

Das hier gezeigte Bild entstand durch die Kombination mehrerer Hundert Einzelaufnahmen.. Das Endergebnis ist das detaillierteste Infrarotmosaik des Nebels, das es je gab, und mit Sicherheit eines der spektakulärsten Aufnahmen, die je mit dem VLT erstellt wurden. Es zeigt nicht nur die hellen, massereichen Sterne, sondern auch hunderttausende schwächere Sterne [3], die zuvor unsichtbar geblieben waren.

Der eindrucksvolle Stern Eta Carinae selbst befindet sich in der linken unteren Bildecke. Er ist von Gaswolken umgeben, die von seiner starken Ultraviolettstrahlung zum Leuchten angeregt werden. Über das gesamte Bild verteilt sind zahlreiche kompakte Ansammlungen dunklen Materials zu sehen, die auch im Nahinfraroten undurchsichtig bleiben. In diesen Staubkokons entstehen gerade jetzt neue Sterne.

Weiter geht es hier: http://www.eso.org/public/germany/news/eso1208/


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Dienstag, 28. Februar 2012 - 23:08 Uhr

Raumfahrt - ESA-Astronaut André Kuipers wird über einen Monat länger auf der ISS bleiben

 

 

Fotos:ESA

ESA-Astronaut André Kuipers wird über einen Monat länger auf der Internationalen Raumstation ISS bleiben als ursprünglich geplant. Neben seinen Routine- Aufgaben wird er einen Teil der zusätzlichen Zeit für die Durchführung wissenschaftlicher Experimente nutzen
 
Die internationalen ISS-Partner haben sich darauf verständigt, diese Expedition aufgrund einer Startverzögerung des nächsten Sojus-Raumfahrzeuges zu verlängern.

Routinetests am Sojus-Raumfahrzeug hatten Probleme aufgezeigt, so dass dieses ausgetauscht werden musste. Die Rückkehr von André Kuipers und seinen Mannschaftskollegen ist nun am 1. Juli geplant – damit wird er über sechs Monate an Bord der ISS sein.

Mehr darüber hier: http://www.esa.int/esaCP/SEMRTM4Y1ZG_index_0.html 

 

 

 


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Dienstag, 28. Februar 2012 - 22:57 Uhr

Planet Erde - Japan´s ALOS-Satellit zeigt Ostsee-Eis bei Insel Rügen

 

 

Diese Aufnahme des japanischen Erdbeobachtungssatelliten ALOS zeigt die eisigen Wasser der Ostsee um Rügen, Deutschlands größter Insel.
 
Rügen ist durch die Stadt Stralsund mit dem deutschen Festland verbunden und beeindruckt durch eine einzigartige Naturlandschaft sowie eine Küstenlänge von mehr als 570 Kilometern.

Das Endstück der Halbinsel in der Mitte der oberen Bildhälfte beheimatet den Nationalpark Jasmund mit seinen einzigartigen weißen Kreide-Steilhängen. Heftige Regenfälle und Stürme tragen regelmäßig den weichen Stein der Steilhänge ab, der dann ins Meer gelangt und dort das Wasser weiß färbt.

Das umliegende Brackwasser ist bedeckt von Meereis, das sich bis an die von zahlreichen Halbinseln gesäumte Küste erstreckt. Die weißen Linien, die sich durch die größeren Teile des Meereises ziehen, sind Spuren von Eisbrechern.

Diese speziellen Schiffe nutzen ihre Schwungkraft um ihren Bug auf das Eis zu schieben, welches dann unter dem Gewicht des Schiffes bricht. Eisbrecher kommen häufig entlang der Seerouten in nördlichen Gewässern zum Einsatz.

Erdbeobachtungssatelliten können zur Messung der Eisschichten entlang dieser Routen eingesetzt werden. Letzten August zeigten Satellitenbilder, dass sich die Nordwestpassage, eine Abkürzung für die Seeroute zwischen Europa und Asien, während der saisonalen Schmelze geöffnet hatte.

Der fortschrittliche Erdbeobachtungssatellit ALOS (Advanced Land Observation Satellite) hat dieses Bild am 24. Februar 2011 mithilfe seines im sichtbaren und im nahen Infrafrot arbeitendem Radiometers AVNIR-2(Advanced Visible and Near Infrared Radiometer) aufgenommen.

Die ESA hat ALOS als sogenannte „Third Party Mission“ unterstützt, das heißt, sie hat ihre multimissionsfähigen Bodenstationen genutzt, um die vom Satelliten gesandten Daten für die Benutzergemeinschaft zu erfassen, zu verarbeiten, zu verteilen und zu archivieren.

Im April 2011 ist die Stromversorgung des Satelliten schlagartig ausgefallen, als er dabei war, die vom Tsunami heimgesuchte Küstenlinie Japans zu kartographieren.  

Quelle: ESA
 


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Montag, 27. Februar 2012 - 09:03 Uhr

Raumfahrt - HIRISE findet Hinweise auf Mars-Beben

 

 

Auf den Mars-Oberflächenfotos von HIRISE finden Wissenschaftler HInweise für Mars-Beben und Vulkanismus aus der jüngeren Vergangenheit von Planeten Mars. Stein und Fels-Rollspuren zeigen auf der Oberfläche des Mars das diese durch Erschütterung veranlasst wurden weg zu rollen und nicht durch Wegschwemmen von "Mars-Wasser". Nachfolgend eine Aufnahme von HIRISE auf welcher gut die Rollspuren zu erkennen sind, mehr darüber gibt es hier: http://www.agu.org/news/press/pr_archives/2012/2012-09.shtml

 

 

 


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