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Sonntag, 18. Juni 2017 - 19:50 Uhr

Raumfahrt - Erfolgreicher Test des weltweit größten monolithische Carbonfaser-Treibstoffmotor von Avio P120C

18.06.2017

NEW P120C SOLID ROCKET MOTOR: 

 FIRST BOOSTER CASE SUCCESSFULLY TESTED

At the eve of the International Paris Air Show at Le Bourget (Paris, France), the operational tests for the first P120C casing were successfully completed at the Avio facility in Colleferro. The P120C is the largest monolithic carbon-fibre   solid propellant motor in the world, designed to equip on the new Vega C and Ariane 6 launchers, set for their first launch in 2019 and 2020.

This first model, made of highly-resistant carbon fibre, was produced at the Avio facility in Colleferro, using the most advanced Fibre Placement and Filament Winding technologies, with a composite material specifically designed and produced by Avio for space applications.

The mechanical tests were carried out using a platform specifically designed and built to simulate the actual conditions of a space launch: pressurization inside the combustion chamber, engine thrust and mechanical loads resulting from the launcher’s operational phases.

The technological casing, equipped and complete with instrumentation, was subjected to a test cycle up to the maximum engine operating pressure as well as a series of axial load cycles, which demonstrated that the prototype fully corresponded to engineering predictions for its mechanical behaviour.

The new and visionary Avio motor will now be sent to the facilities in French Guiana for the first loading of inert propellant at the Regulus plant, following which motor integration tests will proceed at Europropulsion.

At the International Paris Air Show, Avio (Hall 1 Stand 318), will showcase the 1:10 scale models of Vega C, Vega E and Vega Light, alongside a brand new scale model of the SSMS (Small Spacecrafts Mission Service) for multiple satellites launches. Also real pieces to be seen, such as the first Vinci turbopump for Ariane 6, the LOx engine Mira, the Zefiro 23 nozzle and the composite skirts of the following motors: Z23, Z40, P80 and P120C.

Quelle: Avio


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Sonntag, 18. Juni 2017 - 19:40 Uhr

Astronomie - “Auriga”-Projekt enthüllt die Geschichte von Galaxien

18.06.2017

Die heutige magnetische Feldstärke. Die Stromlinien zeigen die Richtung der magnetischen Feldlinien an. (Credit: Robert J. J. Grand, Facundo A. Gomez, Federico Marinacci, Ruediger Pakmor, Volker Springel, David J. R. Campbell, Carlos S. Frenk, Adrian Jenkins and Simon D. M. White.)

Die heutige magnetische Feldstärke. Die Stromlinien zeigen die Richtung der magnetischen Feldlinien an.
(Credit: Robert J. J. Grand, Facundo A. Gomez, Federico Marinacci, Ruediger Pakmor, Volker Springel, David J. R. Campbell, Carlos S. Frenk, Adrian Jenkins and Simon D. M. White.)

Ein Forschungsteam unter der Leitung von HITS-Wissenschaftler Robert Grand erstellte 36 Simulationen von Milchstraßen. Das Team simulierte auf deutschen Supercomputern auch zum ersten Mal magnetische Felder, die das Gas und den Staub zwischen den Sternen durchdringen.

Siehe auch die Pressemitteilung der „Royal Astronomy Society“ 

Mit tausenden Prozessoren, mehreren Terabyte Daten und Monaten an Rechenzeit hat eine Gruppe internationaler Forscher in Deutschland die bisher größten und hochauflösendsten Simulationen von Galaxien wie unserer Milchstraße erstellt. Die Forschungsergebnisse des „Auriga“-Projekts unter der Leitung von HITS-Wissenschaftler Dr. Robert Grand sind jetzt in der Fachzeitschrift „Monthly Notices of the Royal Society“ erschienen. Sie wurden in einem Teilprojekt des Sonderforschungsbereichs 881, „Das Milchstraßensystem“, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erzielt.

Um die Geschichte und Struktur des Universums zu verstehen, untersuchen Astronomen Galaxien mit Hilfe von Teleskopen und Simulationen und fügen ihre Ergebnisse zu einem großen Ganzen zusammen. Es wird davon ausgegangen, dass Spiralgalaxien, wie zum Beispiel unsere Milchstraße, aus mehreren hundert Milliarden Sternen sowie großen Mengen an Gas und Staub bestehen.

Galaxien wie unsere Milchstraße haben die Form einer Spirale. In ihrer Mitte befindet sich ein schwarzes Loch, das von älteren Sternen und sogenannten „Armen“ umgeben ist. Die Spiralarme der Galaxien erstrecken sich vom Zentrum aus nach außen, wo eher jüngere Sterne, wie unsere Sonne, zu finden sind. Wie diese Strukturen genau entstanden sind, ist eine Schlüsselfrage in der Erforschung des Kosmos.

Die immensen Größenskalen von Galaxien sowie die komplexe Physik, die für ihre Berechnung benötigt werden, gelten als die größten Herausforderungen bei der Simulation solcher Strukturen mit Hilfe von Computermodellen. So ist die Masse von einzelnen Sternen, die die „Bausteine“ von Galaxien darstellen, jeweils rund eine Billion mal kleiner als die Galaxie, in der sie sich befinden. Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern vom HITS (Deutschland), der Durham University (Großbritannien), dem Max-Planck Institut für Astrophysik (Deutschland) und dem Massachusetts Institute of Technology (USA) hat sich diesem Problem angenommen.

Die Gruppe simulierte insgesamt 30 verschiedene Milchstraßen in hoher Auflösung, 6 davon sogar extrem hochaufgelöst, um noch mehr Details zu berücksichtigen. Die Simulationen liefen mehrere Monate lang größtenteils auf den deutschen Supercomputern „Hornet“/“Hazel Hen“ in Stuttgart und dem „SuperMUC“ in Garching und nutzten insgesamt rund 18 Millionen CPU-Stunden. Für die Simulationen verwendeten die Wissenschaftler den sogenannten „AREPO“-Code, der von HITS-Wissenschaftler und Gruppenleiter Prof. Volker Springel entwickelt wurde. Der Code ermöglicht die Simulation verschiedener Galaxien mit nie da gewesener Präzision und beinhaltet eines der bisher umfassendsten Physikmodelle auf dem Gebiet. So können mit dem „AREPO“-Code Phänomene wie Gravitation, Sternenentstehung, Gasströme und Supernova-Explosionen simuliert werden. Zum ersten Mal war auch die Simulation magnetischer Feldermöglich, die das sogenannte interstellare Medium zwischen den Sternen durchdringen. Außerdem wurden schwarze Löcher simuliert, die Gas um sich herum „aufsaugen“ und Energie in weit entfernte Teile der Galaxie hinausstoßen.

„Astronomen steht nun eine Fülle neuer Informationen zur Verfügung“

Eine Zusammenstellung von Simulationsbildern. (Links) Die Gasdichte in der Umgebung der Galaxie vor rund 10 Milliarden Jahren. Dargestellt sind die fadenförmigen Gasstrukturen, die die Galaxie im Zentrum versorgen. (Mitte) Aufsicht einer Gasscheibe zur heutigen Zeit. Klar zu sehen ist die charakteristische Spiralform der Galaxie. (Rechts) Seitenansicht derselben Gasscheibe in der heutigen Zeit. Kaltes Gas ist blau eingefärbt und warmes Gas in Grün. Heißes Gas ist rot markiert. (Credit: Robert J. J. Grand, Facundo A. Gomez, Federico Marinacci, Ruediger Pakmor, Volker Springel, David J. R. Campbell, Carlos S. Frenk, Adrian Jenkins and Simon D. M. White.)

Eine Zusammenstellung von Simulationsbildern. (Links) Die Gasdichte in der Umgebung der Galaxie vor rund 10 Milliarden Jahren. Dargestellt sind die fadenförmigen Gasstrukturen, die die Galaxie im Zentrum versorgen. (Mitte) Aufsicht einer Gasscheibe zur heutigen Zeit. Klar zu sehen ist die charakteristische Spiralform der Galaxie. (Rechts) Seitenansicht derselben Gasscheibe in der heutigen Zeit. Kaltes Gas ist blau eingefärbt und warmes Gas in Grün. Heißes Gas ist rot markiert.
(Credit: Robert J. J. Grand, Facundo A. Gomez, Federico Marinacci, Ruediger Pakmor, Volker Springel, David J. R. Campbell, Carlos S. Frenk, Adrian Jenkins and Simon D. M. White.)

Die Simulationen ergaben eine große Fülle physikalischer Daten  und  bieten hilfreiche Erkenntnisse für viele verschiedene Aspekte der Galaxienforschung: „Die Forschungsergebnisse des Auriga-Projekts liefern wichtige Informationen für andere Astronomen, etwa über die besonderen Eigenschaften von Satellitengalaxien oder die Verteilung der sehr alten Sterne im sogenannten ‚Halo‘, einem Lichthof, der die Galaxie umgibt,“ so HITS-Wissenschaftler Robert Grand. „Zusätzlich konnten wir die Entwicklung magnetischer Felder simulieren und untersuchen, wie diese das Gas in der Galaxie beeinflussen.“

Das Team fand insbesondere heraus, dass kleinere Galaxien in der frühen Entstehungsgeschichte mit der Milchstraßen-Galaxie verschmolzen sein könnten. Durch diesen Prozess kann eine größere Spiralgalaxie entstehen.

„Damit eine Spiralgalaxie wachsen kann, benötigt sie eine beträchtliche Versorgung mit Gas zur Sternenentstehung. Kleinere, gasreiche Galaxien, die in unsere Galaxie hineinfielen, liefern genau das,“ so Grand weiter.

In einem zweiten Schritt werden die Wissenschaftler die Forschungsergebnisse des Auriga-Projekts mit Beobachtungsdaten, wie denen der Gaia Mission vergleichen. Dadurch wollen sie besser verstehen, wie diese Verschmelzungen die Entstehung unserer und anderer Galaxien bestimmt haben.

Publikation:

“The Auriga Project: The Properties and Formation Mechanisms of Disc Galaxies Across Cosmic Time,” Robert J. J. Grand et al., 2017 May, Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, vol. 467, pp. 179-207 [https://academic.oup.com/mnras/article-lookup/doi/10.1093/mnras/stx071, preprint: https://arxiv.org/abs/1610.01159].

Quelle: HITS, Heidelberger Institut für Theoretische Studien


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Sonntag, 18. Juni 2017 - 19:30 Uhr

Astronomie - SEHEN SIE DEN ANFANG DER ZEIT

18.06.2017

SEEING THE BEGINNING OF TIME

06.14.17 - 

Seeing the Beginning of Time, takes viewers on a visually-compelling journey through deep space and time. The 50-minute, 4K science documentary was co-produced by the National Center for Supercomputing Applications (NCSA) at the University of Illinois at Urbana-Champaign, and Thomas Lucas Productions as part of a National Science Foundation-supported project called CADENS(Centrality of Advanced Digitally Enabled Science). Donna Cox, director of NCSA's Advanced Visualization Laboratory (AVL) leads the CADENS project to help raise public awareness about computational scientific discovery.

"The AVL team members developed state-of-the-art technologies and used NCSA's Blue Waters supercomputer to create cinematic production-quality data visualizations showcasing hundreds of millions of years of galactic evolution," says Donna Cox. "We collaborated with numerous science teams and were deeply involved in the co-production of the film."

The documentary features NCSA Research Scientist and Astronomy Research Professor Felipe Menanteau and his colleagues from the Dark Energy Survey (DES), an international collaboration dedicated to charting the expansion of our universe. NCSA, along with Fermilab and the National Optical Astronomy Observatory are the founding institutions for the Dark Energy Survey. Menanteau and colleagues are using light from distant galaxies to study the distribution of matter in the universe. "When we are looking deep into space, we are essentially looking back in time. We are using the light of distant galaxies to trace the influence of mysterious unseen forces such as dark matter and dark energy to look for clues to what they are," said Menanteau.

NCSA leads data management for the DES project, receiving large volumes of observations over high-speed networks from the telescope in Chile and using the Blue Waters supercomputer and Illinois Campus Cluster Program to review, process and release the data products, with the first public release scheduled for December 2017. The DES project is a pathfinder for the next generation of surveys, the Large Synoptic Survey Telescope (LSST). 

"Astronomers are forging giant new lenses and mirrors, while marshaling vast computational power," says Thomas Lucas, veteran science producer and CADENS co-investigator. "These technologies are at the center of a historic quest: to peer into the deep recesses of time, to find out how the universe set the stage for galaxies and worlds like ours in an era known as the Cosmic Dawn." Currently under construction in Chile, the LSST telescope will rapidly survey the entire night sky every two weeks with a field of view almost 40 times the size of the full moon. These large scale cosmic surveys can be shared across the world and will revolutionize astronomy.

Seeing the Beginning of Time illuminates the groundbreaking connection between computational big data science and contemporary astronomy.

A date for a free screening of Seeing the Beginning of Time at the Savoy 16 theater will be announced in the coming days. Seeing the Beginning of Time is also available on Amazon Prime.

Quelle: NATIONAL CENTER FOR SUPERCOMPUTING APPLICATIONS 


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Sonntag, 18. Juni 2017 - 19:20 Uhr

Raumfahrt - ISS-ALLtag: JAXA´s Protein-Kristallwachstum-Experiment

18.06.2017

 

Strategic Partnership Agreement between JAXA and PeptiDream Inc. 
And
Latest Results from the High-Quality Protein Crystal Growth Experiment (Fee-Based) on the Japanese Experimental Module of the International Space Station,"Kibo" 

-

PeptiDream Inc.
National Research and Development Agency
Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA)

PeptiDream Inc. (PeptiDream), a Tokyo-based public biopharmaceutical company, and the Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA), a national research and development agency, has established a strategic partnership for the High-Quality Protein Crystal Growth (PCG) experiment on the Japanese Experimental Module ("Kibo") of the International Space Station (ISS). This strategic partnership agreement (this Agreement) is a renewal of the current fee-based contract and represents a further expansion of the relationship between PeptiDream and JAXA. Under this Agreement, the number of experimental protein samples to be investigated is increased six-fold over the original agreement, and the term is further extended from August 2017 to August 2020.

PeptiDream and JAXA originally entered into a fee-based Agreement in February 2016. Under this original Agreement, JAXA has crystallized the HER2 receptor with a non-standard cyclic peptide (the drug candidate) provided by PeptiDream. The first space experiment was conducted on Kibo from February to March 2017, followed by diffraction data measurement and structure determination. The crystal (of the HER2-peptide complex) grown in space gave a substantially higher resolution than those crystals attained on the ground. The crystal structure clearly showed the macrocyclic drug candidate bound to the HER2 receptor and revealed an unprecedented binding mode. These results provide critical information that PeptiDream can now use to further optimize the HER2 targeting macrocyclic peptide candidate and accelerate its development. 

The Strategic Partnership Agreement between PeptiDream and JAXA leverages each other's strengths. Utilizing Kibo as an "Drug-design supporting platform", PeptiDream and JAXA strive to obtain structural information on target proteins and their drug candidates swiftly and efficiently, aiming to produce best-in-class and first-in-class drugs for the world as well as Japan.

1. Results Overview

HER2 receptor and the drug candidate were co-crystallized in the first 4°C JAXA-PCG experiment under the fee-based Agreement between PeptiDream and JAXA signed on 22 February 2016. The experimental period was from 24 February 2017 to 18 March 2017.

Crystals grown on the ground prior to the PCG experiment were of low quality and were not sufficient to fully identify the binding interaction of the drug candidate and the target protein. In the 4°C PCG experiment on Kibo, the Japanese Experimental Module of the ISS (Fig. 1), high quality crystals of the protein and the drug candidate complex were obtained. The structure was successfully determined at 2.5Å resolution (Fig. 2) including the drug candidate bound to the target HER2 protein. Based on this precise structure of the complex, PeptiDream will further optimize the current macrocyclic peptide candidate. These exciting results, in part, led to the desire to further expand the relationship between PeptiDream and JAXA.

More information about JAXA-PCG, follow the link below;
http://iss.jaxa.jp/kiboexp/theme/first/protein/en/index.html

2. Background of the Original Fee Based Strategic Agreement

In the JAXA PCG experiments in September 2015, PeptiDream undertook a proof-of-concept study with JAXA. After the successful results, PeptiDream and JAXA entered into a fee-based Agreement to working on proteins offered by PeptiDream. Under this contract, JAXA was in charge of the structural study including technical consultation on protein production, high-purity protein preparation, crystallization screening, space experiment, data collection and structure determination. This Agreement was schedule to conclude in August 2017.

For further information on this contract, please visit:
http://global.jaxa.jp/press/2016/02/20160224_protein.html

3. About the Strategic Partnership Agreement between JAXA and PeptiDream Inc.

As a renewal and expansion of the current fee-based agreement, PeptiDream and JAXA have entered into a new Strategic Partnership Agreement. In the new Agreement, the term was extended to 3 years from the current 1.5 years and the number of the protein target samples has been increased six-fold over the original Agreement. PeptiDream serves as a leading company in the field of drug discovery, collaborating with numerous world leading pharmaceutical companies. JAXA is responsible for structural studies on multiple target proteins provided by PeptiDream, ranging from technical consultation on protein production to structure determination, in addition to space experimental efforts. This comprehensive Agreement allows for continuation and further expansion of the exciting work happening between the two companies, and significantly accelerates PeptiDream's ability to develop innovative best-in-class and first-in-class therapeutics to meet the unmet medical needs of the world.

Message from Patrick Reid, Senior Vice President and Keiichi Masuya, Vice President

"We are extremely excited with these fantastic results, the crystal structure of the HER2 receptor in complex with our macrocyclic peptide candidate determined from the crystals attained from the JAXA-PCG experiment will significantly accelerate the optimization of these candidates toward clinical candidates. We highly value JAXA's growing expertise in identifying and optimizing crystallization conditions and their technical ability to carry out the first 4°C experiment on Kibo successfully. At any stage of the drug discovery process, such as hit-to-lead and lead optimization, a high-resolution structure always significantly accelerates this process and having a 3-D structure is truly invaluable." 

[ About PeptiDream Inc. ]

PeptiDream Inc. is a public (Tokyo Stock Exchange 1st Section 4587) biopharmaceutical company founded in 2006 employing our proprietary Peptide Discovery Platform System (PDPS), a state-of-the-art highly versatile discovery platform which enables the production of highly diverse (trillions) non-standard peptide libraries with high efficiency, for the identification of highly potent and selective hit candidates, which then can be developed into peptide-based or small molecule-based therapeutics. PeptiDream aspires to be a world leader in drug discovery and development to address unmet medical needs and improve the quality of life of patients worldwide.

The PeptiDream Company Home Page (Japanese Language Site):
http://www.peptidream.com/

[ About non-standard cyclic peptides ]

A cyclic non-standard peptide has a "macrocyclic" ring-like structure produced by fusing its N- and C-terminals of a non-standard peptide, which is composed of both natural and non-natural amino acids. PeptiDream has established a technology facilitating the quick and inexpensive large-scale production of a wide variety of non-standard peptides. Unlike conventional peptide-based drugs, non-standard peptides have unlimited potential as novel medicines due to their structural stability and longer duration in our bodies.

(Fig. 1) International Space Station

(Fig. 2) A non-standard cyclic peptide
bound to a target protein



[ JAXA-PCG Experiment at 4°C ]

JAXA has been conducting the PCG experiments at 20°C through the Russian-Japan bilateral collaboration. Development of new methods using the US Dragon spacecraft, JAXA launched a new PCG experiment at 4°C. It allows users to choose crystallization temperatures and have more launch opportunities. The first experiment was conducted in February 2017. Using the US Dragon vehicles in addition to the Russian Soyuz and Progress vehicles, JAXA can offer more options to meet users' demands for PCG experiments on Kibo. JAXA continues to improve PCG experiments including developing better temperature controlled containers and increasing the packing density to carry more protein samples to space.

Quelle: JAXA


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Sonntag, 18. Juni 2017 - 19:00 Uhr

Astronomie - Ohne Urknall geht es nicht

18.06.2017

Forscher vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam und dem Perimeter Institute in Kanada widerlegen Theorie vom „sanften Anfang“

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Beim Urknall war die Krümmung von Raum und Zeit unendlich groß – das lehrt Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie. Schwierig zu berechnen, denn bei Unendlichkeiten versagen die mathematischen Werkzeuge. Es gab jedoch noch die Hoffnung, dass eine Quantentheorie der Gravitation den Anfang von Allem einfacher beschreiben könne, man vielleicht sogar völlig ohne Urknall auskommen würde. Diese These wird von bedeutenden Kosmologen, unter anderen von James Hartle, Stephen Hawking und Alexander Vilenkin, seit den 1980ger Jahren vertreten. Forscher am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut/AEI) in Potsdam und am Perimeter Institute in Kanada haben jetzt mit neuen mathematischen Methoden nachgewiesen, dass dies nicht funktioniert. Der Urknall ist demnach noch komplizierter und mysteriöser als viele Physiker hofften.

Den Anfang des Universums zu verstehen, ist ein großes Ziel der Kosmologie. Messungen des Planck-Satelliten zeigen, dass das Weltall vor 13,8 Milliarden Jahren aus einer dichten, heißen Ursuppe bestand. Seither dehnt sich das Universum aus. Die gängige Urknalltheorie kann allerdings die eigentliche Entstehung des Alls nicht beschreiben, zu extrem sind die Bedingungen: nähert man sich dem Urknall, wird nach dem klassischen Modell das Universum immer dichter, bis ein Punkt erreicht wird, an dem Dichte und Schwerkraft unendlich groß werden.

Abb. 1: Kein
Abb. 1: Kein "sanfter Anfang": Quantenfluktuationen, die im Laufe der Zeit immer stärker werden (rechts), verhindern ein Universum, wie wir es kennen (links).

 

Eine alternative Theorie zum Urknall ist die des „Universums ohne Rand”, womit die Idee gemeint ist, dass das Universum als Quantenfluktuation aus dem Nichts erschienen ist und sich dann schnell zu einem großen klassischen Universum ausgedehnt hat. Demzufolge war die Krümmung des Universums am Anfang zwar groß, aber endlich, und die Geometrie von Raum und Zeit gleichmäßig – ohne scharfen Rand (s. Abb. 1 (links)). Dies würde den Urknall ersetzen. Lange Zeit blieben jedoch die wahren Konsequenzen dieses Modells fraglich. Mit besseren mathematischen Methoden konnten Dr. Jean-Luc Lehners, Forschungsgruppenleiter am AEI, und seine Kollegen Job Feldbrugge und Neil Turok vom Perimeter Institute in Kanada jetzt diese 35 Jahre alte These präzise definieren und damit auch die Folgen berechnen. Dabei stellte sich heraus, dass die Alternative zum Urknall keine ist: Heisenbergs Unschärferelation hat zur Folge, dass sich in diesem Modell nicht nur ganz gleichmäßige Universen aus dem Nichts bilden können, sondern auch sehr unregelmäßige. Die unregelmäßigen Universen treten dabei mit viel größerer Wahrscheinlichkeit auf, ja: je chaotischer die entstehenden Universen sind, desto wahrscheinlicher sind sie (s. Abb. 1 (rechts)). „Die Theorie vom “Universum ohne Rand” sagt demnach kein großes Universum, wie das in dem wir leben, vorher, sondern lauter kleine Universen, die sofort wieder wegen der starken Krümmung zusammenstürzen würden“, sagt Jean-Luc Lehners, Leiter der Max-Planck-Forschungsgruppe „Theoretische Kosmologie“ am AEI.

Man kann den Urknall demnach nicht so einfach umgehen. Lehners und seine Kollegen konzentrieren sich jetzt auf die Frage, welcher Mechanismus die wilden Quantenfluktuationen unter extremsten Bedingungen in Schach gehalten hat, so dass sich unser großes stabiles Universum entwickeln konnte.

Quelle:MAX-PLANCK-GESELLSCHAFT, MÜNCHEN


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Sonntag, 18. Juni 2017 - 08:30 Uhr

Mars-Chroniken - NASA Finds Evidence of Diverse Environments in Curiosity Samples

18.06.2017

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NASA's Curiosity Mars rover examined a mudstone outcrop area called "Pahrump Hills" on lower Mount Sharp, in 2014 and 2015. This view shows locations of some targets the rover studied there. The blue dots indicate where drilled samples of powdered rock were collected for analysis. Credit: NASA/JPL-Caltech/MSSS

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NASA scientists have found a wide diversity of minerals in the initial samples of rocks collected by the Curiosity rover in the lowermost layers of Mount Sharp on Mars, suggesting that conditions changed in the water environments on the planet over time.

Curiosity landed near Mount Sharp in Gale Crater in August 2012. It reached the base of the mountain in 2014. Layers of rocks at the base of Mount Sharp accumulated as sediment within ancient lakes around 3.5 billion years ago. Orbital infrared spectroscopy had shown that the mountain's lowermost layers have variations in minerals that suggest changes in the area have occurred.

 

In a paper published recently in Earth and Planetary Science Letters, scientists in the Astromaterials Research and Exploration Science (ARES) Division at NASA's Johnson Space Center in Houston report on the first four samples collected from the lower layers of Mount Sharp.

 

"We went to Gale Crater to investigate these lower layers of Mount Sharp that have these minerals that precipitated from water and suggest different environments," said Elizabeth Rampe, the first author of the study and a NASA exploration mission scientist at Johnson. "These layers were deposited about 3.5 billion years ago, coinciding with a time on Earth when life was beginning to take hold. We think early Mars may have been similar to early Earth, and so these environments might have been habitable."

The minerals found in the four samples drilled near the base of Mount Sharp suggest several different environments were present in ancient Gale Crater. There is evidence for waters with different pH and variably oxidizing conditions. The minerals also show that there were multiple source regions for the rocks in "Pahrump Hills" and "Marias Pass."

The paper primarily reports on three samples from the Pahrump Hills region. This is an outcrop at the base of Mount Sharp that contains sedimentary rocks scientists believe formed in the presence of water. The other sample, called "Buckskin," was reported last year, but those data are incorporated into the paper.

Studying such rock layers can yield information about Mars' past habitability, and determining minerals found in the layers of sedimentary rock yields much data about the environment in which they formed. Data collected at Mount Sharp with the Chemistry and Mineralogy (CheMin) instrument on Curiosity showed a wide diversity of minerals.

At the base are minerals from a primitive magma source; they are rich in iron and magnesium, similar to basalts in Hawaii. Moving higher in the section, scientists saw more silica-rich minerals. In the "Telegraph Peak" sample, scientists found minerals similar to quartz. In the "Buckskin" sample, scientists found tridymite. Tridymite is found on Earth, for example, in rocks that formed from partial melting of Earth's crust or in the continental crust -- a strange finding because Mars never had plate tectonics.

 

In the "Confidence Hills" and "Mojave 2" samples, scientists found clay minerals, which generally form in the presence of liquid water with a near-neutral pH, and therefore could be good indicators of past environments that were conducive to life. The other mineral discovered here was jarosite, a salt that forms in acidic solutions. The jarosite finding indicates that there were acidic fluids at some point in time in this region.

There are different iron-oxide minerals in the samples as well. Hematite was found near the base; only magnetite was found at the top. Hematite contains oxidized iron, whereas magnetite contains both oxidized and reduced forms of iron. The type of iron-oxide mineral present may tell scientists about the oxidation potential of the ancient waters.

The authors discuss two hypotheses to explain this mineralogical diversity. The lake waters themselves at the base were oxidizing, so either there was more oxygen in the atmosphere or other factors encouraged oxidation. Another hypothesis -- the one put forward in the paper -- is that later-stage fluids arose. After the rock sediments were deposited, some acidic, oxidizing groundwater moved into the area, leading to precipitation of the jarosite and hematite. In this scenario, the environmental conditions present in the lake and in later groundwater were quite different, but both offered liquid water and a chemical diversity that could have been exploited by microbial life.

"We have all this evidence that Mars was once really wet but now is dry and cold," Rampe said. "Today, much of the water is locked up in the poles and in the ground at high latitudes as ice. We think that the rocks Curiosity has studied reveal ancient environmental changes that occurred as Mars started to lose its atmosphere and water was lost to space."

In the paper, the authors discuss whether this specific area on Mars is a mark of this event happening or just a natural drying of this area. Scientists will search for answers to these questions as the rover moves up the mountain.

Quelle: NASA

 

 


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Sonntag, 18. Juni 2017 - 07:10 Uhr

Astronomie - NuSTARs erste 5 Jahre im Weltraum

18.06.2017

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Five years ago, on June 13, 2012, Caltech's Fiona Harrison, principal investigator of NASA's NuSTAR mission, watched with her team as their black-hole-spying spacecraft was launched into space aboard a rocket strapped to the belly of an aircraft. The launch occurred over the Kwajalein Atoll in the Marshall Islands. Many members of the team anxiously followed the launch from the mission's operations center at the University of California, Berkeley, anxious to see what NuSTAR would find.

 

Now, Harrison shares her take on five of the mission's many iconic images and artist concepts -- ranging from our flaring sun to distant, buried black holes. NuSTAR is the first telescope capable of focusing high-energy X-rays -- and it has taken the most detailed images of the sky in this energy regime to date.

Black Holes: Monsters in Space (Artist's Concept)
Image credit: NASA/JPL-Caltech

"This is an artist's concept of a region very near a black hole," Harrison said. "It was made to go along with some of our very first results, where we measured the spin of a supermassive black hole unambiguously for the first time. NuSTAR's high-energy X-ray vision allowed us to distinguish between models that explain what produces black holes' X-ray emissions, and this information led us to conclude that the observed black hole is rapidly spinning."

Untangling the Remains of Cassiopeia A
Image credit: NASA/JPL-Caltech/CXC/SAO

"This is a beautiful image, and one of the things we built NuSTAR to do -- to make the first-ever map of emission from radioactivity in the remnant of an exploded star," Harrison said. "We spent years developing specialized detectors to have the capability to make this image. From the image, we were able to determine the mechanism that caused the star to explode." NuSTAR data show high-energy X-rays from radioactive material in blue. Non-radioactive materials are red, yellow and green.

NuSTAR Finds a Pulse in Cigar Galaxy
Image credit: NASA/JPL-Caltech/SAO/NOAO

"This result was one of the biggest surprises from NuSTAR. We detected X-ray pulses from an object in a galaxy that everybody had assumed was a black hole, thereby showing it was actually a stellar remnant called a pulsar. At the time, it was by far the brightest pulsar known. At first nobody believed it, but the signal was so strong and clear," Harrison said. Since this discovery two other extremely bright pulsars have been found -- prompted by NuSTAR's discovery. High-energy X-rays from the pulsar are seen in pink at the center of the image.

NuSTAR Stares at the Sun
Image credit: NASA/JPL-Caltech/GSFC/JAXA

"With NuSTAR, we see flaring, active regions of the sun where high-energy particles are being created. NuSTAR was built as an astrophysics mission, not to study the sun," Harrison said. "People thought we were crazy at first to point such a sensitive observatory at the sun and potentially ruin it. But now, by studying the sun with much greater sensitivity in high-energy X-rays, we are making important contributions to the field of solar physics."

Galaxy NGC 1448 with Active Galactic Nucleus
Image credit: NASA/JPL-Caltech/Carnegie-Irvine Galaxy Survey

"This image illustrates another major accomplishment NuSTAR was designed for -- to find hidden black holes buried by dust and gas," Harrison said. "This is a wonderful result, led by two graduate students. What they found is that there is a thick layer of gas and dust hiding the active black hole in the galaxy NGC 1448 from our sight."

NuSTAR is a Small Explorer mission led by Caltech and managed by JPL for NASA's Science Mission Directorate in Washington. NuSTAR was developed in partnership with the Danish Technical University and the Italian Space Agency (ASI). The spacecraft was built by Orbital Sciences Corp., Dulles, Virginia. NuSTAR's mission operations center is at UC Berkeley, and the official data archive is at NASA's High Energy Astrophysics Science Archive Research Center. ASI provides the mission's ground station and a mirror archive. JPL is managed by Caltech for NASA.

For more information on NuSTAR, visit:

https://www.nasa.gov/nustar

Quelle: NASA


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Sonntag, 18. Juni 2017 - 07:00 Uhr

Astronomie - Forscher und Studenten der Universität Toledo nutzen Spitzer und die anderen Weltraumteleskope der NASA

18.06.2017

Toledo’s deep space exploration 

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In 1946, Lyman Spitzer, Jr., a young astrophysicist from Toledo, proposed putting telescopes in space. Fifty-seven years later, I watched as the Spitzer Space Telescope took off from Cape Canaveral, Fla., and disappeared into the night sky. 

I was part of the large team that built this great NASA observatory named in memory of the Toledo native. Designed to observe the universe in infrared light, Spitzer continues to make new discoveries, including the recent detection of a star with seven Earth-sized planets.

Today, University of Toledo researchers and students use Spitzer and NASA’s other space telescopes by downloading the data and engaging in the exploration of the universe from the Ritter Planetarium and Observatory. My students and I study the birth of stars and planets cloaked in dark clouds of gas and dust.

Infrared light, which we cannot see with our own eyes, penetrates these clouds and allows us a view of star birth in action. The Earth’s atmosphere, however, glows with infrared light. By launching telescopes into space, we can observe the infrared sky unhindered by the atmosphere’s glow.

Working with an international team, we observe stars less than one million years old and in the process of growing — considered infants in the lifespan of a star. Our goal is to understand how the clouds of gas collapse into stars and planets, as well as to better understand the birth of our own solar system 4.6 billion years ago.

To make sense of the universe, astronomers at UT use observations made with many different telescopes on Earth and in space. Each observation is a piece of a cosmic jigsaw puzzle. 

My graduate students use the Discovery Channel Telescope in Arizona to take the temperatures of infant stars. That opportunity is made possible by UT’s 10-year partnership with Lowell Observatory. On our UT campus, a team of undergraduates observes stars orbited by disks of hot gas using Ritter Observatory in an effort to understand the origin of the disks. One student recently discovered a companion star orbiting one of those stars.

Sometimes, more than one telescope is used. A UT researcher worked with an international team to combine the light from four telescopes to create sharp pictures of the powerful wind from a star 100 times more massive than our sun.

An undergraduate on my team also compared data from two space telescopes made six years apart and discovered a burst of energy from a young star consuming a big gulp of gas.

In recognition of our robust efforts in research, UT was invited in 2016 to join the Association of Universities for Research in Astronomy, or AURA, as one of 47 institutions, including Ohio State University and Yale University, tasked in the oversight of many of our nation’s telescopes. The students and researchers at UT are privileged to have such high-tech telescopes at our disposal. But you don’t need to look at the stars to see how space exploration benefits our daily lives.

Consider the GPS in your smart phone. It is the product of 400 years of discovery, from Newton’s laws to Einstein’s relativity and quantum physics. 

Space exploration also places our world into a vast cosmic context. Back at Ritter, I am preparing for the next big space telescope — the James Webb Space Telescope, which will be launched in 2018. I can’t predict what we will find with this new telescope, but I can predict, confidently, that the universe will continue to astonish us.

Tom Megeath is a professor of physics and astronomy at UT and a member of the executive committee for NASA’s Cosmic Origins Program Analysis Group. He invites everyone to come to Ritter Planetarium on UT’s Main Campus Friday nights to join in exploration.

Quelle: The Blade

 

 

 

Tags: Universität Toledo nutzen Spitzer 

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Samstag, 17. Juni 2017 - 20:20 Uhr

UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-70

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16.07.2006

Da war ganz schön was los am Himmel!

Offenbar Meteor über Südwestdeutschland verglüht

Mannheim. AP. Ein ungewöhnliche nächtliche Himmelserscheinung in Form einer «fetten Feuerkugel» hat am Wochenende viele Menschen in Südwestdeutschland in Atem gehalten. Der «Besuch aus dem All» war nach Angaben von CENAP Hobby-Astronom Werner Walter ein Meteor, der in der Erdatmosphäre verglühte und damit für ein prächtiges Schauspiel sorgte.

 

Etliche Menschen berichteten dem Mannheimer UFO-Meldetelefon von der leuchtenden Erscheinung, die in der Nacht zum Samstag gegen 23.30 Uhr etwa drei Sekunden über den Himmel huschte und dann in mehrere Teile zersprang, wie Walter am Wochenende berichtete.

 

Zurück blieb eine «orange-grünlich-leuchtende Spur», wie sie ein Beobachter von der Volkssternwarte Bielefeld laut Walter selbst ausmachen konnte. Nach seinen Worten gab es Meldungen dieser auffallenden Erscheinung vom Ruhrgebiet bis nach Fulda und Karlsruhe auf einem mehrere hundert Kilometer langen «Korridor». Auch die Besucher eines Simple-Minds-Konzert in Worms zuckten unter dem Lichtblitz der himmlischen Erscheinung zusammen.

 

Quelle: AP am 15.Juli 06

 

"Fette Feuerkugel" entpuppt sich als Meteor

Mannheim (dpa) - Ein in der Erdatmosphäre verglühender Meteor hat dem Mannheimer UFO-Meldetelefon in der Nacht zahlreiche Anrufe beschert. Nach Auskunft des Centralen Erforschungsnetzes außergewöhnlicher Himmelsphänomene in Mannheim meldeten sich Menschen aus ganz Deutschland, die das nächtliche Himmelspektakel gesehen hatten. Die Anrufer berichteten immer wieder von einer "fetten Feuerkugel", die eine "orange-grünlich leuchtende Spur" hinterlassen hatte.

 

Quelle: DPA am 15.Juli 2006

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21.07.2006

"Ufosichtung" in Tschechien

Wieder ungewöhnliches Fotoobjekt zufällig aufgenommen

"Ufosichtung" in Tschechien

 

So war der Betreff einer eMail von Tobias S., die mich am 19.Juni 06 erreichte, hier der Bericht, der sich dahinter verbirgt: "Ich bin bei meiner Recherche über unbekannte Flugobjekte auf ihre Arbeit gestoßen. Da Sie offensichtlich sehr bewandert auf diesem Gebiet sind würde ich gerne ihre Meinung zu einem Fall einholen: Am 18.06.2006 befand ich mich in Tschechien, nahe der Landesgrenze, um Landschaftsaufnahmen zu machen. Eines der vermeintlich gewöhnlichen Landschaftsbilder offenbarte erst bei Betrachtung auf einem Monitor rätselhaftes. Auf der Photographie ist in ca. 200 - 300 m Entfernung ein Objekt zu sehen, das sich mit sehr hoher Geschwindigkeit von Rechts nach Links zu bewegen scheint. Wenn man das Objekt mittels Zoom vergrößert sind am unteren, wie auch am oberen Ende dieses sehr deutlich ´Luftwirbel´ zu sehen, die zu einem auf die hohe Geschwindigkeit, zum anderen auf eine Rotation deuten. Zudem zeigt das ´UFO´ deutliche Verfärbungen auf, von hell zu dunkel, die jedoch auch auf Lichtreflexionen zurück zu führen sein könnten. Mir ist diese Erscheinung deshalb so unerklärlich, da ich zum Zeitpunkt der Aufnahme weder ein Objekt am Himmel gesichtet habe, noch irgendein Geräusch wahrgenommen habe. Zusätzlich muss man anmerken dass zu diesem Zeitpunkt dort absolute Stille herrschte und ich vermutlich fast jedes noch so leise Geräusch wahrgenommen hätte. Ich würde mich freuen wenn dieser Sichtung Aufmerksamkeit schenken würden und mir evtl.den ein oder anderen Hinweis zukommen lassen könnten um das Phänomen rational zu erklären."

Hörte sich eindeutig spannend an, aber da kein Bild ´beigelegt´ war, bat ich darum, mir das Bildmaterial erst einmal einzureichen. Am 24.Juni 06 erhielt ich die ansonsten wunderschöne Natur-Landschaftsaufnahme aus dem sommerlichen Tschechien. Und das fragliche "UFO"-Objekt war dabei leider gar nicht so ´dramatisch´ wie die Ausführung dazu vorher klang und es vortrug: Einfach einmal mehr das ´eingefrorene´ Bild von einem unerwarteten Foto-Objekt namens Insekt im so genannten "Blurufo"-´Modus´ (siehe OCR 289). So antwortete ich dem Melder: "Derartige Landschafts-Bilder mit der Kamera-Einstellung ´Unendlich´ der zufälligen Art gibt es immer wieder - und immer sind die unscharf abgebildeten Objekte dort nie gesehen worden. Hierbei handelt es sich um, festschnallen, unbeachtete Insekten die relativ nahe zur Kamera für den Sekundenbruchteil der Belichtung so ´verschmiert´ wegen ihrer eigenen Flugbewegung ´eingefroren´ wurden. Deswegen schaut dies auch so komisch aus. Die Basis hierfür ist eben die Unschärfe aufgrund der fotografischen Kameraebene (´Unendlich´) und der schnellen Insekten-Eigenbewegung mit Flügelschlag. In Ihrem Fall würde ich auf soetwas wie eine Libelle tippen, langgezogener Körper und filigrane langgezogene Flügel.

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Ungewöhnliche Erscheinung über Namibia

Reentry sorgte für Aufregung

Leuchterscheinung über Namibia , 28.6.06

So der Betreff einer eMail von Martin Neumann aus der ´S&W´-Redaktion am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg an mich: "In den vergangenen Tagen erreichten mich die unten wiedergegebenen E-Mails: Mehrere Beobachter haben eine unbekannte Leuchterscheinung am Himmel gesehen. Mit der Bitte um Kenntnisnahme leite ich diese Berichte an Sie weiter." Was war da nur los gewesen? Der Reiseleiter der S&W-Leserreisen, Joachim Biefang, schrieb von der dortigen Hakos-Gästefarm nach Heidelberg: "Gestern morgen, 28.6., um kurz vor 6 Uhr MEZ wurde in vielen Teilen Namibias eine helle, unbekannte Leuchterscheinung gesichtet. In den Medien hier rätselt man noch, was es wohl war. Das Objekt war heller als die Venus, Größe kleiner als der Vollmond und bewegte sich von Süd nach Nord. Für den halben Himmel von der Venus im Osten bis zum Nordost Horizont brauchte es ca. 8 Minuten. Für einen Satelliten in erdnaher Umlaufbahn war es zu langsam, für ein weiter draußen liegendes Objekt zu schnell. Ein Flugobjekt im Luftraum Namibias kommt wegen der mehrere 100 km auseinanderliegenden Beobachtungen nicht in Frage. Es bleibt also die Möglichkeit eines Wiedereintritts in die Erdatmosphäre, z.B. Satellit oder Raketenoberstufe." Margaret G. aus Swakopmund schickte diese eMail ein: "In Namibia haben mehrere ´Frühaufsteher´ am 28. Juni morgens etwa 6 Uhr, also in Deutschland 7 Uhr, zwischen 22° und 23° südlicher Breite ein hell-leuchtendes Flugobjekt, das sich von Westen nach Osten bewegte, beobachtet. Nach den Anrufen beim deutschen Sender der NBC war es langsamer aber viel größer als eine Sternschnuppe, andererseits schneller und auch größer als ein Flugzeug. Wie Du Dir vorstellen kannst, hat diese ´Erscheinung´ für einige Aufregung gesorgt, die Gemüter der Beobachter ziemlich bewegt. In diesem Zusammenhang ´leider´ sitzen wir verständlicherweise nicht den ganzen Tag vor dem Radio, wissen also nicht, was daraus geworden ist. Deshalb nun meine Frage an Dich: Habt Ihr, hast Du zufällig eine Erklärung dafür? War es nur ´Weltraumschrott´, der sich in die Atmosphäre ´verirrte´?"

Eigentlich waren die hier dargestellten Observationsmerkmale gar nicht SO aufregend und besonders. Abgesehen von den zwei verschiedenen Richtungsangaben wie Süd nach Nord und West nach Ost. Was blieb anonsten: Heller als Venus, kleiner als der Vollmond, langsamer und größer als eine Sternschnuppe - und 8 Minuten Durchgangszeit. Von Schweif war keine Rede. War sowieso irgendwie nur eine halbe Sache in der Darstellung beider Quellen, die ich anschrieb um mehr zu erfahren - und nichts reinbekam. Reentry? Wie auch immer, zunächste versuchte ich mit Google-News überhaupt einmal Medienberichte aus Namibia zu finden, die das Geschehen behandeln. Unter dem Suchwort "UFO", "Phenomena" oder "Reentry" gab es aber keinerlei Treffer. Also stellte ich das Geschehen zunächst in verschiedenen Foren der ´üblichen Verdächtigen´ (außer UFO) vor. Eine der ganz wenigen Reaktionen darauf war: "Ich tippe auf die ISS, die ist sehr hell und kann maximal 10 Minuten beobachtet werden." (?) Hm, auch weil Josef Laufer darauf berichtete, dass die ISS a) zu dem Zeitpunkt nicht über Namibia war und b) dort nur bis zum Vortag mit gerade mal -1mag zu sehen war, als wesentlich schwächer als Venus. Mehr kam dabei nicht heraus, obwohl viele Hundert Himmelsbeobachter- und Astro-Fans von dem Phänomen unterrichtet wurden. Da standen ich, die S&W-Redaktion und ihre Melder ziemlich allein da. Schließlich machte ich mich nochmals zwecks einem Reentry-Vorkommnis auf und rief http://www.reentrynews.com zu Hilfe. So wurde ich auch fündig, für den genannten Tag wurde eine am 15.Juni 2006 am Cosmodrom Baikonour gestartete Soyuz-U-Raketenstufe für ihren Niedergang im Morgengrauen über der westafrikanischen Küstenlinie, an der Namibia liegt, vorausberechnet.

Erst am 19.Juli 2006 erhielt ich eine Rückmail von Margret G.: "So weit ich es in den uns zu Verfügung stehenden namibischen Medien beobachten konnte, war die Sache für die AZ = Allgemeine (deutsche) Zeitung und den deutschen Sender der NBC nicht von so großem Interesse, dass da weiter darüber berichtet wurde. Als ich an Martin Neumann schrieb, hatte ich die heimliche Hoffnung, dass die Sternwarte in Namibia etwas gesehen und vielleicht intern eine Nachricht darüber weitergegeben hatte. Dem war allemnach aber nicht so. Mich interessiert die ´Erscheinung´ einfach nur ganz persönlich. Haben Sie inzwischen noch Informationen dazu bekommen?" Hatte ich ja und so klärte ich sie auf.

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21.07.2006

Ungewöhnliches Foto: "UFO" bei Freiburg unterwegs?

Noch ein Beispiel aus dem UFO-Sommer 2006

Am 11.Juli 06 erhielt ich ebenso wie die GEP eine eMail mit dem Betreff "Foto im Anhang - was könnte das sein?" von Volkhard Sch. ("Ich habe einfach über Google Ihre Seite gefunden, Ufo und Meldestelle. Und in irgendeiner Talkshow habe ich Sie mal gesehen."). Seine Ausführung:

"Das heute fotografierte Objekt kam mit zuerst vor wie ein Fallschirm, weil es stetig und langsam tiefer kam. Ich konnte es auf ca. 500 Meter Entfernung sehen, das Foto kam dann leider erst zustande, als es sich entfernt hatte. Die Kuppe war nach oben gerichtet, der Schwalbenschwanz nach unten. Dann legte es sich horizontal und sah von der Seite aus, wie wenn die Kuppe halbkugelförmig wäre. Danach bewegte es sich im weiten Bogen und segelte in der Gegenrichtung (mit dem Wind) von mir weg. Gesehen heute nahe Freiburg (Dreisamtal) gegen 15 Uhr. Ca. 1/2 Stunde später war Fluglärm eines Militärjets zu hören. Ein militärisches Flugobjekt oder etwas Unbekanntes??? Geräusche waren nicht zu hören. Die Aufnahme entstand mit einer Digitalkamera älteren Datums (1,2 MPixel) Nikon CoolPix 775 bei Automatik/bzw. Einstellung auf Unendlich. Ich habe das Foto bewusst nicht bearbeitet. Ich bin kein Ufo-Sucher, sondern das kam mir zufällig ins Bild. Ich hatte einen freien Nachmittag und wie meist meine Kamera dabei, als ich auf der Wiese im Schatten lag und gelesen habe. Ansonsten interessiere ich mich (auch beruflich) für das Thema Legasthenie. Als Augenoptiker-Meister habe ich mich darauf spezialisiert. Und dann bin ich (mehr als Hobby) wissenschaftlich tätig. Im hochinteressanten Spannungsfeld von Lehrmeinungen aus der Augenheilkunde vs. Augenoptik über Prismenbrillen, Binokularsehen usw. Daher ist mir skeptisches Denken vertraut. Wobei ich nicht verlernen möchte, mich zu wundern. Denn auch das wissenschaftliche Denken hat viele Grenzen."

Auch diese Darstellung sowie das übermittelte Foto waren nicht wirklich ´aufregend´, auch wenn die Gestalt ungewöhnlich ist. So teilte ich dem Herrn dies mit: "Ich gehe davon aus, dass das Gebilde irgendein heliumgefüllter Folienballon eben in jener Gestalt wie zu sehen ist, der nicht wie gewohnt zu sehen ´aufsteigt´, sondern herunterkam (irgendwann muss ja jeder mal runterkommen). Sinn und Zweck hat da wohl auch keinerlei ´offiziellen-amtlichen´ Hintergrund, sondern das Objekt kommt entweder von einem Künstler oder ist schlicht ein Produkt aus der Kategorie ´Freizeit, Spass und Spiel´." Seine Antwort: "Prima, vielen Dank für Ihre Zeilen. Sie gehen dann auch von der plausibelsten Erklärung aus."

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Unheimlicher "UFO"-Sommer?

Mannheimer Forscher erhält nun fast täglich Meldungen komischer Himmelsobjekte

Mannheim. Seit einigen Wochen häufen sich beim Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) die Meldungen von Menschen aus Deutschland und der Schweiz, welche teilweise ganz spektakuläre Erscheinungen am Himmel gesehen - und gelegentlich auch fotografiert haben wollen. Amateurastronom Werner Walter von  CENAP, der das Mannheimer UFO-Meldetelefon, betreibt ist selbst ganz erstaunt: "Seitdem die Schönwetterperiode anfing ist es plötzlich aus mit der beschaulichen Ruhe hier beim ´UFO-Dienst´." Begonnen hatte die neuerliche UFO-Aufregung in Schwetzingen, als dort einige Personen einen "Schwarm rötlich-orangener Lichter" minutenlang durch den Himmel schweben sahen. Dann gab es immer wieder ´Lichtblitze´ die am Himmel an- und abschwellen und bei total schönem Wetter für Irritation sorgen, "selbst eine ESA-Mitarbeiterin aus Darmstadt staunte deswegen". Höhepunkt war ein kosmischer Besucher in Gestalt eines Meteors, der vergangene Freitagnacht über weite Teile Deutschland raste und noch heute für UFO-Meldungen von Nachzüglern sorgt.

 

Und seit ein paar Tagen ist das Meldeaufkommen besonders dicht. So wurde in der Samstagnacht über Zürich eine "UFO-Formation" gesehen, die neben den UFO-Experten beim CENAP inzwischen auch die Stadtpolizei beschäftigt. In der vergangenen Montagnacht passierte ähnliches über Bremen und auch neue Meteorereignisse aus der Dienstagnacht sowie Mittwochfrüh sorgten für viele Meldeeingänge, die derzeiten noch aufgearbeitet werden. Zudem wurden an Walter Bilder der Überwachungskamera des Meteorologischen Institut von München eingeschickt, die "ungewöhnliche Erscheinungen" nachmittags über der Stadt festhielten. Und ausgerechnet ein Optiker aus Freiburg nahm dieser Tage ein "fallschirmartiges Objekt mit Schwalbenschwanz" auf, welches mitten am blauen Himmel erschien...

Walter stöhnend dazu: "Dabei hat die Urlaubszeit erst angefangen, mal sehen was die Menschen da alles für unerwartete Fotoobjekte aus allen Teilen der Welt mitbringen." Soweit aber bisher zu sehen ist unter all diesen gehäuften UFO-Meldeingängen nichts darunter, "was uns wirklich in Aufregung versetzt". Auf jeden Fall werden die Himmelsphänomen-Forscher am kommenden Samstag eine Sondersitzung in Heilbronn abhalten, um sich mehr Klarheit zu verschaffen und zu sehen, wie man personalmäßig dem "unheimlichen UFO-Sommer 2006" begegnen wird. Auch UFO-Jäger wollen mal ausspannen...

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Komisches Objekt als "UFO" über Langen?

Neues aus dem UFO-Sommer 2006

"UFO-Sichtung" war der Betreff einer eMail vom 11.Juli 06 durch Boris Ch.: "Ich habe im Google die Suchworte UFO-Sichtung eingegeben, ich landete auf der CENAP-Startseite. Ich bin 26 Jahre alt, lebe in Langen. Arbeite auf dem Frankfurter Flughafen und bin staatl. geprüfter Techniker. In der Freizeit bilde ich mich weiter (FH-Studium Teilzeit), da bleibt kaum Zeit übrig für Hobbies, die sind bzw. wären Modelbau, Astronomie, Programmieren." Hier sein Anliegen (welches er auch der GEP vortrug):

 

"Ich gehöre eigentlich auch zu den Menschen, die zwar gerne mal eine UFO sehen würden, aber sehr realistisch und logisch denken und nicht an UFO´s glauben. Heute morgen gegen 5:20 Uhr jedoch habe ich eine Sichtung gemacht die für mich nicht erklärbar ist. Ich habe ein Objekt gessehen das gegen 5:20 Uhr exakt Richtung Norden (auf Frankfurt zu) an Langen vorbei geflogen ist. Die Entfernung würde ich auf ca. 1 km schätzen, die Flughöhe auf ca. 300 m. Die Objektform hat mich an die Mondlandefähre von Appollo 13 erinnert. Ich habe dazu eine Skizze angefertig, sowie eine Skizze mit der Flugroute. Ich habe schnell mein Teleskop an das Fenster geholt, konnte das Objekt scharf erfassen, jedoch konnte ich keine Oberflächestruktur erkennen. Es reflektierte nur ein wenig die Sonne und es flog relativ langsam. Aufgrund meiner Kenntnisse flog es in keiner normalen Flugroute, denn Aufgrund des nahen Flughafens ist die Nordroute für Kleinfluggeräte tiefer und näher an Langen dran. Von der Geschwindikeit her muss es ein Helium-Ballon gewesen sein. Die Form würde zu Spange-Bob passen, jedoch kam mir dieses Objekt hierfür viel zu groß vor." Beigelegt war eine kleine Landkarte und eine Computergrafik der gesichteten Erscheinung.

Ich antwortete dem Herrn in Anbetracht seiner Ausführungen: "Darstellung und Skizze sind zumindest für mich und Kollegen jetzt so ´aufregend´ auch wieder nicht - und eigentlich haben Sie ja auch schon die Richtung angedacht, der wir uns ebenso annähern: Ein Ballon in welcher Ausführung auch immer. Es gibt ´kleine´ Folienballons mit Figurengestalt beliebiger Art (also auch dem Spange-Bob) und Größe - ist schließlich nur eine Frage des Preises. Es gibt aber auch bemannte Ballons mit eigenartig-wirkender Gestalt, die dann natürlich auch groß sind. Aber wenn Sie das Teil mit nem optischen Hilfsinstrument erfassten und dort auch scharf, sollten Sie da auch den Korb mit Crew erkannt haben. Da dies offenkundig aber nicht geschah, verbleibt also ein heliumgefüllter Folienballon übrig."

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UFO-Sommer 2006: Webcam nahm "UFOs" auf?

UFO-Bilder München 17/07/2006

UFO-Bilder München 17/07/2006

 

So war der Betreff einer eMail von Beatrice F. vom 18.Juli 06, die mich mit diesem Inhalt erreichte: "Ich habe gestern Nachmittag um 17:23 und 17:27 h diese Bilder hier von www.wetter.com runtergeladen (Meteorologisches Institut München - steht auch oben links auf jedem Bild + Datum und Uhrzeit). Kann mir bitte jemand sagen, ob das UFO´s sind oder möglicherweise etwas Erklärbares?" So schaute ich mir die genannte Seite und die aktuellen Bilder der Webcam des Instituts an. Meines Erachtens nach handelte es sich bei den bei den ansonsten sowieso unnatürlich wirkenden Aufnahme-Inhalten aber um zufällige Ein- bzw Aufspiegelungen auf der äußeren Glasschutzscheibe der Kamera selbst. Verantwortlich dafür sind (aus dem Einspiegelungswinkel entstehend zur genannten Uhrzeit) wohl Reflexionen durch externe metallische Teile auf dem Dach. 

Quelle: CENAP-Archiv

 

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Tags: UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-70 

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Samstag, 17. Juni 2017 - 20:10 Uhr

UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-69

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04.07.2006

Das Geheimnis der "an- und abschwellenden Lichtblitze" am Nachthimmel

"Spiegel im Weltall" sorgen für künstliche UFOs mit dem "Wow"-Effekt und große Augen - Neuer Party-Spaß für fast jede Sommernacht

Seit einigen Jahren werden immer wieder mal scheinbar seltsame "Lichtblitze" am nächtlichen Himmel als angebliche unidentifizierte Flugobjekte (UFOs) beim Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) gemeldet. Die letzte derartige Beobachtung erreichte uns aus der Sonntagnacht durch einen Beobachter nahe Dresden. Auch jener hatte in halber Himmelshöhe und prächtigem Wetter spät Abends zunächst geglaubt das Scheinwerferlicht eines Flugzeugs am Firmament auszumachen, welches relativ flott am Himmel daherkam, plötzlich in seiner Helligkeit "atemberaubend anschwoll" und für einige Sekunden heller als alles andere am Himmel war. Danach ließ die Leuchtstärke der unheimlichen Erscheinung gleichmäßig "wie mit einem Dimmer" nach um dann wieder auszugehen. Hierbei wurde ein gutes Stück des Himmels linear durchquert und binnen 15 Sekunden war der ganze Spuk geräuschlos beendet.

 

Unglaublich, aber wahr! "Derartige Beobachtungsberichte von irritierten Zeugen kommen immer wieder einmal aus dem ganzen Land bei unserer UFO-Meldestelle herein und beinhalten immer wieder die gleiche Zeugendarstellung zum Geschehen und seinem gespentisch-anmutenden Verlauf", so Walter, der selbst als Amateurastronom gerne diese in der Öffentlichkeit so gut wie unbekannten und besonders "unheimlichen Erscheinungen" fasziniert seit Jahren in Augenschein nimmt. Sind sie so ziemlich die einzigen "UFOs", die sich auf die Minute, wenn nicht gar Sekunden genau vorausberechnen lassen und selbst in astronomischen Kreisen als Geheim-Tipp für gezielte Himmelsvorraussagen vom "UFO-Erscheinen" verwendet werden, um z.B. eine nächtliche Sternwartenführung oder eine private Grillparty aufzupeppen. Und im Prinzip kann auch jeder Bürger gezielt danach Ausschau halten und kann sich sogar aus einer immer wieder aktualisierten Datenbank der TU Zürich die nächstbeste Beobachtungsmöglichkeit hierfür inidviduell berechnen lassen. Und zwar praktisch von jedem Punkt der Welt aus!

 

CENAP klärt das Geheimnis der "an- und abschwellenden Himmelslichter mit dem ´Wow´-Effekt" während der Beobachtung auf: "Es handelt sich dabei tatsächlich nicht um optische Täuschungen, sondern eine ganze Flotte besonderer Satelliten die mit ihren glänzenden Antennen und Sonnensegeln imstande sind wie Spiegel im Weltall zu wirken und dabei während ihrer Bahn um den Globus nach Sonnenuntergang das Restsonnenlicht zur Erde herabreflektieren sind die Ursache." Es handelt sich bei diesen speziellen Satelliten der "Iridium"-Reihe um Funk-Posten im Erdorbit, die der globalen Handy-Kommunikation dienen und in der Fachwelt nennt man die von ihnen verursachten "Lichtblitzte" so ´Iridium-Flares´. Mehr als 60 dieser künstlichen "Spiegel im Weltall" umkreisen auf sechs Bahnebenen die Erde und kommen so mehrmals am Tage über quasi jeden Tag des Globus vorbei, aber sie fallen am besten nur in der Zeit der Dämmerung und bis zu 90 Minuten danach augenstechend aufgrund des noch einfallenden Sonnenlichts auf. Mit etwas Glück und etwas Ausdauer kann man in einer Nacht sogar mehrere dieser künstlichen "UFOs" ausmachen.

Das CalSky.com-Planetarium macht die Suche möglich!

 

Für die Beobachtung braucht man sich nicht die ganze Nacht um die Ohren zu schlagen wie es bei Meteorströmen oftmals der Fall ist (und dann vielleicht sogar noch enttäuscht wird, wenn der Strom mal nicht so opulent wie angekündigt ausfällt), sondern jeder kann im Internet unter http://www.astronomie.info/calsky/S... schon um Tage voraus für genau seinen Wohnort berechnen lassen, wann und wo am Himmel ein solcher "langgezogener Himmelsblitzer" prächtig erscheint. Hier finden Sie auch eine komplette Bedienungsanleitung. Und das Beste - völlig kostenlos wird Ihnen so die Möglichkeit gegeben wahrhaft ungewöhnliche Himmelserscheinungen selbst zu beobachten und es wird Sie, so Walter, "garantiert in Verzückung setzen und ein lautstarkes ´Wow´ in vollem Erstaunen ist dabei garantiert." Die Beobachtung dieser ´Iridium-Flasher´ istsicher ein toller Party-Spaß für jede sommerliche Grillfete. "Halten Sie Fotoapparate auf Stativ bereit und mit entsprechender Langzeitbelichtung gelingen so eindrucksvolle ´UFO-Bilder´", schmunzelt Walter selbst.

 

Die beiden Bilder zeigen aktuell derartige "Iridium-Blitze" über Deutschland aus der letzten Zeit.

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11.07.2006

Weitere UFOs in Österreich

Doch - ´Ufos´ waren Partyballone

"Ufos" waren Partyballone

So war die Schlagzeile einer Meldung von Florian Emminger am 8.Juli 06 in den ´Salzburger Nachrichten´ und was hatte er beizuzutragen? Hier diesen Artikel:

>Das Geheimnis um die mysteriösen Lichter am Salzburger Nachthimmel scheint gelöst: Partyballone sorgten für das rätselhafte Leuchten. Als "helle, rötliche Lichter" oder "flammende Punkte" am Salzburger Nachthimmel haben Augenzeugen ihre Beobachtungen vom Dienstagabend beschrieben. Nun scheint gelöst, was da für Verwirrung gesorgt hat. Zehn Ballone aus Reispapier seien bei einer Privatparty in der Hofhaymer-Allee um 22.00 Uhr gen Himmel geschickt worden, erzählt Gerhard Esterbauer, der die vermeintlichen "Ufos" aus Thailand nach Salzburg importiert. Das Funktionsprinzip sei einfach. "Ein Ring aus wachsgetränktem Papier an der Unterseite des Ballons wird entzündet, die Hülle aus Reispapier füllt sich mit warmer Luft und der Ballon steigt hoch." Nach etwa einer Viertelstunde sei der Brennstoff verbraucht und die Hülle schwebe sanft zu Boden. Ob seine Partyballone gefährlich seien? "Nein", versichert Esterbauer, "sofern man sie nicht in unmittelbarer Nähe von Bäumen oder Hochspannungsleitungen steigen lässt." Für Flugzeuge oder Hubschrauber bestehe keine Gefahr durch Reispapierballone, sagt Herbert Rudolf von der Austro Control. "Wer Flugkörper mit einer Steighöhe von über 100 Metern in größeren Mengen steigen lassen möchte, muss eine Genehmigung der Landesregierung einholen. In den Sicherheitszonen rund um Flughäfen ist das ohnehin verboten."<

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12.07.2006

300 Ausgaben CENAP REPORT - Die Jubiliäumsausgabe geht andere Wege...

"Ich ging diese Strasse lang - und der Weg führte HIERHER, mit dem Schlüssel zu einer Tür. Dieser Weg war kein leichter Weg, dieser Weg war steinig und schwer."

300 Ausgaben CENAP REPORT - Die Jubiliäumsausgabe geht andere Wege...

"Ich ging diese Strasse lang - und der Weg führte HIERHER, mit dem Schlüssel zu einer Tür. Dieser Weg war kein leichter Weg, dieser Weg war steinig und schwer."

 

Jetzt ist es soweit: Ab sofort gibt es den Online-CENAP REPORT Nr.300 und mehr als 100 Seiten passend zu 30 Jahre CENAP als pdf-Datei zum Download unter http://www.cenap.de/onlinecr.htm .

 

Aus dem Inhalt:

Anpfiff zum OCR 300 - Gefühltes Wissen - Faszination (Aber-)Glaube

...CR gelesen - dabei gewesen, und damit wurde mein Auftritt in der Szene keineswegs zu einem leisen Reinschummeln. Dranbleiben und durchblicken. Man geht ja auch hinaus, um zu gewinnen, wenn man sich als ´Aktiver´ wie ich versteht und auch so über das Grün läuft. Wer sich über ufologische Auswüchse ärgert - kann selbst etwas ändern, einfach indem er sich informiert. Der CR/OCR war und ist dazu genauso wie die CENAP-Kern-URL eine Schatztruhe die ungern genutzt wird. Letzthin vernahm ich deswegen sogar, dass dies alles "ja wenig hilfreich sei". Will ich für überzeugte UFO-Alien-Fans gerne glauben. Ja, begleiten Sie mich einmal mehr auf einer ´Doppel-Null-Enterprice´-Kreuzfahrt für jene, die nicht mehr der "ewige UFO-Praktikant" sein wollen. CR Nr.1 - das Eröffnungsspiel. Als ich zusammen mit Hansjürgen Köhler im März 1976 den CENAP REPORT Nr.1 - also in der Halbzeit des UFO-Phänomens - noch auf Wachsmatritze aufgezogen hatte und im Hektografieverfahren verbreitete - wer hätte je gedacht, das ich jemals an einem OCR 300 dreißig (30) Jahre später und im Internet (was allein noch nicht einmal ein SF-Traum damals war!) ´für alle Welt´ verfügbar schreiben würde? Ich jedenfalls nicht, ich sah darin nie wirklich eine ´Bestimmung´ für mich - genauso wenig, wie damit eine unbezahlte (dummer Weise!) ´Stellung auf Lebenszeit´ im UFO-Feld ohne Pensionsanspruch zu finden, gerade auch weil ich dort nie eine Ehrenloge zugesprochen bekam. Eine selbstgestellte (sowie teilweise sehr kostspielige!) Aufgabe war die Herausgabe des CRs dagegen schon immer, gerade auch als Versuch diesen als ufologischen Entwicklungshilfeträger oder Carepaket zu verwenden bzw einzusetzen und mit neuen Ideen voranzugehen - und auch für eine dem Thema/Problem angepasste Vorgehensweise rüberzubringen: nicht ´bürokratisch´, sondern praktisch - pragmatisch. Genutzt haben dies damals und heute aber nur wenige UFO-Interessierte, einfach weil sie die ´Boogie-Nights´ lieber mögen - und weil sie das Gespühr einfach nicht haben (oder verloren haben), was im Kosmos des Möglichen möglich ist und was aus dem Kosmos des Unmöglichen kommt... Und da ich dies von Anfang an propagierte, verärgerte dies manchen von der UFO-Alien-Idee erfassten Freund des Fantastischen ganz sicherlich und nicht wenige sahen damit den CR als "nicht hilfreich" an, um den Aliens in ihren Untertassen auf der Spur zu bleiben. Natürlich geschah und geschieht dies nur unter Ausblendung der Wirklichkeit des UFO-Phänomens in seiner nackten Natur und nachdem man ihm den Mantel des Geheimnisvollen entriß. Daher ziehen UFOlogen auch selten Konsequenzen daraus und es finden laufend Fehlentscheidungen statt, was es ja keineswegs sein kann, wenn man versucht ernst genommen zu werden. Stolz bin ich dennoch auf den CR/OCR als Stiefkind der UFO-Interessierten. Trotz aller Bemühen um mich zu zermürben und versauern zu lassen, ins Endspiel habe ich es damit geschafft. Wenn ich mir dabei aber auch das Lächeln verkneife.

Somit wurden auch die ´Machenschaften´ innerhalb der UFOlogie aufrecht erhalten von jenen, die dies mögen - den ufologischen ´Selbstverliebten´ und die damit auch zu Meistermachern (= die Erfolgsautoren der Szene) wurden. Von denen gab es schon immer viele und auch heute wohl noch einige, die blindlings im Sinne des Wegschauens zum Erhalt der eigenen ufologischen Wunschträume handeln. Hier allein kann man schon sehen, dass 50 % in Sachen UFO-Phänomen auf jeden Fall einen Menschenanteil hat. Und selbst bei reinen UFO-Meldungen durch die meist nicht-ufologischen Zeugen sind sie zu 50 % mitverantwortlich, wenn etwas am Himmel zum UFO wird. Schließlich steht ja auf keinem komisch-wirkenden Himmelsobjekt UFO drauf. Will heißen: es sind die Menschen die daraus so oder so ein UFO machen, obwohl sie praktisch fast immer nur unerkannte IFOs der echten Art sind. "UFOs" sind so zu einem guten Teil ein von Menschen erzeugtes Phänomen und keineswegs ist das UFO-Phänomen völlig autark. Vielleicht ist dies der Grund, warum sich "echte UFOs" bisher noch nie unleugbar dargestellt haben indem sie selbst unübersehbar über oder unter uns materialisierten. Denken Sie mal darüber nüchtern und unfanatisiert nach und vielleicht werden Sie dann auch einsehen müssen, dass es der Mensch ist, der die UFOs zu UFOs macht. Ohne subjektive Menschen - keine (und bisher sowieso keine objektiven) UFOs. Nicht nur beim Sehen, sondern auch bei dem was man daraus macht. Der Mensch ist der UFO-"Macher", zum einen als vermeintlicher Beobachter und zum anderen als UFOloge im weitesten Sinne. Seit ewigen Zeiten ist es wie beim Fußball - hier und da soll die Publikums-Euphorie in der Fankurve das Spiel auf dem Rasen und die UFOs am Himmel (oder im Kopf?) zum Finale tragen, was aber wegen des Nichtaufspielens in der Wirklichkeit durch das moderne "UFO-Phänomen" (gerechnet ab der Arnold-Sichtung 1947) selbst nicht klappte. Egal wie positiv gestimmt Generationen von UFO-Fans jeweils in ihrer Epoche waren und jede schon für ihr ´Morgen´ den Durchbruch erwartete. Einen "Heimvorteil", nur weil die menschlichen UFOlogen an ihre Idee wie besessen glauben, hat ein potenziell "echtes physikalisches Exoten-Phänomen", was den wahren Namen "UFO" verdient, dadurch jedenfalls nicht wirklich erfahren. Und dies ist ein gewaltiges Problem, welches auch dazu führte, dass das UFO-Themas keine stark wachsende Branche mehr ist. Es gibt für die UFOlogie kein Wachstum und sie steht auch nicht an der Schwelle zu neuem Wachstum, weil es kein ´Verbrauchervertrauen´ mehr in sie gibt. Die Lage ist eben so. Die UFOlogie hat sich mit ihren Ideen und Versprechen zu sehr verschuldet. Dadurch ist ein ´Strukturwandel´ eingetreten, ein negativer Trend für alle in diesem Sektor. Das ufologische System wird immer schwächer, es sind ja schon einschneidende Veränderungen die man hier erfährt. Die UFOlogie strahlte ein (selbstverliebtes wie vorgetäuschtes) Selbstvertrauen aus, was nicht einhaltbar war - und dadurch verlor sie das Wohlwollen für ihre Idee in der Öffentlichkeit und Medienwelt. Von den (übertünchten) Lücken in der Kompetenz ganz zu schweigen... Wenn sich die Einstellung der UFO-Vertreter nicht ändert, ja dann...werden sie zur lustigen Geschichte. Man muss sich zur ´Ehrenrettung´ dort selbst fragen, wie man mit dieser Situation umgeht. Was man aber natürlich nicht machen wird. Doch auch mit dem UFO-Fieber der verbleibenden Enthusiasten kann man dies nicht wegdiskutieren, sie können nur da wegschauen und sich blind stellen. Aber ich meine, man muss sich dort einfach mit der neuen ´Weltordnung´ auseinander setzen - nicht mit Desorientierung, sondern Neuorientierung hin zur aktiven UFO-Falluntersuchung der nüchternen Art. 2006 sollte man doch erkennen können, dass da einfach in den vergangenen nahezu 60 Jahren viel zu viel Tam-Tam um ein Nichts gemacht wurde. Das Beste einfach nur für die Zukunft zu erhoffen, reicht da schon lange nicht mehr aus.

"Ich bin doch nicht blöd, ich lese den OCR." Zurück zum in der UFOlogie gescheuten CR (ähnlich wohl so, wie der ´Teufel´ das ´Weihwasser´ fürchtet - und so reagiert auch die UFO-Gemeinde eher unerbittlich pöbelnd dazu), der aber bei einigen Wenigen wie ein Weckruf für ein Erwachen sorgte. Man muss es so sehen wie es ist, auch wenn es nicht einfach ist. Die Pläne waren groß, die Möglichkeiten klein - wie sich einfach an der Wirklichkeit und den Verhältnissen im UFO-´Schlachtfeld´ abzeichnete. Der CR war ein chancenloser Zwerg. Sozusagen ein hoffnungsloser Fall. Ein designierter Verlierer, der den Ball dennoch annahm um ins Spiel zu ziehen, in einen K(r)ampf, obwohl er nicht gewinnen konnte. Und schließlich ist der CR bzw OCR in diesen Tagen "WW´s Egozine", einfach auch weil man mich beim Schreiben alleine machen ließ bzw alleine ließ obwohl jeder prinzipiell als Autor hier Eingang finden kann. (Nebenbei an dieser Stelle: während meiner Zeit als CR-Schreiberling habe ich viele Pro-UFO-Privatzeitschriften enthusiastisch an den Markt gehen sehen - und ebenso mehr oder weniger rasch wieder verschwinden. Nur das kritisch-orientierte ´Journal für UFO-Forschung´ {JUFOF} der GEP hielt Dank Hans-Werner Peiniger als dessen Motor immer mit.) Schreibwut aufgrund massenhafter Informationen für die UFO-Forschungs-Welt (1), aber ohne ein "heiliges Feuer" in den Augen. Damit versuchte ich ein weiteres Tor des Wissens bezüglich des ´Aktenzeichen XY...ungelöst´ zu öffnen, man muss nur hindurch gehen können, noch eher wollen... Damit verbunden ist eine bewusste Entscheidung dafür - oder dagegen. Die unendliche UFO-Geschichte aus der Sicht eines UFO-Phänomen-Nachforschers wie mir niederzuschreiben ist sicherlich eine gewisse ´Gabe´, aber sicherlich keine ´Gnade´ auf der Fahrt ins ufologische "Babylon By Bus"... Auch wenn man sieht, dass das alles im Grunde für die Katz´ ist., weil eigentlich nicht wirklich die im Mittelpunkt stehenden wunderbaren UFO-Sichtungen interessant für die Menschen sind, sondern die angebliche "Botschaft" dahinter. Bis auf wirklich nur ein paar Ausnahmen, womit auch die ´Größenklasse´ klargemacht sein soll. Ich will da keineswegs den Jammerlappen spielen und als gänzlich unnütz sah ich meine Bemühungen und Mühen auch nicht an, weil das unsichtbare und schleichende ´Gift´ des UFO-Skeptizismus doch einige Leute erreichte - einige davon machen in diesen Tagen das CENAP-Kompetenzteam aus. (2) Damit kann ich leben auch wenn mich in den letzten Jahren immer wieder die Ironie überfällt, was sich bis hierher durchschlägt. Einverstanden, lieber Leser? Gönnen Sie einem alten Mann wie mir in seinen "letzten Tagen" solche ´Spielchen´ mit leidenschaftlichem und warnenden Unterton... ;-)...

 

Schwerpunktthema: Religion, UFOs und PSI-Phänomene

..."Eine Zufallsbeobachtung kann in der Tat jeder machen. Aber von ihr bis zu einer großen Ahnung, dass etwas Bedeutsames dahinter steckt, ist ein großer Schritt, und ein noch größerer von dieser Ahnung bis zur klaren wissenschaftlichen Erkenntnis, was dieses Etwas ist." - Max v. Laue ; deutscher Physiker und Nobelpreisträger (1879-1960), gefunden von Reiner Wisser

PSI-Wars. Parapsychologen suchen nach Anomalien, die sie PSI nennen. Der Mainstream-Wissenschaftler hingegen muss nicht nach Anomalien suchen; wenn es in seinem Feld Anomalien gibt, die von der Theorie nicht vorhergesagt werden, treten sie einfach auf und laden dazu ein, erklärt zu werden. Interessanterweise sind Wissenschaftler in der Mainstream-Wissenschaft jedoch nie mit paranormalen Anomalien konfrontiert., selbst im Bereich der subatomaren Physik können zuverlässige Experimente durchgeführt werden. Ein anderes Problem für die PSI-Forscher besteht in der Schwierigkeit der Replikation guter Forschungsergebnisse. Parapsychologen nehmen - um die PSI-Hypothese zu retten - eine Reihe von Besonderheiten für PSI an, anstatt fehlgeschlagene Versuche als Indiz für die Gültigkeit der Nullhypothese, dass PSI nicht existiert, anzusehen. Dass PSI-Resultate nicht zuverlässig erzeugt werden können kümmert erstaunlicher Weise kaum jemanden im Glaubens-Feld. Leider interessieren sich Parapsychologen auch nicht für normalwissenschaftliche Erklärungen für angebliche PSI-Erfahrungen, was natürlich die Ansicht verstärkt einem unerklärlichen Phänomen auf der Spur zu sein. Das ist 1:1 zur UFOlogie. Da der direkte Nachweis von PSI-Phänomen nicht gelingt (jeder von uns würde es als überzeugenden Beleg ansehen, wenn unter kontrollierten Bedingungen ein kleines Objekt wie z.B. eine Büroklammer mit PSI-Kraft bewegt werden könnte), konzentrieren Parapsychologen in den letzten Jahren ihre Bemühungen auf STATISTISCHE Analysen. Allerdings hat die theoretische Statistik bei Parapsychologen eine etwas andere Funktion als im übrigen Wissenschaftsbetrieb. Parapsychologen wollen keine Erklärung für ihre Daten, sie sind eher motiviert Daten zu suchen, die ihren Erklärungen entsprechen. Die Metaanalyse unter Ausgrenzung des "File-Drawer-Problem" wird dann zum Hit.

Wissenschaftlich gesehen ist an vielen "Anomalien" nichts dran (1), doch viele Menschen glauben trotzdem in einer Art romantischen Bewegung daran. Offenkundig treffen diese "Phänomene" einen spirituellen Nerv und das Übersinnliche besetzt unser Herz weil die Spiritualität uns aus dem grauen Alltag herausführt und das Gefühl vermittelt mehr zu sein und zuvor nie-erkannte "Weisheiten" zu verstehen. Übersinnliche Erfahrungen vermitteln das Gefühl, Teil eines übergroßen Ganzen zu sein - und damit irgendwie persönlichen Zugang zur Schöpfung zu haben. Und es ist schwierig bei solchen "seelischen Bildern" rational vorzugehen. Die "Unbestimmbarkeitsstelle" sorgt für die Unterstützung um hier für den Gläubigen anzudocken. Eigentlich kann man es dem Menschen um seiner Selbst nicht verdenken. Deswegen, wer GLAUBEN will - der soll es. Nur darf er es dann nicht als "wissenschaftliche Untersuchung" etc proklamieren. Aber genau das wird in den Para-Bereichen getan, und dann gibt es Probleme. Ein Skeptiker wird allgemein als ein kritischer Beobachter angesehen, der die Fakten genau prüft ehe er eine Behauptung glaubt. Diese allgemein wissenschaftliche Haltung veranlasst vereinzelte Menschen, sich als Skeptiker zu bezeichnen, obwohl diese Eigenschaft jedem Wissenschaftler eigen ist, auch wenn er nicht darüber redet.

(1) = Beispiel: "Frau spielt in Italien Schlossgespenst - Vier Monate Haft" war die Schlagzeile einer AFP-Meldung vom 17.Januar 2005 aus Rom: Weil sie in einem alten Schloss Gespenst gespielt hatte, ist eine Frau in Italien zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die 42-jährige Polin hatte in dem Schloss Coldrano in den italienischen Alpen nahe der Grenzen zu Österreich und der Schweiz mysteriöse Geräusche erzeugt, woraufhin die verängstigte Leiterin des im Schloss untergebrachten Kulturzentrums die Polizei alarmierte. Die Ermittler fanden mit Hilfe von Videokameras heraus, dass das Türknarren und die anderen Geräusche von Menschenhand gemacht waren - nämlich von der Frau eines Schlossangestellten. Nach Angaben der Polizei wurde die Polin von ihrem Groll gegenüber der Managerin zu ihrem Handeln getrieben...

..."PSI-Phänomene" sind irgendwie mit dem UFO-Phänomen verbunden (allein schon weil man sich bei beiden Phänomenen auf dünnem Eis bewegt); die Analogie bei Poltergeist- und Spukphänomenen (selbst der rational-denkende Mensch kann sich dem Bann von Spukgeschichten nicht entziehen) zu den Erscheinungen gerade im Zusammenhang mit den ´UFO-Abductionen´ sind gespenstisch augenfällig, wenn es um "Heimsuchungen" Betroffener durch die "Bed-Room-Visitors" geht. Und UFOs und Geister haben irgendwie etwas gemeinsam - UFOs sind schließlich die "Geister des Himmels". Zudem funktionieren all diese mysteriösen "Phänomene" auch nur, wenn wirklich alle ´mitmachen´ und sie unterstützen sowie fördern. Deswegen klappt ja auch die Zauberkunst der Illusionisten - naja, die geben wenigstens zu, dass sie mit Tricks arbeiten (auch wenn sie diese nicht verraten, das gehört zum Berufskodex und auch um die Darbietungen zu retten bzw sich nicht die Schau stehlen zu lassen). In allen Fällen jedoch spielt man mit dem Glauben daran. Dies meine ich mit "funktionieren". Damit kann man so schön ´spielen´...

Mag sein, dass viele UFO-Forscher und noch viel mehr UFO-Interessierte die offenkundigen Parallelen zwischen Märchen, Spukphänomenen und einigen Aspekten des vorgeblichen UFO-Rätsels nicht erkennen (wollen); wahrscheinlich aus der Bequemlichkeit heraus, um einfach der ETH-These die Stange halten zu können. Schaut man nämlich genauer hin, finden sich erstaunliche, gleichartige erzählerische Motive in allen drei Ebenen, die ein großes "Gemeinsames" ausmachen und an der physikalischen Authentizität des Entführungsspuks Zweifel aufkommen lassen. Manche Verfechter meinen zwar, dass diese Übereinstimmungen "nicht sicher erkennbar sind", aber sie weigern sich auch genauer hinzuschauen und danach nochmals ausführlich darüber zu diskutieren. Darüber hinaus lassen sich aus der PSI-Forschung aber noch weitere Lehren ziehen (insbesondere auch über den Umstand, dass jene genauso wie die UFOlogie bis heute nichts erbracht hat, was uns allen praktisch weiter hilft). Dabei liegen die Parallelen, wenn sie denn richtig erkannt werden, zu bestimmten Aspekten der aktuellen UFO-Frage wie ein offenes Buch vor uns. Genauso wie der "Effekt des doppelten Standards" in all diesem Grauzonen. Ein Beispiel? Führen Sie eine schnelle Umfrage über folgende Frage durch: "Stellt die Tatsache, dass die Wissenschaft die Existenz paranormaler Phänomene bestätigt, ein gewichtiges Argument für diese dar?" Sie werden zweifellos ein fast einhelliges JA zu hören bekommen. Stellen Sie denselben Personen, die Sie gerade befragt haben, eine zweite schnell nachgeschaltete Frage: "Wenn die Wissenschaft paranormale Phänomene nicht gelten lassen würde, würde dies Ihren Glauben daran erschüttern?" Worauf Sie ein ebenso einhelliges NEIN erhalten würden. Anders gesagt, Sie stellen Ihren Beitrittsantrag zu einem Klub: Wenn er Sie aufnimmt, ist es ein guter Klub. Wenn er Sie aber ablehnt, ist er ein schlechter Klub!

Nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die moderne Literatur entwirft Bilder von der Zukunft, darunter jene ´Zeichnungen´ von denen der Begegnungen von Ausserirdischen. Entweder Begegnungen mit diesen durch irdische Raumfahrer im Kosmos oder durch das Herkommen der Aliens zur Erde. Die Raumschiffe sind dabei gerne die ikonenhaften "Fliegenden Untertassen". Als ´Mischwesen´ hat die UFOlogie diese wissenschaftlich-literarischen Visionen am meisten "verwirklicht", was wohl ihren großen Reiz ausmacht, da sie zwischen Wissenschaft (= ´Wirklichkeit´) und purer Science Fiction (= ´Fantasie´) behauptet eine "real story" anzubieten. Und sie bietet, was ihr Erfolgsgeheimnis ist, Versatzstücke aus beiden ´Vorgaben´ indem sie sich auch teilweise aus der wissenschaftlichen Zukunftsprojektion sich bedient und die SF-Ideen des ´Contacts´ sogar in beide Richtungen aufgreift (nicht nur Menschen auf Erden sehen die Alien, sondern die Menschen werden auch in Weltraumtiefen von jenen mitgenommen - als Kontaktler, die damit zu unerwarteten Raumfliegern/Astronauten werden). Die Gurus in jenen Szenen arbeiten mit Illusionen, das Handwerkszeug ist dabei die Rhetorik. So simpel ist das.

Die Welt in der wir leben zeigt sich manchmal recht geheimnisvoll - und naturwissenschaftliche Erklärungen reichen einigen Leute nicht aus und sie wollen "übernatürliche Lösungen" hierfür. Die angeblichen Erkenntnisse vom "Übernatürlichen" sind stärker als der Alltag, der tröge Alltag auch des betroffenen ´Beglückten´. Nicht wenige dieser Menschen brauchen auch das "Übernatürliche" um im normalen Leben bestehen zu können, indem sie damit leben. ´Seelen-Wellness´ mit übernatürlichen Faktoren also. Die Sache des Glaubens bringt eine "heilende Kraft" mit sich. Der Glaube ist ein "Kraftplatz" mit übernatürlichen Eingebungen - auch über die vorgeblichen "Alien"-Botschaften. Rhetorische Trickkünstler nutzen dies als Lebensfaulenzer für sich aus, um bequem von den anderen Menschen zu leben. Überall haben wir es mit Showeffekten zu tun, bei den UFOs ist dies die "außerirdische Atmosphäre". Scheinbare Wunder zu erzeugt ist dabei der Trick. Die Basis sind rhetorische Wunder und verbale Geschicklichkeiten, um mit einer gewissen Geschmeidigkeit die Menschen einzunehmen - oder sie zu Umschleimen. Plus künstlich herbeigeführter Selbstsuggestion, die ab und an sogar zu Massenhysterie führen kann. In diesem Rahmen will man sich die Rätsel auch nicht rauben lassen. Dahinter steht viel Aufwand um Lappalien. Auch mir ufologischen Scheinbildern wird nicht gespart - und genau dies sorgt seit Jahrzehnten für Verwirrung als Verführung der Naiven. Und dies begeistert Jung und Alt. Gewürzt mit einer Prise Märchenwelt. Bewusst gewählte Reitzworte inklusive. In die Katakomben will dabei merkwürdiger Weise kaum jemand schauen. Visionen entstehen im Kopf.

Während die Untertassen eine Vorgeschichte in der Science Fiction haben, so hat auch die "Parapsychologie" eine Problemzone - nämlich ihre "metaphysischen" Ursprünge. Deswegen ist auch sie eine "Zwiespältige Wissenschaft". Ist es nicht sehr augenöffnend, dass es bereits am Ende des 19.Jahrhunderts erste enttäuschte Stimmen darüber gab, dass nach 20 Jahren Forschung immer noch nichts Greifbares herausgekommen war? Und sich dies in den 1930ern und 1950er Jahren wiederholte? Jene, die das weitertreten wollen kommen mir wie "Sucher im Unendlichen" vor. Trotz aller Pleiten, Pech und Pannen ein ewiges Weiter in einem Feld voller Fälscher, Blender und Scharlatane als Propheten des Aberglaubens. In der Parapsychologie/PSI-Forschung wird postuliert, dass materielle Systeme durch den menschlichen Geist kausal beeinflusst werden können. Für solche Behauptungen bedarf es aber auch aussergewöhnlich harte Belege, um die Mainstream-Wissenschaft zu überzeugen - was nichts mit irgendeiner "Ideologie" zu tun hat. Ist ein sich selbst-beweisendes PSI-Phänomen gegeben, dann kann kein ernsthafter Wissenschaftler auf den Gedanken kommen, die mögliche Existenz von paranormalen Phänomenen aus weltanschaulichen Gründen abzulehnen. Es geht hier vielmehr um die Abwägung von Plausibilitäten bei den "kleinen Effekten" - es gibt ja keine "großen PSI-Effekte" wie z.B. das Anheben eines PKW in drei Meter Höhe durch solche Kräfte oder das jemand imstande ist als "Teleporter" sich zu beweisen, indem er sich an einem Ort in Luft auflöst und 500 Kilometer weiter gleich darauf "materialisiert". Alles läuft irgendwo auf "Klein-Klein" hinaus, selbst bei Herrn Geller oder Frau Kulagina. Im UFO-Feld wäre dies vergleichbar mit der UFO-Landung im Garten des White House - und was bleibt sind weitaus kleinere "Erscheinungen" als Blick in die ´Übernatur´. Doch warum diese? Warum nicht einfach versuchen die angeblichen Phänomene von dort in den Naturalismus der Wissenschaft zu überführen? Im Gegensatz dazu MUSS wie getrieben in diesem wie im anderen Feld alles schließlich "ausserirdisch" etc sein. Verrückter Weise ist die Wirklichkeit in beiden Feldern aber genau dem entgegengesetzt und kommt mir entgegen. Nur die UFO-Freunde des Fantastischen WOLLEN dies nicht einsehen um eine "Gegenrede" bezüglich der Normalität des Alltags zu führen und eine Art "transzendentale Physik" durchzusetzen. Die Gesetze der Logik habe ich damit auf meiner Seite, weil sie philosophisch voraussetzungsfrei sind. Die Einbettung einer supranaturalistischen Welt in die unsere ist zwar ein netter Wirklichkeitsfluchtgedanke, aber ich sehe dies eben inzwischen tatsächlich nur noch als Wirklichkeitsflucht und Wunschdenken um diese Flucht vor der Wirklichkeit zu begründen...

Quelle: CENAP-Archiv

 

 


Tags: UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-69 

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