Raumfahrt - ISS-ALLtag: Medizinischer Notfall auf der ISS verhindert Außeneinsatz / Nasa prüft Rückholaktion

8.01.2026

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Auf der ISS gibt es einen Krankheitsfall. Die US-Weltraumbehörde Nasa prüft deshalb eine Rückholaktion der Besatzung. Alle Einzelheiten.

Ausnahmezustand im All: Auf der Internationalen Raumstation ISS gibt es laut der Nasa einen "medizinischen Notfall". Das teilt die US-Weltraumbehörde auf ihrer Seite mit. Ein für heute geplanter Weltraumspaziergang wurde kurz zuvor bereits abgesagt.

Die Nasa teilt weiter mit, dass es sich bei dem Notfall "um ein einzelnes Besatzungsmitglied handelt, dessen Zustand stabil ist." Aus Datenschutzgründen könne man keine weiteren Details zu dem Besatzungsmitglied teilen, heißt es.

"Die sichere Durchführung unserer Missionen hat für uns höchste Priorität, und wir prüfen aktiv alle Optionen", teilt die Behörde weiter mit. Dazu gehöre auch ein möglicher vorzeitiger Rückflug der derzeitigen ISS-Crew zur Erde.

Die Crew-11 ist seit August auf der ISS

Auf der ISS befindet sich mit der SpaceX Crew-11 derzeit die US-Astronauten Zena Cardman und Michael Fincke sowie der japanische Astronaut Kimiya Yui und der Kosmonaut Oleg Platonov. Die Raumfahrer waren Anfang August letzten Jahres auf der ISS angekommen und sollten bis Mitte Februar dort bleiben.

Cardman und Fincke waren heute für den mehrstündigen Außenbordeinsatz vorgesehen. Ihre Aufgabe wäre laut Nasa gewesen, ein technisches Bauteil an der Außenseite der Raumstation anzubringen und ein Kabel für ein Solarmodul zu verlegen.

Weltraumspaziergänge gelten als anstrengende und riskante Missionen. Sie erfordern monatelanges Training und das Tragen schwerer und sperriger Raumanzüge sowie sorgfältige Abstimmungen der Crew-Mitglieder untereinander.

Medizinische Versorgung auf der ISS

Die Nasa hatte 2024 einen geplanten Weltraumausstieg kurzfristig absagen müssen, weil ein Astronaut "Unbehagen im Raumanzug" verspürte. Der US-Astronaut Mark Vande Hei musste 2021 seinen Weltraumspaziergang wegen eines eingeklemmten Nervs absagen.

Auf der ISS gibt es zahlreiche Medikamente, auch für den Notfall. Bei schweren Eingriffen, die bis jetzt noch nicht vorkamen, kann ein Arzt zugeschaltet werden. Zudem erhalten die Astronauten während ihres Trainings eine einfache medizinische Ausbildung.

Quelle: t-online.de

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