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UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-340

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5.01.2009

Historische Noten der UFOlogie aus dem CENAP-Archiv:

Gegen das Vergessen in der UFOlogie: Januar-UFO-Meldungen vor 55 bis vor 20 Jahren: Fliegende Untertassen in der Presse - II.

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"Die Außerirdischen kommen noch nicht" meldete am 10.Januar 1969 die ´Frankfurter Rundschau´: Nicht vor Ablauf von 10.000 Jahren, und möglicherweise auch dann noch nicht, kann die Menschheit damit rechnen, den Besuch außerirdischer Lebewesen von fremden Sonnensystemen zu erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine 1500 Seiten starke Studie, die im Auftrag der amerikanischen Luftwaffe von der Universität von Colorado unter Federführung von Dr.Edward U.Condon in den letzten zwei Jahren über die Phänomene nichtidentifizierter Flugobjekte (UFO) ausgearbeitet worden ist. Die Studie wurde am Donnerstag veröffentlicht. In der Studie kommen die Wissenschaftler zu dem Schluß, daß es bislang "keinerlei direkten überzeugenden Beweis für die Behauptung gibt, daß es sich bei den UFOs um Rauzmfahrzeuge handelt, die die Erde von einer anderen Zivilisation besuchen". Dieses Untersuchungsergebnis, das sich auf die zur Zeit verfügbaren Beweise stützt, stellte jedoch keine Prognose für die Zukunft dar. Wird in der Studie ausdrücklich betont.

 

>Weiter Wirbel um die "grünen Männchen"< kam es durch Hans-Jürgen Höfer am 14.Januar 1969 in der ´Frankfurter Rundschau´ zum Ausdruck: Die US-Luftwaffe, besorgt wegen zunehmender Gerüchte über die Bedrohung der nationalen Sicherheit durch UFOs (unbekannte Flugobjekte) aus dem Weltraum, gab Dr.Edward Condon eine Runde halbe Millionen Dollar und erhielt, was sie erhoffte: eine Studie, die angebliche Erdbesucher aus anderen Sonnensystemen in das Reich der Phantasie verweist. Die Offiziere im Pentagon wollten sich nicht nur auf den angesehenem Physiker der Universität von Colorado verlassen und baten die Nationale Akademie der Wissenschaften um Prüfung. Die Gelehrten dieses höchsten akademischen Gremiums der USA fanden den Bericht akzeptabel und billigten seine wissenschaftliche Grundlage. Doch daraufhin begann der Streit erst richtig. Kaum waren die Forschungsergebnisse bekannt, veranstaltete die kleine Gruppe der UFO-Gläubigen eine Pressekonferenz, auf der im Glanz der Fernsehscheinwerfer der Condon-Bericht in der Luft zerrisen wurde. Condons Studie prüfte 59 Fälle aus rund 11.000 Beobachtungen. Nicht alle diese Fälle konnten auf nachgewiesene Naturerscheinungen zurückgeführt werden. Die anderen unerklärten UFO-Phänomene boten sich für die diamentral entegegngesetzten Stellungsnahmen Condons und seiner Opposition an:

Die kleine Zahl unerklärlicher Erscheinungen beweist keinesfalls das Vorhandensein außerirdischer Raumschiffe aus Superzivilisationen, sagte Condon, und die Luftwaffe stimmte bereitwillig zu. Die unerklärlichen Fälle beweisen, daß es tatsächlich Erdbesucher gibt, die aus hochkomplizierten Fahrzeugen die Menschen beobachten, meint die Opposition. UFO-Anhänger, die ihre Mitmenschen in "Gläubige" und "Ungläubige" aufteilen, beschuldigen die Regierungsstudie der Feststellung, daß "nicht sein kann, was nicht sein darf". Sie versteh es dabei, mehr und mehr Wissenschaftler auf ihre Seite zu ziehen. Dabei kreist die Diskussion nun um eine Handvoll unerklärbarer Erscheinungen, die in der Tat mysteriös sind. Sehr genaue Radarmessungen militärischer und ziviler Luftkontrollbehörden liegen vor, die "unbekannte fliegende Objekte" ergebnislos verfolgten. "Gläubige" und "Ungläubige" sind sich darin einig, daß Geschwindigkeiten dieser UFOs (bis 8.000 Stundenkilometern) und Manövrierfähigkeit (verzögerungsfreie rechtwinklige Kursänderungen und Rückwärtsbewegungen) nicht berechnet und erklärt werden können. Bei der Interpretation scheiden sich die Geister jedoch schon wieder. Die "Ungläubigen" halten daran fest, daß es Luftphänomene gibt, deren natürliche Basis einfach noch nicht erforscht ist. Hier haken die "Gläubigen" mit dem Argument ein, daß bei der Richtigkeit dieser These Condons Untersuchung nicht wissenschaftlich war, die Klärung dieser Phänomene versäumte, dennoch aber Schlußfolgerungen zog.

Die Astronomen sind sich weitgehend darüber einig, daß auf den anderen Planeten unseres Sonnensystems Bedingungen herrschen, die organisches Leben nicht zulassen. Außerdem glauben sie, daß mit der gleichzeitigen Existenz zweier hochentwickelter Zivilisationen in einem System nicht zu rechnen ist. Es bliebe die vielzitierte Lichtgeschwindigkeit, mit der die "kleinen grünen Männchen" aus anderen Sonnensystemen zur Erde reisen könnten. Dann aber müßten diese Wesen unvorstellbar alten Kulturen angehören. Denn ein Raumschiff der Erde, das bei Christi Geburt mit Lichtgeschwindigkeit gestartet wäre, hätte heute noch nicht einmal den zehnten Teil bis zum Mittelpunkt unseres eigenen Sonnen[gemeint ist wohl eher Milchstraßen]systems zurückgelegt.

 

>"Elias´ feuriger Wagen war eine Rakete" - Der Glaube der UFO-Leute versetzt nicht nur Berge/"Untertassen" schon in prähistorischer Zeit< meldete am 17.Januar 1969 die ´Frankfurter Rundschau´: Die eigentlich Fortschrittsgläubigen unter uns sind anscheinend nicht etwa jene Männer der Wissenschaft, die jetzt den Weg zum Mond frei gemacht haben, Herzen verpflanzen und Krebsgeschwülste mit Laserstrahlen töten, sondern die Hunderttausende, vielleicht sogar Millionen der seit Jahrzezhten bestehenden Gemeinde der UFO-Gläubigen. Denn wie für den bibelfesten Menschen der Glaube Berge zu versetzen vermag, so versetzt ihr Glaube Fliegende Untertassen. Er bewegt sie am gestirnten und ungestirnten Himmel, über die Wälder brasilien, über die Wolkenkratzerstädte Amerikas, durch die Weiten der sibirischen Tundra und über die Köpfe französischer Schafhirten hinweg. Und nicht genug damit: Ihr Glaube findet genügend Zeugen, die sich mit den sogenannten Planetariern, mit den Mars- Und Venusmenschen unterhalten haben und ihnen begegnet sind.

Zu dem ersten Vortragsabend der UFO-Studien-Gesellschaft in diesem Jahr hatte man in die Waerlandstuben im Steinweg eingeladen, um einen kleinen Kreis von meist älteren Menschen - in der Mehrzahl waren es wohl Frauen - über das Wunder der Unknown Flying Objects (Unbekannte Flugobjekte = UFO) in Wort und Bild zu unterrichten. Der Abend (2,50 Mark Unkostenbeitrag) begann mit dem großen Ärgernis aller UFO-Leute, daß sie nämlich nicht ernst genommen werden. In langen "Beweisführungen" erging sich die Referentin Ilse von Jacobi, München, über zahllose Beispiele der Ignoranz, die den UFO-Leuten von ebenso zahllosen Flugkapitänen, Augenzeugen und Wissenschaftlern entgegengebracht wird. Schwer attackierter Hauptgegener ist die amerikanische Luftfahrtbehörde, die sich angeblich geradezu verschworen hat, alle Berichte über diese seltsamen Himmelserscheinungen - und sei es mit Gewalt - zu unterdrücken oder in ihr Gegenteil zu verkehren. Warum sie das - trotz der zahllosen "Beweise" - tun sollte, das wird schamhaft umgangen. Als Beweis dienen zunächst Aufnahmen aus aller Herren Ländern, die dem Fotokenner als Lichbrechungen bei Gegenlicht, als natürliche Himmelserscheinungen wie Windhosen [?], schnellfliegende Flugzeug in ungünstigen Blickwinkeln und extremen Unschärfen erscheinen. Und sogenannte "authentische" Nahaufnahmen lassen sich leicht wie nicht sehr geschickte Fälschungen ausmachen: Bilder von Neunjährigen, von "Astronomen", Flugkapitänen, die gerade zufällig eine Kamera zur Hand hatten, als die Untertassen ihren raschen Flug noch rascher kreuzten; Bilder eines geschäftstüchtigen Managers aus den USA, der seine Touristen mit einem Schild an den nächtlichen Aussichtspuntk lockt "COME AND SEE UNKNOWN FLYING OBJECTS", wo sich im Galbdunkel die Sterne weit entfernter Flugzeuge (vielleicht auch Raketen), Seilbahnen oder ähnliches "Gelichter" über den Horizont zu heben scheinen. "Das ist eine Basis der Planetarier", sagte die Referentin schlicht zur Erläuterung des Bildes, das aus einem amerikanischen Magazin stammt.

Das ist aber noch nicht alles: Mit ebenso großem Geschick wie mit Selbstverständnis bedienen sich die UFO-Studien-Gesellschaft und ihre Anhänger in aller Welt der Geschichte und der prähistorischen Zeit. Vielzitiertes Musterbeispiel: Elias ist nicht in einem feurigen Wagen gen Himmel gefahren, sondern von einer Rakete abgeholt worden. Moses´ Begegnung mit dem Gott des Alten Testaments (Feuer und Rauch) war eine Begegnung mit Raumschiffern, die auf dem Berg Sinai landeten. Der Stern der Heiligen Drei Könige war natürlich eine Fliegende Untertasse. Das sind Dinge, die übrigens nicht wenige Leichtgläubige in das Lager der sogenannten UFO-Christen "bekehrt" haben. Zu jenen Leuten, die fest daran glauben, daß Christus, künstlich im Leib jener Mutter Maria gezeugt, ein Sprößling einer überlegenen Sternfahrerrasse sei, der, mit außerirdischen Mitteln auferstanden, eines Tages in seinem Raumschiff wiederkehren wird, um seine Schäfchen heimzuholen. Felszeichnungen der Steinzeitmenschen oder der australischen Ureinwohner "bezeugen" die Existenz von planetarischen Raumfahrern vor 10.000 Jahren ebenso wie Plastiken der geheimnisumwitterten Inkas oder die Katastrophenvorstellungen des frühen Mittelalters. Die Ägypter werden genauo zitiert wie die Germanen, die alten Inder und Japaner. Die UFO-Leute "wissen" ganz einfach um die große, hehre Sache der Planetarier, die die Erde mit ihren lichtgeschwinden Fahrzeugen unter Beobachtung halten und "vermeiden wollen, daß wir die Erde durch atomare Kettenreaktionen zerstören und damit das planetarische Gleichgewicht ins Wanken bringen". Sie wissen es, denn sie haben zahllose "Beweise", denen sie bedingungslos glauben. Und der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge - er läßt also auch Untertassen fliegen.

 

>Riesenfußspuren aus dem All? Australier tippt auf Wesen von einem unbekannten Stern< meldete UPI aus dem australischen Wollongong und die ´Frankfurter Rundschau´ vom 30.Januar 1969 druckte es ab: Der 28jährige australische Bulldozer-Fahrer Sydney Ford aus Dapto in der Nähe von Wollongong hat Fußabdrücke gefunden, die er für die riesigen Spuren eines Wesens von einem anderen Stern hält. Während Ford in der Nähe von Windang an der Südküste auf einem verlassenen Fleckchen Erde arbeitete, fand er die Spuren, die einen Durchmesser von fast 61 Zentimetern hatten. In der Nacht vorher war die Spitze eines 148 Meter hohen Schornsteins im nahegelegenen Port Kembla beschädigt worden. Experten erklärten, die Schadensursache müsse etwas anderes gewesen sein als ein Blitzschlag. Ford ist überzeugt, daß die Spuren von einem Wesen aus dem Weltall herrühren. Er wies darauf hin, daß in der Nacht zum 14.Januar mehrere Menschen ein nicht identifiziertes Flugobjekt (UFO) über der südlichen Küste Australien gesehen haben. Nach Fords Überzeugung hat diese "Fliegende Untertasse" den Schornstein beschädigt. Anschließend, so folgert Ford, sei die "Untertasse" gelandet, damit der Schaden festgestellt werden könne. Die Handwerker, die den Schornstein reparierten, erklärten, es gebe keinerlei Anzeichen dafür, daß der Schornstein von einem Blitz getroffen und beschädigt worden sei. Die Blitzableiter seien nicht beschädigt gewesen, und es seien keine der bei Blitzschlägen üblichen Brandspuren entdeckt worden.

 

"Astronauten entdeckten rätselhafte Wolken im All" kam es aus Cape Canaveral und die BILD vom 9.Januar 1974 meldete so: Rätselhafte Wolken haben die Astronauten in der US-Weltraumstation SKYLAB aus beobachtet. Kommandant Gerald Carr entdeckte die "Wolken" über der spanischen Hauptstadt Madrid, als er kur nach Sonnenaufgang zufällig zur Erde blickte. Er konnte einwandfrei feststellen, daß sich die unerklärlichen Gebilde außerhalb der Erdatmosphäre befinden, also nicht von der Erde stammen können. Carr hat die Wolken fotografiert. Die Wissenschaftler der Weltraumbehörde sind nicht bereit, auch nur Vermutungen über die Herkunft der "Wolken" anzustellen.

 

+ Um Deutschland´s Jugend auf die UFOs einzustimmen, eine ideale Zielgruppe für die UFO-Industrie übrigens, griff BRAVO mit Nr.3/1974 den außerirdischen Faden (oder eine Zündschnur zum Herzen des Publikums?) in einem auffälligen Feature-Artikel "Geheimnis des Himmels - Geheimnisvolle Besucher aus dem Weltall - UFO: Hirngespinst oder Wirklichkeit?" (derartige Titelschlagzeilen ermüden nie, wie wir später noch sehen werden) auf, um "dem Geheimnis der UFOs nachzugehen" (garniert mit Bildern aus der gerade populär gewordenen Nagora-Fotoserie). Und hier wurde auf die Pauke gehauen, um jugendgerecht von "UFO-Detektiven" vom amerikanischen "UFO-Erkennungsdienst" der US-Luftwaffe zu sprechen. Diese "Weltraum-Kriminaler" bekamen fast schon überirdische Fähigkeiten und Qualitäten zugesprochen, Natürlich wird auch der Schweizer Erich von Däniken reingeschoben, um auf seinen Welt-Bestseller "Erinnerungen an die Zukunft" hinzuweisen, wonach Außerirdische die Wege der Irdischen kreuzten (und sich mit ihnen paarten, was aber trotz dem recht freizügigen Dr.Sommer nicht so benannt wurde). Um das Thema abzurunden, wurden den Lesern natürlich ihre Stars ans Herz gelegt, die ebenfalls UFOs gesehen haben: Maria Schell (zwei Lichter im Tal des Todes schweben gesehen), Glenn Ford und Roy Thinnes (von "Invasion von der Wega" und der durch Bravo damals einen Kultstatus wie heute David Duchovny aus der "Akte X" erreichte). Schließlich machte das Jugendblatt doch einen verantwortungsbewußten Rückzieher: "Die Beweise für die Existenz von UFOs scheinen manchmal fast überzeugend zu sein. Aben eben nur fast. Der endgültig eindeutige Beweis fehlt."

 

"25 UFOs am Himmel - alle gefilmt! Neuseelands Kampf-Flugzeuge alarmbereit" titelte BILD am 2.Januar 1979 in bezugnahme auf Meldungen der AP aus Meldbourne: Ist das der UFO-Beweis? Vom Flugzeug aus ist es einem australischen Kameramann gelungen, ein Geschwader von 25 angeblichen UFOs zu filmen! Der Pilot der Maschine, seit 23 Jahren Flieger: "Das Ding sah aus wie eine große leuchtende Kugel. Es kam erst bis auf 16 Kilometer heran. Dann raste es direkt auf uns zu, war über, dann unter uns. Schließlich schoß es davon und verschwand." Die unheimliche Begegnung fand 4.000 Meter über Neuseeland statt [besser über dem Meer vor Neuseeland]. Ein Kamerateam des australischen Fernsehens filmte alles. Auf dem Film sind [insgesamt über den Film verteilte Lichtflecken zusammengezählt] 25 helle Flugkörper zu sehen. Experten von BBC-London: "Der Streifen ist echt." Ein Sprecher des australischen Fernsehens: "Ein rundes Ding mit drei Streifen rundherum ist deutlich sichtbar." Die neuseeländische Luftwaffe hat eine Staffel Kampfflugzeuge für einen Alarmstart [nach all der Medienaufregung] bereit gemacht. BILD druckte auch gleich ein Foto mit dem Text "Vom Flugzeug gefilmt: Eines der 25 UFOs" ab, ein amorphes Lichtflecklein, welches das eigentliche Licht des ganzen Spektakels ausmacht und auf einen Unschärfe-Effekt des Zoom-Objektives zurückgeht und mit der wahren Lichterscheinung kaum noch etwas zu tun hat.

 

>Angeblich wieder ein "UFO" gefilmt - Neuseeländische Fernsehleute: Flugobjekt war dreimal so hell wie ein Stern< hieß es in der ´Frankfurter Rundschau´ vom 3.Januar 1979 aufgrund einer Reuter-Meldung aus Wellington: Ein neuseeländisches Fernsehteam hat heute morgen über der Nordostküste der Südinsel ein unbekanntes Flugobjekt (UFO) gefilmt. Der Flugkörper glich nach Angaben des Kameramannes einem "Tischtennisball mit einem roten Fleck in der Mitte" und war dem Tean in rund 3.300 Metern Höhe über dem Pazifik erschienen. Ein Suchflugzeug der neuseeländischen Luftwaffe, das nach der jüngsten "UFO-Invasion" im gebiet zwischen Australien und Neuseeland nach den angeblichen besuchern aus dem Weltraum Ausschau halten sollte, war nicht rechtzeitig zur Stelle. Erst am Montag hatte das australische Fernsehen einen Film ausgestrahlt, der angeblich 25 UFOs zeigte. Das Untertassen-Geschwader war in der Cookstraße zwischen den größten Neuseeländischen Inseln vom Flugzeug aus gefilmt und auch von Radarstationen geortet worden. Der heute gedrehte Streifen soll nach seiner Ausstrahlung einer Computer-Analyse unterzogen werden. Reporter Terry Olsen erklärte, sein team habe zwei Flugkörper beobachtet, aber nur ein UFO filmen können, das etwa dreimal so hell wie ein durchschnittlicher Stern gewesen sein. Tontechniker Lloyd McFadden berichtete, das unbekannte Objekt habe sich um seine Achse gedreht. Kameramann Cas Kasukaitis bestätigte, daß sich das UFO bewegte. Er sagte, es sei aus dem Sucher der Kamera ausgewandert, wenn er nicht mitgezogen habe. Nach Olsens Angaben leuchtete der zweite Flugkörper plötzlich an der Seite des ersten auf und "zischte dann über den Himmel davon". Das erste Objekt sei auch nach Aufgang der Sonne noch sichtbar gewesen. Es sei "doppelt so hell wie der hellste Morgenstern" gewesen. Schließlich habe es an Höhe gewonnen und sei verschwunden.

 

"UFOs umkreisten Mailänder Dom - Über Neuseeland wieder gefilmt" meldete am 3.Januar 1979 das ´Oberösterr.Tagblatt´ aus Linz: Zwei Mailänder Polizisten haben gestern zwei unbekannte Flugobjekte (UFO) beobachtet, die den Dom der Stadt umkreisten. Die beiden Flugkörper strahlten grell, bewegten sich langsam und glichen zwei Sternen. Die Polizisten, die den UFOs mit ihrem Streifenwagen bei der Tour rund um den Dom - natürlich auf dem Boden - folgten, machten Fotos von dem Phänomen.

Ein neuseeländisches Fernsehteam hat gestern früh über der Nordostküste der Südinsel zum zweitenmal innerhalb weniger Tage ein unbekanntes Flugobjekt gefilmt. Der Flugkörper glich nach Angaben des Kameramannes einem "Tischtennisball mit einem roten Fleck in der Mitte" und war in rund 3300 m Höhe über dem Pazifik erschienen. Der Flugkörper sei etwa dreimal so hell wie ein durchschnittlicher Stern gewesen. Tontechniker McFadden berichtete, das Objekt habe sich um seine Achse gedreht und pulsiert. Der Kameramann bestätigte, dass das UFO aus dem Sucher der Kamera wanderte, wenn er nicht mitzog. Ein zweiter Flugkörper leuchtete plötzlich an der Seite des ersten auf und "zischte dann über den Himmel davon". Das erste Objekt sei auch nach Aufgang der Sonne noch sichtbar gewesen. Es sei "doppelt so hell wie der hellste Morgenstern" gewesen. Schließlich habe es an Höhe gewonnen und sei verschwunden.

 

"UFOs jetzt auch über Jerusalem" berichtete am 3.Januar 1979 die ´Süd-Ost Tagespost´ in Graz: UFOs haben nach Berichten von Augenzeugen jetzt auch die Stadt Jerusalem überflogen. Wie die israelische Zeitung Haaretz gestern berichtete, seien "drei runde und große, sehr stark blendende Körper niedrig über der Stadtmitte gesehen worden". Die mysteriösen Flugkörper sollen rot, blau und violett geleuchtet haben. Israelische Physiker halten diese jüngsten Erscheinungen allerdings für große Meteore.

 

"Jugoslawische Piloten meldeten: 2 UFOs haben unseren Flug verfolgt" reportierte am 3.Januar 1979 die ´Neue Zeit´ aus Graz: Höchst alarmierende UFO-Meldungen kommen nun aus unserem südlichen Nachbarland. Gleich zwei jugoslawische Piloten wollen von ihrem Cockpit aus geheimnisvolle grün-gelb-rot-schillernde Flugkörper gesichtet haben. Aus Jerusalem wird berichtet, dass sich mehrere "Fliegende Untertassen" direkt über dem Stadtzentrum getummelt hätten. In Belgien entpuppte sich ein dort niedergegangenes, vorerst unbekanntes Flugobjekt als simpler Eisblock, der von einem Düsenflugzeug abgetaut und zu Boden gestürzt war. Da haben wir´s: Die UFOs stehen womöglich schon an der steirischen Grenze. Wie aus Zagrab gemeldet wird, kam es dort in der Nacht auf Mittwoch fast zu einer Kollision zwischen einer Linienmaschine und einem unbekannten Flugobjekt. Der geheimnisvolle Flugkörper soll sogar von der Radaranlage des Flughafens registriert worden sein. Der Meldung zufolge soll der Pilot der jugoslawischen Maschine, als er sich zur Landung auf dem Flughafen in Split vorbereitete, von einem grelleuchtenden UFO geblendet worden sein. Obwohl auf dem Radarschirm der Flugkontrolle nichts zu sehen war, meldete der Pilot, dass er ein großes fliegendes Objekt auf gleicher Höhe aus seinem Cockpit gut beobachten konnte. In diesem Moment fiel die Funkverbindung für einige Minuten aus. Erst als das UFO in unmittelbarerer Nähe der DC 9 war, konnte die Flugkontrolle in Zagreb dieses Ereignis auch auf dem Radarschirm mitverfolgen. Als die Maschine dann zur Landung ansetzte, die problemlos verlief, war die Erscheinung wieder spurlos verschwunden. Einige Zeit später soll es zu einem zweiten zwischenfall mit einem UFO gekommen sein. Ein Pilot eines jugoslawischen Charterflugzeuges berichtete, dass ihn beim Flug Rijeka nach Split ein "riesenhaftes UFO" begleitet habe. Der Pilot: "Der Flugkörper, der uns über der Adria Gesellschaft geleistet hat, war vielleicht 200 Meter lang und leuchtete hellrot."

 

"UFOs waren bloß Scheinwerfer" meldeten dpa/UPI am 4.Januar 1979 aus Auckland und die ´Frankfurter Rundschau´ berichtete: Die "Fliegenden Untertassen", die vor kurzem im Küstengebiet Neuseelands gesichtet wurden, waren wahrscheinlich nichts anderes als "tanzende Lichter" japanischer Fischerboote. Das erklärte gestern Ray Carran, Leiter einer fliegenden UFO-Suchgruppe, nach einem nächtlichen Patrouillenflug über dem Kaikoura-Gebiet 160 Kilometer nördlich der Stadt Christchurch. Carran sagte, weder er noch seine elf Mann starke Besatzung hätten UFOs gesichtet, doch östlich von Christchurch hätten sie eine große japanische Fischerflotte beobachtet,m und die von diesen Booten zum Anlocken von Tintenfischen verwendeten starken Scheinwerfer seien mit bloßem Auge auf eine Entfernung bis zu 190 Kilometer zu sehen gewesen.

 

Am 4.Januar 1979 dann in der Klagenfurter ´Kleinen Zeitung´: "Britisches UFO wahrscheinlich Überreste einer sowjetischen Rakete" - Bei dem am Silvesterabend von zahlreichen Personen über der Ostküste Großbritanniens beobachteten unbekannten Flugobjekten (UFO) handelt es sich wahrscheinlich um Überreste einer sowjetischen Rakete, die in der Atmosphäre verglühgten. Diese Ansicht vertrat am Dienstagabend das britische Verteidigungsministerium. In einem Kommunique wies das Ministerium darauf hin, dass die UdSSR am 26.Dezember den Satelliten Kosmos 1068 startete.

Der ´Sonntags-Blick´, Schweiz, vom 7.Januar 1979 meldete auf der Titelseite "UFO in Farbe! Was Erich von Däniken über die neuesten UFO-Bilder sagt". Der australische Fernsehreporter Quentin Fogarty war zum Jahreswechsel weltberühmt geworden, nachdem er es mit einer Filmcrew geschafft hatte, Fliegende Untertassen während einer "unheimlichen Begegnung" über der Cook-Straße, Neuseeland, zu filmen. Ja, sogar in der Tagesschau des deutschen Fernsehens war das Filmmaterial, herumhüpfende unscharf gezoomte Lichtpunkte, gesendet worden! Die Weltpresse zwischen "Die Welt", "Le Monde" und "The New York Times" hatten ebenfalls berichtet. Für ein paar Tage sorgte dieses Ereignis für Schlagzeilen. Oftmals als "der erste Film, der über UFOs gedreht wurde!" falsch zitiert. von Däniken: "Das sind UFOs!" Und er hat umwerfende Argumente parat, weswegen wir einmal etwas in das Interview nachfolgend hineinhören sollten:

Sonntags-BLICK: Aber warum sind denn die Aufnahmen so unscharf, deutet das nicht eher darauf hin, daß es sich um Fälschungen handelt?

von Däniken: Ganz im Gegenteil! Die Unschärfe ist für mich logisch und ein wesentliches Indiz für die Echtheit der Bilder. Ein interstellares Raumschiff müßte, um die riesigen Distanzen zwischen den Sonnensystemen zurücklegen zu können, hohe Geschwindigkeiten -nahe der Lichtgeschwindigkeit- erreichen können.

Sonntags-BLICK: Was hat das mit den verschwommenen Aufnahmen zu tun?

von Däniken: Bei solchen Geschwindigkeiten würde jedes Atom, jedes Molekül, das auf die Außenhülle des Raumschiffs prallte, verheerend wie eine Atombombe wirken. Deshalb muß der Außenhülle ein Schutzschirm vorgelagert werden, der wie ein negatives magnetisches Feld wirkt, wie zwei gleichpolige Magnete, die gegeneinandergedrückt werden - der eine stößt den anderen ab. Dieser Schutzschirm um das Schiff macht es unmöglich, die eigentliche Außenhülle fotografisch zu erfassen. Man hat den Eindruck eines unstabilen Waberns, was auf den Fotos exakt nachzuweisen ist.

Sonntags-BLICK: Wie bei einer Asphaltstraße im Sommer?

von Däniken: Genau. Sehen Sie, hier habe ich UFO-Fotos, bei denen es sich nachgewiesenermaßen um Fälschungen handelt - sie sind scharf!

 

+ In Anbetracht dieser Aussagen kann man wirklich nur noch ins Staunen kommen, wenn man weiß, daß die Lichter von Kaikoura sich später als die Fanglichter von am fernen Horizont arbeitenden Fischerbooten entpuppten. von Däniken hatte sich Schutzschirme aus den Fingern gesaugt und gerade die Unschärfe von UFO-Fotos als Beweis für diese Schutzschirme um UFOs angesehen, während die ganze Welt genau die Unschärfe von UFO-Fotos als Schwindelhinweis nimmt und nach scharfen Fotos verlangt (die deswegen noch lange noch nicht echt sein müßen). Wie auch immer, da von Däniken die hypothetischen Schutzschirme um genauso hypothetische Raumschiffe schon als Schutz beim lichtschnellen Flug nannte, ist wohl kaum davon auszugehen, daß die Neuseeland-UFOs mit einer Speed nahe der Lichtgrenze in der Erdatmosphäre operierten. Ob der "spektakulären Filmaufnahmen über Neuseeland, auf der während sieben Minuten gleich 25 UFOs im Formationsflug festgehalten sind, müßte -so denkt man- auch der härtestgesottene UFO-Gegener tolerant werden. Er wird es nicht. Die sture Anti-Haltung bleibt", klagte Götter-Erich. Nun, die "sture Anti-Haltung" bleibt allein schon deswegen bestehen, weil der Film eben nicht den Formationsflug von 25 UFOs zeigt, sondern herumwackelnde Einzellichter, wie es eben an Bord einer Propeller-Maschine und einer handgehaltenen, schweren Filmkamera nicht anders zu erwarten ist.

Interessanter Weise hatte in einer späteren Dokumentation der Ereignisse Pilot Startup bei einem neuerlichen Flug entlang der originalen Flugroute zum Zeitpunkt der Ereignisse aus dem Cockpit-Fenster mit dem Finger nach vorne und unten gezeigt, um die Erscheinung nochmals zu verdeutlichen - nicht nach oben! Parallel aufgetretene Radar-Echos am Wellington-Airport stellten sich als "Engel" heraus, die in jener Region zur Hochsommerzeit immer wieder und genauso auftauchten. Daß die Radar-UFOs nichts mit den optisch aufgetauchten Lichtern zu tun hatten, wird auch dadurch klar, als einmal das Flugzeug mit der TV-Crew an Bord genau eines dieser Ziele auf dem Radarschirm durchflog und davon niemand etwas bemerkte, geschweige den ein UFO dabei sah. Doch von all dem erfuhr die Weltöffentlichkeit nichts, sondern wurde nur rund um den Globus mit Pseudo-Statements von UFO-"Experten" wie von Däniken abgespeist.

 

"Teil eines unbekannten Flugkörpers abgestürzt - Kegelförmiger Metallgegenstand schlug in Bruchhagen auf" hieß es aus Steyerberg am 9.Januar 1979 in ´Die Harke´: Nun ist es also doch geschehen: Sicherlich waren es noch keine Besucher unbekannter Welten, die am Vorabend des gerade beendeten Jahres über dem Kreis Nienburg schwebten ("Die Harke" berichtete), doch müssen die zahlreichen Beobachtungen aufmerksamer Bürger am klaren winterlichen Nachthimmel andere, handfestere Hintergründe gehabt haben. jedenfalls schlug in der Nacht vom 31.Dezember zum 1.Januar auf einem Feld des Bruchhagener Landwirts Friedhelm Schumacher ein bisher nicht identifiziertes Teil eines Flugkörpers ein, um den sich zunächst die Polizei und jetzt andere zuständige Stellen den Kopf zerbrechen. Und so soll es sich zugetragen haben: Hilde und Friedhelm Schumacher befanden sich am Silvesterabend kurz nach 20 h auf dem Fußweg von ihrem recht einsam gelegenen Gehöft zu einer Silvesterfeier, als sie am Himmel mehrere leuchtende, still und langsam in großer Höhe vorüberziehende Objekte beobachteten. "Im ersten Moment dachten wir an Silvesterraketen, doch waren diese viel zu hoch und zudem etwa zwei Minuten lang am Himmel", erklärte Hilde Schumacher, die auch beobachtet haben will, daß die leuchtenden Himmelskörper einen leichten Bogen beschrieben. Dabei soll es sich um einen größeren und einige kleinere gelb leuchtende Körper mit rötlichem Schweif gehandelt haben. "Ich hatte Sorge, daß die Dinger auf den Hof fallen", meinte die junge Landwirtsfrau, doch sie war erleichtert, als die sich nach ihren Angaben von Nord nach Süd bewegenden Punkte das Gehöft überflogen hatten. Am anderen Morgen stutze Hilde Schumacher, als sie etwa 200 Meter entfernt auf freiem Feld einen im Boden steckenden Metallkörper ausmachte, den sie allein kaum schleppen konnte. Gedanken über den teilweise verglühten Metall-Kegel machte man sich indes erst nach der UFO-Glosse in der "Harke", nach deren Lektüre umgehend die Polizei benachrichtigt wurde.

Schwiegermutter Else Schumacher dagegen konnte sich erinnern, in der Neujahrsnacht durch ein undefinierbares Geräusch erwacht zu sein: "Ich habe irgend etwas gehört und konnte daraufhin sehr schlecht wieder einschlafen." Nach der im gefrorenen Boden steckenden Metall-Kapsel muß der Gegenstand von Nordwest nach Südost geflogen sein, doch kann er sich auf dem Boden nach dem Aufschlag auch gedreht haben, meinten die Entdecker, die den etwa zehn Kilomgramm schweren, aus dunkelgrauem Metall in einem Stück gegossenen und am oberen Ende stark geschmolzenen Kugel zeurst sahen. Der an beiden Seiten offene Kegel hat eine Höhe von etwa 110 Zentimetern, unten einen Durchmesser von 77 und oben von 30 Zentimetern. Die doppelt geriffelte Wandung hat einen Durchmesser von etwa fünf Millimetern. Nach Bekanntwerden des Fundes sicherte die Polizei die Absturzstelle. Spezialisten der nahen niederländischen Luftwaffe nahmen danach eine Strahlenmessung vor, die dem Vernehmen nach negtaiv verlief. Wie berichtet, haben auch zahlreiche andere Mitbürger die leuchtenden Erscheinungen am klaren Silvesterhimmel gegen 20 h beobachtet, die zudem von einer Reihe von Anrufen in der Redaktion bestätigt wurden. Der Erichshagener Peter Rautenberg hatte sogar zur Uhr geschaut, als die ungewöhnlichen Himmelskörper auftauchten: "Es war genau 20:05 h, als die leuchtenden Punkte geräuschlos und recht langsam in großer Höhe in Richtung Estorf flogen." Zur gleichen Zeit stand der Steyerberger Geschäftsmann Fritz Dolle auf der dortigen Bahnhofstraße, um auf Silvestergäste zu warten. Er berichtet: "Die Himmelskörper kam aus nordwestlicher Richtung und togen nach Südost ab. Da mich das Geschehen am Firmament interessierte, sah ich genauer hin und stellte fest, daß es zwischen den Flugkörpern irgendwie funkte." Das Ganze habe etwa zehn Sekunden gedauert; dann sei alles vorbei gewesen. Der Nienburger Siegfried Wender war mit zwei Bekannten per Auto auf dem Weg nach Marklohe, als man das Leuchten am Himmel wahrnahm. "Es waren drei untereinander fliegende Leuchtpunkte, die sich ganz langsam über die B 6 in Richtung des Waldes über Wohlenhausen bewegten", sagte er. Die drei Autoinsassen hatten auf dem Lemker Berg gehalten und sahen, wie die Objekte zur Erde gingen. Ihnen war allerdings der Blick durch einen Wald verstellt. Auch in Nienburg, Haßbergen, Hassel, Stöckse, in Liebenau, Mehlbergen und weiter im Südkreis war das unbekannte Himmelstreiben auszumachen. Eine Uchterin berichtete, daß sie gegen 20 h "etwa 25 UFOs" gesehen habe. Obwohl Spekulationen über das Ereignis derzeit wie UFOs aus dem Winterhimmel schießen, wird die Möglichkeit eines nach Eintritt in die Erdatmosphäre verglühenden oder explodierenden Satelliten von vielen Beobachtern in betracht gezogen. Möglicherweise könnte es bereits die amerikanische Raumstation Skylab sein, deren Verglühen vor einiger Zeit bekanntgegeben wurde. Um was für ein Objekt -ob militärisch oder zivil- es sich wirklich handelt, wollen jetzt zuständige Stellen klären.

 

+ Der lange Artikel wurde von zwei Fotos begleitet, eines ist mit folgendem Text begleitet: "So hat der Metallkegel im Boden gesteckt", erklärte der 13jährige Cord Schumacher, der zusammen mit seinem gleichaltrigen Freund Karsten Windler die Absturzstelle auch bei Dunkelheit wiederfand. Das vom Firmament gefallene unbekannte Objekt wurde sofort nach Bekanntwerden von der Polizei in Sicherheit gebracht." Die zweite Aufnahme zeigt den UFO-Kegel als solches recht gut, der Text hierzu: "Dieser etwa 10 kg schwere kegelförmige, zum Teil geschmolzene Metallkörper ging nachts auf dem Acker des Bruchhagener Landwirts Schumacher nieder. Ob es sich dabei um einen Teil des US-Himmelskörpers SKYLAB oder um ein anderes Objekt handelt, wollen zuständige Stellen jetzt klären." Tatsächlich handelte es sich um einen russischen Re-Entry-Körper.

 

>"UFO-Fieber" in Salzburg: Flugzeug, Venus oder Scherz?< fragte sich am 9.Januar 1979 die Salzburger ´Volkszeitung´: UFOs jetzt auch über Salzburg? Zahlreiche Salzburger beobachteten Montag gegen 6 h früh merkwürdige, helle Flugobjekte über Salzburg. Deutzende Polizisten waren Zeugen dieser merkwürdigen Himmelserscheinungen. Hunderte Salzburger meldeten sich über den Polizeinotruf bei der Funkleitstelle der Polizei, andere Anrufer bomnbardierten den Flugwetterdienst. Ein Sprecher der Polizei: "Die Erscheinungen wurden als hell leuchtende Scheiben beschrieben, die blinkten und Kreise rund um Untersberg und Gaisberg zogen." Nach Ansicht des Polizeisprechers dürfte es sich allerdings nur um die hell strahlende Venus gehandelt haben, die derzeit besonders gut zu beobachten ist. Bei der Flugwetterdienststelle glaubt man, es habe sich um ein hoch fliegendes Flugzeug gehandelt. Ein Polizist: "Das waren überirdische Wesen, ich bin sicher."

 

Der ´Wiener Morgen Kurier´ vom 9.Januar 1979 meldete: Seltsame Himmelserscheinungen nun auch bei uns: Auch die Polizei war "UFO-Schauen"... Nun hat die weltweit grassierende UFO-Hysterie auch auf Österreich übergegriffen. Seit einigen Tagen häufen sich vor allem bei den Wetterdienststellen in den westlichen Bundesländern die Meldungen über Beobachtungen von angeblich Außerirdischem. Ganz im UFO-Taumel war Montag früh zwischen 5 und 6:30 h die Salzburger Polizei. Zahlreiche Funkstreifenbeamte waren mit Fotoapparaten "UFO-Schauen" unterwegs. Die Ursache der Riesenaufregung entpuppte sich dann allerdings als harmlos. Wie eine Rückfrage bei der Flugsicherungsstelle in Wien-Schwechat ergab, handelte es sich bei dem leuchtenden und blinkenden Objekt um ein hoch fliegendes Flugzeug, das von der aufgehenden Sonne bereits ansgestrahlt wurde, während in bodennahen Schichten noch völlige Dunkelheit herrschte. Das Flugzeug war besonders gut zu sehen, weil in größeren Höhen bereits der Föhn eingesetzt hatte. Ähnlich leicht aufklären ließen sich in den vergangenen Tagen auch andere Meldungen über "unheimliche Begegnungen". Meist waren es Flugzeuge, ein paarmal handelte es sich um Wetterballons, die am Abend oder in den frühen Morgenstunden ebenfalls von der unter- oder aufgehenden Sonne angestrahlt wurden. Diese Ballons stammten aus der BRD oder aus dem Ostblock, fliegen meist in 20 bis 30 Kilometer Höhe und sind ziemlich groß. Deshalb sind sie an klaren Tagen gut zu sehen. Vor einigen Monaten startete sogar ein Bundesheerflugzeug, nachdem sich in Westösterreich die Meldungen über einen bundesdeutschen Wetterballon gehäuft hatten, der mit der Höhenströmung langsam nach Osten trieb. Der Bundesherrflieger konnte zwar nicht so hoch hinauf, identifizierte aber das Objekt. Allerdings: Einige Beobachtungen der vergangenen Tage ließen sich nicht aufklären. So etwa der "große, rasch von Süd nach Nord fliegende Leuchtfleck am Himmel", den in der Nacht zum Sonntag in Salzburg vier Studenten gesehen haben wollen.

 

Am 11.Januar 1979 standen nun im BLICK die UFOs "Im Blickpunkt" der öffentlichen Debatte und eine fette Schlagzeile verriet: Die Diskussion um die Fliegenden Untertassen wird immer heftiger... Unfug. Fälschung. Objekte aus dem All? Zürich: "Das ´Ding´ strahlte rötlichgelb, war kugelförmig mit drei kleineren Kugeln an den Seiten und flog im Zickzack mit mittlerer Geschwindigkeit von Olten in Richtung Aarrau!" So dramatisch endete für BLICK-Leser Robert Näf aus Olten die Begegnung mit einem UFO. Dienstag - 6:30 h morgens: Robert Näf blickt in den schwarzen Nachthimmel! Plötzlich sieht er das UFO am Himmel. Näf zu BLICK: "Zuerst dachte ich, es sei die Venus. Aber die Stand weiter links. Dann glaubte ich, es sei ein Flugzeug. Aber auch das konnte es nicht sein, denn ein Flugzeug flog zur selben Zeit über das UFO hinweg. Das ganze dauerte etwa 10 bis 15 Minuten. Dann war der Spuk vorüber!" [Was das wohl für ein Objekt war, fragen Sie sich? Höchstwahrscheinlich ein kleiner Miniatur-Heißluftballon, der vom Silvester-Feuerwerk übriggeblieben war und verspätet durch den Himmel zog und dabei zum UFO wurde.] Übrigens: Wenn Sie irgendwo ein UFO sehen - fotografieren Sie es, wenn immer möglich! BLICK honoriert jedes veröffentlichte UFO-Foto.

Und das sagen BLICK-Leser zu den UFOs: "Die einen sehen Heilands und Marias an allen Ecken und Ende, und andere sehen eben UFOs am Himmel. Die Menschheit lebt ja zum größten Teil von Trugbildern und Hirngespinsten" war R.Furger aus Bellinzona der Ansicht. "UFO hin oder här, s´isch zum Glaube schwär. Glich was für ne Lune, jede tuet drüber stune", reimte Guido Keune, Grenchen. R.Hynen, Zürich: "Daß sich UFOs der Erde nähern, davon bin ich fest überzeugt. Panik hat mich schon erfasst!" Peter Schmuckl, Uster: "Die UFOs könnte man in Zusammenhang mit dem Bermuda-Dreieck bringen. Dort ist ja der Ort, wo die meisten Flugzeuge und Schiffe verschwinden." Armin Leibundgut, Nidau: "Ich bin der Meinung, daß UFOlogie eine Wissenschaft ist, und daß man sie weltweit anerkennen sollte." Duri Soler, Chur: "Biologen, die behaupten, UFOs seien Heuschrecken- und Schmetterlingsschwärme, sollen mir bitte ein Exemplar des besagten Insekts schicken, welches mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit fliegen kann. Dann glaube ich auch nicht mehr an UFOs." F.Ronner, Siebnen: "Wenn es wirklich UFOs gibt, so bin ich skeptisch über ihr merkwürdiges Verhalten. Akustische Beweise liegen keine vor. Materialbeweise auch nicht. Oder verschweigt die NASA es?" Bernhard Sieweck, Bern: "Mich überzeugen die UFO-Berichte von Flugkapitänen und Fluglotsen mehr als das wissenschaftliche Nein-Geschrei." Hans Senn, Frauenfeld: "Warum können wir UFO-Meldungen nicht einfach hinnehmen, wie andere natürliche Ereignisse? Sind wir zu eitel um zu begreifen, daß es noch intelligentere Wesen gibt?" Paul Häusle, Sigriswil: "Wir einst Galilei ist es auch heute noch, nach dem Rezept von Morgenstern: Dann beweist man messerscharf, daß nicht sein kann, was nicht sein darf." Peter Pfister, Muttenz: "In einem anderen Sonnensystem gibt es sicher auch intelligente Wesen, die sich die Frage stellen, ob es wohl noch andere bewohnte Sterne gibt. Aus Neugier betreiben sie Raumfahrt. Ihre unbemannten Sonden erforschen unseren Planeten." D.Hofmann, Horw: "Am Abend des 27.Dezember sah ich mit eigenen Augen ein UFO über Horw schweben. Es war ein schaurig-schönes Schauspiel." B.H., Bern: "Es kommt darauf an, welchen Bildungsgrad oder welchen Glaubenswahn wir haben: So sind dann UFOs erklärbare Phänomene oder aber Botschaften von Oben..." T.L., Gränichen: "Meine Meinung über UFOs ist klar: Es gibt sie. Am 26.November sah ich ein UFO über dem Horizont des Jura. Es flog in Richtung Basel, mit auffallend unterschiedlichen Geschwindigkeiten." Und schließlich noch: "Meines Erachtens sollte man die UFO-Affäre viel ernster nehmen. Natürlich wird aus Unwissenheit, Dummheit oder Übermut viel Unfug damit getrieben. Alle Interessanten werden gebeten, sich an folgende Adresse zu wenden: UFO-Klub Düdingen, Markus Perroulaz, Brugerastrasse 14, 3186 Düdingen." Ebenfalls abgedruckt wurde ein Leser-Foto von Hans Bayard aus Vernayaz, der glaubte ein UFO fotografiert zu haben. Nur: Es ist eine Föhnwolke!

 

+ Obige Stimmen sind sicherlich überaus repräsentativ zu dem, was die Öffentlichkeit in Sachen UFOs so denkt. Jeder, der an vorderster Front der UFO-Debatte mitagiert kennt diese Sätze bereits durch unzählige Gespräche mit Teilen der Öffentlichkeit. Sie wiederholen sich über die Jahre immer wieder und weisen damit den "inneren Zustand" der UFO-Mentalität in weiten Teilen der Population aus. Dazu paßt auch folgendes: Kosmische Wetten meldete der BLICK ebenfalls am 11.Januar 1979 aus London: Das mußte ja kommen: Die Engländer können jetzt ganz offiziell Wetten darüber abschließen, ob die Marsmenschen noch in diesem Jahr landen werden! Die Wettbüros starteten mit Chancen von 50:1 gegen das Ereignis. Jetzt sind sie schon bei 20:1 angelangt...

 

Die Fernsehzeitschrift ´TV Hören und Sehen´ hatte Ende 1978 einen Artikel "UFOs: Besucher von anderen Sternen oder Sinnestäuschungen" eingebracht, in Heft 3 für 1979 folgenden die Leserbriefe: "Mit einer wahren Brief-Flut haben die TV-Leser zu einem umstrittenen Thema Stellung genommen." Hannelore R.: "Ich bin sicher, eines Tages werden wir mit den UFO-Leuten konfrontiert. Es gibt sie!" Harald N.: "Ich glaube an UFOs oder Leben auf anderen Planeten. Aber warum gibt die NASA ihre Berichte nicht frei. Die NASA verschweigt den Menschen zuviel. Warum?" Manfred M.: "Wir freuen uns über den Tendenzwandel nun auch im Bereich der Massenmedien, sich endlich dieser Grenzbereiche anzunehmen und nach jahrelangem Totschweigen bzw ins Lächerliche-Ziehen usw nun doch einige positive Ansätze zur Aufklärung größerer Bevölkerungskreise zu leisten." Gerhard C.: "Daß nach den altbekannten Lehr- und Leitsätzen der Naturwissenschaften, wonach nicht sein darf, was nicht sein kann, UFOs nicht existent sein können und dürfen, sollte uns nicht verwundern. Obwohl ich persönlich noch kein UFO gesehen habe, glaube ich jedoch an UFOs." Ernst T.: "Die Frage für mich ist nicht mehr, ob UFOs existent sind. Ich finde es wichtiger, darüber nachzudenken, wie man mit ihnen Kontakt aufnehmen kann. Über die UNO? Ja, auf jeden Fall! Müssen erst Bürgerinitiativen aktiviert werden, weil bislang fast alle Regierungen in der Sache nichts unternehmen, vieles vertuschen und möglichst alles versimpeln?"

 

"Weser: UFO abgestürzt" hieß es am 12.Januar 1979 in BILD: Ein unbekanntes Flugobjekt stürzte bei Nienburg ab - ein graues, 110 Zentimeter langes und 20 Pfund schweres Metallstück, das aussieht wie eine Raketenspitze. Experten vom Luftfahrtbundesamt: Das Ding stammt von keinem Flugzeug...

 

"Schubdüse einer Rakete stürzte auf einen Acker" meldete die ´Hannoversche Allgemeine Zeitung´ am 13.Januar 1979: Bei dem etwa 1,10 Meter langen und zehn Kilogramm schweren, teilweise verglühten Metallkegel, der in der Neujahrsnacht in Bruchhagen bei Nienburg auf einem Acker gestürzt ist, handelt es sich nach Angaben des Luftfahrtbundesamtes in Braunschweig um einen Teil einer Schubdüse. Derartige Düsen befinden sich - so das B raunschweiger Amt - an "jeder normalen Rakete". Deshalb könnte über den Typ der Rakete und ihre Herkunft noch nichts gesagt werden. Der Metallkegel war zunächst als Teil eines unbekannten Flugobjekts (UFO) angesehen worden. Er befindet sich gegenwärtig im Bundesverteidigungsministerium, wo er genau analysiert wird. In Nienburg und Umgebung wird damit gerechnet, dass nach der Schneeschmelze weitere Raketenteile im südlichen Kreisgebiet und im angrenzenden Nordrhein-Westfalen gefunden werden.

Quelle: CENAP-Archiv

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