Blogarchiv
UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-294

cenap-infoline-titel-415

cenap-archiv-titel-244

14.08.2008

2008-08-himmelslaternenstart-a-1

Bonn - Polizei gerufen: Ufo-Alarm wegen Himmels-Laternen

"Beobachtung eines ´unbekannten Flugobjektes am 11.08.2008". Hier seine Meldung: "Beobachtung eines ´unbekannten Flugobjektes´ am 11.08.2008 in Rankweil, Vorarlberg/Österreich, (vom Balkon in Südlage) um ungefähr 21 Uhr 50. Als ich ersten Blickkontakt mit dem Flugobjekt hatte, war ich der Meinung es läßt jemand eine Rakete steigen, aber nachdem der erwartete Knall ausblieb sah ich genauer hin. Die Sicht war zu diesem Zeitpunkt gut, da wolkenfrei, späterer Aufzug von Wolken über den hohen Kasten aus der Schweiz. Es bewegte sich aus der Richtung Südwest - von BUCHS (CH) über LICHTENSTEIN (FL) auf mich zu in Richtung Nord und war etwa 15-20 Sekunden für mich und meine Frau, die ich darauf aufmerksam machte, sichtbar und von meinem Standort am Balkon war die Grösse etwa 5mm, mehr konnte ich nicht bestimmen. Ich konnte es mit meinem Fernglas (8x50) verfolgen, leider  war es durch die Geschwindigkeit nicht möglich ein scharfes Bild in das Fernglas zu bekommen.

Das Aussehen  - es war ein Feuerball der einen sehr hellen, länglichen (weissen) Mittelpunkt in Flugrichtung hatte und darum herum wie bei einem Lagerfeuer rund und rot war, nach aussen hin aber immer dunkler wurde. Es bewegte sich absolut lautlos, sehr schnell und gleichmässig, war auf keinen Fall ein Flugzeug, da zu groß und durch die Form unverwechselbar, zu hell und zu farbig und keine blinkendes Licht. Da vorher auch 2 Sternschnuppen (laienhaft ausgedrückt) sichtbar waren, kann ich auch das ausschliessen. Es würde mich interessieren was das war."

 

Gerade als ich obige Zeilen gegen 10 h las, erreichte mich Laura T. aus Hanau, weil sie mal nachfragen wollte, ob "da schon von gestern Abend gemeldet wurde". Nö, hier noch nicht. Daraufhin schilderte sie gegen 22:45 h etwas absolut Komisches gesehen zu haben: nämlich "drei warmrote Lichter", die 4-5 Minuten lang völlig ruhig (gemeint ist Lautlosigkeit und in gerade Flugbahn) mit etwas Abstand zueinander einfach so quer über den ganzen Himmel zogen. Ein paar Flieger von und nach Frankfurt zogen in dieser Zeit ebenfalls "quer zu ihnen" vorbei, diese konnte sie eindeutig davon unterscheiden, sind schon am Himmel typischer Weise zu hören, die sind viel schneller am Himmel durch und deren Lichter sehen ganz anders aus. Frau T. bekam dadurch auch den Eindruck, als wenn diese "komischen Lichter" viel tiefer als Flugzeuge sind, auch wenn in den ersten Sekunden sie ebenso "genauso hoch wie Flugzeuge" eingeschätzt hatten, aber als dann immer wieder Flieger zu sehen waren, wurde klar, dass "die leuchtenden Roten" viel tiefer sind. Nur was waren sie gewesen? Von den Himmelslaternen hatte die Frau noch nie etwas gehört..., auch sie konnte sich erst gar nicht vorstellen, was man unter dem Wort sich vorzustellen habe. Ich erklärte es und das bereits viel-gehörte, erstaunte "Was es auch alles gibt..." war zu vernehmen.

 

Und schon gings in der Presse damit auch weiter...

 

´Bonn - Polizei gerufen: Ufo-Alarm wegen Himmels-Laternen´ hieß es im Express ( http://www.express.de/nachrichten/r... ):

>Klarer Sternenhimmel - und plötzlich sind sie da. Unerklärliche Lichter, helle Objekte, die lautlos und scheinbar rasend schnell über die Stadt fliegen. Ufo-Alarm! Kein Witz. Immer öfter werden Unerlaubte Flug-Objekte in Bonn und Umgebung gesichtet.

Während einer Schrebergartenfeier im Ennert sorgten die Ufos jetzt für Aufregung. "Wir sahen fünf, sechs Lichter. Sie waren exakt in einer Reihe und unglaublich schnell, fast wie ein Flugzeug", erzählt Annette Müller (40). "Es war unheimlich." Ufo-Alarm auch über Königswinter. Letzten Samstag gegen 22.40 Uhr alarmierte ein Mann die Polizei, weil er dachte, ein Sportflugzeug sei abgestürzt. Denn er hatte ein Feuer gesehen, das vom Himmel fiel. Nicht nur er. "Zeitgleich meldete sich ein weiterer Zeuge", so Polizeisprecher Frank Piontek. "Auch er meldete ein brennendes Objekt." Sofort wurde die Feuerwehr informiert, die nach 20 Minuten Entwarnung gab: Es war kein Flugzeug, sondern eine Fluglaterne. Sie war bei der Feier eines Männergesangvereins gestartet worden und nun zu Boden gegangen.

Sie heißen Flug-, Himmelslaternen, Wunschballone oder Kong-Ming-Lampions - und sind der neueste Partytrend. In einem Bonner Fachgeschäft sind sie schon ausverkauft. Was die wenigsten wissen: Bei uns darf man diese Papierballons, die mit einer Flamme angetrieben werden, nicht fliegen lassen. In den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf besteht ein Aufstiegsverbot. Demnach fallen die Laternen unter das Luftverkehrsrecht und ihr Aufsteigenlassen bedarf einer Erlaubnis. Sonst droht eine Geldbuße bis zu 50.000 Euro. "Diese Himmelslaternen sind gefährlich, weil sie zu einer unkontrollierten Brandentstehung führen können", warnt Albert Lehmann, Sprecher der Bonner Feuerwehr. "Sie können brennend zu Boden stürzen und ähnlich wie Funkenflug dort Strohballen oder eine trockene Wiese entzünden. Das kann auch bis zum Waldbrand gehen."<

+++

´Schön und gefährlich´ meldete an diesem Tag die ´Ostthüringer Zeitung´ ( http://www.otz.de/otz/otz.nachricht... ):

 

>Himmelslaternen sind bei Romantikern beliebt - aber nicht beim Feuerwehrverband

Von OTZ-Redakteurin Heike Schütze. Plötzlich taucht ein Licht am Abendhimmel auf. Es leuchtet heller als ein Stern und schwebt zügig voran. So unvermittelt, wie es aufgetaucht ist, verschwindet es wieder. Bei dem Phänomen handelt es sich nicht um ein UFO, sondern um Himmelslaternen oder Skyballons. Die ursprünglich aus Asien stammenden Mini-Heißluftballons sind derzeit der Renner in Deutschland und immer öfter auch in Thüringen zu sehen. Sie funktionieren ähnlich wie die Großen: In einem mit dünnem, weißen Reispapier ummantelten Drahtgestell lodert eine kleine Flamme. Die Luft wird heiß, die Hülle bläht sich auf, und der Ballon steigt in die Nacht.

Die Fluglaternen erreichen je nach Hersteller eine Brenndauer von fünf bis 25 Minuten und eine Flughöhe von 200 bis 500 Metern. Schon bei geringen Windgeschwindigkeiten und zirka sieben Minuten Brenndauer kann eine Laterne etwa 1,3 Kilometer zurücklegen. Bei Stefan Heine, Pressesprecher des Thüringer Feuerwehrverbandes e. V., lösen die leuchtenden Mini-Heißluftballons deshalb weniger Begeisterung aus, als bei Romantikern in mancher Hochzeits- oder Geburtstagsgesellschaft. "Einmal aufgestiegen, lässt sich die Laterne nicht mehr steuern. Eine Windböe kann reichen, und sie fällt auf ein Haus, in einen Wald oder auf ein Getreidefeld", umreißt Heine das hohe Risiko - gerade bei Trockenheit und Waldbrandgefahr.

Erst kürzlich stürzte eine solche Himmelslaterne in Nordrhein-Westfalen in ein Einfamilienhaus. Der Wintergarten brannte aus. Unmittelbar zuvor hatte das Bundesland die Trend-Lampions verboten. So ist es auch in Bayern. Gemeinden dürfen hier allerdings Ausnahmen erteilen. In der Schweiz ist bereits die Einfuhr der Laternen untersagt. Für ein Verbot setzt sich auch der Thüringer Feuerwehrverband ein. Das herrscht im Freistaat allerdings nicht. Da es sich bei den Sky-Ballons aber um Luftfahrzeuge im Sinne des Luftverkehrsgesetz - Paragraf 1, Absatz 2, Nummer 11 - handelt, bedarf es gemäß Paragraf 16, Absatz 1, Nummer 5 der Luftverkehrsordnung einer Aufstiegsgenehmigung. Eine solche luftrechtliche Erlaubnis durch die Luftfahrtbehörde wird für den Betrieb der Himmelslaternen in Thüringen jedoch nicht benötigt, solange diese eine Gesamtmasse von unter fünf Kilogramm aufweisen, über keinen Eigenantrieb verfügen und nicht im Umkreis von 1,5 km von Flugplätzen aufgelassen werden, so Angelika Frederking, Pressereferentin beim Thüringer Bauministerium. Sollte eine Genehmigung aufgrund der Kriterien erforderlich sein, ist das Landesverwaltungsamt Weimar zuständige Genehmigungsbehörde.

Sobald allerdings kontrollierter Luftraum betroffen ist, wäre, gegebenenfalls zusätzlich, eine Genehmigung der Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) in Langen (Hessen) erforderlich, so Frederking. Dort häufen sich inzwischen die Anträge, Mini-Heißluftballons fliegen zu lassen. "Wir bewerten, ob es sich um kontrollierten Luftraum handelt. Das heißt, für die Ballons herrscht im Umkreis von 15 Kilometern um internationale Flughäfen absolutes Startverbot, ergänzt Kristina Kelek, DFS-Sprecherin. In Frankfurt am Main gilt das Verbot sogar im Umkreis von 50 Kilometern, in Stuttgart sind es 20. In die Klassifizierung Internationaler Flughafen fällt auch Erfurt. Für die Einhaltung sonstiger - insbesondere brandschutz- rechtlicher - Vorschriften ist der Antragsteller selbst verantwortlich. Die DFS empfiehlt daher, zusätzlich einen Antrag beim zuständigen Ordnungsamt zu stellen sowie die nächstgelegene Polizeidienststelle über das Vorhaben zu informieren, so Kristina Kelek.

Wer eine Himmelslaterne auf die Reise schickt, kann im Fall eines Schadens auch für sein Handeln verantwortlich gemacht werden. "Entsteht durch einen fahrlässig verursachten Brand mit einem Skyballon ein wirtschaftlicher Schaden - zum Beispiel für den Besitzer eines Hauses oder einer Waldfläche - greift die Haftpflichtversicherung des Verursachers", erläutert Katrin Rüter de Escobar, Pressereferentin beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. in Berlin. Anders sehe der Sachverhalt allerdings aus, lässt jemend vorsätzlich eine brenndende Laterne zum Beispiel in eine Scheune fliegen.

Das Thüringer Bauministerium empfiehlt dringend: sich genau an die Gebrauchsanweisung zu halten die Laternen nicht in der Nähe von Bäumen und Hochleitungen steigen zu lassen sowie bei Waldbrandgefahr gänzlich auf die Skyballons zu verzichten.<

+++

Am späten Nachmittag erreichte mich ein Redakteur der Regionalausgabe Zittau von der ´Sächsischen Zeitung´, um sich wegen dem UFO-Meldeaufkommen hinsichtlich der Himmelslaternen zu erkundigen, weil die Redaktion weiterhin UFO-Meldungen mit immer den gleichen Sichtungsinhalten trotz aufklärendem Artikel erreichen - und er durch das Studium des CENAP-Newstickers soeben mitbekommen hatte, dass diese Situation nicht nur Zittau und Region betrifft, sondern ein bundesweites Phänomen darstellt.

 

Vorab berichtete die I-Netvertretung der Zeitung ´Freies Wort´, was die Leser am Freitag unter der Schlagzeile "Angst vor dem himmlischen Feuer - Thüringen setzt bei Mini-Ballons nicht auf generelles Verbot, sondern auf Ordnungsämter" ( http://www.freies-wort.de/nachricht... ) erfahren werden:

 

>Erfurt - "Laternen parken am Himmel verboten" - so lässt sich die Anweisung des Thüringer Landesverwaltungsamtes in Sachen der so genannten Himmelslaternen am einfachsten umschreiben: "Die Ordnungsbehörden sollen vor Ort tätig werden und das Starten dieser Ballons untersagen", erklärte eine Sprecherin des Weimarer Amtes gestern auf Anfrage. Wo sonst unter anderem Falschparker mit Knöllchen bedacht werden, soll künftig also auch die Ordnung am Himmel zum Aufgabengebiet gehören.

Luftaufsicht informieren: Himmelslaternen sind kleine, federleichte Heißluftballons - meist aus Reispapier - die von einem brennenden Körper zum Aufstieg gebracht werden. Das Feuer unter dem Ballon ist dann weithin zu sehen. Die aus Asien stammende Tradition, mit diesen etwa einen Meter hohen Ballons Wünsche in den Himmel zu schicken, setzt sich auch hierzulande immer mehr durch, etwa bei Hochzeiten, Geburtstagen oder anderen Festen. Hersteller beziehungsweise Verkäufer der Ballons weisen unterdessen bereits darauf hin, dass die Laternen in einigen Landkreisen verboten sind - ob derartige Verbote rechtlich Bestand haben, wird indes bezweifelt. Schließlich sei nicht klar, ob sie als Flugobjekte (mit eigenem Antrieb) oder Flugkörper (ohne Antrieb) eingestuft werden. Außerdem wird angeraten, die Luftaufsicht über die Ballonstarts zu informieren, nicht dass Flugzeuge wegen der Ufos noch in Schwierigkeiten geraten.

Die Feuer-Ballons sind indes Brandschützern ein Dorn im Auge. "Sie sind ein schwer kontrollierbares Brandrisiko", sagt Walter Jonas vom Deutschen Feuerwehrverband. Gerade bei sommerlicher Trockenheit könnten die Laternen Feuer auslösen. In jüngster Zeit soll es bereits mehrere Feuer gegeben haben, die von Himmelslaternen ausgelöst wurden. Auch der Thüringer Feuerwehrverband setzt sich deshalb für ein Verbot der Himmelslaternen ein. Niemand könne voraussagen, wo die Laternen landen, sagte Verbandschef Lars Oschmann.

Bei Regen sinkt die Gefahr. Während die Ballonstarts bisher immer genehmigt worden seien, sollte diese Praxis künftig geändert werden. Bei der Gelegenheit würden vielleicht auch die Ufo-Meldungen, die regelmäßig wieder wegen unerklärlicher Leuchterscheinungen Polizei und Rettungsdienste in Atem halten {!!!}, verringert werden. Vorreiter bei einem Verbot sind Nordrhein-Westfalen und Bayern. In beiden Bundesländern haben die Innenministerien entsprechende Verordnungen erlassen. So gibt es in Bayern eigens die "Verordnung zur Vermeidung von Bränden" (VVB). Das Thüringer Innenministerium hält eine solche Verordnung dagegen für übertrieben. Daher sei die Zuständigkeit an die Ordnungsbehörden weitergegeben worden, sagte Ministeriumssprecher Bernd Edelmann. Ohnehin sei davon auszugehen, dass sich die Brandgefahr mit den sinkenden Temperaturen und den Regenfällen wieder verringere.<

 

Ein weiterer Artikel dort dreht sich um die Schlagzeile "Himmelslaternen: Ufo-Meldungen serienweise - Die Ordnungsämter wollen die Miniheißluftballons nun verbieten" ( http://www.freies-wort.de/nachricht... ):

 

>Sonneberg - Der Anruf eines Mannes am 5. Juli hielt die Polizei in Sonneberg und Neuhaus und sogar den Flugtower in Coburg auf Trab. Der Mann wollte mit seinem Fernglas um 21.40 Uhr beobachtet haben, wie ein Ballon über Wildenheid vom Nachthimmel abgestürzt ist. Es muss eine ganze Armada von Ballons gewesen sein, denn im Laufe jenes Sommerabends meldeten sich weitere Anrufer und erzählten von derartigen Abstürzen. Doch es waren keine Ballons - es waren Ufos. Und zwar exakt solche, wie sie am 2. August gegen 23.15 Uhr auch Carlo G. aus Lenggries wahrnahm. Für etwa vier Minuten sah er gelblich-orangene Lichtkörper, "ganz klein aber größer als jeglicher Stern", durch den halben Himmel ziehen und dann "vergehen". 900 Meldungen dieser Art gingen bisher beim Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene ein. Damit gab es mit 1400 Ufo-Meldungen in den Jahren 2007 und 2008 mehr Meldungen als in über 30 Jahren vorher zusammen.

Die unbekannten Flugobjekte sind jedoch nicht mit grünen Männchen bemannt, sie kommen auch nicht vom Mars, sondern aus dem Laden von Petra Pawletta. In Asien steigen diese sogenannten Himmelslaternen traditionell zu Neujahrsfesten auf. Nun hat der Brauch auch Deutschland erreicht und immer häufiger werden mit den fliegenden Laternen aus Papyrus Wünsche in den Himmel geschickt. Petra Pawletta, Inhaberin des Spielwarenladens "Zip Zap" am Sonneberger Spielzeugmuseum, kann die Nachfrage kaum noch bewältigen. "Die Leute sind verrückt nach den Laternen. Wenn ich jetzt bald alle ausverkauft habe, dann werde ich bis Dezember keine mehr bekommen." {!!!} Die Anlässe sind vielfältig. Ob Geburtstag, Hochzeit oder Schuleinführung - die Himmelslaterne ist das buchstäbliche Highlight des Sommers. "Es ist einfach ein schöner und beruhigender Anblick", sagt Petra Pawletta. Mit einem Filzstift werden die Wünsche auf die Papierummantelung der Laterne geschrieben und dann der Brennkörper mit einer langen Kerze angezündet. Durch die heiße Luft im Inneren steigt die Laterne dann wie ein Ballon je nach Thermik bis zu 500 Meter hoch. Sobald der Brennkörper erloschen ist, verglüht die Himmelslaterne und sinkt langsam zu Boden.

Brandgefahr. In trockenen Sommern sind die schwebenden Wunschtüten nicht ungefährlich. Erst vor kurzem haben die Laternen in der Nähe von Fürth zwei Felder in Brand gesetzt. Deshalb sind sie in Coburg jetzt schon verboten. Ausnahmen sind aber möglich. In Sonneberg ist es laut Andreas Barnikol von der Polizeiinspektion Sonneberg noch nicht zu Unfällen mit dem fliegenden China-Import gekommen. Doch auch der Polizeichef spricht sich für ein Verbot der Himmelslaternen aus, da die Brandgefahr im Sommer einfach zu groß sei. Allein, es gibt keine rechtliche Grundlage für ein Verbot. Im Sonneberger Ordnungsamt sind noch keine Anfragen hinsichtlich der Himmelslaternen eingegangen, deshalb habe man damit auch noch keine Erfahrung, sagt Leiter Gerd Wollheim. Auch gebe es bislang kein Hinweisschreiben des Landesverwaltungsamtes. "In solch einem Fall würde ich die Anfrage an die Deutsche Flugsicherung weiterleiten."

Für den Raum Sonneberg ist die Deutsche Flugsicherung allerdings nicht mehr zuständig, da der Kreis nicht mehr in die Kontrollzone der Thüringer Außenstelle in Erfurt fällt, informiert Torsten Kropetz. Er verweist wiederum an die Ordnungsämter der Kommunen, die die Laternen im Rahmen ihrer Brandschutzverordnung genehmigen oder verbieten können. Dazu muss jedoch zunächst der Aufstieg einer Laterne angemeldet werden - und das war in Sonneberg bisher nicht der Fall. Auch ohne offizielles Verbot kann, wer die Laternen auf die Reise schickt und etwa Felder in Brand setzt, durchaus zur Haftung herangezogen werden, betont Wollheim. Bei einem fahrlässig verursachten Schaden durch einen Skyballon greife jedoch die Haftpflichtversicherung des Verursachers, tröstet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft Berlin. Da die Nachfrage eher zu- als abnehmen dürfte und damit das Risiko von derartigen Schäden steigt, fordert auch der Thüringer Feuerwehrverband schon mal prophylaktisch ein Verbot der Himmelslaternen.

Händlerin Petra Pawletta glaubt nicht, dass die Ballons gefährlich sind, wenn die beigelegte umfangreiche Betriebsanleitung gelesen wird. Darin ist auch die Nummer der Deutschen Flugsicherung angegeben, bei der die Laterne angemeldet werden muss. Weil die aber nicht mehr hinterherkommt, drei bis vier Meldungen täglich zu bearbeiten, ist ab heute extra eine Hotline (heiße Leitung) eingerichtet {!!!}. Bürger mit tiefem deutschen Pflichtgefühl können ihre Laternchen, die sie rund um Sonneberg, Schalkau und Steinheid himmelwärts schicken wollen, also ab sofort nach Frankfurt melden, in die Zentrale der Deutschen Flugsicherung unter 069/78072658.<

 

Gegen 22 h meldete sich eine Dame aus Leipzig völlig außer Atem/schweratmig, weil sie kurz vor 21:30 h etwas für sie und ihrem Sohn absolut Unglaubliches von der Dachterrasse aus gesehen hatte. Das Gespräch sollte sich etwas schwierig gestalten, weil die Dame einfach aufgrund ihrer Wahrnehmung total durch den Wind war. Sie hatte meine Rufnummer eben gerade von der Flugsicherung erhalten, wo sie nachgefragt hatte was da am Himmel los sei, dort man aber von nichts wusste. Alles sei absolut normal. Was war eigentlich der Anlaß? 2 Formationen von je 5 orange-roten Lichtobjekten waren nach und nach da am Horizont aufgestiegen und dann binnen 3-4 Minuten schnell herbeigekommen und über sie hinweggezogen. Insgesamt hatte die Sichtung wohl um die 10 Minuten gedauert und war für die Frau so aufregend und eindrücklich, dass sie sofort mal bei der Flugsicherung anrief.

 

Aus den Gehardt-Files...

"Ich durfte von meinem Balkon aus Zeugin eines besonderen Ereignisses sein. Ich lebe in 26382 Wilhelmshaven = Südstadt, - 150m nördlich der Kaiser-Wilhelm-Brücke, 300m nördlich des Jadebusens und 30m südlich des Marinearenals. Zeitpunkt der Beobachtung: 12.08.2008, einige Minuten vor 23:00 Uhr, um 23:00 Uhr und um ca. 23:05 Uhr. Es tauchte aus südsüdwestlicher Richtung kommend, auf optischer Höhe eines vierstöckigen Hauses, ein runder gelblich-orange hell leuchtender Punkt auf, der ca. 10 mal größerer als die Venus wirkte. Der ´Sterneffekt´, also das Leuchten war sehr intensiv. Die Bewegungsart glich einem Schweben in gleichbleibender Geschwindigkeit, ca. drei mal schneller als ein Flugzeug. Die meinerseits geschätzte horizontale Entfernung betrug beim Auftauchen der Objekte 500m, die Entfernung zur Erde war wesentlich geringer = als die eines Flugzeuges. Fast hatte ich den Eindruck, es geschieht kurz über den Dächern. Der erste Lichtpunkt ging nach zwei oder dreimaligem Flackern, als er sich in Flucht mit der Venus befand, nach einer viertel Minute aus. Schade, war mein Gedanke und gleichzeitig, vielleicht kommt noch einer. So geschah es tatsächlich! Das zweite, identisch aussehnde Lichtpunkt trat in genau der gleichen Position, Richtung und mit der gleichen Geschwindigkeit auf. Er bewegte sich erst in nördliche, dann in einem weiten Bogen ansteigend in nordöstliche Richtung weiter und verschwand (nach ca.1 Minute) aus meinem Sichtfeld. Mit einem (eher schlechten) Fernglas betrachtet war es eine Kugel. Der dritte, ebenso aussehende Punkt schwebte in einer Entfernung von nur 150 Metern in direktem Kurs von Südwest in Richtung Nordost. Er entschwand meinem Blick genau über mir. Das alles geschah völlig geräuschlos. Etwa geschätzte 8-10 Minuten später, ein kurzes Aufleuchten in Gelborange, ich hatte den Eindruck, es kam von oben. Nicht wie ein Blitz aus der Ferne. Fast geichzeitig, wie aus dem Nichts aufgeregtes Kreischen von einer Möwenschaar (25 Vögel), die weiter kreischend in einem Bogenflug, etwa entgegengesetzt zu der Linie der unbekannten Flugobjekte eine ´Runde´ drehte und rasch, fast wie ein Chor wieder verstummte. Den Zusammenhang vermute ich nur (Fantasie!?). Für mich eine ergreifende Beobachtung. Für Sie? Alltag? Ich möchte gern mehr erfahren. Mit aufgeregtem Gruß, Joanna M."

+++

15.08.2008

Unglaublich - China-Ballons: Jetzt halten auch Chinesen sie für UFOs!

Luftwaffe befragt: Mysteriöse Erscheinung am Balinger Abendhimmel - Die Lausitz erlebt in diesem Jahr einen Wochenend-Ufo-Sommer

Ich erhielt noch diese eMail mit dem Betreff ´Ist das vielleicht ein UFO?´ von Marius V., wo er schrieb: "...ich möchte etwas interessantes melden. Ich habe den Mond am 10.08.08 um 22:40:55 Uhr fotografiert (im Bad Griesbach, nähe Passau). Ich habe eine Digitalkamera Canon Digital IXUS 860 IS mit 8 MP. Zu Hause angekommen, habe ich heute die Bilder runtergeladen. Ich bearbeite die Fotos mit Picassa 2 (mit ´Auf gut Glück´ Befehl) von Google und bei einem Foto welches am Anfang nichts unaufälliges zu sehen war, erschien mir neben dem Mond (beim Aufhellen) ein  komisches Objekt das ich nicht richtig einorden kann. Vielleicht könnt ihr mehr darüber sagen. Ich schicke das original Foto als Anlage. Vielen Dank."

8943-0 

Unerwartetes Foto-Objekt. Es zeigte sich eine mehr oder eher minder gelungene Aufnahme des Mondes mit einem großen ´Orb´ - ein kleines Schwebeteilchen (Staubkorn) vor der Kameralinse, was nur deswegen so schwach rauskommt, weil das Mondlicht dafür zu schwach war, um es richtig aufzuhellen, bei Blitzlichtfotografie kommen die satter raus. Schön, mal wieder was wie aus dem normalen UFO-Forscher-Leben wie von früher (vor Pfingsten 2007) zu bekommen. Daran kann man auch sehen: nicht alle UFOs derzeit sind nur Himmelslaternen, es gibt auch seltene Ausnahmen. Ein netter Lichtblick damit ist nicht ganz so öde ist, aber dann kam´s wieder knüppeldick mit unserer Plage, der ´glühenden Himmelspest´.

+++

Um 23:15 h berichtete Paola C. aus Östringen, um gegen 22 h zufällig einen orange-roten Feuerball geräuschlos zum Himmel aufsteigen gesehen zu haben, bis jener nach 6-7 Minuten als kleiner ´Stern´ im Himmel verschwand. Unheimlich war für sie, dass das Ding "optisch so wirkte, als wenn da ein Herz pumpt"! Gemeint war damit ein gelegentliches "Pulsieren" oder "Flackern" des Lichtes, soetwas hatte sie noch nie gesehen und erstaunte sie sehr. 20 Minuten darauf meldete ein Herr K. aus Maxdorf wie er und seine Lebensgefährtin Martina A. um 22:10 h (auf die Uhr geschaut, Gewohnheit als ehemaliger Polizist!) auf dem Heimweg von einem Gasthaus, wo sie zum Abendessen waren, fünf Lichtkörper in "grellem Rot" lautlos über den Häusern der gegenüberliegenden Häusern "aufkommen und dann die nächsten 3 Minuten in einer Kette" über den Himmel ziehen sahen. Dann gingen sie nach und nach einfach aus. Dies sah schon "sehr spektakulär aus, Sie müssen sich dies mal vorstellen, aber es ist wahr - wir wollen Sie nicht verarschen" wurde er etwas lauter und seine Freundin im Hintergrund bestätigte dies spontan. Aufgrund der Sichtungsparameter machte ich mal wieder meine Einschätzung zur Beobachtungssituation. Es ist einfach immer wieder die selbe Geschichte, weil eben die Himmelslaternen massenhaft unterwegs sind. Und was massenhaft am Himmel dahinzieht wird freilich auch von Menschen ohne Ahnung dazu, was dies sein mag, gesehen. Deswegen gibts eben, naturgemäß, immer wieder die selben UFO-Meldungen, es ist einfach so. Und dementsprechend eine ewig fortlaufende gleiche Bewertung der Fälle, was sonst? Hm, danach hängte ich sofort aus. Jetzt rutschen die Meldungen wieder vor, weil es früher dunkler wird.

 

Fangen wir den neuen Tag einfach mal mit UFOs über Lüdenscheid - als GEP-´Hochburg´ - vom 25.Juli 2008 gegen 22 h an, gerade aufgespielt bei YouTube, siehe http://www.youtube.com/watch?v=8YsJ... . Wir erinnern uns noch an diesen Film, der bereits damals bei YouTube eingestellt wurde: http://www.youtube.com/watch?v=qx1I... . Doch das sollte es noch nicht gewesen sein, YouTube erlebte eine UFO-Invasion mit diesen "glowing spheres" an diesem Tag.

 

Verblüffend: Die UFOs zur Sommer-Olympiade in China!

Da wird die Peking-Ente im Wok verrückt! Es hat ja kommen müssen! Unter dem Titel "UFO? what in the sky in WeiHai, China" wurde unter http://www.youtube.com/watch?v=oxmz...

2008-08-chinalaterne

dann diese Videoaufnahme eingestellt. Wahrhaft ein China-UFO (-Ballon)! Und wenn dies noch nicht einmal die Chinesen selbst wissen, was das ist, na dann braucht man sich nicht über die Deutschen wundern. Und auch die Russen sehen sie: ´RUSSIA sees U.F.O.s in FORMATION over CITY SKIES - Even RUSSIA gets a visit from our international glowing spheres.´ - http://www.youtube.com/watch?v=D4B9... .

 

Bei YouTube wurde aber auch dieses Video eingestellt: http://www.youtube.com/watch?v=oq-a... - "Hundreds of STRANGE LIGHTS RISE to the SKY. It could be china-lanterns or something else." Sehr beeindruckend. Auch diese Aufnahme war hier zu finden - http://www.youtube.com/watch?v=IlBG... - "Tourist watch multiple ´U.F.O.s´? Video Footage. ONTARIO 2008 various tourist witness a dozen ´UFOs´? you decide." Sehr schön auch die Live-Diskussion der Zeugen während des Geschehens mitzuhören, um zu verstehen wie die Leute darauf sind, wenn ´es´ gerade passiert! In diesem Fall gehen sie ihnen bekannte Erklärungsmöglichkeiten durch, um vielleicht eine Lösung zu finden. Ausnahmsweise mal relativ ruhig. Super. Zum Thema UFOs im englischen Stretford (siehe unseren gestrigen Beitrag hierzu) wurde auch dies bei YouTube eingestellt: http://www.youtube.com/watch?v=Fu4p... .

+++

Die ´Sächsische Zeitung´ in Zittau berichtete unter der Schlagzeile ´Die Lausitz erlebt in diesem Jahr einen Wochenend-Ufo-Sommer´ dies in einem Artikel von Matthias Klaus:

 

>Immer wieder wurden an den vergangenen Abenden mysteriöse Lichter über der Lausitz gesichtet. Seriöse Ufo-Experten gehen weiter von Papierlaternen aus. Werner Walter nimmt die Angelegenheit inzwischen mit Humor. "Wochenend-Ufos", so bezeichnet der Vorsitzende des Centralen Forschungsnetzwerkes außergewöhnlicher Himmelsphänomene (Cenap) in Mannheim die Meldungen, die in diesen Tagen bei ihm eintrudeln. "Bevor die Himmelslaternen aufkamen, hatten wir deutschlandweit pro Jahr etwa 40 bis 70 UFO-Meldungen. Seit Pfingsten dieses Jahres {2007!} sind es schon 1.500!", schildert Werner Walter. Kein Wunder, dass die Mitarbeiter des Netzwerkes, das sich sehr kritisch mit UFO-Sichtungen auseinandersetzt, derweil schon etwas frustriert sind. "Die Leute, die sich bei uns melden, sind immer sehr aufgeregt. Es ist unvorstellbar, wie dieses Phänomen auf einmal ausgebrochen ist", so der CENAP-Chef.

Das Phänomen Himmelslaterne: Geburtstage, Hochzeiten, Partys aller Art - ohne die Mini-Heißluftballons scheint keine Feier mehr auszukommen. Auch in der Lausitz. Zahlreiche SZ-Augenzeugen beobachteten in den vergangenen Tagen lautlose Lichter am Himmel. Irmgard Winter aus Ebersdorf etwa entdeckte ein UFO, dessen Umrisse nicht zu erkennen waren, als eine Art Feuerball mit rötlicher Färbung in 100 Metern Höhe entschweben. Hannah Piescher aus Seitfhennersdorf wiederum sah an der Grenze von Ost nach West ein "Objekt mit zwei sehr hellen Lichtern und einem Blinker am Nachthimmel gegen 22:30 Uhr."

"Oft bekommen wir zum Wochenanfang entsprechende Meldungen. Aber jetzt in der Ferienzeit kommen sie die ganze Woche über, wie gerade eben die Partys gefeiert werden", erzählt Werner Walter. Spielzeug für Erwachsene hin oder her, Jutta Scholze ist sich sicher: "Eine ´asiatische Fluglaterne´ war das bestimmt nicht!" Ganze vier Mal sei ein UFO bei ihr über Pulsnitz vorbeigeschebt. Nun wüsste sie gerne, was das zu bedeuten hätte. Das wüsste auch die Görlitzer Familie Speer gern. Sie sah sogar ein "internationales UFO". Gegen 22 Uhr kam ein Flugobjekt vergangene Woche aus Richtung Polen über die Landeskrone. Tags darauf waren sogar drei Stück zu beobachten.

Welche harte Landung ein UFO machen kann, hat Frank Gutzeit beobachtet. Er fand ein Flugobjekt zwischen den Gleisen des Zittauer Bahnhofs - eine Papierlaterne, verziert mit guten Wünschen. Ob es such um eine jener mysteriösen handelt, die über dem Olbersdorfer See zu sehen waren, ist allerdings unbekannt. Werner Walter befürchtet indes, dass der UFO-Boom noch einige Zeit anhalten könnte. "Wir hatten ein ähnliches Phänomen in den 80er und 90er Jahren. Damals schafften sich die Diskotheken Scheinwerfer an, mit denen sie in den Himmel leuchteten", sagt er. Und bei CENAP gab es ebenfalls eine UFO-Meldewelle. Die Leute, so Werner Walter, müssen sich halt erst an die fliegenden Laternen gewöhnen, genau wie an das Discolicht.

Übrigens: Gut möglich, dass Anfang der kommenden Woche wieder jede Menge unbekannte fliegende Objekte gemeldet werden. Zum 15.Turmfest auf dem Löbauer Berg steigen am Sonnabend Himmelslaternen. 20:30 Uhr geht´s los.<

 

Der MDR brachte in seiner TV-Sendung "MDR um zwölf" diesen 3 1/2-minütigen Beitrag, wo auch drei Himmelslaternen als Trio in den Nachthimmel ziehend gezeigt wurden (den UFO-Bezug stellte man leider nicht her, es hätte ja nur ein kleiner Nebensatz dafür gereicht):

´Brandgefährliche Flug-Geräte - In der Luft wartet eine ganz neue Bedrohung: Sky-Ballons, auch bekannt als Himmels-Laternen. Kleine, von einer Kerze betriebene Lampions, die viele Menschen bei diversen Anlässen in den nächtlichen Himmel steigen lassen. DER Sommerparty-Hit. Vielerorts sind sie jedoch verboten, wir verraten, warum.´

+++

´Gefährlicher Spaß am Sommerhimmel´ hieß die Schlagzeile in der ´Ibbenbürener Volkszeitung´ ( http://www.ivz-online.de/lokales/kr... ) zu diesem Artikel:

 

>Rheine. Keine Party mehr ohne Mini-Heißluft-Ballon. Der Spaßartikel, bei dem eine Flamme unter einen Stoffballon gehängt wird und diesen in luftige Höhen trägt, ist große Mode in diesem Sommer. So ganz ungetrübt ist die Freude über die Hingucker am Himmel nicht, denn zumindest die Feuerwehr hat große Bedenken. "Wir sehen diese Mini-Heißluft-Ballone sehr kritisch", sagt Markus Preckeler, stellvertretender Leiter der Feuer- und Rettungswache in Rheine. ... In den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf mit den beiden großen internationalen Fughäfen sind die Himmels-Laternen bereits komplett verboten worden. Bei Zuwiderhandlungen drohen die Behörden mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro. Ganz so weit geht die Bezirksregierung in Münster, die im hiesigen Raum für die Luftaufsicht zuständig ist, noch nicht. "Gegen die Verordnung aus Köln und Düsseldorf läuft zurzeit ein Gerichtsverfahren. Diese Entscheidung warten wir ab", sagte Sprecherin Sigrun Rittrich. Sie wies aber darauf hin, dass für den Betrieb der Mini-Ballons ein Antrag bei der Deutschen Flugsicherung im hessischen Langen gestellt werden müsse.

Dort sind die Himmelslaternen inzwischen Dauerthema {!}. Wer diesen "ungesteuerten Flugkörper mit Eigenantrieb" nämlich steigen lassen will, braucht dazu eine "luftverkehrsrechtliche Stellungnahme". Sprecherin Ute Otterbein erklärt: "Wir prüfen die Flugsicherheit." Im Umkreis von Flughäfen seien die Laternen, die 400 Meter hoch steigen können, verboten. Fast 10.000 Anträge seien in diesem Jahr bislang bearbeitet worden. Täglich kämen gut 100 hinzu. {!!!} Und viele Menschen wüssten noch nicht einmal, dass die Himmelslaternen ohne Genehmigung nicht fliegen dürfen.<

+++

Der ´Schwarzwälder Bote´ { http://www.schwarzwaelder-bote.de/w... ) berichtete unter der Schlagzeile ´Balingen - Mysteriöse Erscheinung am Balinger Abendhimmel´ Redakteur Claudius J. Erb dies:

 

>Balingen - UFO über der Eyachstadt? Eine mysteriöse Beobachtung hat ein Leser des Schwarzwälder Boten am Balinger Abendhimmel gemacht. Das helle Licht, das mit hohem Tempo übers Firmament sauste, weckte auch das Interesse des Luftwaffenamts der Bundeswehr. Eins vorweg: Was der Balinger gesehen hat, war definitiv ein UFO, nämlich ein ihm unbekanntes Flugobjekt. Einen sehr hellen roten Lichtpunkt hatte er gegen 21.30 Uhr am Himmel ausgemacht.

Das Objekt habe sich mit der Geschwindigkeit eines Flugzeuges und "auf der üblichen Bahn" bewegt. Doch durch seine Helligkeit und die intensive Farbe unterschied sich das UFO in den Augen des Lesers deutlich von einem "normalen" Flieger. "Da glücklicherweise keine Flugzeugkatastrophe gemeldet wurde, habe ich keine Erklärung dafür", schrieb er per E-Mail an unsere Redaktion und fragte: "Ist bekannt, was das war?"

Luftwaffe befragt. Mit Hilfe von Experten versuchten wir, der rätselhaften Sache auf den Grund zu gehen. Und stießen im Luftwaffenamt der Bundeswehr in Köln auf offene Ohren. Denn zwar bekomme man in diesen Tagen einige solcher Anfragen {!!!}, berichtete ein Sprecher der Luftwaffe. Doch in der Regel seien Gartenfeste die harmlosen Auslöser. Es gebe derzeit Licht-Ballons {auch ein toller umschreibender ´Suchbegriff´ wenn man gerade auf den richtigen Namen nicht kommt} zu kaufen, die bis zu 50 Meter in die Höhe gebracht werden können. Diese Ballons, die als romantische Lichtquelle für Feste im Freien dienen, versetzten immer wieder Menschen in der unmittelbaren Nachbarschaft in Aufruhr und Sorge. Da sich aber das Objekt, das über Balingen beobachtet wurde, mit rascher Geschwindigkeit bewegt haben soll, sei solch ein Ballon auszuschließen. Was aber war es dann? Eine Woche dauerte die Recherche der Luftwaffe - der Balinger hatte das UFO bereits am Mittwoch vor einer Woche beobachtet.

Luftraum über ganz Deutschland überwacht. Die Bundeswehr, die den Luftraum über ganz Deutschland überwacht, wertete ihre Radardaten für die Balinger Koordinaten aus. Und kam schließlich zu dem Ergebnis: "Im Zeitraum von 21 bis 22 Uhr konnte im kontrollierten Luftraum oberhalb etwa 3000 Meter nur ziviler Flugbetrieb nachgewiesen werden." Wie Oberstleutnant Hartmut Beilmann weiter mitteilt, lag "die Geschwindigkeit der einzelnen Luftfahrzeuge zwischen umgerechnet etwa 600 bis 850 Stundenkilometern". Was aber ließ das vermeintlich normale Flugzeug so gleißend hell und rot erscheinen? Sven Alexander Schuch, stellvertretender Vorsitzender der Betriebsgemeinschaft Sternwarte Zollernalb in Brittheim, hat eine ziemlich stimmige Theorie: Auch er tippt auf ein Flugzeug. Dessen Positionslampen seien rot und sehr hell. "Es könnte sein, dass der Blinkmechanismus defekt war und die Lampen konstant leuchteten", meint Schuch. Da dies ein seltener Anblick sei, könnte dieser Defekt den besonderen Effekt auf unseren Leser gehabt haben.

UFO war nur ein BeFO - ein bekanntes Flugobjekt. Immer wieder komme es zu solch interessanten Himmelsbeobachtungen, berichtet Schuch. "In 99,9 Prozent" seien sie zu erklären. Auch wenn er selbst "noch nie etwas am Himmel gesehen" habe, das ihm "absolut schleierhaft" gewesen sei, findet er vermeintliche UFO-Meldungen spannend und nimmt sie ernst. Wer solch eine Beobachtung mache, könne sich deshalb jederzeit an die Sternwarte wenden. In aller Regel werden die Experten Licht ins Dunkel bringen. Wie auch im aktuellen Fall. Denn das Balinger UFO war wohl doch nur ein BeFO - ein bekanntes Flugobjekt.<

 

Hm, was ist denn da wieder zusammengeschrieben worden? Man lag doch wohl schon nahe an der Lösung dran, und wich dann mit aller Kraft davon ab. Nun da wollte ich mich doch mal näher erkundigen, um mehr über den "sehr hellen roten Lichtpunkt mit der Geschwindigkeit eines Flugzeuges" zu erkundigen. Hört man ja von nicht-erkannten Himmelslaternen als ´UFO-Fähigkeit´ immer wieder. Samstagabend konnten die Teilnehmer unserer CENAP-Südwest-Sommernachtsparty dies ja selbst in Heilbronn sehen. Und nach den Erfahrungen die wir mit Astronomen in diesen Tagen machten kam mir das Gerede des Astrofreunds von der Sternwarte Zollernalb zumindest ´spanisch´ vor. Prickelnd war dies schon, da die gleiche Zeitung an anderer Stelle ( http://www.schwarzwaelder-bote.de/w... ) darüber berichtete, was ja eine gewisse Ironie in sich mitbringt (gell, manchmal ist es im Leben schon herb):

 

>Freudenstadt - Kostenlose Gutscheine für Himmelslaternen - Eine chinesische Tradition soll die Nacht der Magie bereichern

Freudenstadt - Der Marktplatz in Freudenstadt verwandelt sich am Samstag, 30. August, in ein Reich der Fantasie: Zur Nacht der Magie huschen Faune durch Zauberwälder, erzählen Märchenkönige ihre Geschichten und schießen riesige Flammensäulen in den Himmel. Magier mischen sich unters Publikum und erstaunen mit kuriosen Tricks. Raffinierte Laser- und Lichteffekte entführen in eine Welt der Illusion. Doch auch die Besucher selbst können zur zauberhaften Atmosphäre beitragen: Dank einer uralten Erfindung aus dem fernen China, den Himmelslaternen, können sie einen Lichterreigen entfachen.

Wer bei der Nacht der Magie einen Ballon steigen lassen möchte, erhält einen kostenlosen Gutschein für eine Himmelslaterne im Vodafone-Shop in Freudenstadt. Zur magischen Stunde um 0 Uhr gibt es bei der Nacht der Magie eine besondere Überraschung. Wer Teil dieser zauberhaften Show werden möchte, kann sich von zirka 22 bis 1 Uhr als Statist beteiligen. Teilnehmer haben am Donnerstag, 28. August, abends Generalprobe. Interessierte wenden sich an MPS, Carina Speidel, Telefon 0711/902?3414 oder carina.speidel@mps-agentur.de .

Eintrittkarten zur Nacht der Magie kosten für Erwachsene 13,10 Euro und 15 Euro an der Abendkasse. Kinder unter zwölf Jahren haben freien Eintritt. Karten im Vorverkauf gibt es bei allen Geschäftsstellen des Schwarzwälder Boten, unter der Ticket-Hotline 07423/78790, bei der Tourist Information, im Kurhaus und im Turmbräu sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Abonnenten des Schwarzwälder Boten erhalten das Vorverkaufsticket zum ABO-Bonus-Preis von 9,80 Euro in den Geschäftsstellen des Schwarzwälder Boten.

Mehr dazu: www.magische-nacht.de<

 

Tatsächlich konnte ich den Redakteur des UFO-Artikels gleich erreichen und er las mir die Originalmail vor, die er auch der BW und der Sternwarte geschickt hatte. Ganz klar: MHB aka Himmelslaterne, nur ein weiterer Fall von Hunderten gleichen Beobachtungsinhalts.

Pikant der Fall: Experten interpretieren Himmelslaterne falsch als Flugzeug!

+++

Aus den Gehardt-Files...

"Gestern abend (12.08.08), gegen 20:00 Uhr habe ich mit meiner Mutter im Raum Coesfeld 48653 drei mir unbekannte fliegende Objekte am Himmel beobachtet. Eines flog in einer noch gut erkennbaren Höhe alleine, in einer recht hohen Geschwindigkeit vor. Man konnte erkennen, dass es sich um eine dunkle Farbe, evtl braun, handelte. Das Objekt war flach, oval oder evtl auch kreisförmig. Einige Sekunden darauf flogen zwei weitere diesere Objekte hinterher. Diese flogen ziemlich dicht übereinander in gleicher, konstanter Geschwindigkeit in die selbe Richtung. Nach ca einer halben Minute waren alle verschwunden. Trotz dämmernder Wetterverhältnisse, hatten diese Objekte kein Licht. Da ich so etwas vorher noch nie gesehen habe, bitte ich Sie um Aufklärung, soweit es Ihnen anhand meiner Beschreibung möglich ist."

Himmelslaternen in der frühen Dämmerung. Ein Kollege dazu, der vor kurzem das SMS mit Dauerstarts von solchen China-Ballons besucht hatte (wir berichteten) dazu: "Passt zu meiner SMS-Sichtung. Gegen 20 Uhr wars hell genug, keine Kerzen zu erkennen, sondern nur den Körper."

 

Am Abend erreichte mich die erstaunlliche eMail ´Ufo-Vorankündigung´ von Detlev L. vom Institut für Soziologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz: "...nur zur Vorwarnung: Morgen Abend werde ich auf einer Grillparty am Rheinufer bei Ingelheim ein paar rote und weiße ´Himmelslaternen´ steigen lassen. Bei Westwind müßte es Ufo-Meldungen aus Mainz geben. (Das ist 10 km entfernt - so weit kommen die doch, oder?) Ich werd auch Fotos machen und die Uhrzeit notieren. Vielleicht könnt Ihr dann mal einen Ufo-Fehlalarm vollständig im Netz dokumentieren ..."

 

Die ´Freie Presse´ ( http://www.freiepresse.de/NACHRICHT... ) stellte schon mal einen Artikel für Samstag ins Netz:

 

>Ufo-Alarm im Kerzenschein - Zahlreiche Erzgebirger beobachten unheimliche Leuchterscheinungen

Beierfeld/Schneeberg. Sie kommen lautlos. Und sie verschwinden genauso plötzlich, wie sie gekommen sind: Ufos - unbekannte Flugobjekte. Im Erzgebirge sind in den vergangenen Tagen auffällig viele auffällige Leuchterscheinungen beobachtet worden. Besorgte Anrufe erreichten nicht nur die Sternwarten in Schneeberg und Drebach, sondern auch die Lokalredaktionen der "Freien Presse". Was sich dahinter verbirgt, ist schnell erklärt. Normalerweise entpuppen sich die Lichter als Himmelslaternen. Sie sind aus Papier und funktionieren nach dem Prinzip des Heißluftballons: Brennendes Wachs erwärmt die Luft im Ballon, das Gebilde steigt lautlos nach oben und schwebt so lange, bis das Feuer ausgeht. Bei Wind kommen die leichten Laternen entsprechend flott voran. Matthias Bretschneider aus Beierfeld hat mehrere solcher Lichter beobachtet. "Zuerst dachte ich, das ist die internationale Raumstation ISS. Die zieht auch so schnell über den Himmel", berichtet er.

Als aufgeklärter Bürger vermutete Bretschneider zumindest keine kleinen grünen Männchen. Doch als ihm die Bewölkung auffiel, wegen der die ISS nicht zu sehen sein konnte, kam er ins Grübeln. "Das war unheimlich. Wer da an Ufos glaubt, denkt bestimmt, er hat welche gesehen." Bärbel Schmiedel aus Lauter erblickte einen roten Ball am Himmel. "Das war beängstigend." Dass sie nicht spinnt, war ihr klar. Aber was hatte sie gesehen? Als ihre Kollegin Stephanie Bretschneider Ähnliches berichtete, konnte sie beruhigt sein - zumindest, was ihren Geisteszustand angeht. Und die Mitteilung, dass auch sie wohl eine schwebende Laterne zu Gesicht bekam, machte den Schreck vergessen.

Während in den Polizeidirektionen Zwickau und Chemnitz inzwischen nur noch wenige Ufo-Anrufe eingehen {? - wann gab es mehr}, haben die Mitarbeiter der Sternwarten durchaus zahlreiche Fragen zu beantworten {und wie die beantwortet werden haben wir auch schon zum Davonlaufen gesehen}. Klaus-Dieter Kalauch, der in Schneeberg tätig ist, hat neben den Lampions noch einige andere Erklärungen parat: "Die Erde fliegt gerade durch einen Meteorstrom, die Perseiden. Da gibt es jedes Jahr viele Sternschnuppen zu sehen. Die meisten waren es am 12. und 13. August {schön wär´s, war aber nicht der Fall, wieder einmal nicht der Fall}." Wenn größere Brocken in der Erdatmosphäre verglühen, könne man ein Nachleuchten beobachten, das einige Minuten dauert {wenn auch sehr sehr selten}. Andere halten auch den Jupiter, der derzeit sehr hell am Himmel steht, für etwas Ungewöhnliches. "Und man darf nicht vergessen, dass auch Flugzeuge, Satelliten und selbst Hubschrauber als wandelndes Licht zu sehen sind."

Weshalb sich die Beobachtungen häufen, erklärt Kalauch mit dem guten Wetter. "Da sind abends einfach mehr Leute draußen." Zudem sind die Himmelslaternen gerade ein echter Partyknüller. Ufos - da ist sich der Lehrer sicher - sind das alles keine. "Also wenn ich Lichtjahre durchs All zurückgelegt hätte, würde ich auch landen wollen", sagt er pragmatisch, da sämtliche Objekte nur in der Luft beobachtet wurden. "Und wenn ich zur Landung ansetzen würde, dann sicher nicht in einer bewohnten Gegend wie bei uns, sondern dort, wo ich erstmal gefahrlos aussteigen könnte." Alle Unklarheiten beseitigt? Kalauch: "Es gibt immer mal wieder Beobachtungen, die lassen sich nicht so einfach mit den regulären Antworten erklären."<

 

Um 22:20 h erreichte mich eine Frau aus Dörverden, die kurz vor 22 h zusammen mit ihren Freund 3 orangene Lichter ausmachte, die geräuschlos durch den Himmel zogen, wovon eines ganz spektakulär am Himmel "wie ein Komet blitzschnell ausbrannte" und dessen Teile ganz kurz sichtbar herabregneten und sofort "verglommen". Die beiden anderen zogen einfach noch ein paar Minuten weiter und verschwanden dann außer Sicht.

Keine zehn Minuten später berichtete Adrian H. aus Stuttgart kurz vor 22 h ein Leuchtobjekt 6-7 Minuten lang geräuschlos in "toller orange-roter Farbe" zum Himmel aufsteigen gesehen zu haben, welches dann immer mehr als kleiner ´Stern´ am Himmel verschwand. Die Erscheinung war für ihn absolut ungewöhnlich gewesen und hatte für ihn eindeutig nichts mit den üblichen Flugzeugen zu tun. Nur, was war es gewesen? Ich erklärte es ihm. Doch um 23:15 h rief er wieder aufgeregt an, weil er jetzt gerade sogar zwei von diesen Objekten hatte aufsteigen sehen, die hintereinander flogen und sich genauso wie um kurz vor 22 h verhielten. Wie er mitteilte, konnte er immer noch nicht glauben, dass das einfach nur Miniaturheißluftballone sein sollen, auch wenn er die selbst nicht kenne. Er hatte einfach nur der Problem das Ballone leuchten, also erklärte ich es nochmals, was die Miniatur-Heißluftballone sind. Es kann doch nicht so schwer begreiflich sein... - ist es aber für den Laien, der seine eigenen Eindrücke zu verarbeiten hat. Ich kann dies ja verstehen, aber inzwischen nervt es mich - zugegeben - wirklich. Da habe ich die Geduld auch schon für mich verloren.

Inzwischen meldete ein Herr ´Müller´ aus Hochheim etwas ziemlich umständlich und scheinbar auch irritiert, was er um 22:15 h gesehen hatte: Zwei unterschiedlich helle, aber eher rötliche Objekte seien da lautlos über Hochheim durch den Himmel für etwa 3 Minuten gezogen, um dann "aufsteigend" binnen Sekunden einfach auszugehen. Als ich ihm ausführte, was dies wahrscheinlich gewesen war und er damit nicht als Zeuge alleine steht, gab er zu auch nicht ´Müller´ zu heißen, sondern Patrick K. Es kam ihm nur selbst "absolut verrückt" vor, sich mal bei einer UFO-Meldestellle zu melden, aber er habe ja "etwas gesehen, was meinen Horizont übersteigt. Nun ist dies so eine billige Erklärung, aber von den Dingern habe ich mein Leben lang noch nie was gehört - wer kann schon alles am Himmel kennen?" Stimmt, aber dafür gibt es ja die Fach- und Sachverständigen. Der Mann lachte auf und gestand auch ein, halbwegs gedacht zu haben, als er mich anrief, es "mit einem Alien-Spinnner" zu tun zu haben, obwohl es ihn schon wunderte, weil er die Nummer von der ESA in Darmstadt bekommen zu haben... Deswegen die Zurückhaltung und der falsche Name.

+++

16.08.2008

SWR: Mannheim - "Wochenend-UFOs sind eine echte Plage"

Realsatire: Feuerwehr lässt zum Spass 100 "fliegende Brandbomben" steigen - Polizist meint, dass die Himmelslaternen kaum noch für UFOs gehalten werden

 

Um kurz vor Mitternacht meldete Frau Klara St. aus Gegengenbach {?} die Sichtung von zwei "ultraroten" Objekten, die sie um etwa 22:15 h beim Gassigehen mit ihren Hund geräuschlos für zwei Minuten quer über den Himmel dahinziehen sah. Sie habe schon viel am Himmel zu dieser Zeit gesehen, "aber soetwas noch nie und nimmer". Für sie waren es jetzt eindeutig UFOs gewesen, "im wahrsten Sinne des Wortes". Deswegen habe sie sich erstmals mit dem Thema auch beschäftigt und im I-Net mal "rumgesucht, da fand ich Sie - können Sie mir eigentlich mehr dazu sagen, was das jetzt war?" Ja, aber ich musste die Frau erst einmal weiterlotsen, um unter dem Stichwort Himmelslaternen im Netz zu suchen. Nach ein paar Minuten erkannte sie selbst, dass genau diese ihre Sichtung ausmachten. Sie entschuldigte sich, "aber wenn man sowas nicht weiß, dann ist man mit den Nerven fertig..." Klar, aber wem sagte sie dies?

Kaum eingelegt berichtete Hans-Günther T. aus Flörsheim von seiner Wahrnehmung. Es war so gegen kurz nach 22 h gewesen, als er noch etwas auf den Balkon rausstellte und sich danach noch eine Zigarette ansteckte. Nach einigen Zügen kamen über dem Mond "seltsame gelbe oder orangene Lichter in einer langen Kette" herbei, es können gut 10 Stück gewesen sein. Zunächst dachte er an Hubschrauber, nur hörte er nichts, genau deswegen wurde er noch mehr aufmerksam darauf. Leicht schräg stiegen diese Lichter an und immer mehr auch "über den hellen Stern weit weg rechts vom Mond" (Jupiter) hinweg. Es war immer noch nichts zu hören und diese Lichter waren eindeutig etwas größer als der "Stern". Er rief nach seiner Frau im Wohnzimmer und dass die ihr Handy mitbringen soll, weil da "UFOs gerade vorbeifliegen". Die kam zwar schnell auf den Balkon um zu schauen, was los ist - sah auch die "Lichterkette" und eilte zurück, um das Handy aus ihrer Tasche in der Garderobe zu holen. Aber als sie zurückkam, war alles schon vorbei... T. führte aus, dass inzwischen die Lichter schnell "wie Kerzen, ist schon verrückt, ausgegangen waren - das ging nach und nach Ruckzuck". Für ihn selbst mag die gesamte Beobachtung vielleicht 2 oder 2 1/2 Minuten gedauert haben - seine Frau, die neben ihm während des Gesprächs stand und alles etwas zappelig kommentierte, sah die Lichter gerade zehn Sekunden lang und "ich hab das gesehen und mir war sofort klar, dass das UFOs sind, was sonst?" Die beiden waren eindeutig enttäuscht als ich ausführte, was das Phänomen wohl in Wirklichkeit verursachte und was es eigentlich darstellt... Kann es ja auch nicht ändern. Und schon war es kurz nach 0:45 h, immer wieder bin ich selbst erstaunt, wie lange die Gespräche dauern. Was ich hier Ihnen darlege ist ja immer nur die ´komprimierte´ Version!

+++

Was ist am Himmel los? Wer will dies alles wissen? Es ist einfach unglaublich, was sich am Himmel bewegt - und worüber wohl auch niemand wirklich eine ´Kontrolle´ hat. Sehen Sie sich dieses Video an: http://www.youtube.com/watch?v=MIPz... .

2008-newspaper-hotairballon

Was soll man dazu noch sagen? In Sachen Ballons ist die Spannbreite offenkundig groß und wenn Sie z.B. solch ein Teil am Himmel aus der Distanz sehen, was würden Sie da in Sachen Form und Gestalt denken? Vor allen Dingen, welche offizielle Stelle sollte das Ding identifizieren können - und warum eigentlich? Es ist ja ungemeldeter ´Luftverkehr´. So wie hier, wo es sogar mit USOs noch zu tun hat: http://www.youtube.com/watch?v=oMN4... -

sfufo

http://www.youtube.com/watch?v=EltA... .

f117-

:-) Wobei ich zugeben muss, den Film ´Invader´ von 1992 gar nicht zu kennen...

+++

>Mannheim: "Wochenend-UFOs sind eine echte Plage"

Eine neue UFO-Welle nimmt Kurs auf Deutschland: Seit Anfang des Jahres gingen rund 700 UFO-Sichtungen bei der bundesweiten UFO-Meldestelle in Mannheim ein. Ein Rekord, der UFO-Forscher Walter Werner um den Schlaf bringt.

Alles begann 2007, als der Stuttgarter VfB sich den Deutschen Meistertitel holte. Seitdem laufen bei der UFO-Meldestelle in Mannheim die Drähte heiß, das Telefon steht nicht mehr still. "Das ist eine echte Lawine!", sagt UFO-Forscher Werner Walter bei Cenap. Aufgeregte Anrufer, besorgte Bürger und verrückte UFO-Freaks - alle haben die eigentümlich schwebenden Leuchtobjekte schon gesehen und schicken Walter ihre Videos und Fotos per Email. "Die meisten rufen an und sagen, sie fühlten sich wie in einem Science-Fiction-Film", so der UFO-Forscher. "Die ´Flotten´ bewegen sich lange und geräuschlos, so dass man eine richtige Gänsehaut bekommt. Das ist ein echter Hingucker, der verblüfft und erschreckt." Das Geheimnis um die neuen Flugobjekte am Himmel hat Walter freilich längst gelüftet: "Das UFO Nummer eins weltweit ist derzeit die chinesische Himmelslaterne." Nur rumgesprochen hat sich das noch nicht. "Wir müssen alle sterben", kreischt etwa eine Mannheimerin bei Youtube auf dem abrufbaren Handy-Video "UFOs über Mannem".

"Diese Wochenend-Ufos sind eine echte Plage", sagt Werner Walter. In heißen Phasen gehen rund 40 Anrufe am Wochenende ein - rund um die Uhr, meistens nachts. An Schlaf ist kaum zu denken. Das Hauptquartier der bundesweiten UFO-Meldestelle ist seine Wohnung im Mannheimer Stadtteil Vogelstang. Das wichtigste Utensil der Meldestelle - das Telefon - steht in seinem Arbeits- und Schlafzimmer gleich neben dem Bett. "Glühende Himmelspest" nennt Walter die vermeintlichen UFOs inzwischen. Die Statistik der UFO-Sichtungen war bis zum Aufkommen der Trend-Laternen überschaubar: In den letzten drei Jahrzehnten verzeichnen Walters Unterlagen insgesamt nur 1.400 Meldungen.

Bei Grillwetter haben die fliegenden Untertassen inzwischen Hochkonjunktur. "Je besser das Wetter, desto mehr UFOs werden in ganz Deutschland gesichtet." Die Fußball-Europameisterschaft 2008 verstärkte den bundesweiten Spuk. In Geschenkläden für 2,99 Euro zu haben, sind die Himmelslaternen ein echter Renner. Einem Polizeikommissar aus Berlin hatten die Himmelslaternen einen tiefen Schrecken eingejagt. "Er war total durch den Wind", erinnert sich Walter. Zusammen mit Kollegen hatte der Mann eine "Flotte" der seltsamen Lichter am Himmel gesehen und sich in Mannheim gemeldet - heimlich. "Vor seinen Bekannten wollte er ja nicht als UFO-Depp dastehen", sagt Walter. Der Amateur-Astronom Werner Walter betreibt seit 22 Jahren die UFO-Meldestelle. Geschichten über fliegende Untertassen, Außerirdische und Aliens hat er zigmal gehört, Entwarnung gegeben, beruhigt und über die Himmelsphänomene aufgeklärt. "Manchmal höre ich durchs Telefon Steine vom Herzen fallen", erzählt Walter. Vor Jahren rief eine Frau aus Hamburg panisch in der Meldestelle an. Sie saß seit Stunden unterm Wohnzimmertisch, und hatte Laserstrahlen über einer nahen Disco irrtümlich für eine Invasion aus dem All gehalten.

"Fliegende Untertassen nur in Hollywood"

Die meisten Anrufer melden sich zunächst bei der Flugsicherung, dem Planetarium oder sogar bei der Europäischen Raumfahrtbehörde. Dort werden sie an die UFO-Meldestelle verwiesen. Die erste Welle der UFO-Sichtungen lösten in den 80iger Jahren die Skybeamer aus, die mit Laser Ringe in die Luft zauberten. Alle merkwürdigen Himmelskörper, die der Meldestelle angezeigt wurden, entpuppten sich glücklicherweise als "IFOs" - Identifizierbare Flugobjekte. Kein Wunder: "Fliegende Untertassen gibt es nur in Hollywood", ist Walter überzeugt. Der UFO-Forscher ist kein verschrobener Freak: Mit seinem Buch "UFOs - Die Wahrheit" hat er 1986 {1996} kurzerhand mit dem Mythos aufgeräumt. "Wir wollen das nüchtern betrachten und keine Pseudo-Religion daraus machen", so Walter. "Die meisten Anrufer sind enttäuscht, wenn ich so cool reagiere, weil ich die Geschichte schon tausend Mal gehört habe".

Beschuss von UFOs über der Ostsee

Doch ein einziges Mal hat auch ihn der UFO-Wahnsinn gepackt, und zwar richtig. Vier Jahre lang recherchierte Walter, bis er endlich die Wahrheit über ein Lichtspektakel über der Ostsee 1990 herausfand. Urlauber aus dem Westen hatten den "Beschuss von UFOs" durch Schiffe gemeldet. In Wahrheit war es das letzte Seemanöver des Warschauer Paktes, bei dem Signalfackeln abgeschossen wurden.<

 

Die ´Ausburger Allgemeine´ berichtete an diesem Tag unter der Überschrift ´Himmelslaternen sind brandgefährlich´ ( http://www.augsburger-allgemeine.de... ) davon, um auch auf ein uns als Direktbetroffene total unbekanntes ´UFO-Wunder´ hinzuweisen:

 

>Illertissen/Neu-Ulm. Dass sie regelmäßig UFO-Alarm auslösen, ist längst nicht das Gefährlichste an den chinesischen Himmelslaternen, warnt die Feuerwehr. "Diese Dinger steigen zu lassen, ist buchstäblich brandgefährlich", sagt Kreisbrandrat Alfred Raible (Illertissen). Dass die meist kugelförmigen Flugkörper aus hauchdünnem Reispapier, die von einem kleinen Brenner befeuert, wie Heißluftballons in den nächtlichen Himmel steigen, immer beliebter werden, macht den Brandschützern größte Sorgen. Denn sie enthalten eine brennbare Substanz, sodass eine niedergehende Laterne leicht Brände auslösen könnte. Ein solcher Fall sei zwar im Landkreis Neu-Ulm noch nicht vorgekommen, sagt Raible, doch angesichts der zunehmenden Zahl der Sichtungen sei es nur noch eine Frage der Zeit, "bis etwas passiert".

Brenzlige Situation bei der Geburtstagsfeier

Ein IZ-Leser hat kürzlich eine brenzlige Situation mit einer solchen ´Kong-Ming-Laterne´ erlebt: "Es war bei einer Geburtstagsparty, da haben wir drei solcher Laternen steigen lassen. Als sie gerade erst etwa 30 Meter hoch flogen, setzte stärkerer Wind ein. Die Laternen trieben genau in Richtung eines Aussiedlerhofs mit Scheunen und Viehställen". Wie der Leser weiter berichtet, seien Feuerwehrleute unter den Partygästen gewesen, denen angst und bange geworden sei. "Zum Glück ist nichts passiert, aber so schön diese Dinger sind, sie gehören eigentlich verboten", berichtet der Leser von dem brenzligen Erlebnis. Was er nicht wusste: Die Flugkörper sind in Bayern bereits verboten. Sie gelten als

228 Views