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UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-251

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27.04.2008

Ein weiteres UFO-Meldewochenende

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Noch in der Nacht, um 1:15 h, erreichte mich Robert C. aus Stuttgart, der zusammen mit seiner Frau gegen 0:30 h über dem Funkturm ingesamt 9 gelbliche kleine Lichter von Osten nach Westen 3-4 Mintuten geräuschlos dahinschweben sah. Das gesamte Schauspiel war sehr erstaunlich, weil dies mit Flugzeugen überhaupt nichts zu tun hatte, die hier jeden Abend durchziehen und altbekannt sind. Der Beobachter selbst ist Event-Veranstalter und lässt selbst bei solchen Anlässen im Programmpaket MHBs fliegen, aber halt nur vom Startpunkt aus kennt er diese vom Handling und Abflug her. Aus der Distanz hat er sie selbst nie gesehen und kennt sie von da aus nicht, aber relativ schnell erkannte er jetzt während unseres Gesprächs, dass diese wohl genauso aussehen sollten, wie von ihm gerade selbst beobachtet - nur kam er bisher nicht auf diese Idee! Erst durch unser Gespräch realisierte er dies und war spontan amüsiert darüber, wie oft er wohl selbst für "UFO-Alarm" gesorgt haben mag, genauso wie er selbst gerade darauf hereingefallen war. Verstehen Sie die Ironie in dieser Geschichte? Was will man da von Menschen erwarten, die diese Teile erst gar nicht kennen?

 

Keine 5 Minuten danach erreichte mich ein "Waldi" aus Neckarsteinach, der kurz vor 23 h mit seiner Familie auch "um die Zehn rötlich-leuchtende mehr als sterngroße Lichter" halbhoch am Himmel für 2-3 Minuten vorbeiziehen sah, "ich kann gar nicht sagten ob dies jetzt schnell oder langsam war, irgendso ein seltsames Mittelding" -eindrucksvoll war auf jeden Fall die Geräuschlosigkeit. Seine Tochter Marie hatte mit dem Handy einige Bilder aufgenommen, aber außer schwarzem Himmel war da nichts drauf. Noch bevor die "Leuchtobjekte" völlig außer Sicht waren, gingen sie von sich aus selbst aus. Kurz vor 2 h berichtete Frau T. aus Ulm-Unterweiler ziemlich verlegen (wegen des späten bzw frühen Anrufs) von ihrer Sichtung gegen 22:30 h. Sie war zum Rauchen auf den Balkon gegangen, als sie dabei zunächst drei "gelb-rote Lichtpunkte" so halbhoch vorbeischweben sah, zwei leicht versetzt übereinander, eines eine Handbreit nachziehend. Nach zwei Minuten waren sie wegen der Hauskante außer Sicht. Gerade als die Frau im Ascher die Zigarette ausmachte und zurück ins Wohnzimmer wollte, sah sie aus dem Augenwinkel heraus, gleich "so um die 10 solcher Dinger" aus der selben Richtung, alle hintereinander ebenso ruhig herbeikommen. Jetzt rief sie ihren Mann und den Sohn mit "Da sind UFOs, da oben zu sehen!" herbei, "weil es doch so kurios" war. Nach drei Minuten waren auch die "dann durch", wobei sie in den letzten paar Sekunden scheinbar "leicht hochzogen". Während die meisten stetige Lichter waren, wirkten einige von ihnen "vom Licht aus schwach pulsierend, wodurch die ganze Formation eigenartig ausschaute". Mit Fliegern hatte für die drei Beobachter dies alles nichts zu tun. Familie T. hatte damit ein Gesprächsthema für den Rest der Nacht, eine halbe Stunde später rief Herr T. dann die Zeitung an, erreichte aber nur jemand von der Sicherheit. Danach telefonierte man sich bei den Bekannten in der Gegend durch, ob die auch sowas gesehen haben. War aber nicht der Fall. Später rief einer dieser Leute zurück und gab Frau T. meine aus dem I-Net gefischte Rufnummer, weswegen sie auch sofort anrief...

An diesem Sonntag-Vormittag meldete Roland Gehardt auch schon Fallmaterial erhalten zu haben - und zwar auch aus unserem Ländle. So hatte Nadina R. berichtet:

 

"Ich glaube eigentlich nicht so sehr an Ufos oder Aliens usw.... aber was ich gestern abend sah machte mich stutzig. Ich fuhr so gegen 21:30 Uhr in Stein los um mit meiner Kamera (Sony alpha 200 ) Bilder an einer Brücke über der Autobahn in Pforzheim zu machen. Ich fuhr also in Stein los. Fuhr dann in Richtung Eisingen. Schon auf dem Weg über die Landstraße fielen mir seltsame rote ´Sterne´ auf ,... die sich bewegten... Ich hatte solche Sterne noch nie gesehen... hielt kurz an in einer Seitenstraße an (eine Ausbuchtung in der LKWs oder PKWs eine Pause einlegen können). Schaute mir das ganze an ,... hielt es für komisch... mehr auch nicht. Ich fuhr weiter ... Fuhr durch Eisingen in Richtung Kieselbronn... dort machte ich wie vorher schon beschrieben erst mal Bewegungsfotos von der Autobahn. Da die Bilder nicht so super geworden sind fuhr ich nach Pforzheim hinein. Hielt dann an dem Hügel auf einem Parkplatz an (Berg auf Krankenhaus Siloah ) und stellte mich so hin das ich auf ganz Pforzheim blicken konnte. Und ich sah schon wieder diese rot - orangenen Punkte am Himmel, die sich zu bewegen schienen. Die Bilder bringe ich ihnen anbei in dieser eMail mit. Ich fand das total komisch. Deswegen wollte ich Ihnen das mitteilen. Denn als ich nach Hause kam und im Internet recherchierte fand ich Berichte aus der Umgebung von Menschen die Tage zuvor das gleiche oder fast gleiche gesichtet hatten. Die Bilder sind etwas verschwommen da ich nicht mit Blitz fotografiert habe (ging nicht , weil es zu dunkel war) und nur mit langer Verschlusszeit im Dunkeln fotografieren konnte. Die Lichter sind aber ganz genau zu erkennen. Im schwarzen Himmel links über dem Sparkassenturm. Ich hoffe Sie können etwas erkennen und es kann Ihnen weiterhelfen."

 

Marius B. meldete aus Schutterwald: "Als ich gestern (26.4.2008) mit 3 weiteren Bekannten auf dem Balkon saß, flog urplötzlich eine lautlose feurige Kugel über uns hinweg. Wir dachten erst es sei ein etwas verückter Heißluftballonflieger da es bereits 23 Uhr und stockdunkel war. Jedoch hatte das Objekt eine enorme Geschwindigkeit, zu schnell um nach einer Kamera zu greifen. Die Fotos die mit Handys gemacht wurden sind leider total mislungen {soviel Zeit bestand also trotzdem}. Wir sahen das Objekt schon von weitem kommen da wir gerade von Flugzeugen geredet haben und somit automatisch in den Himmel schauten. Ort der Sichtung: 77746 Schutterwald in BW. Wäre vielleicht mal interessant zu hören ob jemand anderes auch was gesehen hat bzw. eine Ahnung hat was es gewesen ist."

 

´Chris´ aus Essen trug sich in den UFO-Meldestelle-Blog ein: "Habe in der Nacht zum 27.04.08 beim Rauchen an meinem Fenster um ca. 01.35 uhr 25 am Himmel tief vorbeifliegende orange schimmernde Objekte beobachtet. Dachte erst es wäre ein Feuerwerk aber da ich keinen Knall gehört hatte und diese Objekte lautlos geflogen sind wusste ich auch nicht was es war. Sie sind immer nacheinander in ca. Dreierketten aufgetaucht als ca 25 Stk vorbeigeflogen waren kam nichts mehr nach."

Gegen 22:30 h erreichte mich Philip K. aus Werder (Havel) der total durch den Wind war, weil er gegen 21:45 h eine dahinschwebendene "glühende Erscheinung, fast knallrot und flackernd" geräuschlos einige Minuten lang dahin ziehen sah. Für ihn war das ziemlich "unheimlich" und für den Himmel am Abend völlig unnatürlich, weil er von seinem Standort aus die Flieger der großen Berliner Flughäfen voll im Blick hat. Nachdem dies zu Ende war, kamen dann aus der selben Richtung nochmals drei dieser Erscheinungen herbei, weswegen K. zu seinem Nachbarn rannte, um diesen darauf aufmerksam zu machen. Auch jener war sehr erstaunt dies zu sehen und hielt dann mit seiner Videokamera drauf, aber da waren die drei "glühenden Erscheinungen" schon zu weit weg. Die beiden riefen sofort a) die Polizei und b) die Berliner Flugsicherung an. Man nahm zwar die Meldung entgegen, ließ es aber ansonsten dabei bleiben. Die Flugsicherung gab zumindest meine Rufnummer weiter. Auch mit dem Nachbarn von K. konnte ich sprechen, der aber weitaus ruhiger war, trotzdem recht aufgeregt. Sorgsam erklärte ich, was die beiden Herren wohl gesehen haben, was sofort die ´knisternde Spannung´ nahm und eindeutig zu einer Entspannung der Situation führte, was auch am Ton der Unterhaltung sofort bemerkbar war.

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Ein bisschen Theorie, und mehr Praxisbezug: WW´s UFO-Paradox 28.04.2008

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Wie auch immer, in Sachen ´Fliegende Untertassen´-Mythologie hat sich jedenfalls überhaupt gar nichts auch nur ein Stückchen verändert und der Nachweis, dass es echte UFOs gibt - ja, den gibt es immer noch nicht. Dies kann zwar einem Hardcore-Alien-UFO-Fan in Wallung bringen, ändert aber an der Null-Beweislage auch nichts. Natürlich auch nicht der Fluchtpunkt ´Indizienlage´. Entscheidend ist doch allein, das nach 60 Jahren modernem UFO-Mythos sich von einem gerne angenommenen UFO-Phänomen exotischer und physikalischer Natur gar nichts ´materialisiert´ hat und es auch gar keine Hoffnung gibt, dass die ´UFO-Forschung´ an seinem Rockzipfel hänge. Es ist sogar etwas bizarrer: Die ´UFO-Forschung´ und die UFOlogie sind vielleicht sogar mit Schuld daran, dass es den Retro-UFO-Mythos überhaupt gibt! Sicher ist doch nur, dass der pragmatische UFO-Phänomen-Erforscher bei seiner Tätigkeit die Spreu (IFOs) vom Weizen (UFOs im erwarteten Sinn) zu trennen nur dauerhaft mit den UFO-Fans zusammenkracht und sie ihn wegen dieser Tätigkeit überhaupt nicht mögen. Was alleine schon - bei nüchterner Betrachtung - irre ist, da diese Arbeit den Nebel lüftet und für Klarheiten sorgt. Metaphernmäßig kommt nämlich dabei etwas für die UFOlogie sehr sehr Unglückliches beim Wegreißen des Nebelvorhangs vor dem ´Berg der Erkenntnis´ heraus: Dass die allermeisten UFOs nur nicht-erkannte IFOs sind - und jetzt werde ich mal wieder ´Mr.Knallhart´ - sowie der verbliebene Rest vielleicht tatsächlich nur Schwindelgeschichten aufgrund des geliebtes Mythos sind, um diesen bewusst damit zu fördern ("Gutes tun") oder einfach nur ohne sich einen Kopf gemacht zu haben, einfach Spass zu haben UFO-Fans gelinkt zu haben. Was mich sofort als "die Basics" daran erinnert, was der französische UFO-Forscher Michel Monnerie im Interview mit Guy Capet für die ´Les Extraterrestres´ vom April 1978 nach eigenen UFO-Nachforschung von 15 Jahren Dauer revolutionär sagte und mich sehr berührte: "Und was ist eigentlich, wenn es (echte) UFOs gar nicht gibt?" Ich habe dies 1982 erstmals im "CENAP-Sonderband 2" vorgestellt!

 

Ist es nicht merkwürdig, dass diese sehr fundamentale Frage sehr gerne umgangen und eben NICHT diskutiert wird? So als wenn man sich die Hoffnungen nicht nehmen lassen wolle und die letzte Seifenblase damit zerplatzt! "Hot to handle" ist diese Fragestellung so oder so. Und wer glaubt eigentlich noch wirklich bei klarem Kopf, dass die UFO-Forschung irgendeine nützliche Entdeckung machen wird, die sie eigentlich objektiv nicht weiter rechtfertigt? Die UFO-Forschung hat schon subjektbezogene Ergebnisse gebracht, aber die will niemand hören, weil so schlichtweg frustrierend - sei es zwecks der überwältigenden IFO-Quantität, sei es was man ´soziologisch´ über den UFO-Glauben und den UFO-Gläubigen herausgefunden hat - sind. Hartnäckig wird dies alles ignoriert, einfach mal wieder, weil man dies nicht hören will. Klar, damit verliert sich die Mystery-Aura um die UFOs. So gesehen flüchtet man hier vor einer Art für die UFOlogie "tödlichen Entscheidung" im Versuch auf ausweichenden Umwegen mit viel Schönfärberei und Selbstbetrug doch noch zum Glück zu kommen. Die eigene Fehleranalyse in der Retrospektive macht in der UFO-Forschung niemand für sich selbst, sondern trommelt lieber auf die ´Buhlschaft´ herum. Das bei 100 % UFO-Phänomen mindestens 50 % Mensch enthalten ist, wird auch gerne ´übersehen´, obwohl so naheliegend. Aber dies hat auch einen Grund: weil die außergewöhnlichen menschlichen Erfahrungen der anomalen Art mit angeblichen UFOs gerne materialistisch, also physikalisch existent in unserer Umwelt, gesehen werden, um dann dadurch zu hoffen auf ewige Jagd nach den "äußeren Einflüssen" von wundersamen, ÜBERNATÜRLICHEN Strahlengeschichten etc zu gehen. Unter dieser Denke entsteht natürlich die Idee von der Wahrheit, die da draußen liegt! Nur weg, weit weg von unserem eigenen INNEREN aus dem sich der ganze UFO-Zauber schon seit Anfang an sich generiert. Immer wieder das Prinzip: Augen zu und durch. Wie soll es da zu einem ´Weiterkommen´ der UFO-Forschung kommen (wenn es nicht schon seit geraumer Zeit eigentlich einen Stillstand dort gibt - auch wegen dem Zusammenbruch des öffentlichen Interesses am Thema), außerdem macht da das OBJEKT selbst ja nicht mit, vielleicht einfach auch nur dewegen, weil es es gar nicht gibt (?). Natürlich kann man eine zeitlang mit einem Phantasie-Freund im Sandkasten spielen, nur irgendwann sollte man dieses Spiel aufgeben. Spätestens bei der Führerschein-Prüfung... Schauen Sie doch einfach nur mit offenen Augen zurück, da sind doch selbst unter den UFO-Leuten die "10 besten UFO-Fälle" sehr different und zu jedem können erfahrene Skeptiker ihre Zweifel einbringen - und so lange es eben diese berechtigten Zweifel auch gibt ist dies keineswegs eine gute Sache. Es ist doch die praktische Erfahrung, dass je tiefer man bei einem solchen Fall bohrt, es sich immer schneller dunkle Seiten auftun.

 

Das so genannte "UFO-Phänomen" ist deswegen so komplex-kompliziert geworden, weil wir Menschen es dazu mittels unserer angestachelten Kreativität und Imaginationskraft entsprechend unserer Trauminhalte führten (gelegentlich auch durch einsame Außenseiter der Wissenschaft - nur ein Beispiel: Persinger - angeheizt, die in diesem ufologischen Hexenkessel geradezu abgefeiert werden), um es so natürlich ´mit Leben zu erfüllen´, ihm den visionären Impuls zu verleihen und es ganz geheimnisvoll aufzubereiten, wodurch es zu einer auch heiteren Anekdote für das Geschichtsbuch weitaus fernerer Generationen wurde. Klar, was dabei herauskommt: Die ewige Jagd nach dem Kupferkessel voller Gold am Ende des von uns projizierten Regenbogens zu Beginn des Raumfahrtzeitalters. Diesen ´Charakterzug´, den wir Menschen dem UFO-Thema schon damals mit der Erfindung des Begriffs ´flying saucer´ und der bildlichen Aufarbeitung als Ikone durch einen Hollywood-SF-Film aufgedrückt und damit das UFO-Bildnis selbst nach unseren Wünschen ausgebildet haben, wollen wir uns auch nicht mehr nehmen, weil dieses imaginäre Juwel zu schön funkelt. Wir schufen uns das UFO-Bild nach unseren Vorstellungen - und seither versuchen wir zu beweisen, dass die Objekte sich dann auch als das herausstellen. Ist doch schon ein bisschen arg verrückt, oder nicht? Dafür ist dies ein Tabu-Thema. UFOlogie-Promoter kasperln auch einiges rum, damit die UFO-Gemeinschaft auf soetwas erst gar nicht kommt. Mit der üblichen Methode: der Ablenkung vom wirklich Wichtigen. Praktikabel damit umgehen können auch nur die wenigen sachkundigen erfahrenen Skeptiker, was wiederum alle UFOlogen wurmt. Den Spruch "Die machen es sich zu einfach!" kann ich schon längst nicht mehr hören, weil er a) nicht stimmt und b) psychologisch nur die Fandom-Gemeinde mitnehmen soll, um möglichst alles künstlich-kompliziert zu halten sowie c) "dem UFO-Phänomen" seine spezielle Aura zu geben, es einfach interessant zu halten. Deswegen wird auch laufend der neuerliche Versuch unternommen, das Rad neu zu erfinden. Auch hier gilt es wie im normalen Leben: Für die große Liebe muss man kämpfen! Es war schon immer so...

Im Kern bräuchte die UFOlogie einen ´Wechselkurs´, aber sie sieht es wegen dem Selbtserhalt nicht ein, sah es noch nie ein. Daraus entstand eh immer die Chaos-UFOlogie mit dem großen Durcheinander. In der ufologischen Glaubensfamilie fehlt daher auch die Liebe zur kleinen Nische der UFO-Realisten als eine besondere Form des Weglaufens vor den selbstgezeugten ufologischen Eigenproblemen. Das ´Erwachsenwerden´ - also sich den Dingen ehrlich und lernfähig zu stellen, kurzum sich selbst gegenüber ehrlich und nicht verträumt zu sein - ist aber der Knackpunkt der ganzen Herausforderung. Ein Albtraum für sich. Und ich sage dies aufgrund meiner eigenen unangepassten Identität und Persönlichkeit, also aus dem Eingemachten heraus.

 

Samstag, der 26.April 2008. Nach dem einführenden "WW´s UFO-Paradox" nun wieder zurück in die nüchterne UFO-Realität. Zunächst sei aus den Gehardt-Files noch eine Meldung von vor einer Woche nachgereicht:

 

"Ich habe vorhin (Nürnberg, 12 Uhr 20, Samstag 19.04.2008) eine eigenartige Beobachtung am Himmel gemacht. Beim Blick aus meinem Fenster war ein rundes (oder kugelförmiges) Flugobjekt zu sehen, das in leicht schräger Flugbahn von links oben kommend sich zügig nach rechts unten bewegte. Die Flugrichtung war cirka von West nach Ost, die Position des Objekts muss ziemlich genau über dem Wöhrder See in Nürnberg gewesen sein. Geschätzte Flughöhe war vielleicht ungefähr 100-200 Meter. Das Objekt selbst war mittelblau mit einem weissen Fleck in der Mitte. Ich dachte spontan erst an einen grossen Luftballon, aber für einen gasbefüllten Ballon war die Art der Bewegung zu schnell, zu zielgerichtet und zu horizontal. Für einen Heissluftballon war das Ding zu klein und zu langsam. Es war auch nicht tropfenförmig, sondern rund und es hatte keinen Anhang. Leider ist die Sicht aus meinem betreffenden Fenster ziemlich begrenzt, das heisst, ich konnte das Objekt nur knapp 5 Sekunden über den Dächern schweben sehen, bevor es dann unterhalb der Dachkante der gegenüberliegenden Hausdächern verschwand. Was auch sehr interessant ist, ist die Tatsache, dass ca. eine knappe Minute später ein grün weisser Hubschrauber (könnte ein Polizeihubschrauber gewesen sein, bin aber nicht sicher) in der gleichen Flughöhe/Flugrichtung auftauchte und analog verschwand. Dieser hatte an einer Kufe einen Gegenstand angebracht, den ich für eine Kamera hielt. Meiner Einschätzung der Entfernungs- und Grössenverhältnisse nach, könnte das geschilderte Flugobjekt einen Durchmesser von vielleicht 1 - 2 Metern gehabt haben...ist aber schwer zu beurteilen. Die einzige sinnvolle ´normale´ Erklärung die ich habe ist, dass es irgendeine Art ferngesteuertes Fluggerät gewesen sein könnte. Vielleicht war ja auch irgendeine offizielle Aktion oder Veranstaltung damit verbunden. Wie lässt sich das denn herausfinden...? Dass es Ufos nicht irdischer Herkunft gibt, davon bin ich persönlich zwar absolut überzeugt, ich weiss auch, dass angebliche Sichtungen in den letzten Monaten/Jahren verstärkt zunehmen, aber was diese Beobachtung angeht, möchte ich mich nicht vorschnell auf derartiges festlegen. Ich bin jedoch etwas irritiert und mich würde sehr interessieren, ob noch weitere Meldungen diesen Vorfall betreffend bei Euch eingehen. Vielleicht gibts ja auch eine ganz einfache Erklärung dafür. Viele Grüße Tom M."

 

Einige Stunden später meldete sich der Melder nochmals, damit: "Abend, die Sichtung ist mittlerweile erklärt und zwar durch mich selbst. Die Lösung ist erstaunlich und ich glaube nicht, dass man von sich aus richtig getippt hätte. Es gab am Wöhrdersee in Nürnberg eine Laufveranstaltung von Adidas/Runnerspoint und das Objekt war ein Werbeballon der Firma Adidas..." Was sich hier zeigt: Nicht immer gleich "UFO-UFO-UFO!" rufen, sondern erst mal sich abkühlen und dann mit ruhigem Blut nochmals die Sache überdenken und angehen...

 

Von diesem Freitagabend konnte er jetzt eine Sichtungsmeldung aus Dachau durch Markus L. eingegeben verkünden: "Ich war etwa um 22:30 h mit meinem Hund spazieren, und als ich den Himmel betrachtete, habe ich so ca. 5 oder 6 rote Lichter mit leicht flackerndem-weißem Licht gesehen. Zuerst dachte ich mir, dass seien nur normale Flugzeuge, aber das war nicht der Fall. Sie waren langsam, fast so wie Heißluftballone..{sic}. Und sie waren fast immer nur auf dem selben Punkt. Es war wirklich sehr schön, diese ´Lichter´ zu beobachten, aber es war auch sehr gruselig. Es waren so 5 oder 6 Stück. 2 oder 3 flogen leicht nach links von mir ausgesehen (ich sah in die Richtung Osten) und 2 nach rechts. Und plötzlich bildeten 3 Stück ein Dreieck. Ich war wirklich schockiert. Mein Hund zerrte an der Leine, weil ich nichtmehr weiterging und ich sah 2 Leute an der Straße, die das Geschehen aufnahmen. Und plötzlich verschwanden einige. Dann waren ca. nur noch 3 da und die verschwanden nach der Zeit auch wieder (vielleicht wegen den Wolken). So und jetzt sitze ich zuhause und habe Gänsehaut."

 

Heute: Um kurz vor 23:30 h erreichte mich ein Beobachter aus Hockenheim, der gegen 21:45 h mit ein paar Freuden auf dem Balkon saß und für ca 3 Minuten einen leuchtenden, rot-flackernden sowie geräuschlosen Lichtkörper halbhoch am klaren Himmel vorbeiziehen sah, der dann leicht aufsteigend in den Himmel hinein verschwand. Keine zwei Minuten später erreichte mich Frau Sch. aus Speyer, die mit einigen Leuten bei ihrer Garten-Grillparty für 2-3 Minuten zwischen 21:30 und 22 h einen orange-roten Lichtball ohne Geräusch durch den Himmel schweben sah. Sie habe mit ihrem Handy auch Bilder davon gemacht, aber während des Gesprächs mit mir soff leider der Handy-Akku der Frau ab...

Als erste eMail des Tages lag diese hier mit einem Beobachtungsbericht von Sonntagabend an: "Feuerball am Himmel in Bremerhaven. Wir haben so etwa gegen 23 Uhr einen orange leuchtenden Feuerball von Süden nach Norden, westlich von unserem Standpunkt, vorüber fliegen sehen und können uns nicht erklären, was es gewesen sein könnte. Es zog keinen Schweif hinterher und hatte die Geschwindigkeit eines Flugzeugs am Himmel. Ein Flugzeug kann es jedoch nicht gewesen sein, da es ansonsten komplett in Flammen hätte stehen müssen. Der Feuerball verlor nicht an Höhe und außerdem schien es, als ob dieser seinen Kurs etwas änderte, also nicht gleichmäßig einer Bahn folgte. Vor nicht ganz einem Monat haben wir einen ähnlichen Feuerball am süd-östlichen Nachthimmel beobachten können, der sich jedoch nicht bewegte sondern an einer Stelle stand und innerhlab von 5 Minuten nach der Sichtung erlosch. Dieser war etwa doppelt so groß, wie ein Stern am Himmel, also im Vergleich zum anderen noch deutlich kleiner. War es eine Rakete? Wir wissen es nicht!"

Um etwa 11 h meldete sich Mariam R. aus Landau an der Isar, um mal wegen einer Beobachtung nachzufragen, "über die heute gar nichts in der Zeitung steht, aber an der ich selbst teilgenommen habe". Sie und einige Bekannte hatten am vergangenen Samstag einen Stadtbummel gemacht. Gegen 22:30 h bemerkten sie dabei wie eine "Gruppe von 5 Leuchtobjekten in intensivem Rot" geräuschlos über der Brücke vorüberzogen, die sie einige Minuten später selbst querrten und auf die sie gerade zuliefen, um an die andere Uferseite zu gelangen. Diese Lichter, alle einiges größer als jeglicher Stern am Himmel, waren so etwa halbhoch gegen den Himmel zu sehen. Die Passage der hintereinander ziehenden Lichtkörper entlang der Isar dauerte gut 2-3 Minuten lang, dann gingen die langsam untereinander einfach aus, "das Licht fiel so komisch in sich zusammen, verrückter Weise eigentlich so wie wenn ein Kerze ausgehen würde". Wie kam die Frau an mich heran? Über die ´Abendzeitung´ mit dem ´Datenbank-Beitrag´, daran konnte sie sich noch erinnern, "weil da doch was mit UFOs war" und die entsprechende Ausgabe unter ihrem Altpapier in der Küche zu finden war, wo sie eh jeden Tag die letzte Ausgabe neu obenauflegt... So hatte sie den ´Zugang´, ansonsten hätte sie sich nicht gemeldet, "weil ich auch gar nicht wüsste, dass es so Leute wie Sie gibt..."

 

Gegen 13 h berichtete ein Ehepaar G. aus Oberlahnstein von einer "UFO-Sichtung" von Freitagnacht. Sie waren irgendwann vor 24 h aus einer Gaststätte gekommen und machten sich zu Fuß auf den Heimweg, "ist nur 15 Minuten weit weg". Auf halbem Weg sahen sie dabei "so um ein Dutzend gelb-rötlicher Lichter in Richtung Burg Lahneck" über den Bergen stehen. Nach einigen Sekunden setzten sich diese dann "fast wie auf Kommando" in Bewegung und zogen die nächsten 6 oder 7 Minuten lang Richtung Lahnmündung in gleicher Höhe bleibend dahin. "Das war ein unwirkliches Bild, wir blieben wie angewurzelt einfach dabei stehen, aber da war ausgerechnet jetzt niemand mehr auf der Strasse..." Die Geräuschlosigkeit kam dazu, was das ganze Schauspiel so "unwirklich" für die beiden Herrschaften machte. Schließlich gingen die Lichter relativ schnell an Ort und Stelle aus... Die G.´s warteten noch zwei/drei Minuten ab, "ob noch was passiert" - es passierte aber nichts mehr, abgesehen das jetzt erst ihnen ein junges Paar entgegenschlenderte, Herr G.: "Die hätten auch gut 5 Minuten zuvor da gewesen sein können, dann hätten wir Zeugen gehabt!" Von zu Hause aus, setzten die G.´s sich noch auf den Balkon, hatten ihre Videokamera bereitgelegt und beobachteten bis 2 h den Himmel, weil sie so neugierg waren. Aber es tat sich nichts mehr...

Um 16:30 h meldete sich aus Kassel Herr Martin R., der kurz nach Einbruch der samstäglichen Abenddämmerung auf dem Balkon saß und plötzlich eine "rote Feuerkugel" aus Richung Stadtpark herbeischweben sah und sofort an ein brennendes Flugzeug dachte, aber binnen 20-30 Sekunden war klar, dass das was ganz anderes war, da es kein Geräusch gab, alles viel zu langsam ablief und und weder Rauch zu sehen war noch irgendwelche Fetzen wegflogen. Nach 3-4 Minuten "ging das Ding einfach aus, ja irgendwie langsam aus". So hoch war es gar nicht einmal, auch wenn R. weder Entfernung noch Höhe einschätzen konnte. Und plötzlich kamen gleich noch 6 oder 7 Stück der selben Art nach! Jetzt rief R. nach seiner Freundin in der Wohnung, wonach sie doch schnell mal herbeikommen möge. Sie beide verfolgten den gemächlichen Flug "der Bällchen" wieder 3-4 Minuten lang und wieder gingen sie einfach aus. Das war ein total ungewohnter Anblick gewesen und bis jetzt konnten sich die beiden auch gar keinen Reim darauf machen, was sie gesehen haben. Sie wunderten sich heute nur darüber, dass da gar nichts dazu in der Zeitung stand, "weil das doch garantiert viele Menschen gesehen haben müssen!" Als ich den Herrn dann bat, einfach mal als Suchbegriff ´Himmelslaterne´ einzugeben, war einige Sekunden von ihm gar nichts mehr zu hören, als er da offenkundig verblüfft die entsprechenden Seite aufmachte und "Das sind die Dinger! ... Was es auch alles gibt...!" leise ins Telefon sprach. Dann bedankte er sich und meinte nur noch: "So ein Paket bestell ich jetzt gleich auch!" Und weg war er. Ups.

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3.05.2008

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Noch in der späten Freitagnacht erreichte mich das Ehepaar K. aus Neuhofen, welches gegen 22 h "8-10 gold-rote Leuchtkörper" vom Balkon aus über dem Ort für 3 Minuten "ohne Ordnung" geräuschlos dahinziehen sah, die dann so nach und nach schnell "verglimmten". Während die Frau erklärte, dass die Erscheinungen für die in dieser Beobachtungszeit "schnell dahinzogen", redete dabei ihr Mann ihr hinein und meinte, "dass das doch langsam war, überleg doch mal wie lange wir die sahen". Und schon war ein Disput zwischen den beiden zu erfahren. Sie konnten sich darauf jetzt nicht einigen. Nochmals zu Erinnerung, die beiden Eheleute waren gemeinsam zur selben Zeit auf dem ´Beobachtungsposten´ und sahen gleichsam ein und das selbe Phänomen, beschrieben es in der optischen Wahrnehmung auch identisch - nur zwecks der Geschwindigkeit gerieten sie sich selbst in die ´Haare´. Und so war sehr schnell das Thema ´Wahrnehmungspsychologie´ in den Mittelpunkt für mich gerückt, obwohl das auslösende Himmelsereignis in seiner Natur - den Parametern entsprechend - selbst kein Geheimnis für mich war. Abgesehen von dem Wort der "gold-roten Leuchtkörper", aber da ist jetzt ja wirklich keine große Differenzierung zu "gelblich-rot" oder "orange-rot" wie in anderen Fällen aus dieser Klasse nicht-erkannter IFOs da. "Blau-rot" oder so habe ich in diesem Zusammenhang auch noch nie gehört, was ja wirklich ein deutlicher Unterschied wäre. Auch hier wurde deutlich, dass die beiden Beobachter weder jemals etwas von Himmelslaternen gehört haben noch sich etwas darunter vorstellen konnten - klar, was man nicht kennt und von was man überhaupt keine Ahnung hat, wenn man es in diesem Umfang sieht, ist eben individuell zutreffend unbekannt - so stimmt es also punktgenau von unidentifizierten fliegenden Objekten zu sprechen, von was sonst?

 

Doch für den wahren Sachverständigen sind es dennoch keine unbekannten Erscheinungen. Ist doch eine ganz einfache Sache und leicht verständlich, da braucht sich jeder normal-denkende Mensch wegen der schlichten Plausibilität auch nichts ´abbrechen´. Nur Ideologen in der UFO-Gemeinde machen sich da alles künstlich komplizierter als es in Wirklichkeit ist - und reden sich da verdreht ´Phänomene´ herbei. Entweder aus Dummheit oder aus Verbohrtheit, was so oder so die ufologische Psychologie aka ufologische Geisteswelt für den normalen Menschen auch nicht gerade akzeptabler macht. Da müsste noch einiges von den UFOlogen selbst nachgeholt werden, um da besser anzukommen.. - was nie geschehen kann, weil dann aus dem UFO-Mythos die Luft raus wäre. Die UFOlogie, so kann man sehen, ist selbst am meisten am Zurechtstricken ihrer Wunschwelt vom UFO-Besuch beteiligt. Wahrhaft eine unheimliche Begegnung... und total vom abergläubigen Menschen in der ´UFO-Kirche´ selbst durch Herbeireden abhängig. Die ist jetzt keine ´weltanschaulich-begründete Diffammierung durch Skeptiker´, sondern es ist einfach so wie es ist. Der ´Real Deal´. Basta.

 

Und schon wurde bei YouTube dieser Clip "UFOs über dem Schwarzwald? Oder doch chinesische Ballons" - http://www.youtube.com/watch?v=zebt... - eingestellt. Bei MyVideo wurden drei Clips in Sachen UFOs in Boenen kurz vor Mitternacht auf Samstag von einem Jugendlichen eingestellt: http://www.myvideo.de/watch/4096027... - http://www.myvideo.de/watch/4096185... - http://www.myvideo.de/watch/4096163... - Infos dazu: "Wir waren spazieren um halb 12 nachts weil wir einen Schlüssel holen mussten. Da sahen wir etwas rotes besser gesagt mehrere die Geräusche kann man glaub ich nicht auf dem Video hören aber es war echt.....und dann verschwanden sie..."

 

Am Nachmittag erreichte mich Dunja P. aus Lindau, die am späten Freitag drei orange-rote "Leuchten der unbestimmbaren Art" (groß "wie Klickerkugeln") über der Stadt für 5 Minuten oder so dahinziehen sah, die "schräg angesetzt zum Himmel hinaufzogen, um wie kleine Sterne dort zu verschwinden, wie in den Weltraum abziehend". Zunächst nahm sie dies halbwegs "so hin", aber erst im Zuge des heutigen Samstags wurde ihr klar, "wie ungewöhnlich dies eigentlich war und wie dies mich im Nachhinein bewegt".

 

Die neuen Sichtungen. Um 22:45 h erreichte mich Raffel W. aus der Nähe von Hamburg, der 5 Minuten zuvor mit seiner Mutter und einem Freund erstaunt um die 20 rote Leuchtobjekte ("wie eine Art glühende Kohle sahen sie aus") 6-7 Minuten lang am sternklaren Himmel geräuschlos als ein "sich bewegendes ungewöhnliches Sternbild" vorbeischweben sah, die dann "mitten im Flug langsam, nach und nach, ausgingen". Er ging sofort ins I-Net um sich umzuschauen, wer für UFOs zuständig ist und rief mich daher sofort an. Ich riet ihm mal unter dem Suchbegriff ´Himmelslaternen´ im Netz zu suchen und kaum eine Minute später erkannte er dadurch - "Ja, das waren solche Teile! Hab ich einfach nicht gewußt, Entschuldigung! Wer denkt schon an sowas, wenn man es nicht kennt..." Ja, genau dies ist der Punkt! So schlicht und einfach ist das "UFO-Problem". Was den meisten "unbekannt" ist und seltsam ausschaut, muss dem echten Fach-Spezialisten bekannt sein, sonst kann er einpacken und sich einen neuen Zeitvertreib suchen, wo er hoffentlich wirklich besser ist und nicht nur vom vorgetäuschten Irritationsfaktor "so-tun-als-wenn" durch schöne Geschichten-Erzählungen für die In-Szene lebt.

 

Bald darauf erreichte mich Carsten I. aus Rehau, der gegen 21:45 h beim Elektro-Grillen auf dem Balkon für seine Familie "etwa 10 Lichter in Rot" zwei oder drei Minuten lang zum Himmel aufsteigen sah, "unheimlich war die Geräuschlosigkeit, dies ist doch nicht normal für Flugkörper, die gar nicht so weit weg und gar nicht mal so hoch gewesen sein können, habe ich einfach so im Blut". Auch in diesem Fall hatte mich I. gerade via I-Net gefunden, weswegen ich ihm ebenso riet den Suchbegriff ´Himmelslaterne´ einzugeben. Kurzum, damit war ebenso die Sache erledigt. Klar. Ist ja auch nicht neu für jene Studenten die hier immer fleissig anbei sind und somit keine echte Überraschung. Und manchen Lesern ist dies wohl genauso wie mir auf den Hammer gehend und nervig. Es fehlt halt an der breiten öffentlichen Massenaufklärung dazu. Derzeiten ist es wie eben Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre, als die Skytracker an den Discos aufkamen, die niemand kannte und zu einem Wust von UFO-Berichten führte. Es dauerte einige Jahre bis die Menschen daran gewöhnt waren und auch erkannten was die angeblichen "UFOs" waren. Damals gab es schon heiße Zeiten für mich am anderen Ende der Telefonleitung, aber dies ist nicht wirklich vergleichbar mit der aktuellen Situation!

Noch kurz vor Samstag-Mitternacht meldete sich Peter F. aus Geismar, der gegen 23 h zusammen mit seiner Frau und sechs Freunden zum Ende ihrer Barbecue-Party "mehr als ein halbes Dutzend rötlicher UFOs" für 2 Minuten über ihnen vorbeiziehen sah, geräuschlos. Jedes Objekt war "doppelt so groß wie ein Stern", "dann gingen sie nacheinander binnen einer halben Minute einfach aus." Er rief sofort die Polizei an, welche nachfragte ob es "eine aktuelle Gefährdungslage" gibt, was es natürlich nicht gab und deswegen riet man ihm die ESA in Darmstadt anzurufen, wo er meine Rufnummer bekam... Auch ein Herr J. aus Usingen war gegen 22:20 h UFO-Zeuge geworden, als er für sich um die "15 unheimliche, bedrohliche orange-rote Lichter in einer komischen Sternzeichenformation nach oben hin dahinschweben" sah, was überhaupt nicht zu den üblichen Flugzeugen in der Nacht am Himmel passte. "Ich habe mir fast in die Hosen gemacht, als ich dies sah, so Unglaublich war dies", berichtete er. Lothar M. aus Schifferstadt meldete um 0:30 h von seiner Sichtung gegen 22 h in der Samstagnacht: "Nie hätte ich gedacht mich mit UFOs und so beschäftigen zu müssen, aber als ich nach DSDS auf den Balkon ging {schon wieder so einer!}, um eine Zigarette zu rauchen, zogen da ein Dutzend oder so rote Glühkörper ohne Ton von sich zu geben vorbei." Sie waren halbhoch am Himmel und flogen hintereinander dahin, "sah aus wie ein Aufmarsch am Himmel!" Die Observation dauerte etwa 2-3 Minuten lang, dann gingen die "Lichter untereinander wie Kerzen aus, so war es". Auch ihn führte ich, weil er gerade vor dem Rechner mit I-Netzugang saß und darüber mich auch soeben gefunden hatte, zu ´Himmelslaternen´ hin - und schon war die Sache für uns beide gegessen. Kurz vor 1 h erreichte mich Herr M. aus Schwerte, der gegen 22 h zusammen mit seiner Freudin zunächst 1-2-3 orangerote Lichtpunkte am Himmel erscheinen sah, die etwa 3 Minuten lang geradeaus dahinzogen, um dann von "einem ganzen Schwarm genau der selben Erscheinungen" gefolgt zu werden. Die zudem nach ihrem Durchgang von einem einsamen ´Nachzügler´ verfolgt wurden. Alle verschwanden schlußendlich als immer kleiner-werdende Lichtpunkte zum Horizont hin. Auch in diesem Fall war der Mann aktuell am Rechner gesessen und so riet auch ich ihm das oben bekannte ´Spiel´ und alsbald lachte er auf: "Genau das sind die Dinger, welch ein Wahnsinn! Hätte ich jetzt nicht gedacht..." Keine drei Minuten später meldete sich Olivia K. aus Schwarmstedt, die um 22:30 h ihren Hund ausführte und dabei "um die zehn Leuchtobjekte, mehr oder weniger" über den Häusern für einige Minuten geräuschlos dahinziehen sah, die für sie eindeutig UFOs waren, "weil soetwas noch nie gesehen". Klar. Alsbald zurückgekehrt, erzählte sie ihrem Mann von der Geschichte, der bald darauf den Computer anwarf, um via I-Net mal nachzuschauen, "wer für solche Sachen zuständig ist". Meine Ausführungen zur wahrscheinlichen Erklärung des Geschehens nahm Frau K. erstaunt entgegen. Auch nichts Neues...

In der elektronischen Frühpost fand sich am Morgen gleich diese Nachricht mit dem Betreff ´Feuerball am Himmel´ von Dominik L.: "In der Nacht vom 3.5 auf dem 4.5.2008 haben Freunde und ich einen seltsamen Feuerball am Himmel gesehen. Wir standen in Adendorf am Sportplatz. Adendorf liegt in der Nähe Bonn, ca 20 km entfernt. Ein Feuerwerk kann es nicht gewesen sein. Er flog von Richtung Berkum über Adendorf weiter in Richtung Meckenheim. Er flog gerade in eine Richtung und hat von innen heraus so komisch geglüht. Er hat aber keinen Schweif hinter sich hergezogen. Wir haben es auch auf Video aufgenommen, leider nur in schlechter Qualität von einer Handykamera aus, siehe http://www.myvideo.de/watch/4106995... ."

Ebenso diese eMail mit dem Betreff ´Ungewöhnliche Himmelsbeobachtung 03. - 04. Mai 2008´ von Familie Norbert H.: "In der gestrigen Nacht vom 03. auf 04. Mai 2008 sahen wir vom 7.Stock eines Wohnhauses Seeheim-Jugenheim (Bergstrasse) mehrere Flugobjekte. Beschreibung: Flugtrasse von OST nach WEST, vom Odenwald in Richtung Rheintal. Auf jeden Fall südlich von Pfungstadt und nördlich von Heidelberg. Zum ersten mal nach dem Dunkelwerden, ca 21:15 h 4 Objekte, die gelb-orange leuchteten, leicht flackernd, wie eine Flamme. Keine Geräusche. Geschindigkeit nicht einzuschätzen. Für Heissluftballone zu schnell, für Flugzeuge mit Nachbrenner zu langsam. Wichtig: Eines der Objekte teilte sich und ein Lichtpunkt (Flamme?) flog langsam in einem steilen Bogen auf den Boden. Landete südlich von Seeheim-Jugenheim. Gab keinen Feuerball beim ´Aufschlag´, auch keine Aufregug am Boden (Feuerwehr oder anderes Blaulicht). Um ca 23:00 h identische Erscheinungen - diesmal bis zu 10 Stück. Gleiche Geschwindigkeit, keine Geräusche, gleiche Flugtrasse. Was war das?"

 

Bei meiner ersten I-Netrundschau des Tages auf den Seiten meiner üblichen Verdächtigen fand ich sofort im Astrotreff.de-Forum diese Meldung von Stefan K. aus Bonn mit dem Betreff ´UFO-Flotte´ von kurz nach 3:30 h eingestellt: "Sommerzeit ist UFO-Zeit; die lauen Nächte laden offenbar verstärkt zum Auflassen von Miniatur-Heißluft-Ballons oder Heliumballons mit angehängten pyrotechnischen Effekten (sog. Stilles Feuerwerk) ein. Zufällig habe ich letzteres gestern kurz vor dem Großfeuerwerk ´Rhein in Flammen´ hier in Bonn beobachten und mit der Digiknipse filmen können. Ihr könnt Euch das Video als mp4 komprimiert (460 kb, 17s Laufzeit) hier herunterladen: http://www.himmelsereignisse.info/s... . Einen der kleinen Heißluftballons habe ich auch im Angebot - gefilmt in der Neujahrsnacht, von kurz nach dem Start bis zum Verlöschen. Das Video ist allerdings etwas größer (7.8 mb, 81s, mit Ton): http://www.himmelsereignisse.info/s... ."

 

Auch bei Roland Gehardt´s UFO-Meldestelle-Blog gab es schon erste Sichtungsmeldungen für die Samstagnacht: "Konnte heute so gegen 21.50-22.00 Uhr (glaube) 10 von Richtung Westen aufsteigende hell-orange leuchtende Lichter sehen, die nach etwa 2-3 min verschwanden. Ort: Bad Pyrmont, Niedersachsen."

Zum gestrigen Schwarzwald-Video bei YouTube konnte Gehardt vom Filmer selbst erfahren: "Aufgrund meiner Nachforschungen kann ich jetzt mit 100 %iger Sicherheit sagen,daß es sich hierbei um asiatische Glücksballons gehandelt hat. Grund des Aufstiegs von ca. 10 Ballons war die ´Generalprobe´ für eine Hochzeit. Aufstieg: 2.5.08, ca. 23.00 Uhr. Ort: 78132 Hornberg im Schwarzwald. Kann durchaus sein, dass heute am 3.5.08 wieder welche gestartet werden, da die Hochzeitsgesellschaft für heute ein Feuerwerk angekündigt hat. Gruß Daniel..."

 

Gleichsam erhielt er diese Meldung aus Bodenheim: "Sehr geehrte Damen und Herren, eigentlich bin ich ein relativ nüchterner Mensch und glaube nicht wirklich an ´Fliegende Untertassen´. Heute Abend (etwa 21:45 Uhr) habe ich jedoch eine sehr seltsame Erscheinung am Himmel gesehen. Etwa 15 gelblich schimmernde Lichtpunkte wanderten über den Himmel - offensichtlich in Formation. Aus östlicher in westliche Richtung. Ich öffnete das Fenster und stellte fest, dass keinerlei Geräusche, die Flugzeuge normal verursachen, zu hören waren. Schnell kramte ich meine Kamera hervor - die Objekte flogen langsamer als ein gewöhnliches Passagierflugzeug. Ich baute das Stativ auf, um ein Verwackeln zu verhindern und hielt ein Objekt, das als letztes folgte, fest. Das Bild dieses oval erscheinenden Objektes übersende ich Ihnen als Anhang. Ich hoffe, Sie können mir einige Hinweise geben, um welche Objekte es sich gehandelt haben könnte. Torsten J." Zu sehen ist aber nicht viel, aber sehen Sie selbst. ;-)

 

Eine weitere war jene: "Ich bin am 04.05.2008 um 0:30 Uhr mit einem Freund auf seinem Motorrad in Villingen-Schwenningen gefahren. Als wir an der Ampel angehalten haben und in den Himmel geschaut haben, haben wir etwas sehr seltsames gesehen. Es waren neun rötlich leutende Kugeln die sehr gut zu erkennen waren. Sie waren in drei Dreiecken angeordnet und sind ohne ein Geräusch über die Stadt geflogen. Wir sind jetzt beide sehr beunruhigt und wissen nicht was wir denken sollen. Wir haben es unseren Freunden erzählt und keiner von ihnen hat es uns geglaubt. Es würde mich sehr interessieren ob es wirklich eine Art UFO-Gruppe war, oder ob wir nur Hirngespinste hatten, wie es unsere Freunde glauben. Mit freundlichen Grüßen Matthias K."

 

Sowie dies von Mohammad A. eingereicht: "Hallo, haben gestern gegen 22.30 über Renningen (Baden-Württ.) mehrere orange hell leuchtende Objekte (ca. 7-9) beobachtet (Sichtrichtung war von Renningen in Richtung Malmsheim). Die Objekte flogen hintereinander mit hoher Geschwindigkeit, stoppten und blieben stehen. Danach wurde ihr Licht schwächer bis es verschwand. Das drittletzte Objekt blieb stehen, ein zweites und drittes kamen hinzu, formierten sich zu einem Dreieck, und blieben so ca. 1 Minute stehen. Die Formation löste sich auf und die Objekte verschwanden am Nachthimmel."

 

Aber er erhielt noch diese Nachrichten: "Gestern, dem 03.05.08 zwischen 23h und 23:10h, machte ich und 2 meiner Familienmitglieder Beobachtungen am Nachthimmel, die sich nicht ohne weiteres zuordnen lassen. Wohnhaft bin ich in Freiburg im Breisgau im Stadtteil Waldsee und erblickte diese ungewöhnlichen Flugobjekte vom Fenster der Westseite. Vom Erscheinungsbild her glichen die Objekte in der Ferne hellen gelb-orangenen Sternen. In hohem Tempo kamen sie vom Südosten herangeflogen, blieben schlagartig in der Luft stehen und drehten sich dann gleichmäßig im Kreis, verschwanden dann in sehr hohem Tempo binnen weniger Sekunden Richtung Westen. Es waren etwa 20 Flugobjekte im Verlaufe der 10min zu sehen, gleichzeitig ca. 10 von ihnen am Himmel. Es waren dabei keinerlei Geräusche zu vernehmen, sodass auszuschließen ist, es könnte sich um gewöhnliche Helikopter handeln. Da sich das ganze Samstagnacht ereignete ist davon auszugehen, dass noch andere Augenzeugen diese Beobachtung teilten. Oliver D." - "Habe gestern in Berlin 7 bis 8 orange-farbene Lichtererscheinungen am Himmel beobachten können. Die genannten Objekte standen alle gleichzeitig und geräuschlos am Firmament. Ich dachte erst der große Wagen leuchtet heute aber besonders hell. Ich entdeckte sie, als ich meinen Balkon betrat. Die Lichter waren überhalb des Daches der Wohnhäuser die sich meinem, gegenüberliegend befinden. Irgendwann stiegen alle, ca.8 Stück, nach oben und schwebten von mir aus gesehen nach rechts davon. Danach kam noch ein einziger Nachzügler, der dann auch nach oben entschwand. Was war das, können Sie mir eine Erklärung geben? Das Ganze ereignete sich in Berlin, am 03.05.2008, um 22.45h. Michaela"

 

Aus Höxter berichtete mir kurz nach 14:30 h Frau Sch. von einer Beobachtung, die sie gegen 23 h in der vorausgegangenen Samstagnacht machte, als sie gerade das Schlafzimmerfenster nach dem Lüften schließen wollte und noch "einfach so einen Blick zum Himmel warf". Dabei zuckte sie zusammen, weil genau in diesem Moment "vielleicht ein Dutzend oder so" glühende Rot-Lichter übers Hausdach kamen und einfach geradeaus in "völliger Unordnung, aber ohne Ton" dashinzogen. Zwei Minuten einfach so geradeaus und die Formation dabei untereinander immer wieder langsam ändernd. Dann stiegen sie alle leicht hoch und vergingen nach 30 Sekunden, "dann war alles vorbei und nichts blieb zurück". Für sie war dies ein unglaublicher Anblick gewesen, "wie im Film". Sie hatte gar keinen Augenblick daran gedacht, ihren Mann im Wohnzimmer zu rufen, erst als es vorbei war... Im Zuge des heutigen Tages hatte sie sich herumtelefoniert und bekam von der Flugsicherung in Frankfurt meine Rufnummer.

 

Gegen 15:30 h erreichte mich die Polizeidirektion Heilbronn. Gegen 23:30 h hatten in der Samstagnacht Bürger in Weinsberg nämlich so um die 20 rot-orangene Lichtobjekte am Himmel geräuschlos schweben gesehen, die wie eine Art "merkwürdiges Sternbild in Bewegung" ausschauten. Ein paar Leute riefen deswegen nach der Polizei, weswegen sich dann die Polizeidirektion Heilbronn in die Ermittlungen einschaltete und sich bei mir zwecks Ratschlag meldete, da ihr die Auskunft von einem Astronomen zwecks einem verglühenden Meteor komisch vorkam. Der ermittelnde Beamte war gänzlich erstaunt von den Himmelslaternen zu hören und durch meine Ausführungen zu erkennen, dass das der wahre Auslöser für den UFO-Alarm über Weinsberg war. 

Quelle: CENAP-Archiv

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