Blogarchiv
UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-180

cenap-infoline-titel-219

cenap-archiv-titel-121

26.08.2007

Das UFO-Wochenende

Im Fall Deizisau nahe Stuttgart, den Dennis Kirstein bearbeitet, meldete die ´Esslinger Zeitung´ an diesem Tag ( http://www.ez-online.de/lokal/essli... ) u.a. dies in der ´Rückblende von Klaus Harter´ hinter der Schlagzeile "Schonzeit für die Hasen": "...Weder Mafiosi noch Außerirdische - Heiter geblieben ist die Stimmung in Deizisau. Die hätte sich am Wochenanfang durchaus verdüstern können, denn da war der Vorzeigeort im ´Spiegel´ als Mafia-Stützpunkt aufgelistet. Dann gab es am vergangenen Wochenende auch noch mysteriöse Erscheinungen am Himmel. Ufos? Weder für die Mafia noch für Ufos gab es jedoch eine Bestätigung. Aber nicht deshalb hat das Stuttgarter Meldebüro für un identifizierte Flugobjekte sehr verärgert auf die Berichterstattung der EZ über das Himmelsphänomen reagiert. Die Mitarbeiter vermissen den nötigen Ernst in der locker präsentierten Geschichte über Mafiosi und Außerirdische. Das bedeutet allerdings keineswegs, dass die EZ an der Seriosität des Meldebüros zweifelt, das um weitere Zeugenhinweise gebeten hatte. Wir wollen an dieser Stelle das Versäumnis korrigieren und vermelden, wohin sich Zeugen wenden können: Das Meldebüro ist unter Tel. 07 11/7 45 10 51 erreichbar..." Ist doch schon ein (unerwarteter) Fortschritt.

Am Nachmittag erreichte mich eine eMail von Klaus S. mit dem Betreff ´Sichtung orangener Lichter´: "In der Nacht vom 24.08.2007 zum 25.08.2007 habe ich um 0. 20 Uhr ca 8-10 hell leuchtende orange-farbene Objekte über dem Nachthimmel von Bochum entdecket. Sie waren extrem intensiv in der Helligkeit. Ich war zu dieser Zeit auf der A40 zwischen Essen und Bochum unterwegs, um meinen Sohn abzuholen. Da ich auf der Autobahn unterwegs war, konnte ich sie nur einige Sekunden beobachten. Ärgerlich ist es, dass ich tagsüber immer eine Digicam mit mir herumtrage, diese aber in der Nacht nicht mithatte. Ich halte mich für einen realistischen Menschen, der sich eine solche Erscheinung nicht erklären kann. Eine Anfrage an die Sternwarte Bochum habe ich ebenfalls veranlaßt."

Am Sonntag meldete sich im Forum ein User aus Feldkirch-Gisingen: "Habe um ca. 21:30 ein Unbekanntes Flugobjekt über Vorarlberg gesichtet. Von Feldkirch aus Blick Richtung Süddeutschland. Es flackerte orange und machte zuerst den Anschein eines abstürzenden Flugzeuges. Die Flugbahn war jedoch sehr stationär wie in einer Umlaufbahn. Plötzlich machte das Objekt eine Richtungsänderung um ca. 90 Grad und flog Richtung Süden zu. Es kam näher und mir war klar, dass das kein Meteorit war. Kurz danach änderte es seine Richtung wieder und flog direkt hinaus ins Weltall. Wenn es in den Erdschatten gekommen wäre, dann wäre es auf einen Schlag dunkel gewesen. Dieses Objekt aber entfernte sich mit einer hohen Geschwindigkeit und brauchte ca. 30 Sekunden, bis man es nicht mehr sehen konnte. Es war ein orangenes Objekt, also das war alle Fälle kein Heißluftballon oder ein Flugzeug!!!" Die Leute denken immer wieder einmal bei einem einsamen Miniaturheißluftballon an ein "brennendes Flugzeug". Mit einem normalen, bemannten Heißluftballon* hat der Miniatur-Heißluftballon nur das zugrunde liegende physikalische Prinzip (Kamineffekt) für das "Fliegen" gemein, ansonsten unterliegt der MHB keiner Massenträgheit und ist schnell mal von einer Böe aus dem Stand weggetragen.

23:30 h: Aus Parchim meldet sich Georg G. recht aufgekratzt. Kurz vor 22 h hatte er zusammen mit seiner Familie und Nachbarn etwa 10-12 orangene Lichtobjekte mitten über der Stadt und über den Häusern dahinziehen sehen, "quasi in einer übereinander dahinziehenden unsauberen Doppelreihe". Nach drei oder vier Minuten waren sie außer Sicht, "ohne einen Mucks zu tun". G. machte sich so seine Gedanken und diskutierte das Geschehen mit den anderen, aber sie kamen zu keiner Lösung, "weil das nie und nimmer Flugzeuge waren". Da der Sohn der Familie gerade an diesem Tag die neue ´Sterne und Weltraum´ gekauft hatte, erinnerte er sich dort an eine ´UFO-Geschichte´ und da dort meine Rufnummer stand, kam der Herr so nach Mannheim durch.

 

Kurz nach 24 h meldete sich ein Herr "Müller" aus Dorsten (im Hintergrund lief VIVA, genauso wie bei mir), der zusammen mit Freunden eine (ja) private Loveparade-Party veranstaltete. Auch er hatte zusammen mit seinen Kumpels kurz vor 22 h vom Garten aus gesehen, wie "fünf orange-rote Leuchtkugeln, untenrum irgendwie platt" (jede fast halb so groß wie der am Himmel stehende Mond) hintereinander herbeischwebten, über den Nachbargärten dahinzogen und nach drei Minuten in der Ferne geräuschlos verschwanden. ´Müller´: "Aber innen war da was...irgendwas. Da gab es irgendwie undeutliche Bewegungen auf und ab. Ich weiß, hört sich verrückt an, war aber so. Irgendwie jedenfalls." Einer der Kumpels auf der Party war in seine Wohnung ein Stock höher geeilt, aber bis er dann dort aus dem Balkon schaute, waren die Objekte nicht mehr zu sehen. Nach großem hin und her in der Gruppe entschloß man sich mal im I-Net zu gucken, und so kam auch ´Müller´ sofort an mich heran.

Ein Mann aus Haßfurt hatte zusammen mit seiner Familie im Garten gegrillt, als gegen 22:30 h plötzlich drei "zwischen orange und rot gefärbte Bälle aus Licht" über den gegenüberliegenden Nachbarhäusern erschienen, um die Strasse zu überqueren und dann über den Nachbargarten (wo sich niemand aufhielt, weil die Leute in Urlaub sind) für eine halbe Minute stehen zu bleiben, und dann ansteigend zwei, drei Minuten brauchten um "wie Sterne am Himmel zu verschwinden". Insgesamt war es eine Beobachtungszeit von "keinen 5 Minuten". Eines der Lichtobjekte schien beim Anstieg "irgendwelche kleinen glühenden Teile abzuwerfen". Offenbar befanden sich einige Leute hinter dem Haus auf der Strasse, weil da plötzlich in diesem Augenblick "Gejohle" von dort zu hören war. Seine neben dem Telefon mithörende Frau sagte dann auch: "Wir waren ja wie erstarrt und schauten, und schauten und schauten nur noch."

Cham - UFOs über dem Bayernwald?

 

"Etwa zehn Lichter leuchteten am Himmel und bewegten sich rasend schnell" - was Elke Landstorfer hier beschreibt und in der Nacht zum Sonntag gemeinsam mit ihrem Mann beobachtete, hört sich zuerst an wie die Entdeckung von UFOs über dem Bayerwald. Doch am Ende blieben nur große, rote Papier-Ballons übrig - erleuchtet und in die Höhe getrieben von einer offenen Flamme - praktisch wie ein unbemannter Heißluftballon. Gegen 0.30 Uhr machten die Landstorfers die Lichter am Himmel aus, kurz vor dem Zubettgehen, als noch der Hund in den Zwinger sollte. "Plötzlich erloschen die Lichter wieder und es bewegte sich ein schwarzer Punkt am bewölkten Himmel. Irgendwie war das wunderlich und gespenstisch", so Elke Landstorfer. Als zwei schwarze Punkte unweit ihre Hauses in Sattelbogen herunter gingen - "es sah fast aus, als wären es Fallschirmspringer" - setzte sich ihr Mann ins Auto und ging der Sache auf den Grund. Zurück kam er mit einem Papierballon, der ein rundes Drahtgestell darunter hat. In dessen Mitte befand sich das Feuer, das den Ballon in die Höhe brachte. Laut Landratsamt hat es bisher keine UFO-Anrufe dazu gegeben, doch wisse sie wohl den Grund, sagte Verwaltungschefin Patricia Stoiber. Eine Hochzeitsgesellschaft in einem nahe gelegenen Hotel habe die Ballons wohl steigen lassen. Sie sehe auf den ersten Blick keine Probleme mit solchen lustigen Hochzeitsgags am Himmel. Die sieht auch der zuständige Fachmann für Sicherheit und Ordnung nicht auf den ersten Blick. "Den Flugverkehr wird es nicht stören, so hoch fliegen die Ballons wohl nicht", sagt Günther Bauer vom Landratsamt. Erst ein Blick in die Gesetze zeigt, dass auch die Wege solcher Ballons in Deutschland gesetzlich geregelt sind. Unbemannte Ballons mit Feuer darunter seien grundsätzlich verboten, so Bauer. Denn keiner könne garantieren, dass sie keinen Brand auslösen. Belegt sei die Ordnungswidrigkeit mit 1000 Euro Bußgeld.<

Jetzt gings los bzw weiter. Kurz vor 10:30 h. Herr W. aus Wuppertal-Barnem berichtet, zusammen mit etwa 300 Besuchern eines Stadtfestes am Samstagabend gegen 22:45 h zwei Dreiergruppen von orange-roten Leuchtobjekten herbeischweben gesehen zu haben, die insgesamt mindestens 5 Minuten lang über der Gegend blieben, bevor sie sich wieder entfernten. Zig Leute haben da hochgeschaut und es habe immer wieder geblitzt, weil da aus der Menge heraus Fotos gemacht wurden. "Richtig unheimlich war die Geräuschlosigkeit dabei." Eigentlich wollte er nur wissen, ob ich schon mal von soetwas gehört habe, was ich bejahte - er mich aber nicht weiterreden und erklären lassen wollte, so stand der unter "UFO-Dampf". Er wolle sich an Radio und Zeitung wenden - und schon war er weg.

Gleich darauf meldete sich ein Herr aus Altenstadt im Wetterau-Kreis, der in dieser Nacht gegen 0:50 h zusammen mit seiner Familie und Nachbarn ebenso erstaunt in den Himmel blickte, weil da "eine Kette mit 8 oder 9 orange-hellen Lichter und in starrer Formation" aus Richtung Gießen geräuschlos daherkam und gegen SW sich bewegt, um nach ca 1 Minute in der Ferne zu verschwinden. Der Mann hatte inzwischen schon bei Polizei und Flugsicherung nachgefragt, ob es weitere Beobachtungen gab, aber da wusste man von nichts und konnte zur Sichtung auch nichts sagen - zumindest die Flugsicherung gab meine Rufnummer an den Melder weiter, der sich auch sofort meldete. Ich fragte den Mann, ob er schon mal was von "Himmelslaternen" gehört habe, seine Antwort: "Nein!" Ich fragte ihn, ob er sich darunter irgendetwas vorstellen könne - "Nein!" Also führte ich es ihm aus, wobei er zunehmend Widerstand bot, weil dies alles nicht sein kann. Parallel hörte ich aber, wie er an der Computertastatur tippte. Und nach zwei Minuten gab er durch, eben eine Anbieterwebseite durchzulesen und Bilder zu sehen, was ihn durchaus erstaunte und er selbst eingestand: "Ja, das sind diese Teile die wir sahen."

 

13 h. Herr A. aus Steinach unweit von Sonneberg berichtete, wie er am Samstagabend zusammen mit Freunden unterwegs war. Irgendwann nach Einbruch der Dämmerung beobachteten sie aus Westen "einen orangenen Klecks" am Himmel herbeikommen, der gemächlich nach Süden zog. In knapp 5 Minuten war der so halbhoch am Himmel durch. Und 15 Minuten später passierte das gleiche Geschehen nochmals. Dieses Mal schaute der Melder (Brillenträger) sich die Erscheinung durch ein kleines Fernglas an, "was nicht ganz leicht war, es in Form zu kriegen". Durchs Fernglas sah es wie eine Art "dreieckiger roter Rahmen aus, mit einem gelben Punkt in der Mitte". Mit dem unbewaffneten Auge jedoch nur wie ein "orangener Klecks". Offenbar war da die Einstellung dejustiert. Ein Freund machte mit der Digicam Bilder von der Erscheinung, doch auf den Bildern war nur schwarzer Himmel zu sehen, "das war einfach dafür zu schwach". Komisch war nur die absolute Geräuschlosigkeit des Klecks gewesen. Da zwischen den beiden Sichtungen auch ein Flugzeug vorbeigeflogen war, konnte man das Lichtobjekt gut damit vergleichen - "und es war kein Vergleich möglich, das sind zwei ganz andere Dinge gewesen, außerdem war vom Flieger noch fein der Antrieb zu hören", außerdem war die Maschine wie immer in einer halben Minute im Gesichtsfeld durch. Wie kam der Mann zu mir: Er führt ein privates Telefonregister und irgendwann hat er dort unter "UFO" meine Rufnummer eingetragen. Wann, warum und weshalb wusste er auch nicht mehr, aber er sammelt alle "wichtige Rufnummern" in Deutschland.

14 h. Anke St. aus Dormagen berichtete, irgendwann gegen 22 und 23 h vom Balkon aus "etwa zehn, es war ne ganze Menge, gelblich-orangener Lichtpunkte" hoch am Himmel ausgemacht zu haben. Dabei telefonierte sie gerade mit einer Freundin und so beschrieb sie ihr diese Beobachtung ´live´, bis nach etwa 4-5 Minuten "der Zug durch war". Die Freundin, wohnend am anderen Ende der Stadt, schaute zwar auch raus, konnte aber nichts sehen, was Frau St. aber auch nicht wunderte, da diese Lichter ja aus der Richtung kamen und nicht dorthin flogen. Wie so oft war auch hier die Geräuschlosigkeit des "Zugs" das erstaunliche Element. Die Beobachtung ließ ihr keine Ruhe und sie versuchte ihre Zeitung bereits zu erreichen, aber da war niemand zu erreichen. Ihr Freund, der zum Mittagessen vorbei kam, riet ihr doch mal im I-Net unter UFO zu gucken. Auf die Idee war sie noch gar nicht gekommen... Wie sie berichtete, hatte sie zuvor ("wegen der Nähe") eine UFO-Gesellschaft in Lüdenscheid angerufen. Dort gabs aber nur einen Automat. Die nächste Nummer war dann meine, wo ich gerade beim Abschluß des Mittagsessens-Zubereitens war. Hätte sie mich jetzt nicht erreicht, hätte sie es auch aufgegeben.

Ein Herr H. aus Blumberg freute sich, "endlich mal jemand zu erreichen, der vielleicht Ahnung hat". Naja. Um was ging es? Er hatte am Samstagabend mit Freunden im Garten eines dieser Freunde dessen Geburtstag gefeiert, als vielleicht gegen 23:30 h ("auf jeden Fall noch vor Mitternacht") ein "Pulk von sechs lautlosen orange-roten Lichtkörpern" über den Bäumen herbeikam und quer den Garten kreuzte um Richtung des Mondes im Südwesten zu fliegen - alle waren "halb so groß wie der Mond" als sie vorbeikamen und wurden immer kleiner als sie sich dem Mond näherten und eine Handspange über ihn aufsteigend in den Himmel davonzogen. Einer seiner Freunde hatte sich dabei beim Biertrinken verschluckt und hustete herum: "Das war ja auch unglaublich anzusehen, man muss sich dies mal vorstellen. War ja wie im SF-Film!" In 7-8 Minuten war die Schau vorbei gewesen und es war dann alles wie sonst auch wieder; "als wenn nichts gewesen wäre". Diese rätselhafte Beobachtung war das Thema für den Rest des Abends, und wie der Mann sagte, war der Kasten Bier schneller leer als sonst... Wie auch immer, da diese Sichtung eine so merkwürdige Angelegenheit war und "zudem noch spannend", versuchte H. schon seit elf Uhr an diesem Vormittag mehr hierzu herauszufinden und hat - sicherlich zur Freude der Telekom - sich schon einen Wolf abtelefoniert. Nur war er bisher keinen Schritt weitergekommen, außer immer neue Rufnummern zu bekommen. Beim Planetarium Hamburg bekam er so schließlich meine Nummer und meldete sich sofort. Ich merkte gleich, dass der Mann total im ´Telefonierfieber´ stand. Ich fragte ihn auch, ob er weitergemacht hätte, wenn das jetzt nicht geklappt hätte - "Ja, ich wollte doch unbedingt wissen, was wir da gesehen haben. Und nun weiß ich es und gebe es gleich meinen Kumpels weiter, die müssen mir dann heute Abend noch einen ausgeben..." Na dann, Prost!

----

26.08.2007

Sozialpsychologie: Erdbewohner und Aliens

Wir Menschen unter uns und unser Alien-Konflikt

8511-1

Am 23.August 07 stellte Thomas Pany folgenden Artikel bei Telepolis unter http://www.heise.de/tp/r4/artikel/2... vor:

 

Erdbewohner und Aliens

Sozialpsychologie: Nicht Konflikte mit anderen, sondern der Wunsch nach Vertrauen und Sicherheit schaffen Zusammengehörigkeitsgefühle

 

Was hält Gruppen zusammen? Geht es nach einer weit verbreiten Vorstellung, so besteht der beste Kitt aus Angst, Abneigung und Rivalität gegenüber anderen Gruppen: Cowboys, Indianer, Muslime, Juden, Fleischesser, Vegetarier, Unterkirchheimer, Oberkirchheimer, Erdbewohner und Aliens helfen so gesehen dem jeweiligen Gegenüber beim Solidaritätspakt. In Wirklichkeit ist aber alles ganz anders, meint die amerikanische Psychologieprofessorin Marilynn Brewer. Diese Annahmen, die man auch in der Forschungsliteratur fände, würden von Fakten nicht unterstützt. Ganz im Gegenteil. Der gruppeninterne Zusammenhalt hänge nicht von einem Konflikt mit anderen Gruppierungen ab, so Marilynn Brewer, die sich in den USA einen Namen auf dem Gebiet der Erforschung von sozialer Identität und Beziehungen zwischen unterschiedlichen Gruppierungen erworben hat.

 

Jüngste Forschungsergebnisse würden anderes nahelegen als die Rede vom Konflikt, der Zusammengehörigkeitsgefühle schafft. Nämlich, dass sich Menschen Gruppen anschließen, weil sie dort einen Ort finden, der ihnen Vertrauen einflößt und Sicherheit gewährt. "Um es einfach zu sagen, wir bevorzugen Personen, die von unserer Art sind; Leute, von denen wir wissen, dass wir uns auf sie verlassen können. Das bedeutet nicht, dass man jeden anderen hassen muss, sondern dass man mit größerer Wahrscheinlichkeit Menschen aus der eigenen Gruppe vertraut", erklärt Brewer. Brewer zitiert jüngere Studien, die ergeben hätten, dass Menschen dazu neigen, selbst vollkommen Fremden zu vertrauen, wenn sie wissen, dass der Fremde dieselbe Universität wie sie besucht habe. Die Psychologieprofessorin schließt daraus in Abwandlung eines berühmten Beatles-Songs:

 

>All you need is to have that shared group identity<

 

Ein einfacher Schluss mit interessanten Implikationen für die Wissenschaftlerin. Da Menschen heutzutage über viele unterschiedliche Gruppenzugehörigkeiten verfügen - nationale Zugehörigkeit, religiöse, Interessengruppen, Universitätszugehörigkeiten, Wohnviertel, Nachbarschaften, Sportclubs etc. - , die sich teilweise überschneiden, könnte man das Vertrauen schaffende positive Gemeinsamkeitsgefühl, das in den Gruppen gebildet wird, dazu nutzen, um Grenzen zu überbrücken:

 

Wir beobachten in unserer Forschung, dass Personen, die mehrere Zugehörigkeiten haben und diese in komplexen, einander überschneidenden Arten erfahren und leben, Diversität tatsächlich besser akzeptieren können. Und so gegenüber anderen Gruppierungen mit anderen religiösen oder ethnischen Zugehörigkeiten mehr positive Gefühle haben. Dies legt nahe, dass es psychologische Mittel und Wege gibt, welche die Grenzen unserer kleinlichen Unterscheidungen zwischen denen, die drin sind, und jenen, die draußen sind, sprengen.

Eine Hoffnung, die im Widerspruch zu anderen Forschungsergebnissen steht. So hat der berühmte amerikanische Sozialforscher Robert Putnam jüngst festgestellt, dass die Hoffnung auf solche Brücken, die zwischen unterschiedlichen Gruppen gebaut werden können, in Gemeinschaften mit höherer Diversität zumindest auf kurze Frist leider nicht aufgeht: Die Menschen würden eben nicht aufeinanderzugehen: Sie ziehen sich zurück wie Schnecken. Wunschdenken also von seiten Brewers, die naiv nur die positiven Gruppenzusammengehörigkeitsgefühle im Auge hat? Nicht ganz. Brewers hat Schattenseiten durchaus im Blick, etwa dass Mitglieder einer Gruppe dazu neigen, sich untereinander gegenüber Mitgliedern anderer Gruppierungen zu begünstigen und jene zu diskriminieren.

 

Und sie stellt die Gefahr heraus, dass Menschen am Rand einer Gruppe, die selbst auch über kein sicheres Standing verfügt, am meisten darauf achten, dass Distanz zwischen den Gruppen gehalten wird, weswegen sie Animositäten gegenüber anderen Gruppierungen auch unterstützen würden. Eine Beobachtung, welche die Fremdenfeindlichkeit von manchen Zuwanderern erklären könnte. Was Brewer betont und von ihren Forschungsergebnissen bestätigt sieht, ist, dass der Konflikt nicht nötig ist, um eine positive Gruppenzugehörigkeit zu konstituieren. Konkurrenz und Konflikte über Ressourcen würden erst problematisch, wenn sich Menschen über ihre eigene Identität und derjenigen ihrer Gruppe unsicher werden.

 

Wie man daraus Kapital schlagen kann, um Konflikte anzuheizen, liegt auf der Hand. Aber wie sieht die andere, die gute Seite aus? Positive Identifikation mit der Nation, möglichst homogene Wohnviertel; Universitäten, Schulen, Arbeitsstellen, Freizeit-Clubs mit möglichst unterschiedlicher Zusammensetzung?

 

Nachsatz: Und hier - http://www.youtube.com/watch?v=5Xsy... - ein sehr schönes Beispiel in Sachen "UFO-Praxis".

2007-ovni-ab

2007-ovni-a-1

2007-ovni-aa

2007-ovni-ac

Was befremdlich am Himmel ausschaut und den ´perfekten UFO-Effekt´ auslöst, kann am Boden erstaunlich schlicht und einfach sein - wenn man darum weiß. Und dies ist der Punkt. Auch in den "Alien-UFO"-Diskussion.

----

28.08.2007

Kolumbianischer Astronom zeichnet UFO-Erscheinung auf

Fall Kolumbien, 25.Juni 2007. Der Astronom Alberto Qujano (und sein Assistent Mario Rojas) aus dem kolumbianischen Pasto hatte mit seinem Teleskop an der Sternwarte der Universität Narino die Sternkonstellation Skorpion ab 20 h Ortszeit (dort ist jetzt Winter) im Blick gehabt, als plötzlich ein "strange object" unter dem Sternbild erschien und der Mann es aufzeichnen konnte. Für ihn war dies ein unidentifiziertes Objekt, auch weil es sich so bewegte, wie er noch nie etwas am Nachthimel bewegen sah. Darüber berichtete auch das nationale Fernsehen in seinen Nachrichten (in spanischer Sprache), der etwas mehr als einminütige Videoclip hierzu wurde bei YouTube am 26.Juni 07 bereits aufgespielt

2007-kolumbien-ufo-a

2007-kolumbien-ufo-aa

2007-kolumbien-ufo-ab

https://www.youtube.com/watch?v=2IZD_RfFFHY

Wie auch immer, auch ´Radio Caracol´ in Kolumbien hatte sich dem OVNI angenommen - siehe http://www.analuisacid.com/colombia... , wo auch einige Bilder aus dem Film Verwendung fanden. Hier ist auch eine GIF-Animation aufgespielt, woraus mir klar wird, dass das kein laufender Film im eigentlichen Sinne ist, sondern Einzelbild-Aufnahmen wie sie Astronomen nutzen, um noch unerkannte Kometen (und Asteroiden) zu entdecken - durchaus möglich, dass das auch der Job war den der Astronom in der Nacht sich vorgenommen hatte. Da Kometen dann auf den hintereinander gelegten Einzelbildern sich mit einer definierten linearen Flugbahnbewegung abzeichnen, kann man sie so entdecken - aber nicht in einer Nacht, sondern über Beobachtungsnächte oder gar Wochen hinweg. Die hier zu diskutierende Erscheinung machte scheinbar auf den 400 in dieser Nacht geknipsten Bildern eine Stunde lang keinerlei Bewegung, und dann die bekannten ´verrückten´ als herumhopsender Fastwalker. Ob nun "UFO" oder nicht, der Film ist dennoch interessant - eben aus dem Alltag herrausragend und wegen seiner Quelle. Auch wenn ein YouTube-User dazu nicht ganz zu unrecht schrieb: "It´s just another garden-variety video of a fuzzy, indistinguishable point of light that in lack of credible information, tin-foil hatters immediately characterize as a UFO."

Wie auch immer, ich gab diese Geschichte mal in astronomischen Kreisen zur Beachtung und Begutachtung aus. Ich war gespannt, was es da an Rücklauf geben würde. Und der war nicht gerade berauschend. Silvia Kowollik schrieb so aber: "...der Film zeigt zweifelsfrei einen stark bloomenden Stern mittig und ein Objekt (kometenähnlich, heller Kern, dreieckige Koma drum rum), welches um den Bloomingstreifen langsam nach unten ´tanzt´. Das ganze leicht verwackelt, so als ob das aufgezeichnette Signal der Videokamera später freihändig vom Bildschirm in verschiedenen Zoomstufen abgefilmt worden wäre... Keine Ahnung, was da gefilmt wurde. Sah jedenfalls für mich nach einer dejustierten Optik und einem Reflex aus..."

+++

8514-1

10.August 2007 - vier Leuchtkörper Freitagnachts über San Lorenzo/Parma, Italien, 23:15 h. Vor ein paar Tagen war ich in einem UFO-Forum im Umfeld der deutschen UFO-Welle bereits über die Angelegenheit gestolpert (siehe das Video hier: http://www.youtube.com/watch?v=2k70... ), konnte ich aber nicht gleich darum kümmern. Wie unter Vertonung mit der ´Akte X´-Titelmelodie zu sehen, erscheinen ´über´ der Stadt plötzlich und nach und nach in einer ´gebogenen´ Kette vier auffallende Lichtbälle, die rötlich gewesen sein sollen, was auf dem verwackelten YouTube-Video jedenfalls nicht rauskommt. Sie erscheinen einfach aus dem Nichts und verbleiben auch an Ort. Mit MHBs hat dies offenkundig nichts zu tun, sondern mich erinnerte dies sofort an die Phoenix-Lichter von Arizona/USA 1997 und Anfang dieses Jahres, also an Vorgängen bei denen Signalfackeln des Militärs wie z.B. bei Greifswald 1990 im Spiel sind und für den UFO-Eindruck sorgen -- wie man es auch aus Nicht-UFO-Incidents her kennt*. Am Schluß des Films sind dann Extra- bzw Standbilder von den Erscheinungen (hier deutlich rot mit hellem und gelblichen Innenkern zu sehen, sowie auf der Wasseroberfläche sich spiegelnd) aus anderer Perspektive und Örtlichkeit zu sehen. Inzwischen wurden zwei weitere kurze Clips in der Sache aufgespielt - http://www.youtube.com/watch?v=d83g... (sehr verwackelt und meistens nur die verzogene Lichtspur eines Lichtes zu sehen, ob das jetzt mit dem Ausgangsfall wirklich was zu tun hat, ist jedenfalls aufgrund dieses Clips nicht wirklich zu belegen) und http://www.youtube.com/watch?v=fXtF... (nicht verwackelt, trotzdem kurz und von weit weg aufgenommen). Der Hauptfilm ist zwar mit Kommentaren von YouTube-Usern versehen, aber leider in Italienisch. Auch im UFOlogia.net wird der Fall in Italienisch stark debattiert, offenkundig weil es in Bella Italia eine Sichtungswelle mit orangeroten Leuchtobjekten in den heißen Nächten gibt - http://www.ufologia.net/headlines/a... .

-

Quelle: CENAP-Archiv

 

 

 

 

 

1971 Views