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Dienstag, 7. Februar 2017 - 21:00 Uhr

UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-63

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11.05.2006

 

 
 
UAP-Geheimnisse des Luftraums

Update zu den letzten Nachrichten von der britischen UFO-Studie!

Dienstag, der 9.Mai 2006. Jetzt bemächtigte sich um 10:18 h der Katholische Nachrichtendienst (KNA) beim kath.net dem Thema in einer Meldung zum Bereich ´Gesellschaft´ ( http://www.kath.net/detail.php?id=1... ): "Good bye E.T. - Britische Forscher suchten vier Jahre lang nach Außerirdischen: Es gibt keine UFOs - Alle die Ereignisse können physikalischen, elektrischen und magnetischen Phänomenen zugeschrieben werden." Bezugnehmend hier auf die Netzeitung. So gesehen griff jetzt eine deutsche Nachrichtenagentur die Geschichte auf. Erstaunlich ist es dennoch, weil man doch annehmen sollte, dass die Katholiken mit dem Buch "Da Vinci Code" bzw der Verfilmung als "Sakrileg" genug zu tun haben und ´Popetown´ auf MTV noch zu verkraften hatten. Warum man sich jetzt in die abstruse UFO-Geschichte einbrachte ist mir so nicht ganz klar. Wie sich aber zeigte, waren die Redaktionen im Land deswegen aber ´immun´, was aber vielleicht auch daran liegen mag das neben ddp auch der KNA als Mini im Nachrichtengeschäft schnell übersehen wird und kaum Beachtung findet. Oder noch einfacher - man hat das Thema im Allgemeinen satt bzw sah es nach meiner dpa-Geschichte schlußendlich auf der selben Linie gehalten (man kann es sogar als Bestättigung sehen, was da aus England kam) als überfüttert an. Es ist gut vorstellbar, die Erklärung in diesem Raum zu sehen, auch wenn wir es nie wirklich erfahren werden.

Mittwoch, der 10.Mai: Die große österr. Boulevardzeitung ´Krone´ brachte als Aufmacher: >Sie kommen nicht! Briten wollen wissen, dass es keine Aliens gibt! ... Jetzt ist es offiziell: Es gibt weder Aliens noch Ufos - sagen zumindest die Briten. Eine als geheim eingestufte Untersuchung aus dem Jahr 2000 wurde jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Insgesamt wurde in der 400 Seiten starken Untersuchung "Unidentified Aerial Phenomena in the UK" vier Jahren lang nach extraterrestrischem Leben gesucht - vergebens.< Zurück ging dies wieder auf die Netzeitung. Kontrastprogramm: ´Sheffield Today´ machte zur selben Geschichte aber die Headline "Academic proof that UFOs exist" auf, was aber eine rhetorische Täuschung war um die Leser wie mit dem Wolf im Schafspelz einzufangen. Hier ging es genau darum, was ich bereits selbst ausführte: Ja, es gibt dem Namen nach UFO-Sichtungsberichte, aber sie beinhalten keine Beweise für außerirdische Besucher in ihren Raumschiffen. Das Thema hielt sich also erstaunlich lange in der kurzlebigen Medienwelt!

Informations-Durchbruch. Bei den ´Wired News´ gab es an diesem Tag den von Nigel Watson (britischer UFO-Forscher aus der sozio-psychologisch angesetzten Neo-UFOlogie und Kollege von Clarke) eingebrachten Artikel "It´s Official: UFOs Are Just UAPs". Hiernach habe die britische Studie tatsächlich unidentified aerial phenomena, also UAPs, als echt erkannt, aber die Fliegenden Untertassen zurückgewiesen. Wie er ausführte, seien diese UAPs als elektrisch-geladenes Plasma zwar mit dem Auge sichtbar, "aber für das Radar unsichtbar", was für mich erstaunlich ist. Dazu hatte ich es bereits. Wie wir hier weiter erfuhren führte die britische Studie ein namentlich nicht genannter "security contractor" im Auftrag der Sektion DI55 im Defence Intelligence Staff des Londoner Whitehall ab Dezember 1996 durch. Dort wo Nick Pope vor einem Jahrzehnt mal im Nachbarzimmer saß, aber erst nach seiner Zeit in Auftrag gegeben (Pope verließ im Sommer 1995 den ´UFO Desk´). Die Schreibtischstudie unter dem Kodenamen "Project Condign" wurde im März 2000 beendet und besteht schließlich sogar aus 460 Seiten - aufgeteilt in vier Dokumenten. Es gab ehemals nur 11 Kopien dieser Studie und sie wurden unter hochrangigen Personen der Royal Air Force sowie im Verteidigungsministerium verteilt. Die Studie war gar so geheim, das noch nicht einmal das "UFO-Büro" im Ministerium davon erfuhr oder selbst einiges Führungspersonal dort eingeweiht wurde. Der Bericht kam durch die Anstrengungen durch Clarke und seinen Kollegen Gary Anthony, Joe McGonagle und Andy Roberts nun heraus, nachdem sie im Januar 2005 erstmals davon gehört hatten und dann im September eine Freedom of Information-Anfrage dazu stellten. Schließlich mit einem positiven Bescheid im Mai 2006 dazu. Ziel der Studie war es tatsächlich, dass das britische Verteidigungsministerium ein für alle Mal Schluß mit seiner eigenen UFO-Beschäftigung machen wollte und eine endgültige Antwort für sich selbst darauf suchte. Scheinbar ist man da mit auch zufrieden gewesen. Doch die UFO-Forscher geben auch zu, dass die Studie keineswegs das letzte Wort sein kann und geschweige die Folgerung zu akzeptieren. Einfach weil sie wissen, das es keine Einheitserklärung für das UFO-Phänomen gibt da es viele Facetten besitzt und komplexer ausfällt als man es sich in dieser Studie denkt, "wie die meisten Forscher wissen". Nick Pope dagegen erklärt, dass die Studie signifikante Informationen zu unserem Wissen betreffs UFOs aufgebracht habe (?). Das ab 15.Mai 06 im Internet (1) freigegebene ehemalige Geheimmaterial wird einige Schwärzungen besitzen - nämlich alle technischen Informationen, die militärische Geheimnisse sind, zur Radarabdeckung Englands. Verständlich, so war es auch bei anderen freigegebenen UFO-Akten z.B. von der amerikanischen NSA oder dem CIA. Wie Watson gleichsam bekannt machte, gab es eine erste Zusammenfassung zur Studie auf der Seite von ´Flying Saucery Presents´ - http://www.uk-ufo.org/condign/index... .

(1) = http://www.mod.uk/DefenceInternet/F...

Und bei ´Flying Saucery Presents´ ist also mehr zum ´Condign Report´ erstmals zu erfahren gewesen. Hier wird nochmals klar gemacht, dass die Studie tatsächlich nur angesetzt wurde um festzustellen, ob es ein "Sicherheitsrisiko" durch UFO-Phänomene für das United Kingdom sowie dem dortigen Luftverkehr gibt. Im Dezember 1996 begann alles mit dem Aufbau einer computerisierten Datenbank bestehend aus den Parametern von UFO-Berichten. Hm, dies soll dann eine "detailierte Studie des Phänomens" sein? Einfach nur einen IT-Mann hingesetzt und der soll dann ohne Falluntersuchungen und Kenntnis des Gesamtthemas die "Lösung aller Lösungen" herausrechnen? Wie auch immer, das UAP-Kürzel hier geht tatsächlich auf Jenny Randles zurück nachdem sie im Dezember 1980 bei der kleinen House of Lords UFO Study Group in Westminster einen Vortrag gehalten hatte. Da blieb das Akronym bei jemanden offenkundig hängen, weil es sich besser als UFO anhörte, der im Defence Intelligence Staff des MoD´s später etwas zu sagen hatte. Und damit begann ein Fehler sich einzuschleichen, der in einem Papier namens "Unidentified Aerial Phenomena (UAP) Policy" vom 25.April 1997 in den höheren Rängen kursierte. Während die UAP-Idee nicht allgemein von Randles und z.B. uns als neuer UFO-Begriff eingesetzt wurde, um den ironischen Druck betreffs "Außerirdischen" hinsichtlich dem Kürzel aus der Öffentlichkeit heraus zu entgehen, sondern um die nach der IFO-Aussonderung verbleibenden soweit noch unidentifizierten UFO-Sichtungen mit einer Erklärungsthese in Richtung "freies Plasma" zu belegen, nahm man in London die UAPs als neutral-verstandes UFO-Ersatzwort her um den unseligen Alien-Diskussionen zu entgehen! Schuld daran war niemand anderes als Pope, der nach seinem Abgang einen riesigen Medien-Wirbel um UFOs verursachte und binnen kurze Zeit seinem Nachfolger doppelt so viel Schreibkram in Sachen Öffentlichkeitsarbeit damit aufhalste. Tatsächlich ging in Sachen "Condign-Report" ein technischer Ingenieur daran die neue Studie basierend auf wiederum "technischen Berichten" aus dem MoD-UFO-Archiv als Auftragsarbeit zu betreiben. Hierbei handelte es sich um ganze 22 Akten die Zusammenfassungen betreffs etwa 3.000 UFO-Berichten zwischen 1987 und 1997 enthielten. Der Auftrag war daraus "eine mögliche Erklärung der UAP-Ereignisse" für den Director General (Research & Technology) beim Luftwaffengeheimdienst festzumachen: Mike Martin, der danach Science and Technical Direktor des MoDs selbst wurde und damit der wissenschaftliche Chefberater des Verteidigungsminsters.

20 JPEG-Scans aus der Studie sind unter http://www.uk-ufo.org/condign/conds... schon bereitgestellt gewesen, als ich sie kurz nach Mitternacht abrief. Darunter auch die Zusammenfassung des umfangreichen Berichts. Daraus wird tatsächlich klar, dass man hierfür alle UFOs einfach als UAPs bezeichnete. Und der Verantwortliche machte es sich ganz leicht sowie bequem - er fasste einfach die einzelnen Charakteristiken unterschiedlichster als UFOs ehemals gemeldeter Erscheinungen von glaubwürdigen Zeugen zusammen, stelle die große IFO-Frage erst gar nicht und baute sich daraus das "Kern-UAP", wenn man so will. Daraus ergibt sich natürlich eine Erscheinung die allen bekannten und konventionellen Luftraumobjekten spottet. Basierend natürlich auf glaubwürdigen Phänomen-Darstellungen der alten UFOs. Er hat es sogar von einer multidisziplinären Arbeit für sich, um sich der UAP-Lösung zu nähern. Dies geschah durch grafische und tabulare Statistiken in denen die gemeldeten UFOs nach Datum, Art, Uhrzeit und Dauer dargestellt wurden. Aufkommende Statistik-Cluster dort wurden dann genauer analysiert - z.B. ob die Sichtungen bei besonderen strategischen Örtlichkeiten etc stattfanden. Danach ging es darum die atmosphärischen Wetterbedingungen herauszufinden, die bei UFO-Sichtungen vorherrschen um zu sehen, wie diese zur Bildung eines UAP führen. Im Bereich des Luftfahrt-Sicherheits-Aspekts wurde das UFO-Sichtungsmaterial aus den Statistiken daraufhin mit allen unerklärten RAF-Flugzeugunglücken abgeglichen und unter welchen Wetterbedingungen diese geschahen, die ja vielleicht auch für die Ausbildung von UAPs verantwortlich sind. In einer parallelen Aktivität des Herrn wurde auch untersucht, welche Faktoren dafür verantwortlich sind, das "man-made objects" als UAPs missverstanden werden.

Zu den Feststellungen dieser Studie gehörte übrigens, dass die UAPs keinerlei besonderen "Defence Intelligence value" haben. Es gab zwar einige technische Dinge die rund um diese Studie sich zeigten, aber es muss sich erst noch zeigen ob die das Potenzial haben von Verteidigungsinteresse zu sein. Diese Plasma-Phänomene selbst können gelegentlich je nach "viewing aspect" sogar als schwarze fliegende Dreiecke erscheinen, die bals 100 Meter lang sein sollen. Der Report nennt dies dann "a key finding". Sind solche UAPs recht nahe, dann haben sie einen "wahrscheinlich elektromagnetich-modulierten" Effekt sogar auf ein Fahrzeug - ansonsten sind durchweg die längst in der UFOlogie beschrieben "SF-UFO-Effekte" (jetzt mein Wort) hier ebenso aufgeführt, weil sie "in Berichten erwähnt werden". Also muss es auch so sein, gerade auch weil soetwas in "open scientific reports from the USA" steht. Bemerkenswert ist hierbei dass gerade auch namentlich ungenannte "Ufologists" in diesem Umfeld erwähnt werden. Deswegen scheint es mir sehr wahrscheinlich, dass dieses hier im Mittelpunkt stehende Ideengebilde hauptsächlich auch in der Konzeption des Herrn Ingenieur an seinem Computer durch den Einfluss der "wissenschaftlichen UFO-Literatur" entstand! Deswegen weiß er auch aus "openly-published scientific papers" (da hat er großes Vertrauen wegen der förmlichen Aufmachung dazu gewonnen), dass ehemalige sowjetische Wissenschaftler sich mit besonderem Interesse dem "UFO-Phänomen" widmeten und damals in der alten UdSSR schon die "nahe Verbindung mit Plasma" bei den UFOs entdeckten. Sowie daraus Erkenntnisse übernahmen die zu Techniken führten, welche "potential military purposes" dienten! MUFON-CES wird da reihum die Sektkorken knallen gelassen haben. Ich dagegen zuckte zusammen, als ich lesen konnte, dass diese inzwischen vermehrt aufkommenden Plasma-Phänomene sich wahrscheinlich durch den Anstieg "atmosphärisch-getragenen Staubs und anderen Arten von industriellen Gas-Emissionen" erklären lassen und damit elektrisch-aufgeladene "aerosol formations" ("dusty plasmas") entstehen. Russische Informationen würden dies unterstützen. Da gilt es abzuwarten, ob diese Informationen nicht jene zum 1977er-UFO-Incident in Petrozavodsk sind, wo man einfach nicht erkannt, dass da in der Ferne ein geheimer Raketenstart von Plesetsk stattfand und man deswegen zu einer solchen "wissenschaftlichen Erkläung" kam!

Leider, leider sei trotzdem immer noch nicht akkurat voraussehbar, wann sich wo und wie ein solches Plasma-Phänomen ausbildet, welches so viele UAP-Berichte produziert. Kurzum: eine Plasma-UAP-´Wettervorschau´ ist nicht möglich - will heißen, die UAPs entziehen sich der wissenschaftlichen Nachprüfbarkeit durch natürliche Reproduktion, weil nicht wirklich der Entstehungsprozess dahinter verstanden wird. Umschrieben als "The conditions for the initial formation and sustaining are not completely understood." Will heißen: Mir wisse nix. Deswegen ist es auch sinnlos nach UAPs Ausschau halten zu wollen, da die Wahrscheinlichkeit einer Begegnung mit einem UAP weiterhin sehr niedrig bleibt. Der Report empfiehlt so, sich um dieses Problem nur dann noch in der Zukunft zu kümmern, wenn die UAP-Beobachtungen ansteigen sollten. UFO-Freunde werden zudem enttäuscht: "No artefacts od unknown or unexplained origin have been reported or handed to the UK authorities, despite thousands of UAP reports." Zudem stehen keinerei "exotic technologies" hinter diesem Phänomen, was da gerade auch für MUFON-CES dann eine bittere Pille ist und man schnell den Orangensaft herausholen wird. Freunde der Mexiko-UFO-Lichter-Flotte können sich auch freuen ob dieser Ausführung: Die geladenen Plasma-Staubmassen erscheinen nicht nur visuell, sondern zeichnen auch Infrarot- und Radar-Ziele ab. Im Radarbereich gibt es aber das Problem, dass elektronische Radarstörmethoden (Jamming) sich genauso abzeichnen und diese "clear analogies with the radar detection of UAP" ein technisches Detailproblem für die radarmäßige Luftraumüberwachung sind. Hier wird empfohlen daran zu arbeiten, bei elektronischen Radar-Störsignalen eine "signature modification" zu entwickeln, um sich nicht selbst zu irritieren. Genau dies sind jene "sensitiven" Randergebnisse der Studie betreffs dem Verteidigungs-Interesse gewesen. Aufatmen in UK: Auch wenn es Versuche "by other nations to intercept the unexplained objects" gab und es bereits berichtete fatale Unfälle mit tödlichem Ende gab, soetwas gab es in England noch nie.

Quelle: CENAP-Archiv


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