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Astronomie - Gum 15 ist Geburtsort und Heimat heißer junger Sterne

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Die wenig bekannte Wolke kosmischen Gases und Staubs mit dem Namen Gum 15 ist Geburtsort und Heimat heißer junger Sterne. Ebenso schön wie zerstörerisch formen diese Sterne das Erscheinungsbild ihres Mutternebels und werden während sie wachsen mit der Zeit auch sein Untergang sein.
Dieses Bild wurde mit dem Wide Field Imager am MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop am La Silla-Observatorium in Chile als Teil des Cosmic Gems-Programms der ESO [1] aufgenommen. Es zeigt Gum 15, der sich im Sternbild Vela (Segel des Schiffs), etwa 3000 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet [2]. Diese leuchtende Wolke ist ein Paradebeispiel für ein H II-Gebiet [3]. Solche Wolken bilden einige der spektakulärsten astronomischen Objekte, die wir beobachten können, zum Beispiel den Adlernebel (der die chrakteristischen Strukturen mit dem Spitznamen „Säulen der Schöpfung“ enthält), den Orionnebel und dieses weniger berühmte Beispiel, Gum 15.
Wasserstoff (H) ist das häufigste Element im Universum und wird in praktisch jeder Situation gefunden, die von Astronomen untersucht wird. H II-Gebiete unterscheiden sich davon, weil sie eine erhebliche Menge ionisierten Wasserstoff enthalten - Wasserstoffatome, deren Elektronen durch die Wechselwirkung mit hochenergetischen ultravioletten Photonen entfernt wurden. Wenn die ionisierten Wasserstoffkerne die Elektronen wieder einfangen, strahlen sie Licht verschiedener charakteristischer Wellenlängen ab. Eine dieser Wellenlängen verleiht Nebeln wie Gum 15 ihr rötliches Leuchten - ein Leuchten, das Astronomen H Alpha (Hα) nennen.
In den meisten H II-Regionen stammen die ionisierenden Photonen von jungen heißen Sternen innerhalb des Gebietes, und Gum 15 ist dabei keine Ausnahme. In der Mitte des Bildes sieht man einen der Täter: der Stern HD 74804, das hellste Mitglied eines Sternhaufens der als Collinder 197 bezeichnet wird.
Die klumpige, unregelmäßige Erscheinung, die die Schönheit des Nebels noch verstärkt, ist nicht ungewöhnlich für ein H II-Gebiet und auch ein Resultat der Sterne innerhalb des Nebels. H II-Regionen haben vielfältige Formen, da die Verteilung der Sterne und des Gases im Inneren so unregelmäßig ist. Die gabelförmigen dunklen Stellen verdunkelnden Staubs in der Mitte des Bildes und einige schwache blaue Reflektionsstrukturen, die diese kreuzen, tragen weiter zur interessanten Form von Gum 15 bei. Dieses Merkmal aus Staub lässt den Nebel wie eine größere und blassere Version des besser bekannten Trifidnebels (Messier 20) erscheinen, obwohl in diesem Fall der Name „zweigespaltener Nebel” vielleicht treffender wäre.
In einem H II-Gebiet wie diesem können tausende von Sternen über einen Zeitraum von mehreren Millionen Jahren entstehen. Einige dieser Sterne bringen die Wolke zum Leuchten und verändern ihre Form. Es sind diese Sterne, die die Region schließlich zerstören werden. Wenn die neu entstandenen Sterne ihr Kindesalter hinter sich gelassen haben, strömen starke Teilchenwinde von diesen großen Sternen in die Wolke und verformen sie. Die Winde zerstreuen die Gase um die Sterne und wenn die massereichsten dieser Sterne anfangen zu sterben, wird Gum 15 mit ihnen untergehen. Einige dieser Sterne sind so groß, dass sie sich mit einer gewaltigen Explosion als Supernova verabschieden, die letzten Spuren des H II-Gebietes zerstreuen und nur einen Haufen junger Sterne zurücklassen werden. 
Endnoten
[1] Das Cosmic Gems-Programm (wörtlich „kosmische Edelsteine“) ist eine ESO-Initiative zur Erstellung von astronomischen Aufnahmen für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Das Programm nutzt hauptsächlich Zeiten, während derer die Beobachtungsbedingungen nicht den strengen Ansprüchen wissenschaftlicher Beobachtungsarbeit genügt, um Bilder von interessanten, faszinierenden oder von Himmelsobjekten anzufertigen, die einfach schön anzusehen sind. Die Bilddaten sind anschließend im wissenschaftlichen Archiv der ESO für jedermann zugänglich. Auch professionelle Astronomen können sie für ihre Zwecke nutzen.
[2] Der Name dieses Objekts stammt von dem australischen Astronomen Colin Gum, der 1955 einen Katalog von H II-Regionen veröffentlichte.
[3] H II-Regionen („Ha-zwei” ausgesprochen) sind große Wolken aus Gas und Staub, die der Ursprung von Sternentstehung und Heimat junger Sterne sind.
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Diese detailreiche neue Aufnahme vom MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop am La-Silla-Observatorium in Chile zeigt das Sternentstehungsgebiet Gum 15. Dieses wenig bekannte Objekt befindet sich im Sternbild Vela (Segel des Schiffs) und ist etwa 3000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Diese leuchtende Wolke ist ein Paradebeispiel für ein H II-Gebiet. Es besitzt außerdem Ähnlichkeit zu einem bekannteren H II-Gebiet, dem Trifidnebel (Messier 20).
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Diese Aufsuchkarte zeigt die Position des Sternentstehungsgebiets Gum 15 (roter Kreis) im südlichen Sternbild Vela (Segel des Schiffs). Dieses Objekt sieht in Aufnahmen sehr spektakulär aus, ist aber sehr blass und leuchtet hauptsächlich im roten Teil des sichtbaren Spektrums. Die Wolke ist deshalb im sichtbaren Spektralbereich schwer zu erkennen, obwohl die vielen hellen Sterne in diesem Gebiet leicht zu sehen sind.
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Diese Weitfeldaufnahme fängt die spektakuläre Himmelslandschaft um das zentrale Objekt Gum 15 ein. Neben vielen weiteren Objekten ist der Sternhaufen NGC 2671 etwas links unterhalb des Zentrums zu sehen. Auf der unteren rechten Seite der Aufnahme sind Fillamente zu sehen, die Teil der Überreste des Vela-Supernovaüberrests darstellen. Dieses Bild wurde aus Aufnahmen im Rahmen des Digitized Sky Survey 2 erstellt.
Quelle: ESO
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