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Astronomie - Kosmische Fingerabdrücke im Licht eines Gammastrahlenausbruchs zeigen unerwartete chemische Zusammensetzung entfernter Galaxien

 

Skizze: ESO - Gamma-Ray-Burst

Ein internationales Astronomenteam hat mit dem Very Large Telescope der ESO das nur kurz aufblitzende, helle Licht eines fernen Gammastrahlenausbruchs genutzt, um die chemische Zusammensetzung weit entfernter Galaxien zu untersuchen. Überraschenderweise offenbarten zwei Galaxien im frühen Universum dabei einen höheren Anteil an schweren Elementen als unsere Sonne. Möglicherweise verschmelzen diese beiden Galaxien möglicherweise gerade miteinander. Solche Ereignisse führen zur Bildung vieler neuer Sterne und könnten Auslöser für Gammastrahlenausbrüche im frühen Universum.

Gammastrahlenausbrüche (auf Englisch Gamma Ray Bursts oder kurz GRBs) sind die hellsten Explosionen im Universum. Entdeckt werden sie zumeist von Satellitenobservatorien, die den anfänglichen, kurzen Ausbruch von Gammastrahlung registrieren. Anschließend richten die Astronomen unverzüglich auch erdgebundene Teleskope auf die entsprechende Himmelsposition, um das Nachleuchten des Ausbruchs im sichtbaren und infraroten Spektralbereich zu beobachten, das einige Stunden bis Tage lang anhält. Der Gammastrahlenausbruch mit dem Kürzel GRB 090323, wurde zuerst vom Gammastrahlen-Weltraumobservatorium Fermi der NASA entdeckt. Kurz darauf wurde der Ausbruch auch vom Röntgendetektor auf dem Swift-Satelliten der NASA und vom GROND-System am MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop in Chile nachgewiesen. Bereits einen Tag nach der Explosion konnte der Ausbruch dann sehr detailliert mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO untersucht werden.

Die VLT-Beobachtungen zeigen, dass das helle Licht des Gammastrahlenausbruchs sowohl die Galaxie, in der der Ausbruch stattfand, als auch eine weitere, in der Nähe der ersten befindliche Galaxie durchquert hat. Diese Galaxien sehen wir heute so, wie ihr Zustand vor etwa 12 Milliarden Jahren war. Derart weit entfernte Galaxien werden nur selten vom Licht eines Gammastrahlenausbruchs durchleuchtet.

Weiter geht es hier: http://www.eso.org/public/germany/news/eso1143/

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