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UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-354

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3.02.2009

Historische Noten der UFOlogie aus dem CENAP-Archiv:

Gegen das Vergessen in der UFOlogie: Februar-UFO-Meldungen vor 55 bis vor 20 Jahren: Fliegende Untertassen in der Presse

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Am 17.Januar, um 18 h, sah Herr K.Z.mit seiner Tochter von Origlio (4 km nördlich Luganos) aus in Richtung gegen Vezia-Cademario ein fliegendes Objekt sich langsam nach Westen auf den Monte Lema zubewegen, hinter dem es schliesslich verschwand. Es hielt eine Höhe von ca 2000 m inne und strahlte ein starles gelb-orange Licht aus. Wegen der untergehenden Sonne konnte man keine deutlichen Formen erkennen. Man muss es sicher auch über dem Langensee beobachtet haben. genau eine Woche später, zur gleichen Zeit, wurde ein gelblich-rötliches Flugobjekt von zahlreichen Personen wiederum im Raume Origlio gesichtet, in derselben Richtung. Es war geräuschlos. Als es oberhalb Luino den Langensee erreichte, blieb es für einige Minuten in der klaren Luft stehen und wurde von erfahrenen Beobachtern mit Binokel betrachtet. Es erschien elliptisch und bewegte sich viel langsamer als unsere Schweizer Beobachtungsflugzeuge über dem Monte Gridone nach Westen. ´Die Südschweiz´, am 7.Februar 1959.

 

´Feurige Keile am Himmel´ vermeldete am 19.Februar 1959 das ´Coburger Tagblatt´: Am Montagabend gegen 17:30 h beobachteten Einwohner von Untersiemau bei nebeligem Wetter eine seltsame Erscheinung am Himmel. Aus Richtung Obersiemau kommend erschien ein keilförmiger, heller Streifen, feurig orangerot bis rosa gefärbt, dem kurz darauf ein zweiter folgte. Ganz langsam bewegten sich die beiden Keile in Richtung Scherneck vorwärts, um schließlich nach links ausholend eine Haarnadelkurve zu fliegen. Als sie zu der Kurve ansetzten, erschienen zwei weitere feurige Keile. Alle vier sahen am breiten Ende aus wie abgeschliffen. Kondensstreifen oder Raucherscheinungen waren nicht zu sehen. Auch Geräusche, wie sie Düsenflugzeuge typisch verursachen, waren nicht zu hören. Da Düsenflugzeuge viel schneller und sehr hoch fliegen und Sonnenreflexe und Luftspiegelungen diese Erscheinungen bei dem nebleigen Wetter nicht hervorrgerufen haben können, ist die Beobachtung der vier "Kometen" rätselhaft. Da es zudem noch hell war, waren Ausstoßflammen von Düsenflugzeugen nicht erkennbar gewesen. Etwa drei Minuten lang konnten die Feuerkeile beobachtet werden. [Höchst wahrscheinlich handelte es sich um in Heimarbeit gebastelte kleine Heißluftballone, die zur Karnevals-Zeit aufgelassen wurden.]

 

´Fliegende Untertassen beobachtet - Begleiteten Flugzeug 45 Minuten´, so eine Agenturmeldung aus der Motown Detroit am 26.Februar 1959, die der ´Kurier´ wie viele andere Gazetten abdruckte: >An die Existenz Fliegender Untertassen wird seit gestern kaum noch gezweifelt. Drei mysteriöse Flugobjekte dieser Art haben in der Nacht auf Mittwoch ein Passagierflugzeug auf der Strecke New York-Detroit 45 Minuten lang begleitet. Die gesamte Besatzung wie auch die 35 Passagiere der Maschine bestätigten einstimmig das von ihnen beobachtete Phänomen. Während ihr Flugzeug mit 560 Stundenkilometer dahinflog, führten die Untertassen einen regelrechten "Lufttanz" neben dem Flugzeug auf. Zum gleichen Fall meldete der General-Anzeiger (am selben Tag) unter der Schlagzeile Endlich wieder Fliegende Untertassen - US-Pilot und Flugzeugpassagiere wollen sie genau beobachtet haben: Der Pilot einer amerikanischen Passagiermaschine des Typs DC-6 berichtete, er habe bei dem Flug von Newark (New Jersey) nach Detroit drei mysteriöse "untertassenähnliche" Objekte beobachtet, die er bisher noch nie gesehen habe. Der Pilot betonte, die UFOs seien auch von anderen Mitgliedern der Besatzung und den 35 Passagieren der DC-6 gesehen worden. Man habe die in Formation Fliegender Untertassen zum ersten Male zwischen Philipsburg und Bradford (Pennsylvanien) gesichtet. Die UFOs hätten sich abwechselnd dem Passagierflugzeug genähert, das mit 540 km/h geflogen sei.<

 

+ Die beiden obigen Berichte zu ein und dem selben Vorfall in verschiedenen deutschen Zeitungen weisen nach, dass es durchaus sinnvoll ist, sich bei UFO-Meldungen unterschiedlicher Quellen zu bedienen, da u.U. zusätzliche Informationen zugänglich werden. Es zeigt sich an diesem Muster aber auch, dass die Gewichtung durch die Zeitungs-Redaktion (eigentlich immer nur ein vor der aus dem Ticker gekommenen Meldung sitzender Journalist) eine Rolle spielt, weil dadurch das Pendel der Dramatik ("Spannungsbogen") mal dahin und mal dahin ausschlägt.

 

"Polizei hat noch keine Erklärung: Rätselhafte Feuerkugel über der Elbe - Augenzeugen beobachteten ein ´Ding´ mit langem Feuerschweif". So eine AP-Meldung aus Bremerhaven, die am 20.Februar 1964 auch vom ´General-Anzeiger´ abgedruckt wurde: >Die Kriminalpolizei in Bremerhaven versucht gegenwärtig die Art und Herkunft einer mysteriösen Feuerkugel aufzuklären, die nach Augenzeugenberichten am Abend des 14.Februar über das Gebiet zwischen Elbe- und Wesermündung gerast sein soll und dabei vermutlich ein Bauerngehöft in Bederkesa bei Wesermünde in Brand gesetzt hat. Wie die Polizei gestern mitteilte, wurde der rätselhafte Feuerball von zahlreichen Menschen im Gebiet zwischen Stade und Bremerhaven in der Zeit zwischen 20 und 21 h beobachtet. Ein Bauer in Sandstedtermoor berichtete der Polizei, er sei gerade im Stall gewesen, als es plötzlich taghell geworden sei. Erschrocken sei er vor die Tür gelaufen und habe die feuerkugel in Richtung Wesen fliegen sehen. Das "Ding" habe einen etwa 50 bis 100 Meter langen feurigen Schweif gehabt. Über die Flugbahnrichtung und den Feuerschweif berichteten auch andere Augenzeugen. Dagegen schwanken die Angaben über die Flughöhe zwischen 100 und 1000 Metern. Etwa eine Stunde nach dem Auftauchen der rätselhaften Feuerkugel brach in dem Wirtschaftsgebäude eines Bauern in Bederkesa ein Feuer aus, das einen Schaden von rund 80.000 Mark verursachte. Die Brandursache ist nach Angaben der Polizei noch ungeklärt. Augenzeugen wollen beobachtet haben, daß sich von der Feuerkugel während des Fluges über dem Bauerngehöft glühende Stücke gelöst hätten. Möglicherweise ist der Brand dadurch ausgelöst worden. In den Augenzeugenberichten wird die rätselhafte Erscheinung als Feuerkugel, Feuerball oder auch als raketenartiges Gebilde bezeichnet. Die Polizei hat bisher keine Erklärung für das "mysteriöse Ding".<

 

´Grüne Männlein in Brasilien´ meldete AP und am 15.Februar 1969 berichtete die ´Frankfurter Rundschau´: >Die grünen Männlein von anderen Gestirnen, die sich bei ihren Exkursionen zur Erde neuerdings mit besonderer Vorliebe Südamerika als Landeplatz aussuchen, scheinen sich für den berühmten Karneval von Rio zu interessieren. Das jedenfalls war die einhellige Meinung vieler Brasilianer, als sie gestern in der Zeitung lasen, daß schon wieder einmal eine Fliegende Untertasse gelandet war. Die brasilianische Luftwaffe nahm die Sache ernster: sie ordnete sofort eine genaue Untersuchung an. Das UFO (unbekannte Flugobjekt) soll diesmal nahe der Stadt Pirassununga gelandet sein, die es wirklich gibt und die etwa 300 km nördlich von Sao Paulo liegt. Der Untertasse entsteigen, so vermelden es die Gazetten, vier grüne Männlein, die etwas über 1,10 Meter groß waren. Tiago Machado, ein 19jähriger Jüngling, hatte die Untertasse angeblich landen sehen, rannte zu ihr und versuchte, ein Gespräch mit den Gästen aus dem Weltraum zu beginnen. Die Männlein aber verstanden offenbar sein mit starkem brasilianischen Akzent gefärbtes Portugiesisch nicht - oder mißverstanden ihn. Sie zogen jedenfalls ihre Waffen - natürlich kosmische Strahenpistolen - und schossen den verblüfften Tiago ins Bein. Die Zeitung Journal do Brasil prüfte die ganze Geschichte und kam zu dem Schluß, Tiago Machado könne das Abenteuer nicht erfunden habe, da er 1. nicht lesen könne, 2. nicht an utopischen Romanen interessiert und 3. völlig normal sei. Das Blatt meinte dann, die grünen Männlein, deren Fliegende Untertasse noch von über 100 anderen Erdenbürgern gesehen worden sei, sollten umgehend zum Karneval in Rio kommen, der morgen beginnt. Mit ihren außerirdischen Uniformen würden sie mit Sicherheit den ersten Preis bei jeder Kostümprämierung machen.<

 

Am 21.Februar 1969 brachte die ´Frankfurter Rundschau´ eine Kurzmeldung folgenden Inhalts: Frank Borman, der amerikanische Apollo 8-Kommandant, der zusammen mit den Astronauten Lovell und Anders als erster Menschen den Mond umkreiste, glaubt nicht an Fliegende Untertassen. Auf einer Pressekonferenz in Lissabon erklärte er, diese Dinge seien Gebilde menschlicher Phantasie. Borman, der nach seiner Europareise morgen in die Vereinigten Staaten zurückkehren wird, wurde in Lissabon von Präsident Thomaz und Ministerpräsident Caetano empfangen.

 

´Fernsehen zeigt sensationelles UFO-Foto´ kam es via sad aus Toulouse (Frankreich) und am 1.Februar 1974 meldete es BILD: >Ein UFO von mindestens 200 Meter Durchmesser, das möglicherweise nicht von unserer Erde stammen könnte, ist zufällig fotografiert worden, als von einer "Concorde" über Zentralafrika eine Sonnenfinsternis aufgenommen wurde (Foto rechts). Das staatliche französische Raumforschungszentrum in Toulouse hat das Foto, das seit sieben Monaten in einem Panzerschrank lag, heute im französischen Fernsehen senden lassen.< [Gleich groß fiel das Foto aus, welches einen hellen,wolkenartigen Körper in verzogener Ovalgestalt mit einem wolkenartigen Fortsatz nach oben hin vor dunklem Hintergrund zeigt.]

 

´Untertasse´ meldete schlichtweg am 1.Februar 1974 die ´Rheinische Post´: >Ein unbekanntes Flugobjekt (UFO) in Form einer Fliegenden Untertasse haben französische Wissenschaftler an Bord des Überschallflugzeuges Concorde fotografiert. Die Bilder, am 30.Juni vorigen jahres über dem afrikanischen Staat Tschad aufgenommen, wurde erst jetzt ausgewertet. Danach haben die Concorde-Wissenschaftler am nächtlichen Himmel ein etwa 80 Meter hohes und 200 Meter breites scheibenförmiges Flugobjekt ausmachen können. Die Grundfarbe sei grün und das "Dach" hell erleuchtet gewesen. Monatelang war jedes Detail des Fotos geprüft worden.<

 

Eine pure Presse-Ente leistete sich auf Fasching ´Der Ennstaler´ vom 23.Februar 1979:

 

>Unbekannte Flugobjekte über dem Ennstal. Nun ist es auch bei uns soweit. Nach den in letzter Zeit immer häufiger gewordenen Meldungen über Sichtungen unbekannter Flugobjekte, allen voran aus Westösterreich, speziell jedoch Italien und der USA, wurde in den vergangenen Tagen auch das Ennstal vom "UFO-Fieber" erfaßt. Zahlreiche, voneinander völlig unabhängige Meldungen, lassen darauf schließen, daß neuerdings das Ennstal überhaupt bevorzugtes Aufenthaltsgebiet jener Flugobjekte geworden ist, deren Herkunft nach wie vor voller Rätsel und Geheimnisse ist. Die erste sensationelle Nachricht einer UFO-Sichtung über dem Ennstal kam aus der Kaserne Aigen. Kasernenkommandant Obert Karl Maier, ein erfahrener Hubschrauberpilot, war am vergangenen Mittwoch auf einem Übungsflug im Ennstal unterwegs. Hier sein Bericht: "Es war ein schöner, klarer Winterabend. Ich stieg um 18:30 h in Aigen auf, zog eine lange Schleife über den Raum Trautenfels, Irdning und nahm Kurs Richtung Salzburg. Plötzlich leuchtete die rote Warnlampe im Cockpit auf und das Warnsignale ertönte. Sofort überprüfte ich mit dem Copiloten sämtliche Instrumente. Was war los? Die Instrumente spielten verrückt, die Kompasse zeigten ungeheure Abweichungen. Es muß zwischen Gröbming und Schladming gewesen sei, als ich plötzlich rechts über dem Hubschrauber zwischen Stoderzinken und Kufstein einen riesigen Kegel erblickte. Es war, so hatte es jedenfalls den Anschein, ein glühender Körper, der sich in weiterer Folge rötlich verfärbte. Das Objekt zog mit unglaublicher Geschwindigkeit in einer flachen Bahn dahin. Ich war wie versteinert und hatte alle Mühe, den Hubschrauber unter Kontrolle zu halten. Als der ´Spuk´ zu Ende war, sah ich nur noch in der Ferne das unbekannte Objekt, das sich bereits im unteren Ennstal befunden haben dürfte, in Form eines rötlichen Punktes, der immer kleiner wurde."

 

Diese Meldung, die an das Bezirksgendarmeriekommando weitergegeben wurde, wurde anfangs ein wenig belächelt, weil man glaubte, einem üblen Scherz aufgesessen zu sein. Doch bereits nach wenigen Minuten klingelten bei der Gendarmerie, in der Bezirkshauptmannschaft und in unserer Redaktion die Telefone. Unabhängig voneinander wurde von diesem Ereignis berichtet, wobei eine ziemlich gleichlautende Beschreibung des angeblich gesichteten UFOs zu tage kam. Hirst Bruckner, Herbergsvater auf Schloß Trautenfels und dadurch natürlich in punkto Fernsicht besonders begünstigt, sah ebenfalls sofort dieses Flugobjekt und verständigte sofort den Gendarmerieposten Stainach, um den Vorfall zu melden. Er glaubte sogar gesehen zu haben, wie der unbekannte Flugkörper im Irdninger Moos gelandet sei. Die sofort aufgenommene Fahndung durch die gerade auf Patrouille gewesenen Gendarmerieinspektoren Engelbert Walter und Franz Thier mußte jedoch nach einiger Zeit ergebnislos abgebrochen werden. Zu gleicher Zeit läutete auch in der Redaktions des "Ennstaler" das Telefon heiß, um über diese Sensation aufmerksam zu machen. Ursprünglich nahmen wir jedoch die Nachrichten nicht besonders ernst - schließlich befinden wir uns ja auf dem Höhepunkt des Faschings und wer weiß da schon genau, welche "Erscheinungen" hier bei so manchem Mitbürger, der diese Narrenzeit besonders intensiv feiert, zutage treten können. Doch die Tageszeit - es war ja schließlich erst knapp vor 19 h - und die Vielzahl der Anrufe machte uns stutzig. Als dann gar noch der Bezirkshauptmann von Liezen, Hofrat Manfred Meier, bei uns anrief, um uns diese - seiner Meinung nach noch neue - Nachricht mitzuteilen, waren wir uns einig: hier muß doch etwas Wahres dran sein; hier kann es sich doch nicht mehr nur um eine reine Sensationshascherei allein handeln. Aber auch im oberen Ennstalk wurde das unbekannte Flugobjekt gesichtet. Nicht nur über Gröbming, wo es, wie unser Foto (am Stoder aufgenommen) deutlich beweist [hierbei handelt es sich um eine Fotomontage zweier Bildteile: zum einen sehen wir die Billy Meier-Modell-Untertasse und zum anderen eine normale winterliche Skifahrer-Szene, bei der insbesondere auffällt, daß die Skifahrer nicht zu dem über ihnen vorgeblich schwebenden Objekt aufschauen], besonders klar und schön zu sehen war, sondern vor allem über der Dachstein-Tauern-Stadt Schladming verweilte es für kurze Zeit.

 

Bürgermeister Hermann Kröll, der sich gerade auf dem Weg zu einer wichtigen Sitzung befand, dachte schon, das UFO wolle in Schladming landen, was natürlich einen besonderen zusätzlichen Werbeeffekt für die WM-Kandidatur bedeutet hätte. Besonders interessant ist jedoch die Beobachtung des Bürgermeisters, die übrigens von einer nicht genannt werden wollenden Schladminger Persönlichkeit bestätigt wurde: "Als ich zum Himmel aufsah, bemerkte ich den scheibenförmigen Flugapparat, der über der nordöstlichen Richtung von Schladming stand. Es war so niedrig, daß ich durch die glasigen Scheiben sogar fremde Gestalten in eng anliegenden schwarzen Uniformen sehen konnte. Sie hatten rote Schlitzaugen und ganz blaue Gesichter. Sie gestikulierten heftig, als ob sie etwas andeuten wollten. Doch mit einemmal zog das Objekt lautlos in Richtung unteres Ennstal davon." Es würde zu weit führen, würden wir all die Augen- und Ohrenzeugenberichte über diesen Mittwochabend wiedergeben. Interessanterweise blieb, wie unsere Nachforschungen ergaben, der Kreis jener, die unmittelbar diese Erscheinung persönlich beobachtet hatten, trotzdem relativ klein. Warum das ist ist, konnte bis Redaktionsschluß nicht eruiert werden.<

 

+ Obiger Bericht enthält alle Elemente aus der UFO-Saga, wird aber immer wieder mit ´Warnungen´ versetzt, die Sache nicht ernst zu nehmen. In jener Zeit arbeiteten zwei Österreicher für CENAP und sie hatten wegen einer gerade ausgebrochenen Welle von österreichischen UFO-Sichtungen alle Hand voll zu tun, um den Dingen nachzusteigen. In Folge dieser Welle, und in Folge des Faschings, war dieser "eher künstlerische Beitrag" damals entstanden. Herbergsvater Bruckner gestand ein, daß die Meldung nichts weiter als ein Faschings-Wirtshaus-Spaß zwischen Maier, einemEnnstal-Reporter und ihm war um zur passenden Zeit die ganze UFO-Welle einmal auf die Schippe zu nehmen. Interessant aber ist: Ein Dementi erfolgte nicht, "weil eh niemand die Sache hier ernsthaft betrachtete". Wie oft entstanden um die Welt eilende UFO-Dramen aus einer Bierlaune heraus und wurden, wie oben, nie dementiert???

 

>Ein UFO-Geschwader soll angeblich über den nächtlichen Himmel der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gezogen sein. Augenzeugen wollen bis zu neun "Fliegende Untertassen" gezählt haben. Ein Reporter, der nach Anrufen von Radiohörern sofort auf die Strasse eilte, berichtete live über das geheimnisvolle Schauspiel. Nach seiner Darstellung, die auch von zahlreichen anderen Augenzeugen bestätigt wurden, flogen die UFOs mit großer Geschwindigkeit und strahlten dabei ein grelles Licht aus, das von gelb bis grün und weiß wechselte. Auf den radarschirmen des Flughafens schlug sich die UFO-Invasion allerdings nicht nieder. Die Beamten erklärten auf Anfrage, sie hätten keine ungewöhnlichen Flugbewegungen feststellen können.< So das Salzburger Tagblatt vom 6.Februar 1984

 

´UFO-Telefon´ meldeten am 7.Februar 1984 die ´Bremer Nachrichten´ nach einer dpa-Meldung aus Paris: >Der private französische Verband für Studien über Fliegende Untertassen hat jetzt ein Sondertelefon für Meldungen über unerklärbare Himmelserscheinungen eingerichtet. Wie der Verband gestern in Paris mitteilte, können unter der "SOS-UFO" benannten Nummer rund um die Uhr Beobachtungen an Fachleute weitergegeben werden, die möglicherweise unidentifizierte Flugobjekte (UFOs) betreffen. Über eine Verbindung zur französischen Luftüberwachung kann dann auf Anforderung des Verbandes unmittelbar eine Überprüfung des betreffenden Luftraums durch Radaranlagen ausgelöst werden. Falls dadurch keine Identifizierung erfolgen kann, nimmt der Verband Kontakt zu anderen wissenschaftlichen Fachleuten auf.<

 

´Mit Heimcomputer auf UFO-Jagd: Zwei Heilbronner Privatforscher nutzen moderne Elektronik´ berichtete am 11.Februar 1984 der ´Südkurier´ und andere Tageszeitungen in Süddeutschland nach einer dpa-Meldung durch Günter Pflaum:

 

>Mit einem Heimcomputer versuchen zwei Heilbronner Amateur-UFO-Forscher Fliegende Untertassen auf die Spur zu kommen. Statt in Listen und Karteien zu blättern, wenn sie eine neue Meldung über die Beobachtung unerklärlicher Erscheinungen am Himmel untersuchen, lassen die beiden jetzt moderne Elektronik arbeiten. Viele Monate arbeiteten der 22jährige Postbeamte Jochen Ickinger und der Facharbeiter Roland Gerhardt (23) an der Erstellung von zwei Programmen, mit deren Hilfe jede neue UFO-Meldung mit allen anderen bisher bekanntgewordenen Beobachtungen verglichen werden können. Dazu war es zunächst notwendig, ein Code-System aufzustellen, das die wichtigsten Bestandteile einer UFO-Meldung in Zahlen und Zeichen wiedergibt. So ist es möglich, alle Fälle mit gemeinsamen Eigenschaften in kürzester Zeit heraussuchen zu können. Eingegeben werden unter anderem Form, Farbe, Größe, Entfernung, Geschwindigkeit und Flugverhalten einer unerklärlichen Himmelserscheinung. In einem Programm speicherten die beiden UFO-Amateure sämtliche 255 Beobachtungen, die von der Mannheimer Forschergruppe "CENAP" bisher als "irdisch" aufgeklärt werden konnten. Ein weiteres Programm enthält Beobachtungen, für die es noch keine plausible Erklärung gibt. Es sind nur ganze 19 Fälle. Die von den Heilbronnern "Codierte Dokumentation sämtlicher Sichtungen" getauften Computer-Programme haben im Ausland bereits Interesse gefunden. UFO-Ameteurforscher in Norwegen haben eine Übersetzung angefertigt und wollen darangehen, auch die in den nordischen Ländern bekanntgewordenen Beobachtungen per Computer zu erfassen und zu analysieren.<

 

´Eine Familie will jetzt 50 Millionen Mark Schadenersatz von der Regierung´ meldete die Wochenzeitschrift ´Aktuelle´ vom 20.Februar 1984. Eingebracht wurde hier auch eine sehr dramatische Zeichnung, die direkt aus einem UFO-Comic stammen könnte. Eine runde, metallische Fliegende Scheibe mit vier Düsenstrahlen verwirbelt Sand und Scheinwerfer-bewehrte Hubschrauber mit dem Aufdruck US Air Force kreisen umher, während zu Frauen und ein Junge erschreckt die unheimliche Begegnung beobachten. Text dazu:

>Nach der Begegnung mit dem UFO - Die Fingernägel sind ausgefallen, sie haben keine Haare mehr und sie haben Angst vor Krebs! Aktuelle berichtete: Sie kamen von einer Sportveranstaltung und waren auf dem Weg nach Hause. Das Wetter war schlecht, es war stockdunkel. Betty Cash (51) saß am Steuer ihres Wagens, neben ihr Freundin Vicky Landrum, hinter ihr Enkelsohn Colby (7). Was sich auf dem Weg vom Stadion nach Birmingham (Alabama) abspielte, hört sich an wie eine Horrorgeschichte. Betty Cash erinnert sich an die schrecklichsten Minuten in ihrem Leben. "Um uns herum wurde plötzlich alles hell, das Licht war so grell, daß ich kaum mehr etwas sehen konnte." Im Wagen wurde es unerträglich heiß. "Wir sind alle zu Tode erschrocken, als wir vor uns ein feuerspeiendes unbekanntes Flugobjekt sahen, das von Hubschraubern eskortiert wurde", erzählt Betty Cash. Plötzlich wae das UFO über dem Wagen. Die drei Insassen waren im Nu schweißgebadet. Betty Cash, in Todesangst, drückte aufs Gas und raste abseits der Straße weg vom UFO. Bei einem Friedhof stoppte sie. Als Vicky Landrum ausgestiegen war, legte sie ihre Hand aufs Dache. Dann schrie sie laut auf. Das Blech war so heiß, daß sich ihre Hand darauf abdrückte. Die zwei Frauen und das Kind rannten auf den Friedhof und versteckten sich hinter Grabsteinen. Als er Spuk vorbei war, fuhren die Frazen zur nächsten Polizeistation. Leichenblaß erzählten sie ihre unglaubliche Geschichte. Nach ihrer Begegnung mit den Außerirdischen ginden den Frauen die Haare aus. Die Fingernägel des Kindes brachen und fielen ab. Vicky Landrum mußte sogar im Krankenhaus behandelt werden. Jetzt, nach über einem Jahr, klagen die drei Geschädigten gegen die Regierung. Sie wollen 50 Millionen Mark Schadenersatz.<

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4.02.2009

Die Venus sorgt für Aufregung: Jeden Abend eine Ufo-Landung

Rot-leuchtendes UFO zieht in den Himmel von Wetzlar hinein - Der ´Blaue Ordner´: Mehr zu den UFO-Akten der dänischen Luftwaffe...

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Mittwoch, der 4.Februar 2009 - willkommen bei den ´Darwinisten´ für die deswegen schon immer entsetzte UFOlogie und ihren getreuen ´Fliegenden Untertassen-Mythos-Kreationisten´. Gut, ich war auch nie eine Art Wunderwaffe für die UFOlogie. Insbesondere auch deswegen, weil wir als ufologische Reformatoren unsere neuen ´Thesen´ an die ufologische Kirchentüre nageln und zur Wende aufrufen. Genauso wie Luther öffentlich, was der ufologischen ´Kurie´ total missfällt und auf unterer Ebene mit Todschweigen (um durch dieses Cover-Up keine interne Unruhe aufkommen zu lassen und die Leute zum Nachdenken anzuregen, damit sie sich weiterhin ruhig und sicher ´wie im UFO selbst´ fühlen zu können) beantwortet wird, ansonsten werden die roten Aliens in der Unterhose aktiviert oder schärfste Beleidigungen ausgesprochen, Bauschutt verschickt - und als oberste ´Lösung´ Klagen durch den ufologischen ´Adel´ vor Gericht gebracht, um auf die ufologischen Sakraments-Verletzungen zu antworten. Dies gehört einfach zur Aberglaubens-Infrastruktur der UFOlogie quasi wie in ihrer mentalen DNS ´festgeschrieben´ als ihr einmaliger ´Fingerabdruck´ dazu. Deswegen sind wir die verdammenswerten UFOlogie-Spalter für gewisse Vertreter der anderen heute noch bestehenden UFO-Vereinigungen wie DEGUFO, GEP und MUFON-CES unter dem gemeinsamen Dach des wilden Haufen der hiesigen ´Exologen´, die dies quasi als Anerkennung für sich selbst als ´lucky winner´ abbuchen. Klar, wenn selbst neue GEP-Vertreter sich so viel von den Hardcore-UFOlogen erwarten...

 

Noch ´besser´, bei der demnächst stattfindenden angeblich "ersten übergreifende eigene Fachtagung der GEP" in Hösbach ist sogar ein Vertreter der ´Exopolitik-Initiative´ als Teilnehmer der "UFO-Forscher-Session" vertreten. Geschwätz der neoliberalen Schönfärberei, da in den letzten Jahrzehnten natürlich alle von uns, CENAP/GEP, veranstalteten UFO-Forscher-Konferenzen "übergreifende Fachtagungen" waren! Nur nicht von den ANDEREN dauerhaft genutzt und mit unterschiedlichen, fadenscheinigen Ausreden* (wenn überhaupt) missachtet, verweigert wurden. Hier wurde aktiver Isolationismus über die Jahrzehnte hinweg uns gegenüber betrieben und hat eine Kernaussage: "Nein, mit denen wollen wir nichts zu tun haben." Es ist einfach und klar genauso und nicht anders, alles andere zu erklären ist selbstbetrügerische Heuchelei, Herrschaften! Wir sind doch hier nicht im Vatikan, außer im ufologischen Vatikan. Auch wenn der unkorrekte Versuch halbwegs unternommen wird, es andersrum wirken zu lassen, um selbst als die eigentlichen Isolatoren besser zu wirken. Allein dass dies schon unternommen wird, missfällt mir sehr und sehe dies als persönliche Unredlichkeit jener an, die hier ´glänzen´ wollen und uns deswegen vorwerfen - wie verrückt allein schon - Spalter der UFOlogie zu sein. Ich mag vielleicht an diesem oder jenem leiden, aber an Gedächtnisschwund sicherlich nicht! Hier werden bewusst Ursache und Wirkung miteinander vertauscht und damit unnötig (oder bewusst, und wenn mit welcher Agenda?) Porzellan zerschlagen! Ich bin da ehrlich, dies mag ich ganz und gar nicht, wirklich! Und ich habs auch so satt. Vergessen wir auch nicht, WARUM es ´Cröffelbach´ nicht mehr gibt (ganz zu schweigen davon, was die Uridee für Cröffelbach durch Dennis Kirstein war!) und weshalb der langjährige Organisator Roland Gehardt das Päckel auch erzürnt wegen unberechtigter Kritik - sowie Heucheleien - von außen einfließend hingeworfen hat und 10.Jahre Cröffelbach gerade noch so mit Grummeln im Bauch bestens durchzog und mich darum bat, dort einen persönlichen Fazit-Vortrag als ´Weckruf´ im Rahmen von 30 Jahre CENAP in Sachen ´Mythos und Wirklichkeit des UFO-Themas´ zu halten! "Warum wohl, ja warum?" Und wer genauso sich diese Frage stellt, beweist nur eines: er hat weder Durch- noch Überblick (und will ihn eigentlich auch gar nicht haben, um weiterhin seinen ufologischen Träumen folgen zu können, weil genau diese bewusst gepflegte Ahnunglosigkeit jene überleben lassen kann)!

 

*= Immerhin kam mal ein Pseudo-Neinsager-Argument von einem ehemaligen gestandenen UFOlogie-Promoter und heutiger päpstlicher Siegelring-Küsser mit der Aussage, nicht kommen zu wollen, weil die Sitzgelegenheiten im feinen Seminarhotel ´Goldener Ochse´ "durchuriniert" seien, obwohl er dies gar nicht wissen konnte, da er noch nie an ihnen ausgiebig schnüffelte! Aber, dieses falsche Spiel und die fiese Feixerei ist gar nicht mal so untypisch für UFOlogie-Promoter.

 

Toll, voll Prima - gell?!? In Wahrheit sind dies bei genauerer und nüchtern-objektiver Betrachtung bittere Erfahrungen mit der ufologisch-sozialen Realität einer quasi-fiktiven UFOlogie-Welt, in der physikalische und optische Grundlagen der UFO-Wahrnehmungsberichte mit esoterischem und spirituellem Denken als ufologische Inspiration und Grundvoraussetzung verquickt sind. Und willkürlich festgelegte subjektive Merkmale den ganzen Mischmasch schon immer als ´innere Wahrheit´ durchziehen und die UFOlogen meist gar nicht mit rationalen Argumenten umgehen wollen (Motto: Hier hat alles Mystery zu sein!) und man ausgerechnet uns dann den ´gesunden {ufologischen} Menschenverstand´ abspricht während z.B. ufologisierte Physiker wirklich jeden Unsinn verbreiten können und deswegen noch als Helden der UFOlogie gefeiert werden. Auch das dauerhafte Verhalten der UFOlogie-Jünger die einfachsten Lösungen einfach nicht sehen zu wollen und deswegen viel lieber im Dunklen herumzutappen, nervt schon gewaltig. Es ist mir nach wie vor ein Rätsel warum solche Irrationalitäten bis hin zum Wahn und fernab jeglicher Vernunft funktionieren können. Aber die UFOlogie ist ja auch dafür ein sich selbsterhaltendes System, wo überall das 3-Affen-Prinzip insgeheim noch als ´Hochschule der UFOlogie´ ´angebetet´ wird. Offenbar ist dieses spezielle ´Ordnungsprinzip´ für ein isoliertes System dann doch ´okay´, um es klappen zu lassen. Eigenartig, sehr eigenartig! Dies alles zu erfahren sowie immer und immer wieder zu erleben hat mich auch zum aufgewachten Sarkasten mit langem Vorlauf ganz natürlich sich entwickelnd werden lassen! Was glauben Sie, warum mir das Herz brennt und ich mit der UFOlogie fertig bin, weil ich da quasi ein posttraumatisches Belastungs-Syndrom mit ihr habe?

 

Und jetzt eine ´politische´ Äußerung von mir, um die Wiederkennungswert von mir zu unterstützen: UFOlogen und UFOlogie - leckt´s mich doch... (auch wenn es euch sowieso wie immer nicht jucken wird, um das eigene Ding - was nicht meines war und ist - ganz ´unschuldig´ ), was auch wie ein Satz aus meinen ufologischen ´Testament´ ist, welches ich mit mit Erscheinungsbild wie Herr Brand - http://www.youtube.com/watch?v=CePY... - hier immerfort niedernotiere... Damit muss ich leben, damit muss die UFOlogie begründet auf ihrem psychokulturellen Erbe (= die Jagd nach dem Kupferkessel voller Gold am Ende des Regenbogens dem UFOtainment wegen) leben. Dies aber zu wissen ist schon signifikant, um die Psycho{un}kultur der Traumtänzer in der verrückten Welt der UFOlogie in der X-Zone an den Outer Limits der menschlichen Zivilisation zu durchschauen. Der UFO-Phänomen-Erforschung dagegen bleibe ich treu, aber nur dort, wo ich persönlich glaube, dass da noch was geht. Ganz so radikal wie z.B. Rudolf Henke bin ich da doch nicht, der aus dem UFO-Phänomen nichts mehr für sich selbst herausziehen konnte und so den Hut nahm, was übrigens ganz schnell in Vergessenheit geriet, anstellte darüber einmal tiefsinniger nachzudenken. Genauso wie sich die Frage zu stellen, WARUM es heutzutage in der Welt eigentlich nur noch so wenige aktive UFO-Phänomen-Erforscher gibt. Klar ist der Grund ganz einfach: Sie sind angeödet von der ufologischen ´Kultur´ und haben sie satt. Nur nebenbei betont: Ich bin genauso wenig wie meine CENAP-Kollegen KEIN erzkonservativer UFO-Skeptiker wie es Donald Menzel gewesen war (übrigens nehme ich selbst Phil Klass davon aus, weil er im Gegensatz zu Menzel den Dingen aktiv nachging).

 

So, entern wir nun mal wieder den ´Situation-Room´ für diesen Tag, um zu sehen was es wieder an unheimliche Begegnungen mit der UFOlogie und ihre standardmäßigen Auswürfen als Durchdreher geben mag. Aber, uff..., es blieb doch normal.WW

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Jeden Abend eine Ufo-Landung

Ein heller Punkt am Abendhimmel lässt seit Dezember das Ufo-Meldetelefon klingeln: Keine fliegende Untertasse, sondern die Venus.

"Das ist wirklich der himmlische Hingucker!" Auch Werner Walter, Amateurastronom aus Mannheim, ist schwer begeistert vom Anblick, der sich zurzeit in unseren Breiten Abend für Abend bietet: Die Venus steht günstig, und wenn keine Wolken am Himmel stehen, bietet der nächste planetare Nachbar der Erde ein glänzendes Spektakel. In südwestlicher Richtung leuchtet die Venus als heller Punkt am Himmel. Allabendlich, und so unübersehbar, dass er manche nervös macht. So sehr, dass sie ihre Beobachtung beim Ufo-Telefon melden, das Walter betreibt. Der Hobby-Astronom entzaubert seit Jahrzehnten mit dem "Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene" angeblich unidentifizierte Flugobjekte.

Zwei Dutzend aufgeregte Ufo-Sichter musste Walter seit Dezember beruhigen. "Es war immer die Venus", versichert er. Nicht die Internationale Raumstation, erst recht keine kleinen grünen Männchen im Anflug. Dabei spielte der Planet Venus, der je nach Konstellation nach Sonnenuntergang am Abendhimmel hell leuchtet oder aber vor Sonnenaufgang am Morgenhimmel, in den vergangenen Jahren "kaum noch eine Rolle als Ufo-Sichtungs-Erzeuger", weiß Walter. Aber jetzt "powert die Venus so toll in der Dämmerung", dass manche wirklich beunruhigt seien. Sogar "Leuchtspinnen" seien ihm gemeldet worden, auch schon eine Ufo-Landung. Ruhiger werden dürfte es am Ufo-Telefon erst nächsten Monat - Ende Februar ändert sich die Konstellation, mit dem besonders auffälligen Himmelsphänomen ist es dann erst mal wieder vorbei.

Allerdings: Walter wird weiter Anrufer beruhigen müssen. Garantiert. Nach wie vor lösen immer wieder Himmelslaternen Alarm aus. Die billigen, beleuchteten Flugkörper aus Reispapier werden begeistert gekauft und gen Himmel geschickt. Allein seit Silvester haben 120 Anrufer beim Ufo-Telefon Alarm geschlagen, immer entpuppten sich die Ufos als Himmelslaternen. "Das ist eine richtige Plage", schimpft Walter. Dass die Leuchtkörper eigentlich nur noch mit Genehmigung der Behörden in den Himmel aufsteigen dürfen, kümmert anscheinend niemanden. "Da ist gar nichts besser geworden."<

 

´Was sind Abendstern und Morgenstern?´ hieß es bei ´Welt der Physik´ ( http://www.weltderphysik.de/de/6973... ) zum Thema ´Physik hinter den Dingen: Physikalische Alltagsphänomene´ dann so:

 

>Es ist wieder einmal soweit: Der Planet Venus steht als strahlend heller "Abendstern" in der Dämmerung hoch am südwestlichen Himmel - und bei den Sternwarten häufen sich die Ufo-Meldungen. Denn der Anblick ist tatsächlich spektakulär: Die Venus leuchtet heller als jeder andere Stern oder Planet, sie sieht aus wie der Landescheinwerfer eines Flugzeugs, scheint aber am Himmel still zu stehen. ...<

 

Es passiert über ihren Köpfen...

 

Rot-leuchtendes UFO zieht in den Himmel von Wetzlar hinein

 

Gegen 9:15 h meldete sich Frau Sch. aus Wetzlar, die um ca 23:45 h in der Dienstagnacht ein rot-leuchtendes Objekt - "quasi in der Größe wie ein Flugzeugscheinwerfer" - aus der Ferne herbeikommen sah, welches dann jedoch kurz verhielt, etwas anstieg und dann weiter geradeaus flog, wenn auch relativ langsam. Da die Beobachtung im Freien stattfand, war sie auch erstaunt, "gar nichts zu hören, bei richtigen Flugzeugen hört man hier dann doch zumindest eine Art ´Motorenrauschen´, aber hier war gar nichts zu hören". Dann hielt das rötliche Licht wieder kurz an und "stieg in den Himmel hoch hinein" und verschwand dann. Die ganze Observation mag um die sieben Minuten gedauert haben. Als ich ihr dann die Himmelslaternen-MHBs erklärte, fiel ihr ein, dass sie solche vor Jahren bereits bei einem Thailand-Urlaub gesehen hatte, "aber das gestern Nacht sah anders aus". Und - wie anders? Da musste Frau Sch. aber auch erstmal überlegen und meinte, dass das über Wetzlar "viel zu lange sichtbar war". Naja, da es aber unterschiedliche Modelle mit unterschiedlich lange ´laufenden Brennern´ gibt... Dann fiel ihr ein, dass die thailändisches Skylanterns eher "gelb-rot" waren, wenn sie es noch "recht in Erinnerung habe". Gefragt danach welche Farbe die Papierhülle beim Start hatte, meinte sie "natürlich weiß", doch die Wunschlaternen gibt es auch z.B. in reinem knalligen gelb, orange und rot wodurch sich natürlich das optische Erscheinungsbild mal mehr so oder so ausprägt (von blauen oder grünen Papierhüllen mal ganz zu schweigen) was sie nicht wusste. Dann verabschiedete sie sich aber recht schnell...

 

Kurz vor 12 h rief Rüdiger K. aus Haßloch an, weil er "doch mal gerne etwas wissen wolle". Ja, was den? Genauso wie am Dienstagabend sieht er immer wieder einmal in der letzten Zeit zur Abenddämmerung hin hoch am Himmel "einen merkwürdigen und sehr hellen goldfarbenen Lichtkörper mit darum-huschenden Zacken wie sich Kinder einen Stern vorstellen und malen" bis zu zwei Stunden jeweils stehen, der dann im Zuge der Zeit "immer mehr herabsinkt und in der Ferne gegen Westen hin entschwindet". Seine Frau meint, dass dies ein Wetterballon ist, aber K. war sich da keineswegs sicher, auch wenn er sich gut vorstellen kann, "dass das Ding von der untergehenden Sonne angestrahlt wird {!}, aber doch nicht so extrem-hell". Seine Überraschung war auch mal wieder groß, als ich ihm sagte, dass "alles zusammengenommen ja fast ein Treffer in der Identifizierung ist" und das Objekt die Venus darstellt. Daran hatte er aber gar nicht "im Entferntesten" gedacht, "weil das Ding doch viel viel heller als jeder Stern ist..."

 

Aus den Gehardt-Files...

 

"In der Nacht vom 2. Auf den 3. Februar zwischen 0 und 1 Uhr hatten wir eine Sichtung dreier stark orange-gelb leuchtender, kugelförmiger Objekte, die in Formation über der Stadt Würselen bei Aachen standen. Nachdem sie eine Weile so verharrten löste sich die Formation und ein Objekt nach dem anderen flog mit hoher Geschwindigkeit Richtung Aachen. Alle nahmen dieselbe Strecke, wobei das Letzte am linken Teil rot zu blinken begann. Kurze Zeit später kamen die Objekte zur gleichen Stelle zurück, wo sie kreisten und blinkten. Bei den drei Objekten handelte es sich um 2 Kleine und 1 Großes, welches ungefähr die Größe eines Passagierflugzeugs hatte. Das Größte entfernte sich zuerst, danach flogen die kleinen hinterher. Doch während der Lichtschein der kleinen Objekte ebenfalls kleiner wurde als sie sich entfernten, wie man es eigentlich erwarten würde, blieb der Lichtschein des größten Objekts gleichgroß, während dieses sich entfernte. Dem hiesigen Sportflughafen sind aus dieser Nacht keine Flugaktivitäten bekannt, auch sonst scheint die Objekte niemand bemerkt zu haben (jedenfalls kam nichts im Lokalsender oder in der Zeitung), obwohl die Objekte deutlich sichtbar gewesen sein müssen. Sebastian K."

Nachsatz Gehard: Da sieht man, was unterschiedliche Flugebenen und Entfernungen beim Beobachtungseindruck ´anrichten´ können.

Quelle: CENAP-Archiv

 

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