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Astronomie - Meteoriten Einschlag in Indien

25.07.2019

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Um 14.30 Uhr am Montagnachmittag stürzte für die Arbeiter auf einem Reisfeld in der Nähe der Stadt Madhubani (Indien) der Himmel ein. Ein fußballgroßer, 15 Kilo schwerer, brauner Gesteinsbrocken donnerte auf die Erde.

Ein Meteorit?

Vermutlich ja. Farmer beschrieben einen Feuerball und Rauch am Stein, so die „Times of India“.

Planetenforscher Rainer Kresken von der Esa: „Dieser Meteorit hat vor dem Einschlag mutmaßlich für Hunderte Millionen Jahre die Sonne umkreist.“

Woraus besteht er?

Der Experte: „Die ersten Infos deuten auf einen großen Metallanteil hin.“

Wie schnell war der Stein?

Unklar! Objekte aus dem Weltraum treffen mit einer Geschwindigkeit von mindestens 11 km/s (39 600 km/h) auf die Erdatmosphäre. Kresken: „Je kleiner das Objekt ist, desto langsamer wird es danach.“

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Hätte er auch in Deutschland einschlagen können?

Ja, so etwas passiert sogar mehrmals pro Jahr. Rainer Kresken: „Der größte bekannte Meteorit ist in Deutschland vor etwa 15 Millionen Jahren eingeschlagen und hat so das 30 Kilometer große Nördlinger Ries geschaffen.“

Wie groß war er, bevor er in die Atmosphäre eintrat?

Vermutlich nicht viel größer als beim Aufschlag. Kresken: „Beim Eintritt in die Erdumlaufbahn geht nur ein bisschen Material verloren, nur wenige Zentimeter.“

Was jedoch passieren kann: Das Objekt bricht in Teile. Ein harter Stein von der Erde würde sich ähnlich verhalten.

Wie oft treffen Meteoriten auf die Erde?

Kleinere Objekte (Kieselsteingröße) landen täglich, größere (so groß wie ein Auto) einmal im Jahr.

Kresken: „Die Brocken schlagen meist in unbewohntem Gebiet ein, denn ein Großteil der Erdoberfläche besteht aus Meer und Wüste.“ Zuletzt landete 2013 ein 20-Meter-Meteorit in Tscheljabinsk (Russland) und verletzte etwa 1500 Menschen.

Quelle: Bild

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