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Luftfahrt - Mehr als 400 US-Drohnen seit 2001 abgestürzt

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Mehr als 400 große Drohnen der US-Armee sind nach einem Bericht der "Washington Post" seit 2001 weltweit abgestürzt. Die Zeitung wertete für ihren Beitrag mehr als ein Jahr lang über 50.000 Seiten mit Unfallberichten des Militärs aus.

Bei den insgesamt 418 größeren Unfällen kamen demnach keine Menschen zu Schaden, tödliche Vorfälle wurden in einigen Fällen jedoch nur knapp vermieden. So stürzte eine Drohne in unmittelbarer Nähe einer Grundschule im US-Bundesstaat Pennsylvania ab.
Air-Force-Flugzeug von Drohne beschädigt
Die meisten Abstürze (67) ereigneten sich in Afghanistan. In den USA waren es 47, im Irak 41. Weitere Unfälle gab es unter anderem in der Nähe von Dschibuti, in Pakistan und in Mali.
Der gefährlichste Vorfall ereignete sich im August 2011 in Afghanistan: Dort flog eine Drohne in ein bemanntes Air-Force-Flugzeug. Der linke Flügel war getroffen und Treibstoff trat aus. Jedoch konnte der Pilot das Flugzeug schnell landen, so dass niemand zu Schaden kam.
Technische Defekte, menschliches Versagen: die Ursachen der Abstürze
Ursachen waren meist technische Defekte, schlechtes Wetter, aber auch fehlende Kollisionswarnsysteme, Pilotenfehler und die oft zusammenbrechende Satellitenverbindung zwischen Pilot und Drohne
Die "Washington Post" befasste sich allerdings nur mit Abstürzen großer unbemannter Angriffs- oder Überwachungsflugzeuge vom Typ Predator, Global Hawk, Reaper, Hunter oder Grey Eagle. Insgesamt verfügt die US-Armee über tausende kleine Drohnen.
Drohne landete auf deutscher Autobahn
Auch in Deutschland hatte kürzlich eine Drohne beinahe einen Unfall verursacht: Eine fünf Kilogramm schwere ferngelenkte Drohne ist nach Angaben der Polizei offenbar neben der Autobahn 392 in Niedersachsen notgelandet.
Das Fluggerät sei bei Mäharbeiten auf dem Grünstreifen beim Ölper Kreuz gefunden worden, teilten die Beamten mit. Es dürfte notgelandet sein, nachdem es den Fernsteuerbereich des Piloten verlassen habe.
Drohneneinsätze für zivile Zwecke geplant
Der Bericht erscheint vor dem Hintergrund einer möglichen Legalisierung von Drohnenflügen zu zivilen Zwecken. Die US-Bundesluftfahrtbehörde prüft derzeit entsprechende Anträge.
Bis zum Jahr 2018 sollen mehr als 7500 Miniflugroboter umherfliegen dürfen. Für Dezember sind erste Tests in sechs US-Regionen geplant.
Quelle: t-online
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