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UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-55/1

22.01.2006

"Das deutsche UFO-Phänomen"

Spinnereien hoch Drei in Buchform gepresst

Immer wieder tauchen innerhalb der "UFO-Szene" Gerüchte über "Flugscheiben" auf, die angeblich im Dritten Reich entwickelt worden sein sollen. Der folgenden Text bringt etwas Licht ins Dunkel. Zunächst muss aber gesagt werden, dass die heutigen "Reichsflugscheiben"-Vorstellungen um ´Haunebu´ und ´Vril´ (1) bzw Do-Stra recht frisch sind während die Originalstory vom "Flugkreisel" bzw "Kreisflügler" handelt. Bei den deutschen Flugkreiseln sollte es sich um Fluggeräte handeln, die durch ein um einen zentralen, nicht mitdrehenden Rumpf umlaufendes Rotor- oder Scheibensystem in der Lage sein sollten, sowohl senkrecht zu starten und zu landen als auch mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit horizontal oder schräg in jeder beliebigen Richtung zu fliegen - womit ein solches Gerät für militärische Einsatzzwecke natürlich hochinteressant sein musste. In den ab 1950 veröffentlichten Zeitungs-Berichten wurden im wesentlichen zwei verschiedene Modelle solcher Flugscheiben sowie eine als V 7 bezeichnete Flak-Mine erwähnt. Einer dieser Flugkreisel sollte von einem Flugkapitän Schriever, der andere von einem Dr.-Ing. Miethe entworfen und gebaut worden sein. Beiden Flugkreiseln wurden fantastische Flugleistungen nachgesagt. Nach diesen Berichten wurde die Idee zu dem Schrieverschen Flugkreisel im Frühjahr 1941 geboren, ein Modell - vermutlich dem bekannten Kinderspielzeug nachempfunden - im Juni 1942 geflogen und damit, nach Schrievers Ansicht, die Richtigkeit seiner Überlegungen bestätigt. Im August 1943 soll der Erfinder mit drei Vertrauten auf einem BMW-Platz bei Prag eine Grossausführung seines neuen Fluggerätes gebaut und das ursprünglich mit Luftschrauben ausgerüstete Gerät im Sommer 1944 auf Strahltriebwerke umgerüstet haben. Im April 1945 war die Fliegende Untertasse angeblich zur Erprobung fertig, konnte aber vor Kriegsende nur noch einen Probelauf, keinen Erstflug, durchführen und musste am 9. Mai 1945 gesprengt werden, wonach sich sein Erbauer samt Unterlagen nach Westen absetzte. In den ersten Jahren nach dem Kriege, als noch keine wirklich authentischen Dokumente über die Geheimwaffenentwicklungen des 3. Reiches verfügbar waren, hatten Aufschneider, Fantasten und verkrachte Erfinder herrliche Zeiten, denn jede, auch die unmöglichste Story wurde gierig "geschluckt". Nur so ist es zu erklären, dass zahlreiche Meldungen, wie die über die ominösen Flugkreisel, kritiklos veröffentlicht und ebenso bereitwillig von vielen auch geglaubt wurden. Von manchen offenbar sogar noch heute, wie eine in der April-Ausgabe 1972 der Werkszeitschrift der Vereinigten Flugtechnischen Werke-Fokker GmbH, Bremen, veröffentlichte, als Ulk gemeinte Notiz gezeigt hat.

(1) "Vril" taucht zum ersten mal in Bulwer Lyttons Roman "The Coming Race" auf. "Edward (George) Bulwer-Lytton (* 25. Mai 1803 in London; † 18. Januar 1873 in Torquay) war einer der bedeutendsten Romandichter im 19. Jahrhundert in England. Bekannt ist Bulwer-Lytton besonders für sein Spätwerk "The Coming Race". In diesem beschreibt er eine unterirdisch lebende Gesellschaft, die eine geheime Kraft beherrscht. Dieser Mythos lebte später in der (fiktiven) Vril-Gesellschaft fort und wurde nationalistisch bis rassistisch entfremdet. In Radioessays, mit der Übersetzung zweier Werke und durch die aufnehmende Verarbeitung in eigenen Prosawerken unterstrich Arno Schmidt in den letzten Jahren seines Schaffens die Bedeutung von Bulwer-Lytton." Bulwer Lytton läßt in seinem Roman, seinen Protagonisten, einen amerikanischen Helden, im Inneren der Erde lebende Wesen begegnen, die er "Vril-Ya" nannte. Bulwer Lytton gehörte einem Geheimen Orden an, verfügte über tiefgründiges mystisches Wissen, so heißt es, doch weiß man nicht viel über die Quellen, aus denen er seine Informationen bezog. Link zu: Bulwer Lytton: http://home.t-online.de/home/benina... . Allerdings besteht eine Verbindung Bulwer Lyttons zum "Order of the Golden Dawn", der Muttergesellschaft des "Thule-Ordens". Link dazu: http://home.t-online.de/home/benina... Nun waren aber weder "Golden Dawn" noch die Nazis die ersten, die versuchten das Geheimnis der Kraft des Vril zu entschleiern. Diese Ehre gebührt Helena P. Blavatzky, die "The Coming Race" augenscheinlich gelesen hatte und sich davon beeinflussen ließ, was möglicherweise den Anstoß gab, das Buch zu schreiben, das sie sechs Jahre später unter dem Titel "Isis Unveiled" veröffentlichte. Schließlich stellt die Blavatzky fest, daß Bulwer Lytton die Kunstnamen seines Buches wahrscheinlich durch Zusammenziehen existierender Worte erschuf und zieht den durchaus nicht abwegigen Schluß, daß "Vril" von "viril" hergeleitet wurde. Ihre Überzeugung von der Existenz des Vril kulminierte in ihrem zweiten Buch "The Secret Doctrine". Andere Untersuchungen zeigen auf, das "Vril" eigentlich ein alter indischer Begriff für die gewaltigen Energien, die einem bei Beherrschung des Aetherischen Körpers zur Verfügung stehen und die Lebenskraft im menschlichen Körper steuern. Es ist, wie Bulwer Lytton sagte "das große alldurchdringende Fluidum" das von den hinduistischen Mystikern "Kundalini" genannt wurde...

Soweit also die Urgeschichte, welche sich genauso auch zwei/drei Jahrzehnte in der Gerüchteküche so hielt, obwohl sie höchst unglaubwürdig war. Und daher auch in der sich aufbauenden und organisierenden weltweiten UFOlogie keine wirkliche Rolle spielte und von Anfang an eine Nischen- bzw Randexistenz einnahm. Auch weil die Ausführungen dazu technische Unmöglichkeiten beinhalteten. Luftfahrt-Historiker hielten dies alles sowieso für Blödsinn. Schließlich entdeckte man das Sachs-Gerät als "Fliegenden Bierdeckel". Dies raubte dem "Flugkreisel"-Gerücht den Atem. Hinzu kam: Trotz aller Kriegswirren sind die Unterlagen von Speers Ministerium vollständig erhalten geblieben, ebenso wie die stenografisch aufgenommenen sogenannten Milch-Gespräche und die peinlichst genauen Angaben über Rohstoffverteilung, Personaleinsatz, Projektfortführungen usw. enthaltenden Kriegstagebücher der verschiedenen Rüstungskommandos. Merkwürdigerweise enthält keine dieser Dokumentensammlungen, von denen die Milch-Besprechungen über 40´000 Seiten umfassen und das KTB des RK VIII den Zeitraum vom 15.8.1939 - 31.12 1944 lückenlos abdeckt, auch nur den geringsten Hinweis auf den Schrieverschen Flugkreisel, die Mietresche Flugscheibe oder die Flakmine V 7. Mit anderen Worten: es hat keines dieser Geräte gegeben, sie sind weder gebaut worden, geschweige denn zum Flug gekommen. Doch dann änderte sich bzw veränderte sich die ganze Geschichte - und wurde offenkundig zunehmend weiter ausgesponnen um dann als eigenständiger Mythos die Leute zu begeistern. In der UFO-Szene tauchen seit Jahren immer wieder Gerüchte über angeblich aus dem Dritten Reich stammende Flugscheiben auf, die als „Haunebu“–Entwicklungen bezeichnet werden. In Kombination mit diesen Beiträgen wird oftmals auch revisionistisches Gedankengut „an den Mann gebracht“... Damit verbreitete sich ein neues herangereiftes Konzept aufgrund einer ´alten´ Idee. Viele neue Mitspieler stiegen darauf ein und werkelten hart um dieses neue Konstrukt hochzuziehen. Eine neue ufologische Idiotie machte sich breit...

Am 13.November 2005 machte ein Teilnehmer von Allmystery.de das Thema "Aliens - Galaktische Nazis?" auf ("Was würde passieren wenn wir irgendwann Kontakt haben und sich herausstellen würde das die Aliens ein Haufen galaktischer Nazis sind die nur die Galaxie ´säubern´ wollen?"). Die meisten User machten Witze darüber und nahmen es nicht ernst, aber es gab auch solche nachdenkenswerte Eingaben wie jene: "Fact ist das uns die Medien nicht das zeigen was wirklich Fact ist. Alles wird zensiert. Da ich gerne den Dingen auf den Grund gehe interessiert mich nur die Wahrheit. Vieles zu diesem Thema habe ich schon gelesen und seit Jan van Helsing, obwohl er als gefährlich eingestuft ist, hat sich vieles für mich verändert. Gefährlich eingestuft weil er die Wahrheit spricht. Es ist alles nach zu vollziehen. Erhoft euch nichts von Regierungen die verarschen uns sowieso besonders die USA." Damit sind wir schnell beim beliebten Verschwörungsthema ´The Secret History of the World´ angelangt, was wohl viele Menschen reizt um aus dem Alltag auszubrechen. Wenn man will, kann man sogar die Prä-Astronautik und den Forteanismus hier herbeizitieren, da es auch dort um die geheime Weltgeschichte so oder so geht.

Zuvor war das Thema "SS - Schwarze Sonne und VRIL" aufgemacht worden. Und schon gab es solche Einträge wie: "Das Thema ist schon heikel, aber eins der spannensten aus dieser Zeit. Es wurde berichtet, das damals die ersten interstellaren Raumschiffe gebaut wurden. Vieles wurde vertuscht, verheimlicht und gestohlen. Amerika wäre nie in der Raumfahrt so weit, hätte es nicht die deutschen Entwicklungen nutzen können." Bei Alien.de dagegen wurde am 2.11.05 das Thema "These von den Nazi-Ufos nicht haltbar!" eingebracht. Begründung hier: "Ein Beispiel dieses hinters Licht führen derer, die die Materie von ´Grund auf´ untersuchen, ist Andrew Tully der >Die Superspione< schrieb, wahrscheinlich einer der frühesten Berichte über die NSA. (1) Er und viele die ihm folgten schlugen vor, dass das UFO ein ´Geheimdienst´-Gerät ist und dass es aus den Geheimnissen der Nazis heraus entwickelt wurde, die im Projekt Papierklammer in die USA gebracht wurden. Richard Dolan zeigt Beweise und klärt uns über den Gedanken, dass die UFO-Aktivität menschliche, technologische Aktivitäten sein könnten, wie es naive Verschwörungstheoretiker vorschlagen, auf. Er sagt, dass ´alle Hinweise auf ein definitives NEIN hinzeigen´. Er zeigt dann auf, dass jede Person die das UFO-Problem wirklich studiert sieht das es ein Problem der Invasion der Ausserirdischen auf unserem Planet GIBT. Jede offizielle Studie über UFO´s überzeugte die Forscher, dass die Ausserirdischen die Erklärung für die Daten waren. Doch diese Daten wurden abgestritten und wenn das Abstreiten nicht mehr funktionierte, wurden diese durch den Lärm, die Tarnung, die heutzutage in der UFO-Forschung, ´New Age´- und Humanpotential-Bewegung vorherrschen, überdeckt. Glauben wir dass dies Zufall ist?"

(1) = National Security Agency. Am 16.November 05 nahm sich Leonard David dem Thema UFOs und NSA bei Space.com an - http://www.space.com/news/051116_ns... : "X Files Opened: The National Security Agency´s UFO Investigations Unearthed". UFO-Fans glauben sonach, dass wenn die US-Regierung betreffs UFOs nichts zu verbergen habe, warum versteckt sie dann so viele UFO-Dokumente oder schwärzt die ausgegebenen Akten in bestimmten Teilen? Steven Aftergood, Direktor des ´Project on Government Secrecy´ in der unabhängigen und sehr regierungskritischen Federation of American Scientists in Washington, D.C. erklärte dies so: "Gut, die Regierung mag einiges zu verbergen haben, aber dies hat nichts mit ausserirdischen Besuchern zu tun. Sondern mit dem Schutz von irdischen Informationsquellen und Sachen die rund um den Schutz der Persönlichkeitsrechts angesiedelt sind." Will heißen: Namen von NSA-Mitarbeitern, NSA-Techniken und ausländische Kontakte (Quellen). Dazu muss man auch die Aufgabe der NSA sehen - sie entschlüsselt ausländische Kommunikationen auf Geheimdienst- und Militärebene. Dabei fing man natürlich auch gelegentlich Kommunikationen über "helle Lichter, leuchtende Objekte und unidentifizierten Flugzeugen" auf. Man hat dies einfach wie viele andere Dinge auch schlichtweg registriert. Interessant auch die ´Filer´s Files´ Nr.47/2005 ebenso vom 16.11.05. Hier wird berichtet, dass eine weitere FOIA-Anfrage in Sachen "UFOs über Atomwaffen-Silos" im Spätherbst 1975 beim National Military Commannd Center in Washington, DC ein Dokument freibrachte, welches zum Thema "AFB Penetration" auswarf. Am 29.Oktober 1975 wurde da verzeichnet: "Wir wurden unterrichtet, das ein oder womöglich zwei unidentifizierte Hubschrauber von Kanada herkommend niedrig über der Loring AFB in Maine erschienen und mindestens eine dieser Maschinen in unmittelbarer Nähe einer Waffensilos landete. Versuche mit einem Hubschrauber der National Guard den oder die eindringenden Helikopter zu identifizieren blieben erfolglos. Wir kamen zu spät und die fremden Helios waren schon wieder verschwunden. Daraufhin wurde NORAD über den Zwischenfall vom SAC informiert und man bat darum, dass die kanadischen Behörden den oder die Eindringliche ausfindig machen und identifizieren. Ein ähnlicher Zwischenfall wurde an Loring am Abend des 28.Oktober 1975 gemeldet. C.D.Roberts Jr., Brigadier General, USMC, Deputy Director for Operations NMCC."

Smile now. Doch zurück zu dem "deutschen UFO-Phänomen", den Nazi-Untertassen, der ´Reichsflugscheibe´ - einem populären Mythos der rechten Szene die die NS-Zeit nicht angemessen repräsentiert und mit diesen "Wunderwaffen" die Ära nur unter dem heimlichen Motto "Der Gröfaz flüchtete in die Antarktis" verschönern will. Besondere Beachtung verdient so immer auch ´Jan van Helsing´s´ Schaffen als er ´UFOs made in Germany´ besonders populär machte und aus der ehemaligen Alien-UFO-Szene eine der der Verschwörungen machte. Ernst Zündel (1) und HUGIN hatten zuvor ein Schattendasein mit ihren entsprechenden Ideenwelten und Spinnereien geführt, jetzt aber schlug über van Helsing dieser ganze Untergrund-Mist hoch und erzeugte Flutwellen in der UFO-Szene die seither nie mehr wieder so wurde, wie sie vorher war und eine Transformation erlebte.

(1) = Van Helsing hat sich eindeutig bei jenem Deutsch-Kanadier bedient, um seine eigene Vorstellung dann darauf weiterzuspinnen. Zündel war 1975 mit seinem Buch "UFO`s: Nazi Secret Weapon?", der Ideengeber für die reichsdeutschen Flugscheiben, wonach Hitler nichts weniger als fliegende Untertassen baute und damit heimlich zusammen mit dem Nazi-Goldschatz in die Antarktis, zum sogenannten "Neuschwabenland" entschwand, um von dort aus ein neues Reich aufzubauen. Zündel war auch ein cleverer Geschäftsmann und soll über seinen Samisdat-Verlag Reisen für $ 10.000 zu "Hitlers antarktischen UFO-Basen" angeboten haben. Er veröffentlichte auch unter dem Pseudonym Christof Friedrich alias Machern die beiden Bücher >Ufos: Nazi-Geheimwaffen?< und >Hitler am Südpol<.

>Das deutsche UFO-Phänomen<, das Büchlein näher betrachtet

>Wir können zum Hauptthema unseres Buches ehrlicher Weise nur sagen: Wahrscheinlich, vemutlich, oder: wir nehmen an... Wir wenden uns der Geschichte deutscher UFOs zu, der schwer glaubhaft erscheint und für den es kaum griffige Belege gibt."<

Ralf Ettl und Günter Höhler veröffentlichten bei dem unbedeutenden Nischenbuchverlag ´causa nostra´, Verlag Günter Höhler, Küps/Ofr., den Band >Das deutsche UFO-Phänomen: Ein Grenzgang an das anscheinend Unbegreifliche< im Mai 2005 unter ISBN 3-9810358-1-X. Unbegreiflich, vorausgeschickt, ist eigentlich das Büchlein selbst. Um was es hier geht sind mal wieder die ´Nazi-Flugscheiben´, gähn. Die deutschen UFOs, "meistens als Flugscheiben bezeichnet" werden hier der Einfachkeit halber weiter als UFO bezeichnet weil sie "unkonventionelle Flug-Objekte" sind. Ein bemerkenswerter Worttrick, genauso wie UFOs als gerne von UFO-Promotern geschickt zu "unbekannten Flugobjekten" sowie "unidentifizierbaren Flugobjekten" versemmelt werden. In dieser Reihe steht auch diese Nummer. Darüber hinaus werden auch die in Deutschland gesehenen UFOs eigentlich gar nicht als Flugscheiben gesehen. Ein solch schlecht aufbereitetes Büchlein habe ich selten gelesen, auch wenn es ein paar Hintergrundsachen preisgibt - die aber nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben (schlußendlich aber doch). Vorausgeschickt sei auch, dass das Werk vollgespickt ist mit Bildern von Haunebus, VRILS und eben den Nazi-Flugscheiben. Bei fast allen sind jedoch Fragezeichen direkt daneben angesetzt. Durchweg sind jene Bildchen, von denen ich einige noch niemals zuvor gesehen habe, mit der "Qualitätsbewertung": "ob die Aufnahme echt ist, läßt sich schwer sagen"; "das Bild ist besonders unklar"; "zuverläsige Bestättigungen dafür ließen sich jedoch nicht finden"; "wir verwenden die Aufnahme sofern sie echt ist"; "nachfolgendes Foto zeigt eventuell ein UFO-Gerät"; "diese Aufnahme kann Zeugnis geben, auch wenn ihre Echtheit alles andere als sicher ist" - dennoch soll all dies bevorzugt dazu dienen, "um eine plastische Vorstellung der Geschehnisse zu jener Zeit" dienen und sich alles "zu einem stimmigen Bild fügt", darüber brauche man "nicht nachzudenken" weil es ja alles ausreichend belegt ist. Zudem wird genau so übles Bildmaterial geboten welches plötzlich als aus einer ungenannten "sehr ernstzunehmenden Quelle" stammen soll. Man braucht da gar nicht weiter ins Detail zu geben, allein schon hier fühlt sich spätestens jeder vernünftige Leser verarscht. Was soll dies? Auch ob der Erklärung wonach nur "hin und wieder Absonderliches" in dem BoD-Band enthalten sei und "zwischen Phantasmen und mitunter einer Portion fragwürdiger Weltanschauung" sich doch "oft viel Interessantes" findet, was mit der "sicheren Überprüfung in den meisten Fällen unmöglich" deklariert wird? Während man gleichzeitig die eigentliche Behauptung aufstellt, dass dieses Buch "noch immer eines der brauchbarsten Produkte zu diesem Thema" sei. Also, was soll dies? Egal, wie angeblich das Material auf diesem ganz und gar speziellen Gebiet durch "geheimdienstlichen Materials" verseucht wurde, was einmal mehr mehr einfach nur Ablenkung ist um die Geschichte interessant zu machen und ihr mehr Dampf zu geben. Genau dies scheint mir Spielmaterial der Autoren selbst zu sein um die irre Story aufzubacken.

Es gibt künstliche Versuche die "Reichsflugscheiben" in den geschichtlichen Luftfahrt-Kontext zu setzen und zu Mythologisieren. So wundern sich die Autoren warum "die wichtigsten UFO-Konstruktionen" nicht in der Luftfahrt-Historie Verwendung fanden und man überall vermied davon zu sprechen, "dass es funktionstüchtige UFOs made in Germany gegeben hat. Warum ist das so?" Ein "konkretes Vergleichsbeispiel" soll es beantworten: "Vor rund 20 Jahren galt es noch als zutiefst unseriös, zu behaupten, die deutschen Nurflügelflugzeuge, wie etwa die Horten-Typen, habe es wirklich gegeben. Wer das zu publizieren wagte, riskierte, als ´Spinner´ beschimpft zu werden, sofern nicht gar außerdem noch als ´Nazisymphatisant´. Mittlerweile verhält es sich darum ganz anders. Zahlreiche Bücher sind über das Thema erschienen und noch viel mehr Fachzeitschriftenartikel." Die Horten-Segelflieger standen dagegen nie im Zweifel, nur die dazu dann vor etwa 20 Jahren einsetzenden Spinnereien über ausgehenden Nazi-UFOs in Kreisen wie HUGIN etc wurden dann als solche bezeichnet. Seither sind eben tatsächlich über diese Nazi-Untertasssen viele Bücher und ufologische Fachzeitschriftenartikel erschienen. Nur: die sind trotzdem nicht ernst zu nehmen. In Sachen Luftfahrthistorie und Wirklichkeit der "Haunebus" etc sagte dies gar nichts aus! Hier wird Blendmaterial ausgegeben, um das Thema wichtiger und bedeutsamer zu machen als es ist. Natürlich gibt es echte Luftfahrt-Literatur die das Thema aufgreift, doch rund um den "Fliegenden Bierdeckel" von A.Sachs, dem einzigen echten "Rundflügel-Flieger" den es je gab. Und dieses Propeller-Fliegerschen war weit davon entfernt ein "Düsenkreisflügler" (angeblich 42 Meter im Durchmesser!) zu sein, wie ihn angeblich Ende 1944 bis Anfang 1945 die BMW-Werke bei Prag in einzelnen Stücken aus "billigem Blech" gebaut haben sollen und von Göring und Speer unterstützte Projekte gewesen sein sollen, was nach den Autoren "doch aufhorchen lassen muss" - auch wenn dies alles schließlich dann doch nur "angenommen wird". Diese alsbaldige starke Relativierung von dem was vorher als "ganz sicher gilt" ist ein durchgehender roter Faden durch das gänze Bändlein. Das BMW-Objekt soll nach anderen Quellen aber ein "Überschall-Hubschrauber" gewesen sein.

Ansonsten meinen die Autoren, dass die Leser "die Bereitschaft, mit weit offenem Geiste an die Dinge anzugehen" einzubringen haben, um dies alles zu verzeren. Zu gut deutsch: Wer am meisten bereit ist sich was zusammenzuspinnen, der ist hierfür ideal als Kundschaft. Nachdenken ist da und dort in der UFOlogie sowieso seltenes Gut. Wodurch sich das Wort der Schreiber schon mal nur als Rhetorik-Trick erweist. Wahrhaft, ein seltsamer Grenzgang an das Unbegreifliche - und zwar allein schon wegen dem Büchlein selbst was einfach nur Papierverschwendung darstellt. Die angeblich "objektiven greifbaren Fakten" zur Nazi-Flugscheibe eliminieren sich selbst durchgängig in dem Band, weswegen ich die ganze Geschichte eigentlich eher als großen Spass der Autoren ansehe. Auch wenn sie daherkommen und erklären: "Die Wahrheit steckt verborgen zwischen lauter Lügen, Finten und Ablenkungsmanövern." Die Ironie dazu: "Dies meint aber vielleicht eine andere Wirklichkeit als die anscheinde." Als Märchen. Irre ist schon das Zugeständnis der Schreiberlinge, wonach es zu ihrem Thema "kaum objektiv greifbare Fakten gibt" und die "Geschichte deutscher UFOs, schwer glaubhaft erscheint und für die es kaum griffige Belege gibt". Damit hat es sich eigentlich schon selbst erledigt. Warum die beiden Verfasser dann dennoch langwierig das Thema weiterziehen ist mir unverständlich, obwohl alles schon gesagt ist. Soll dies jetzt Zynismus am Leser sein, der so dumm ist dies zu verkonsumieren? Tatsächlich scheint mir dies fast so, als wenn dies die geheime Botschaft des Buches ist! Alles andere wäre ziemlich daneben und "out of this world", um es mal ganz harmlos zu sagen.

Wie "sicher" die Autoren sind, erfährt man recht flott mit der unendlichen Anreihung von Begrifflichkeiten wie "aber vielleicht", "dürfte sich", "wahrscheinlich", "vermutlich", "äußerst rare Unterlagen" - und damit "stehe auf irgendeine Weise alles sicherlich fest" und sei "wohl ausreichend" genug um darüber "nicht nachzudenken" müssen. Und ganz und gar konkret auf S.109: "Näheres dazu kann heutzutage aber natürlich niemand sagen." Dies "mag also genügen" um die Menschen über die "eventuellen Kräfte" bei den Flugscheiben aufzuklären. Verwirrmethode um aus der "bloßen Theorie" eine "leicht vorstellbare Tatsache nach dem gesunden Menschenverstand" zu machen und zum Thema alles "ein Bild stimmig ins andere fügen zu lassen". Auch wenn die "eindeutigen Informationen rar sind" und Dutzende unbelegter Gerüchte es durchsetzen und da und dort trotzdem genau dies als "konkreter Hinweis" zu irgendeinem Bild ausgegeben wird, weil es "eventuell ein UFO-Gerät" zeigt. Argument: "Alles Große ist einfach! Die Wahrheit ist zumeist - unkompliziert!" in diesem Feld der Mixtur aus natürlicher Einfachkeit und künstlich erzeugter Komplexität. Oftmals müssen die Schreiber zu ihrem Buch nur sagen: "Wahrscheinlich, vermutlich, oder wir nehmen an...", wie sie selbst eingestehen. Laufend geht es um nicht-genannte "Quellen", die aber Material abliefern, zu dem man nichts weiter sagen kann und deren Authenzität sich "nicht feststellen läßt" oder "obwohl der Mann ehrlich wirkt, muß seine Geschichte doch mit Vorsicht genossen werden". Ja, "hieb- und stichfest beweisen, mit unstrittigen Dokumenten belegen, können wir von alldem relativ wenig" - was auch nur ne nette Ausweichaktion ist um nicht klipp und klar sagen zu müssen: Wir können gar nichts beweisen! Deswegen verlangt das Bändlein von den Lesern auch die Bereitschaft "mit weit offenem Geiste an die Dinge heranzugehen". Was ich ganz und gar gerne glaube. Das ist die traurige Wahrheit. Eine Wahrheit die angeblich "auch in einem an sich unpolitischen Buch wie diesem hier kurz erwähnt werden muß". Soso.

Unpolitisches Buch, zu dessen Kernaussagen sich sowieso "zuverlässige Bestätigungen nicht finden ließen"??? Dies muß aufhorchen und genauer hinschauen lassen, ob dem wirklich so ist. S.83: "Vergessen wir nicht: Dieser Kampf (= Zweiter Weltkrieg) ist auch ein Überlebenskampf gegen den berüchtigten und krankhaften Hass gegen die Deutschen gewesen." Inzensiert durch F.D.Roosevelt, der "rechtzeitig starb" und dies durch die Hand von Abwehrchef Admiral Wilhelm Canaris: "Der deutsche Überlebenskampf mußte trotzdem weitergehen, denn Churchill war noch lebendig." Zudem wollten ja die "Anführer der feindlichen Staaten erklärtermaßen das deutsche Volk als Ganzes zu vernichten trachteten." Eindeutig ist dies Geschichts-Revisionismus. Genauso wie die Darstellungen wonach "jene Mächte, die schon durch die Diktate von St.Germain und Versailles so viel Unheil über Europa gebracht hatten und dadurch die eigentlichen Verursacher des Zweiten Weltkriegs waren" der Hitler-Nazionalismus entschuldigt wird. (Das "Diktat" war schlichtweg die Entwaffnung Deutschlands ob des angezettelten Ersten Weltkriegs.) Daher war der Krieg für Deutschland voller "schicksalsschwerer Tage" und "viele waren bereit, für Volk und Heimat ihr Leben zu geben, Millionen haben es getan. An Freiwilligen für extreme Sonderkommandos mangele es nicht" wird als Heldentat noch hervorgehoben. Von der Waffen-SS die mit marodierenden Mordkommandos quer durch die deutschen Städte in den letzten Tagen zogen um "Verräter" aufzuhängen oder zu erschießen ist dabei nicht die Rede. (1) Sondern hier geht es dann ablenkend vor der eigentlichen Problematik um die VRIL-Sonderkommandos. Für die speziellen Fans ergibt sich daraus auch die "griffige Logik" für das deutsche UFO-Thema, was nur Kleinmütige nicht verstehen können. Klar. Andererseits machen die beiden Schreiber deutlich, dass das Ganze ihrer Darstellung "zumindest nicht gänzlich von der Hand gewiesen werden kann" - und damit widerrufen sich sich ja schon selbst zu mehr als die Hälfte! Die Geschichtsrevisionisten sind weiterhin geschichtlich-mentale Umweltverschmutzer weil sie behaupten das 4/5 aller historischen Feststellungen zum Zweiten Weltkrieg sowieso "gänzlich wertlos für jede ernsthafte Betrachtung" nach ihrer eigenen eigenwilligen Betrachtung seien. Deswegen verzichten sie selbst auf alle "angeblich" historische Quellen zum Zweiten Weltkrieg, "aus denen bloß getrübtes Wasser rinnt oder gar Jauche sprudelt". Will eindeutig heißen: Die Historie des Zweiten Weltkrieges ist überall falsch dargestellt.

(1) = Auf S.98 wird geschickt politisch-ausweichend agiert: "...Die Katastrophe nahm ihren Lauf. Und an dieser Stelle müssen gerade national-gesinnte Deutsche sich fragen, wer damals Verrat beging! War das nicht eine totalitäre Staatsführung, die in bodenloser Ignoranz auf sämtlichen Irrwegen blieb? Ein Regime, dass sogar Landsleute jüdischen Glaubens, die im Ersten Weltkrieg für Deutschland gekämpft hatten, in Konzentrationslager pferchte, hatte den Anspruch, sich deutsch zu nennen, schon lange verloren. Allein die Zwangslage des Kriges bewirkte, dass Erneuerung unmöglich war." Hört sich zunächst ´gut´ ist, ist es aber keineswegs! Vom Holocaust wird wird ganz raffiniert abgelenkt und KZs einfach nur als Gefangenenlager ausgegeben - auch weil NICHT begründet wird, warum es diese gab... Eine Aussage wie, dass die Briten Erfinder der Konzentrationslager waren vernebelt dies nur, weil damit Kriegsgefangenenlager der üblichen Art gemeint ist und dies nichts mit dem Nazi-KZs zu tun hat, die VERNICHTUNGSSLAGER waren. Also eine ganz andere schlimme Sache. Eine Verharmlosung findet hier statt. Zudem begegnet hier uns ein altes "rationales" Denkgebilde, wonach deutsche Juden eigentlich nicht in KZs einzusperren und schließlich umzubringen seien, sondern wie im Ersten Weltkrieg viel "besser" als Kampftruppen im Zweiten Weltkrieg "genutzt" werden sollten. Genau diese kranke Denke steckt hier dahinter, wird aber rhetorisch bewusst umschifft um nicht auffällig für den Index zu werden! Dazu gehört auch, dass die Schreiber damit ablenken zwar auch sich mühen den Anschein zu erwecken, dass die "Nazi-Führungs-Clique" daneben lag - aber nur in der Strategie, wenn z.B. die Düsenjäger von Hitler verschlafen wurden und es der ganzen NS-Führung "gänzlich betreffs Luftrüstung an Weitsicht fehlte". Dies allein ist die Kritik an Hitler. Zu seinem Regime dagegen kein Wort.

Angeblich gäbe es nur "hin und wieder Absonderliches" in dem Thema, zwischen Phantasmen und fragwürdiger Weltanschauung - was noch eine Untertreibung ist, und das "oft viel Interessantes" was hier aufzufinden sei. Da muss man genauer hinschauen, wie immer. Die beiden Schreiber bekunden einmal an der Filmprojekt der "Wernher von Braun-Story" herangetreten zu sein. Während dieser Phase und den diesbezüglichen Recherchen öffneten sich "weitere Türen", so Dank Rolf Engel und David Irving. Hiernach ergab sich plötzlich ein ganz neues Thema - eben die Nazi-Untertassen. Und zwar sei von der Firma Fairchild Industries, welche die deutsche Firma Dornier ("und damit eventuelle Archivreste bezüglich des Geräts Do-Stra, als der geplanten Serienausführung des Haunebu II") übernahm, weiteres Material bekannt geworden - obwohl sofort die Ausflucht stattfindet, dass die eigentlichen Quellen des Buches doch andere sind, und zwar aus drei Erdteilen. "Darunter auch aus so machen, die dem Normalsterblichen in aller Regel verschlossen bleiben. Wir aber hatten Recommendation", lesen wir hier und es wird versprochen, dass da kistenweise sich Material ergab - betreffs "Fliegenden Untertassen". Doch was dies für Material war - dies steht in den Sternen. Von irgendjemand kauften die Schreiber dieses Material für 7.500 US-Dollar auf. "Wo Geld ist, dorthin kommen Angebote, und bei uns war Geld", erfahren wir - gleichsam aber auch: "Die sichere Überprüfung war in in den meisten Fällen unmöglich." Bzw: "Über die mit Düsenantrieb ausgestatteten Flugscheiben gab es relativ wenig. Diese schienen überhaupt erst durch andere, frühere, gänzlich unkonventionell angetriebene Rundflugzeuge, Flugkreisel oder Luftscheiben, inspiriert worden zu sein." (1) Also, was soll´s? Dies ist doch nur Schaumschlägerei! Wie auch immer, für die Autoren ist der verstorbene Wilhelm Landig "ein trefflicher Ansprechparter" ehemals gewesen. Klasse...

(1) = Jeder der hier mit klarem Verstand hinschaut, rollt doch recht schnell mit den Händen vorm Bauch über dem Teppichboden etc. Weil - was wird hier eigentlich genau gesagt? Gar nichts nämlich. Die Überführung aus einem Nebel in ein ganzes Nebelfeld findet hier statt.

Über Landig lernten sie den ihn Wien lebenden Norbert Jürgen Ratthofer kennen, "einen auf seine Weise genialen Mann". (1) In jeder Zeit, die nicht datiert wird, bekamen die Schreiberlinge auch drei Broschüren offenkundig von der HUGIN-Truppe (getarnt als "Gesellschaft für politisch-philosophische Studien e.V.") aus Wetter an der Ruhr, die die esoterische UFOlogie mit einer rechtsextremen Schlagseite belegte und sogar in der ´Nationalzeitung´ Werbung für Publikationen namens "Geheime Wunderwaffen - und sie fliegen doch!" schaltete (wer wirklich genau dahintersteckt kam nie wirklich heraus, eine Type namens ´Roger Chapman´ tauchte zwar auf, aber dies war sicherlich ein Alias-Name) zur Hand. Natürlich sei dies "stark politisch durchsetzte", "aber hinsichtlich der Materialergänzung aus allgemein zugänglichen Quellen von Wert". Hintergrund: Die dortigen Quellen waren solch gewichtigen Zeitschriften wie ´Die andere Realität´ oder ´Das Neue Zeitalter´ etc - die Boulevardpresse und Zündels Mist. Und auf dieser Basis entstand einst das Video "UFO - Geheimnis des Dritten Reichs", bei dem aber der hauptsächliche Geldgeber von der "Royal Atlantis Films" (= Gerd Burdes) "Abänderungen" vornahm. Doch dort blieben die richtigen Informationen dennoch bestehen und nach wie vor ist jenes Video "noch immer eines der brauchbarsten Produkte zu diesem Thema". Hm. Dazu bedarf es einer weiterführenden Betrachtung, wie immer auf diesem Gebiet - und jenseits dessen, was die Promoter auswerfen um die große Irritation auszugeben. Sowie die Lust am Spekulieren weiter fördern, was ein fundamentaler Hauptbestandteil auch dieses ganz und gar speziellen "UFO"-Themas ist.

(1) = Ratthofer schreibt über den späteren Verbleib der Haunebu-Entwicklungen in seinem Buch »Zeitmaschinen« wie folgt: "Die Haunebu I, II und III Raumflugkreisel und die Vril-I Raumflugscheiben selbst blieben jedoch ab Mai 1945 zunächst spurlos verschwunden... In diesem Zusammenhang ist es höchst interessant, daß der reichsdeutsche Haunebu III nach seinem neunzehnten Testflug dann am 20. April 1945 von »Neuschwabenland« aus, einem riesigen damals offiziell reichsdeutschen Territorium in der Ostantarktis, zu einer Raumexpedition zum Mars gestartet sein soll, über deren Ausgang jedoch nichts bekannt ist... Ein Jahr später, 1946, sorgten dann jedoch plötzlich über Skandinavien zahlreiche Sichtungen von Leuchtobjekten unbekannter Herkunft und eindeutig künstlichen Ursprungs für erhebliche Aufregung bei den Alliierten in Ost und West. ... Man schreibt weiter, dass diese »UFOS« in der Regel nicht den reichsdeutschen Entwicklungen glichen. In diesem Punkt bin ich anderer Meinung. Gut dokumentiertes Fotomaterial beweist, dass speziell die Haunebu II-Version sogar sehr häufig seit 1945 gesichtet wurde. Wenn Sie sich, wie ich, ein Jahrzehnt durch die UFO-Fachwelt gekämpft haben, werden Sie ebenfalls feststellen, dass eine aussergewöhnlich hohe Prozentzahl der Fälle, bei denen es zu persönlichen Kontakten mit Insassen von sogenannte UFOs gekommen ist, es sich um besonders schöne Exemplare der Spezies »Arier« handelte, blond und blauäugig, und diese entweder fließend deutsch oder eine andere Sprache mit deutschem Akzent sprachen. (Für Insider seien hier der Adamski-Fall 1952, der Cedric Allingham-Fall 1954 und der Fall von Howard Menger 1956 erwähnt). Man erzählt auch, das Farbfotos eines bemannten gelandeten und wieder gestarteten Flugdiskus existieren, der sowohl ein Balkenkreuz wie auch ein Hakenkreuz aufgemalt bat, die in den siebziger Jahren von einem Nachtwächter in Westdeutschland aufgenommen wurden." Und genau darauf bezieht sich später dann wieder ´Jan van Helsing´, wodurch der Kreislauf geregelt wird. Van Helsing: "Verstehen Sie nun, warum das Thema der UFOs in den Massenmedien, besonders in Deutschland, als Humbug abgetan wird? Nach diesem deutschen Background ist klar, daß die von den Illuminati durch die zionistisch-anglo-amerikanische Lobby kontrollierte Medien- und Nachrichtenwelt keine Kosten scheut, den deutschen Bürger vom Nachforschen auf diesem Gebiet abzuhalten."

Hintergrund, der echte und der aus dem Diesseits: Im März 1989 veröffentlichte das rechts-orientierte Monatsjournal ´Code´ den Titelbeitrag "UFO: Geheimnis um deutsche Flugscheiben". Hierbei ging es natürlich um die V-7, zu der man für damals DM 175 sogar einen Videofilm (85 Minuten) mit "einzigartiger Faszination" bestellen konnte, um die "Fakten und Hintergründe zur V-7 offenzulegen". Ein Nazi-UFO-Video, welches den Mythos verfestigen sollte. Die Rechte liegen bei einer ominösen Wiener "Tempelhofgesellschaft", hergestellt wurde das Machwerk bei "Abraxas", einem Filmstudio bei Wien. Kontakte liefen über die "Akademie der Sterngeborenen" in Kössen. Die Kontaktadressen, bei denen der Interessierte die Nazi-UFO-Videos kaufen kann, wechseln oft recht schnell. Eine zeitlang war es die "MGA Austria/Royal Atlantis Films" im plötzlich deutschen Chemnitz, 1995/96 schien sodann neben dem "Damböck Versand", dem "Andromeda Versand" und der "Herold Verlagsauslieferung" (Oberhacking) der "Sternentor Verlag" im deutschen Gauting auf, der ab 1997 in Grassau zu finden war. Eine bereinigte (= entschärfte) Fassung/Version hiervon erschien dann um dem Index zu entgegen bei Polygramm neu und lag in allen Kaufhäusern zum Kauf bereit. Damit wird aber erstmals klar wer hinter der angeblichen Originalproduktion stand: Ettl und Höhler - alias "Tempelhofgesellschaft".

Komische Sichten bei den Enthüllungen. So berichten die Schreiber: "Gehen wir in diesem Sinne von einer Schilderung aus jüngerer Zeit aus, von der niemand außer den erzählenden Personen weiß, ob sie wahr oder erfunden ist. Für die Wahrheit spricht, dass das geschildertr Erlebnis nie publik gemacht und verwertet wurde." (???, was ist dies für eigen merkwürdiges Argument). Hiernach habe eine Familie nen Waldspaziergang unternommen, und hierbei tauchte eine Fliegende Untertasse auf, die der Sohn der Familie mit seinem Handy fotografierte. Doch eine Freundin der Familie, die sich schon mit dem UFO-Thema der speziellen Art wie hier vorgetragen beschäftigt hatte, bekam hiervon Wind: "Sie kannte aus dem Internet ähnliche UFO-Abbildungen und erklärte, dies sei der ´Adamski-Typ´, der aber wahrscheinlich ´Haunebu´ heiße und möglicherweise gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland gebaut worden sei." Über diese junge Dame bekamen ausgerechnet die beiden Autoren (genannt "interessierte Kreise") ebenso Wind von der Geschichte. Natürlich sei der Fall ein "echtes Zeugnis", einfach weil die Zeugen "nicht den geringsten Wunsch" besaßen, "irgendeinen Profit aus der Angelegenheit zu schlagen, auch nicht die Bereitschaft, das bewusste Foto für eine Veröffentlichung bereitzustellen. Dies spricht für Ehrlichkeit." Darüber muss man einmal mehr nüchtern Nachdenken. Da haben wir irgendjemand, der zum Freundeskreis eine UFOlogin zählt, und nicht nur irgendeine UFOlogin, sondern eine die sich den V-7-UFOs zugeneigt fühlte. Und die plötzlich auch die Zugang zu den Autoren fand, die man wirklich im Internet suchen muss, wenn man sie selbst nicht kennt. Dies ist also schon zielführend gewesen. Interessant ist auf jeden Fall, dass das Foto nicht veröffentlicht wurde - wohl einfach weil es zu schlecht ist und zu billig gemacht, wie ich jetzt vermute. Dies hat ja nichts mit ´Ehrlichkeit´ zu tun. Mit UFO-Fotos ist in aller Regel sowieso kein großes Geld zu machen. Bilder dagegen nicht herauszugeben hat mit der Angst und Furcht zu tun, dass man recht schnell dieses Material als Trickfotos enttarnt. Viel eher schaut die ganze Nummer schließlich so aus, wenn die Geschichte überhaupt echt ist, dass hier eine Nazi-Flugscheiben-nahe UFOlogin hereingelegt wurde. Egal, dies ist einfach nur ein Gerücht - und genau davon lebt dieses ganze Büchleinb. Konkret wird gar nichts.

Tachyonenkonverter, Ufos und Raum-Zeit-Module sowie Geheimgesellschaften: "Do-Stra", vorher niemals gehört, obwohl dies ein "auf so kurise Weise berühmt gewordener deutscher UFO-Typ" sein soll: Die Firma Dornier soll das "Dornier-Stratosphärenflugzeug" in kleiner Stückzahl hergestellt haben, die "Einsatzvariante" des Geräts Haunebu II, welches nur experimentell war. Aus hochwertigen Stahl und 26 Meter im Durchmesser. Dessen Schöpfer wirkten nicht im Auftrag des Reichsluftfahrtministeriums (RLM) oder einer anderen staatlichen Institution, sondern in einer kleinen Firma namens "Antriebstechnische Werkstätten", welche 1934 bereits in München gegründet wurden und ein Versuchsgelände in der Nähe von Oberschleißheim bei München besasen. Zeitweilig verdiente man dort das Geld durch die Verbesserung von Motoren, sowohl Elektro- wie auch Ottomotoren. Dies war die Basis des kleinen Unternehmens. Im Herbst 1937 ging es dann nach Brandenburg. Dort gab es Kontakte zur Flugzeugfirma Arado, die den Werkstätten für wenig Geld ein verhältnismäßig großes Areal verkaufte, weil Arado das Gelände nicht nutzte. Dort nun entstand das "Vril-Gelände", wo man bis Anfang Mai 1945 die Do-Stra baute. Und zwar auf Geheiß der Vril-Gesellschaft, die aus der "Altdeutschen Gesellschaft für Metaphysik" hervorging - ein Sammelpunkt für unkonventionelle Ideen und Auffassungen verschiedenster Art. Und so braucht es eigentlich gar nicht zu verwundern, wenn eine der phantastischsten Ideen, die jemals von Menschen gedacht wurden, in diesem Kreise auf fruchtbaren Boden viel: Dr. Schumanns Idee einer "Jenseitsmaschine"... Es sollte eine Maschine zur "Transmutation von Diesseitsmaterie in Jenseitsmaterie und wieder zurück" sein. Eine Maschine zur Überwindung von Raum und Zeit, von Leben und Sterben; eine Maschine, mit der man "die Welten der Götter" sollte besuchen können, um GEWISSHEIT ÜBER DIE EWIGE WAHRHEIT zu erlangen. Hatte Sebottendorff über die "Mani SoIa" nachgedacht und mit Hilfe des Heiligen Speers (Marduks/Odins) den Weg in das Jenseits gesucht, so gedachte der Techniker Schumann, die Dinge mit technischem Mitteln anzugehen.

Ähm, "näheres dazu kann heutzutage aber natürlich niemand sagen", auch wenn ellenlang genau dazu schwadronniert wird und man problemlos viele dutzend Buchseiten überblättern kann ohne dabei etwas zu verpassen was uns der Sache wirklich näher bringt. Erst viel später erfährt man (S.192), dass die Entwicklungsstelle IV der Technischen Truppe der SS (vorgestellt als ´Schwarze Sonne´ (1) statt nationalsozialistische Schutzstaffel, eine eigenständige paramilitärische Organisation innerhalb der NSDAP, der Nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei, die maßgeblich am Holocaust beteiligt war) mit Hauptsitz in Wiener Neustadt irgendwie mit der ganzen Geschichte zu tun haben soll, weil man dort an alternativen Energiequellen arbeitete um von Rohöl unabhängig zu werden. An sie sei 1936 von den Vril-Leuten das gesamte technische Material nebst kompletten Konstruktionsunterlagen für Haunebu veräußert worden, und zwar für die damals enorme Summe von 40.000 Reichsmark. Dort wiederum entwickelte man daraus die Do-Stra mit dem Vril/Schumann-Antrieb ob seiner Schwingungsaffinität als Kern der Sache, was aber nichts mit der "Freien Energie" zu tun habe. Nach anderen "Reichsflugscheiben"-Quellen nannte sich der Antrieb dann "Thule-Tachyonator" (wobei es das Problem gibt, dass die Tachyonen erst 1969 entdeckt und so benannt wurden - sie sind übrigens hypothetische Elementarteilchen, die schneller als die Lichtgeschwindigkeit sind (2)). Tachyonen-Konverter dagegen findet man auf zwielichten Esoterik-Seiten massenhaft als Instrument zur "Wunderheilung". Und die kriegt man in jedem Eso-Laden um die Ecke. Und zwar ganz erstklassige mit Bergkristallkonverter, mit einer Spule aus reinem Kupfer und Orgon-Komprimierer. Da hat wohl jemand Wilhelm Reich, der von der Lebensenergie Orgon spricht, ein wenig über die Schulter geschaut. Auf jeden Fall, so wird versprochen, ermöglicht der Tachyonenkonverter mentale Zeitreisen in jedes Jahrhundert deiner Wahl. Seit ca. 1990 werden übrigens von einigen Herstellern in den USA und der Schweiz Geräte, Kosmetika und andere Produkte für den Heilbereich "tachyonisiert". Eine messbare oder offensichtlich erkennbare Veränderung ist mit der Prozedur nicht verbunden. Die Anwendung der Tachyonen-Produkte soll Selbstheilungskräfte stimulieren. Neben Missempfindungen wie Stress, Erschöpfung und Entschlackung wird von den Anbietern auch bei chronischen Erkrankungen eine Tachyonentherapie empfohlen. Diese soll sich ordnend auf den Organismus auswirken.

(1) = Das Geheimnis der Schwarzen Sonne. Über den Mythos der „Schwarzen Sonne“ wird in der jüngsten Zeit mehr als früher gesprochen und geschrieben. Dabei scheint der sensationellste Aspekt in der Behauptung zu liegen, NS-Kreise hätten tief greifende geheime Erkenntnisse damit verbunden und namentlich der SS sei jene „Schwarze Sonne“ quasi heilig gewesen. Darin steckt vermutlich einiges an Phantasie. Auf alle Fälle kann dies nicht als ein zentraler Aspekt dieser Mythe gelten. Es mag zutreffen, dass es okkultistisch (esoterisch) orientierte Kreise zu jener Zeit in Deutschland und Österreich gab, die sich mit dem Mythos der „Schwarzen Sonne“ mehr oder weniger intensiv auseinandergesetzt haben. Darunter mögen auch NS-Anhänger und insbesondere SS-Angehörige gewesen sein. In jener Zwischenkriegszeit gab es gewissermaßen eine vielschichtige „Esoterikwelle“ (damals sprach man von Okkultismus), die in den verschiedensten sozialen Gruppen Anhänger fand. Als äußerst unwahrscheinlich muss gelten, dass der offizielle Nationalsozialismus sich die „Schwarze Sonne“ und den mit dieser verbundenen Mythos zueigen gemacht haben sollte. Dies würde, nach allen gesicherten Erkenntnissen über die NS-Ideologie, kaum in deren Denk-Systeme hineingepasst haben - jedenfalls nicht in jene, die sich offen-kundig und praktisch auswirkten. Es müsste also so etwas wie eine „Sekte“ innerhalb des Nationalsozialismus gewesen sein, wenn die Hinwendung zur „Schwarzen Sonne“ und deren Mythos tatsächlich stattgefunden haben sollte, es müssten sogar quasi Systemgegner in den eigenen Reihen bestanden haben.

Das Faktum, dass in der seinerzeit SS-Eignen Wewelsburg ein Fußbodenornament in Form der „Schwarzen Sonne“ vorhanden ist, sagt für sich allein noch nicht viel aus. Es könnte auch das Werk eines Architekten sein, der womöglich persönliche Intentionen verwirklichte, die von den meisten nur als dekoratives Element empfunden wurden. Aber jenes Ornament ist weder schwarz noch violett (wie es korrekt sein müsste) sondern grün, was dafür spricht, dass die seinerzeitigen Burgherren entweder nicht besonders gut über die Bedeutung der „Schwarzen Sonne“ im Bilde waren - oder aber bewusst einen Bezug zu jener Jenseitssphäre herstellen wollten, welche die Babylonier und Assyrer das „grüne Land“ nannten: Die Generalschwingungsebene des Jenseits an sich. Sie ist ein Sinnbild der reinen Strahlungskraft des göttlichen Lichts. Dieses Licht steht im Gegensatz zur widergöttlichen Finsternis. Es ist das Natürliche im Gegensatz zum Widernatürlichen. Über die Erde ergießt es sich in den lichten Zeitaltern. Die Grundlage dieses Lichts ist die kosmische Sexualität, die Verbindung der Ilu-Kräfte Weiblich und Männlich. Der nachverfolgbare Ursprung der „Schwarzen Sonne“ liegt in Babylonien, und zwar im alt-babylonischen Reich, welches König Sargon I. (Sar-Kyan von Agade) gründete. Vermutlich trifft es auch zu, dass Kaiser Friedrich II. aus dem Orient einen assyrischen Talisman mit der „Schwarzen Sonne“ darauf erhielt, womit dieses Symbol in das abendländische Europa gelangt sein dürfte. Die „Schwarze Sonne“ bedeutet lichte Kraft, Erkenntnis und Weisheit, Erneuerung und natürliche Hochkultur. Insofern kann sie als Sinnbild eines interkosmischen Kampfs zwischen dem Licht und der Finsternis gelten. Die Strahlen der magischen Sonne bringen das Morgenrot der Liebesgöttin in unsere Welt. Diese Magische Sonne ist aber auch die Quelle des geistigen Kampfs der lichten Kräfte des Neuen Zeitalters in der Auseinandersetzung mit den finsteren, gewalttätigen Mächten des vergehenden Fischezeitalters. So kann ihre Jahrtausende alter Mythos wohl am besten begriffen werden.

(2) = Van Helsing machte daraus die ganz große Geheim-Nummer und dies wirkte offenkundig ´ansteckend´. Tachyonen werden übrigens in großen Anlagen der Hochenergiephysik untersucht, den sogenannten Teilchenbeschleunigern. Sie kosten nicht nur sehr viel (etwa vier Milliarden Euro), sondern verbrauchen riesige Energiemengen für die Forschung (500 Gigaelektronenvolt und mehr). Solche Anlagen lassen sich überhaupt nicht geheim halten. Sie werden international sehr sorgfältig überwacht, weil sie auch zur Anreicherung von Uran benutzt werden können und somit auch kernwaffenfähiges Plutonium erzeugen können. Soviel zu Jan van Helsing´s Vorstellungen von den geheimen Forschungen mit diesen Teilchen. Wenn also jemand Kenntnisse über Tachyonen besitzen sollte, so kann dieses Wissen nur durch die Hochenergiephysik erforscht sein. Warum aber sollte jemand dieses Wissen geheim halten? Er würde sich selber um den Nobelpreis bringen.

Den ersten Testflug mit dem "Gerät RFZ" (Rundflugzeug) nahm Vril-Freund Lothar Weiz vor, der im Ersten Weltkrieg schon Testpilot der Doppeldecker gewesen war. Problematisch sei die wirksame Steuerung gewesen, aber Wilfried Schumann entwickelte daraufhin die "Magnetimpulssteuerung" und schon wurden die abenteuerlichsten Flugmanöver möglich, wie wir sie alle den UFOs zugeschrieben kennen. Aha. Als ganz sicher "echt eingestuft" werden könne aber ein geheimes "Dornier-Werksfoto" am Bodenseee was die Schreiber abbilden, aber keine abgesicherte Quelle dazu benennen. Ein auf das Foto aufgeklebter "Deklartionszettel" bezeugte die Echtheit. In Wirklichkeit ist dies wild aus dem Internet herausgefischt, natürlich ohne Quellenbeweis. Vorher sollen die Fliegenden Untertassen noch Experimentalflieger gewesen sein, erst bei Dornier erfuhren diese Objekte als "Do-Stra" Serienreife - bis hin zum Haunebu III mit einer Größe von 71 Metern im Durchmesser als wahres Schlachtschiff der Lüfte; "oder richtiger ausgedrückt: Für das Weltall und für den gesamten Luftraum, der Erde". (1) Naja, "zuverlässige Bestätigungen dafür ließen sich jedoch nicht finden". Schon wieder eine erhebliche Einschränkung zu dem was behauptet wird! Vieles in dem Buch ist selbst ein Widerruf für und auf sich selbst! So ist die Sache zwischen Dornier und den "Antriebstechnische Werkstätten" mir unverständlich, der Zusammenhang wird nirgend´s wirklich erläutert. Wie gesagt, das "wahrscheinlich", "aber vielleicht", "dürfte sich", "vermutlich", "Unterlagen äußerst rar" macht die ´Argumentation´ aus, aber trotzdem stehe dies alles "auf irgendeine Weise sicherlich fest", alles sei "aber wohl ausreichend" sodas man darüber "nicht nachzudenken" brauche. Es mag also genügen, dass dies alles "eventuell" ausreicht. Zudem bestehe die ganze Flugscheiben-Debatte aus "Dutzenden unbelegter Gerüchte", was wohl wahr ist! Verrückt für sich genug, da ja damit quasi alles wieder praktisch zurück genommen wird. Die UFO-Untertassen "sind nun einmal deutschen Ursprungs", Basta! Mir erscheint dagegen die ganze "Logik" überhaupt mehr als fragil. Eigentlich kann ich dem Wirrwarr gar nicht folgen. Meine ´Schwingungsebene`reicht dazu eindeutig nicht aus. ;-)

(1) = Bis vor wenigen Jahren gab es angeblich Zweifel an diesen Objekten betreffs ihrer Maße. Einfach weil es fehlende "ernstzunehmende Bildzeugnisse" gab und noch mehr aus logischen Erwägungen im Lichte der notorischen Rohstoffknappheit dies unmöglich erschien. Eine solche Maschine hätte etwa so viel an Material verschlungen wie die Produktion der Panzer einer ganzen Division. Hinzu kam Himmler´s Wunsch nach einer eigenen SS-Luftwaffe, was durch Göring abgewürgt wurde. Wer soll also die Rohstoffzuteilung ermöglicht haben? Sicher ist, dass die Waffen-SS durch Himmler fraglos mit dem Besten vom Besten versorgt wurde. Aber ein solches Monster-Gerät? Hinzu kommt die Frage in Angesicht der feindlichen Luftüberlegenheit, ein derartiges monströses Gerät zu bauen - über 70 Meter im Durchmesser und so hoch wie ein mehrstöckiges Haus. Für die Autoren ist trotzdem klar: "Unmöglich war zu jener Zeit offenbar gar nichts." Also gab es das Teil auch, auch wenn sich "über die Echtheit sich wenig aussagen läßt". Warum dann überhaupt erwähnen? Trotzdem: "Will man einer Reihe von nicht gesicherten Unterlagen glauben so wäre es tatsächlich gelungen." Die "Unterlagen" sind Quellenbehauptungen wie z.B. jemand aus Japan. Aber dies alleine sei schon "bemerkenswert genug". Naja, Geschichtenerzähler, Phantasten und Spinner gibt es ja überall in der Welt. Und sie alle sind "Quellen"..., hier wird Wortspielerei betrieben - wieder und immer wieder. However für Ettl/Höhler kann die "skizzierte Situation" "zumindest nicht gänzlich von der Hand gewiesen werden". Aber jede Spinnerei kann von ihnen ja nie von selbriger Hand gewiesen werden. Und dies ist bemerkenswert genug.

"Auf alle Fälle müssen die heutzutage noch sporatisch auftauchenden UFOs irgendwo herkommen! Da es sich bei diesen sicher nicht um Außerirdische handelt, ist die Basis des Ganzen im Irdischen zu suchen, daran kann gar kein Zweifel bestehen... Die ersten Erscheinungen solcher Art, von denen nachweislich die Rede sein kann, gehen zweifelsfrei auf den Zweiten Weltkrieg und die damalige deutsche ´Wunderwaffen´-Produktion zurück... Die intensive Phase währte rund zehn Jahre, etwa von 1947 bis 1957. Von da an dürfte der natürliche Materialverschleiß die UFO-Aktivität mehr und mehr eingebremst haben", erfahren wir verblüfft. Es fehlte einfach an Ersatzteilen und auch an Erz für hochwertigen Stahl. "Deshalb war ers beispielsweise nicht möglich, haltbare Turbolader für Flugzeugmotoren in größerer Stückzahl zu bauen. Woher hätten die hochwertigen Rohstoffe für UFOs in den Jahren 1943 bis 1945 kommen sollen? Es mangelte daran in allen Bereichen!" Eben, damit bleibt allein schon deswegen keine Luft für übermächtige Flugscheiben-Konstruktionen wie diese ominöse Do-Stra mit mindestens 26 Meter Durchmesser...an anderer Stelle war es gar ein Monster von ca 45 Metern Durchmesser - der Vril 7. (1) Nebenbei schreibt das Duo auch, das 1941 Hitler den Befehl ausgab, keine Zeit in die Entwicklung neuer Waffen zu investieren, "die nicht binnen eines Jahres fertig sein konnten". Sie werfen so Hitler "mit diesem desaströsen Befehl" vor, "den auch Leute wie Göring und Keitel mit trugen", damit das Aus für neue U-Boote und ebenso das Aus "für die laufenden Arbeiten an neuen Jagdflugzeugen" bewerkstelligt zu haben und "damit den kriegsentscheidenen Verlust der Luftherrschaft" eingeläutet zu haben. Verrat am Vaterland! Und noch mehr auf S.98: "Düsenjäger wurden um Jahre verschlafen... Dieser Seitenblick auf die Luftrüstung zeigt, dass es in der NS-Führung gänzlich an Weitsicht fehlte. Das ´Konzept UFO´ wäre von offizieller Seite schwerlich verwirklich worden." Sie merken dabei gar nicht, sich selbst das Wasser für ihre Reichsflugsscheiben abzugraben. Und die BILD-Headline vom 6.Dezember 2004 ("Hitler ließ heimlich UFOs bauen") hat sich damit sowieso erledigt.

(1) = Auf S.222 erfahren wir so: "Bezüglich der Herstellungsweise wie auch der Produktionsorte gibt es viele Spekulationen und wenig Informationen. Die Produktionsstätte lag sicher in Brandenburg. Oberirdisch gab es dort nur eine anscheind baufällige Scheune, die gegnerischen Flugzeugen nicht wie ein lohnendes Ziel vorkommen konnte. Alls Wichtige trug sich unterirdisch zu. Dabei darf man sich jedoch keine Fabriksanlage ausmalen, nur das Triebwerk wurde ja vollständig an Ort und Stelle gebaut. Alles übrige wurde in Einzelteilen zugeliefert, in der Anlage des ´Vril-Geländes´ fand lediglich die Endmontage statt. Zulieferungen erfolgten zum Teil höchstwahrscheinlich aus Dresden, zu einem anderen Teil möglicherweise aus Krefeld via Binnenschifffahrt. Als sicher darf ferner gelten, dass die Fertigungsweise der Zelle verhältnismäßig einfach und kostengünstig war. Das Vril-7 bestand äußerlich aus Stahlblech. Über nennenswerte Panzerung verfügte es nicht." Hm, auch dies hat seine mächtig-prächtigen Lücken. Zum einen müsste da ja ob der gewaltigen Untertassen-Ausmaße eine mächtige unterirdische Anlage vorhanden gewesen sein und zum anderen sollten ja Produktionsorte für die Untertassen-Hülle (welche ja auch wahrhaft mächtig gewesen sein soll) in Dresden und Krefeld vorhanden gewesen sein die Zugang zu entsprechendes Ausgangsmaterial besessen haben mussten. Und dies in schwierigen Zeiten - mal ganz abgesehen davon, dass die entsprechenden Firmen auch gar nicht genannt werden. Hinzu kommt aufgrund des Hüllen-Volumens die Notwendigkeit von entsprechend monströsen Lieferfahrzeugen. Soetwas ist ja absolut über-auffällig auf Land- wie Seeweg. Und dies alles soll an den Nazi-Geheimdiensten unbemerkt vorüber gegangen sein? Die ganze Operation muss schlichtweg eine große Infrastruktur der absolut auffälligen Art mitgebracht haben. Wodurch die ganze Geschichte schon wegen der mangelnden "Regierungs-Unterstützung", wie gesehen, schon unmöglich wird. Es wäre ja so, als wenn typische James Bond-Abenteuergeschichten mitten in unserern Städten Alltag wären - und wir bekämen davon nie und nichts was mit. Und wie die abgeschmackte Billig-Version eines Indiana Jones-Abenteuer kommt mir die ganze Geschichte sowieso daher.

Von Seifenblasen und so, wirklich. Übrigens erklären die beiden Schreiberlinge uns auch was es mit den Foo Fighters auf sich hatte. Sie hießen in Wirklichkeit "Seifenblasen" und "Fliegende Schildkröte" und sie waren keine Geheimwaffen im eigentlichen Sinne, sondern "von denkbar einfacher Art: Es handelte sich um Ballone verschiedener Größen, in denen sich Spiralen aus dünnem Draht befanden. Die Entwicklung dieser ´Seifenblasen´ ging wahrscheinlich auf die Firma DSF zurück. Ihr Zweck - die Radargeräte der feindlichen Pfadfindermaschinen zu stören." Stiegen mehrerer dieser harmlosen Ballone auf, wurden sie um so stärker "als wundersame, unerklärliche Dinge betrachtet". Einige dieser Objekte stiegen bis in die Ionosphäre auf und trieben noch jahrelang durch die Lüfte, einige von ihnen um den halben Erdball, "um noch mehrfach als unheimliche unbekannte Flugobjekte für Aufsehen zu sorgen." Hört sich mal wieder nett an, ist aber so auch wieder an allen Punkten falsch. Es reicht schon Lametta aus um Radar erheblich zu stören, einfach nur Lametta an Ballons gehängt und keine Drahtspiralen im Ballonkörper drinnen - was völlig unpraktisch und unnötig kompliziert wäre. Ich bin mir auch sicher, das einige Foo Fighters wirklich nur Miniaturheißluftballone waren, andere wieder astronomische Objekte. Aber Stratosphärenballons die um die Erde kreisten (dazu noch jahrelang!) und aus deutscher "Foo Fighter"-Produktion stammten sind Unfug, auch wenn der Punkt späterhin mit dem Projekt Mogul (Roswell) sowie einem seperaten US-Marine-Projekt für die USA wieder interessant wird, wenn auch in gänzlich anderem Zusammenhang. Und dann schreiben Ettl/Höhler frech noch: "Über die Foo Fighter und die konventionellen deutschen UFOs gibt es ausreichend sachliche Literatur..."

Forstezung: UFO-History Teil 55/2

 


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