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Montag, 14. November 2016 - 17:00 Uhr

UFO-Forschung - Einblicke in die Ufo-Akten des spanischen Verteidigungsministerium

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Wieder ist es so weit, neuer Enblick in Militärische UFO-Akten, jetzt aus Spanien. Und wieder werden die Hardcore-Ufologen enttäuscht mit ihrer Erwartungshaltung, die großen UFO-Geheimnisse zu erfahren. Nur gibt es sie halt nicht, zumindest nicht so wie es seit über 60 Jahren der UFO-Fan-Gemeinde erzählt wird. Es wäre an der Zeit bevor es 2017 nun 70 Jahre werden, die Märchenwelt der Ufologie abzuspecken und nicht nur "Sammelwut" an den Tag zu legen, sondern die "X-Akten-Fälle aufzuarbeiten, ohne Angst danach mit leeren Händen da zu stehen.

CENAP-Michelstadt

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Nachfolgend ein Blick auf die spanischen Fälle:

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Einblicke in die "Ufo-Akten"

In den 1970er Jahren gab es einen wahren Ufo-Boom auf Mallorca und seinen Schwesterinseln. Vor allem in den Bergen um Sóller ver

In den 1970er Jahren gab es einen wahren Ufo-Boom auf Mallorca und seinen Schwesterinseln. Vor allem in den Bergen um Sóller versammelten sich die Menschen und warteten auf Ufos.

Foto: ULTIMA HORA
Am 11. November 1979 will der Mallorquiner José Climent ein Ufo in Sóller abgelichtet haben

Am 11. November 1979 will der Mallorquiner José Climent ein Ufo in Sóller abgelichtet haben

(Nur sieht diese Aufnahme nach einer Linsenreflexion von dem aufgenommenen Sonnenuntergang aus, CENAP-Michelstadt)

Sie sorgen bis heute für Gänsehaut und wilde Verschwörungstheorien: Ufos, also unbekannte Flugobjekte. Auch auf Mallorca haben "Ovnis", so die spanische Bezeichnung, schon häufig für Schlagzeilen gesorgt. Besonders Ende der 1960er bis Anfang der 1990er Jahre. Jetzt, Jahrzehnte nach dem Ufo-Boom, hat das spanische Verteidigungsministerium 80 Gutachten von Fällen aus jener Zeit digitalisiert und für jedermann zugänglich ins Internet gestellt. Die sogenannten "Ufo-Akten" liefern für manche ungewöhnliche Erscheinung eine simple Erklärung - einige Fälle aber sind bis heute ungeklärt.

Dies sind die spektakulärsten Fälle vermeintlicher Ufo-Sichtungen auf den Balearen, die in den nun veröffentlichten Unterlagen geschildert werden.

25. Februar 1969 : Die Belegschaft des Flugs IB435 von Palma nach Madrid meldet um 21.19 Uhr dem Kontrollzentrum Barcelona, dass sich ein Objekt direkt vor dem Flugzeug auf der gleichen Route befindet und in etwa alle 15 Sekunden rotes und weißes Lichtblinken aussendet. Rund 20 Minuten lang können die Piloten das Objekt beobachten, dass sich immer weiter gen Erde bewegt. Doch auf den Radaren ist nichts zu entdecken.

Zahlreiche Untersuchungen wurden angestellt, sämtliche Wissenschaftler studierten das Phänomen. Letztlich sind sich alle einig: Die Belegschaft hat Lichter des Planeten Venus gesehen, die sich in der Atmosphäre gebrochen haben.

6. Februar 1979 : Aufruhr auf dem Schiff "Tamames", das sich in balearischen Gewässern befindet: Man will Lichter mit gelbroten Reflexen gesichtet haben. Der Hilferuf eines anderen Schiffes? Sofort nimmt die Besatzung der "Tamames" Kurs auf, obwohl auf dem Radar nichts zu sehen ist. Plötzlich verschwinden die Lichter und stattdessen tauchen auf dem Radarbildschirm Signale auf, die denen einer Boje ähneln. Drei Stunden später hören auch die auf. Einige Zeit ist es ruhig, doch am nächsten Tag zeigt der Radar erneut merkwürdige Objekte an, zwei größere und mehrere kleinere. Ufos? Bis heute konnten Ermittler keine wissenschaftliche Erklärung vorlegen. Fest steht nur: Die Geräte und Messinstrumente waren vollkommen intakt.

14. Februar 1979 : Der Flug AF 530 war gerade in Palma gestartet und hatte Kurs in Richtung Andratx genommen, als die Besatzung dem Kontrollturm am Flughafen Son Sant Joan eine merkwürdige Entdeckung mitteilte: Eine "weiße Kugel mit grünen, sehr hellen Lichtreflexen" sei soeben über dem Tramuntana-Gebirge zu sehen gewesen. Der Besuch von Außerirdischen? Die "Ufo-Akten" schließen das aus. Es habe sich um einen nah an der Erde vorbeifliegenden Meteoriten gehandelt.

11. November 1979 : Die Nacht, in der ein Ufo in Sóller gesichtet worden sein soll, ist der wohl populärste Fall um "Ovnis" auf Mallorca. José Climent, Mechaniker aus Sóller, machte mit seinem Foto von dem vermeintlichen Ufo Schlagzeilen. Er habe am Nachthimmel ein "großes Schiff" erkannt, aus dem mehrere kleine Schiffe kamen. Allein: Auf dem unscharfen Foto (siehe links) ist das nicht gerade zweifelsfrei zu erkennen, im Dorf halten viele Climents Geschichte für eine Spinnerei. Und auch in den "Ufo-Akten" des Verteidigungsministeriums taucht Sóller explizit nicht auf - wohl aber ungewöhnliche Sichtungen in derselben Nacht in Valencia, Madrid und Andalusien: der "Fall Manises". Die Besatzung eines Fluges von Palma nach Teneriffa, so heißt es in den Akten, will zwei rote Lichter entdeckt haben, die beim Fliegen über den Süden von Ibiza direkt auf das Flugzeug zusteuerten und ungewöhnlich schnell hin- und hersprangen. Die Kontrolltower verneinten: Auf den Radaren sei kein anderes Gefährt im unmittelbaren Luftraum des Flugzeugs zu sehen. Schließlich entschied sich die Besatzung zur Notlandung auf Valencias Flughafen Manises. Auch von dort seien blinkende Lichter am Himmel zu sehen gewesen, ebenso in Madrid und Andalusien, heißt es in den Papieren. Die Suche mit einem Kampfjet verläuft ergebnislos, nach einigen Stunden verschwinden die Lichtpunkte. Bis heute ist nicht klar, woher sie stammten.

31. Juli 1992 : Für dieses Datum dokumentieren die "Ufo-Akten" die Veröffentlichung des Artikels "Mysterien des Dreiecks der Stille. Was passiert in der Zone der Balearen?" in der Zeitschrift "Año Cero". Hier wird berichtet, dass der Chef der Militärbasis auf Mallorcas höchstem Berg Puig Major, Pedro Crespí, behauptet, er habe die Existenz eines kosmischen Dreiecks entdeckt, in dem man durch Radare Objekte sehen kann, die sich mit 540.000 Stundenkilometern fortbewegen. Kann das sein? Nein, lautet das Ergebnis in den "Ufo-Akten", denen auch eine Stellungnahme des Militärs beigelegt ist, in der die Verantwortlichen erklären, dass Crespí nie Chef der Militärbasis, sondern allein Chef der Presseabteilung war. Seine Aussagen, die im Artikel wiedergegeben wurden, seien allesamt nicht glaubwürdig, zumal es keinerlei Hinweise für seine These gebe.

Quelle: Mallorca Magazin


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