Blogarchiv

UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-46

10.10.2005

Neuer "UFO-Video"-Beweisfall in Mexiko... - Update

Sicherheitskamera von Behörde filmte UFO

Sicherheitskamera von Behörde filmte UFO

war die Schlagzeile bei den Paranews am 10.10.05 und hier der Bericht dazu:

>Ramos Arizpe, Coahuila / Mexiko - Wie unser spanisches Partnermagazin Inexplicata berichtet, wurde vor einer Woche im östlichen Teil der Stadt Coahuila ein UFO durch das öffentliche Sicherheitssystem O60 aufgezeichnet, welches von einer Behörde überwacht wird. Das 27 Minuten lange Video wurde gestern den lokalen Medien zur Verfügung gestellt und durch den Leiter der Behörde, Homero Duran Flores, veröffentlicht. "Gegen 3:00 Uhr morgens riefen vergangenen Montag zahlreiche Bürger bei uns an, die einige Lichter über dem östlichen Teil der Stadt gesehen hatten", so Flores. "Als wir die Kameras in diese Richtung schwenkten, konnten wir klar und deutlich das Objekt sehen und aufzeichnen."

"Wir waren über die Größe des Objektes und die Klarheit, mit welcher wir es sahen, erschrocken, da die Kameras in einer ungefähren Entfernung von 1 Kilometer zu diesem Objekt waren." so Flores weiter. Das Objekt wurde zwischen 3:07 Uhr und 3:34 Uhr lokaler Zeit aufgenommen. Nach Angaben einiger Experten ist dieses Video "mehr als nur interessantes Material." Durch die Klarheit und Länge der Aufzeichung wird dieses Band "ohne Zweifel zu einem wichtigen und interessanten Dokument." Nach Angaben des Zeugen Mayra Gallegos Muñiz, ein Techniker des O60 Systems, war das Objekt vier oder fünfmal so groß wie ein Stern am Himmel. Muñiz konnte das Objekt durch sein Fenster im Büro in der Entfernung sehen. TV Azteca berichtete über das Ereignis in einer Sondersendung und Journalist Jorge Zarza beschrieb das Objekt als beachtlich. "Ich persönlich bin der Ansicht, dass dieses Material eines der besten Stücke über das UFO-Phänomen in Mexiko ist", so Professor Ana Luisa Cid, bekannte UFO-Forscherin in Mexiko.< Nach: http://www.paranews.net/beitrag.php...

Halten wir also fest: Am 3.Oktober 05 nahm das Verkehrsüberwachungssystem RINFÖRMIG eine diffuse Erscheinung im Osten kurz nach 3 h morgens bis gegen 3:30 h auf. Die menschlichen Beobachter berichteten dagegen von einem hellen Objekt am dunklen Himmel "vier oder fünfmal so groß wie ein Stern". Dies sorgte natürlich zu einer Rekonstruktion der regionalen astronomischen Situation via dem Computerprogramm STARRY NIGHTS durch mich. Und siehe da, gegen 3 h ging am Osthimmel das Astro-Objekt Nr.1, der helle Stern Sirius, auf, der natürlich ein paar Mal größer als alle anderen Sterne am Himmel erscheint und den Himmel augenstechend dominiert - was aber keineswegs, selbst journalistisch, als "beachtlich" zu bezeichnen ist. Offenkundig wurde das optische Kamerasystem mit der Aufzeichnung überfordert, was zu diesem ganz speziellen Defokussierungs-Effekt der auf Nahbereich eingestellten Sicherheitskamera führte (während das Objekt "in der Entfernung" - also Ferne - zu sehen war). Nicht weniger, aber keinesfalls mehr und es ist keineswegs gerechtfertigt hier von einem "wichtigen, interessanten UFO-Dokument" zu sprechen. Im Gegenteil zeigt dies nur auf, was von den Meinungen - in Wirklichkeit nur der Beweis für keinerlei Fachkenntnis - der so genannten Experten zu halten ist. Ganz einfach - gar nichts.

Mike Hammer-Kruse ging dann der Ausgangsgeschichte noch weiter nach. Und stellte für uns fest:

"Der schon genannte Scott Corrales (diesmal mit s am Schluß) gibt außerdem das englischsprachige www.analuisacid.com.mx heraus und führt da einen Haufen unscharfer Bilder aus dem September als ´cases from Mexico´ vor. Ana Luisa Cid, die ja offenbar eine Koryphäe sein soll, hat sogar eine eigene Radiosendung: Jeden Montag von 20 bis 22 Uhr: ´La Llave del Arcano´ (Der Schlüssel zum Geheimen). Bei http://www.analuisacid.com.mx/ gibt es eine Button "noticias", da sind die breaking news versteckt.

Der derzeit oberste Eintrag "OVNI nocturno filmado en Coahuila por las cámaras de Segúridad Publica" ist es, der uns interessiert und auf einen Zeitungsbericht aus der lokalen ´Vanguardia´ vom 5.Oktober 05 zurückgeht. Zudem gibt es ganz normale Bilder jenseits der Videoaufnahme. Da steht im Wesentlichen dasselbe drin wie bei Paranews, lediglich zwei Aussagen fehlten da: In den von den Medien gezeigten Bildern zeigt sich deutlich ein rundes Objekt, mit einem grauen Ring und einem schwarzen Kreis in der Mitte, das sich dreht und in verschiedenen Augenblicken festgehalten wird, wie es sich annähert und entfernt. Das fremde Flugobjekt überraschte die Zeugen dadurch, daß es seine Gestalt veränderte, wie man in der folgenden Sequenz sehen kann, wodurch auszuschließen ist, dass es sich um irgendeine gewöhnliche Erscheinung handelt. Siehe auch http://analuisacid1.netfirms.com/ra... . Verwackelte Langzeitbelichtungen einer sternartigen Erscheinung, dieses Mal so wie man es eigentlich vom normalen Fotoapparat her erwarten kann. Übrigens wurde das fragliche Lichtobjekt auf einen Kilometer Höhe eingeschätzt, was im weiteren gut mit dem gerade an Ort am Horizont aufgehenden Sirius im Sinne von niedrig am Horizont korrespondiert.

Und schon wurde in der UFO-Gemeinde der Fall "heiß", als er bei Rense.com zur Vorstellung als "Amazing UFO Taped By Security Cam In Mexico" durch den UFO-Mystifizierer und -Sensationalisten Santiago Yturria gelangte: http://www.rense.com/general67/amaz... . Hiernach waren ein paar Leute an diesem Montagmorgen "auf ein verdächtig helles Licht" niedrig am Himmel aufmerksam geworden, welches "erratische Bewegungen" bis hin zum Zick-Zack dort ausführte, so wird es hier jedenfalls berichtet. Dann habe es noch Formveränderungen durchgeführt. Dies alles geschah in absolute Stille. Daraufhin wurde die Polizei gerufen und der Fall kam wie bekannt in Gang. Die seltsame Metamorphose des Objektes wurde 20 Minuten lang auf dem Polizei-Video aufgezeichnet. Ich gehe streng davon aus, dass dieses vermeintlich seltsame Verhalten des Objektes nur durch a) die Kamerabewegung und b) optische Verzerrungseffekte durch den Autofokus entstanden sind. Auch bei rein visuellen Beobachtungen von hellen astronomischen Objekten in Horizontnähe kommen aufgrund der autokinetischen Effekte durch das Auge selbst Bewegungs-Irritationen bei längerer Schau auf ein helles Licht am dunklen Himmel zustande. Zudem sorgen bodennahe Luftunruhen für flimmernde Erscheinungen und Bewegungs-Illusionen, wodurch auch ein an- und abschwellen der Lichtintensität vernommen wird. (1) Eine klare Nacht ohne Wolken, wie im aktuellen Fall, begünstigt dies alles. Natürlich, ein heller Stern wie Sirius wird auch nicht auf dem Radar des örtlichen Flugplatzes erscheinen, wie es auch tatsächlich nicht geschah. Nach Yturria war es wieder einmal "eine der besten UFO-Aufnahmen die ich sah und die mich beeindruckten", aber das sagt er ja immer.

(1) = Dies nennt sich dann Szintillation, das Flimmern der Sterne, das auf die atmosphärische Unruhe zurückzuführen ist. Die Szintillation führt zu kurzzeitigen, unregelmäßigen Helligkeits- und Richtungsschwankungen sowie Farbveränderungen des Sternlichtes. Sie ist wesentliche Ursache dafür, dass die volle optische Leistungsfähigkeit eines astronomischen optischen Fernrohrs nicht ausgenutzt werden kann. Es gibt verschiedene Skalen, um das "seeing" etwas objektiviert zu beschreiben. Eine recht bekannte ist der sog. "Pickering Seeing Scale" (siehe http://uk.geocities.com/dpeach_78/p... ) vorgeschlagen von William H. Pickering (1858-1938) bei Verwendung eines 5" Refraktors. Maßzahl R: 1) Sehr gut - auch bei starker Vergrößerung ist das Bild eines Planeten ruhig und scharf. 2) Gut - Bildeindruck wie bei 1, jedoch kurzzeitige Unschärfen. 3) Befriedigend - es kann ein brauchbarer Gesamteindruck gewonnen werden. 4) Mäßig - Luftunruhe stört merklich, Einzelheiten nur blickweise erkennbar. 5) Unbrauchbar - auch bei geringer Vergrößerung kein scharfes Bild zu erkennen.

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13.10.2005

Zum Thema "UFOs und die Medien":

Jetzt gehts los - Kabel Eins und Good Times für Aliens

Am 12.Oktober 05 berichtete Presseporta.de ( http://www.presseportal.de/story_rs... ) hiervon:

>Wir haben Kontakt: Kabel Eins-Kampagne für die "Alien-Woche“

"Wir haben Kontakt.“ So lautet die Botschaft von Kabel Eins, wenn ab dem 7. November 2005 eine Woche lang UFO-Specials und Hollywood-Highlights von "Alien“ bis "Akte X“ gezeigt werden. Das Highlight der "Alien-Woche“: Die Top-Doku "Extraterrestrial - Auf der Spur der Aliens“ am Montagabend, 7. November 2005 um 20:15 Uhr, in deutscher Erstausstrahlung.

Ab dem 13. Oktober 2005 ist die außerirdisch sehenswerte Anzeige in zahlreichen Zeitschriften (u.a. Playboy, Stern, Focus, Der Spiegel, Bunte, Computerbild, Auto Bild, Sport Bild, Woman, Brigitte) sowie ab dem 21. Oktober 2005 in Programmzeitungen (u.a. TV Spielfilm, TV Movie, TV Today, TV 14, TV Digital, Hörzu, TV Hören & Sehen) geschaltet. Außerdem wird das Motiv bundesweit in verschiedenen Citylightvarianten zu sehen sein. Am 22. Oktober 2005 startet zudem die On-Air-Kampagne (bei Kabel Eins, ProSieben, Sat.1 und N24) mit Ankündigungstrailern für die "Alien-Woche“ sowie Einzeltrailern mit Event-Branding für alle Programme der "Alien-Woche“. Abgerundet wird der Werbeauftritt ab Anfang November durch bundesweit geschaltete Funkspots.

Die "Alien-Woche“-Anzeigenkampagne (kabel eins: Thomas Auer, Daniela della Schiava, Bernd Wolf) wurde von der ProSiebenSat.1 Produktion, München, entwickelt und produziert (Kreation: Richard Schweiger und Colin Conrad, Projektleitung: Kirsten Schumacher).<

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13.10.2005

Zum Problemfeld "UFOs auf Radar":

Mysteriöse Radar-Blips sorgen nachhaltig für Probleme

Am 11.10.05 meldete KTVU.com, dass das Radarsystem des Bostoner Logan International Flughafens seit geraumer Zeit mit mysteriösen Radar-Blips zu ringen hat, die schließlich auch zu langen Verzögerungen bei Starts und Landungen führen. Die Probleme begannen am vorausgehenden Sonntag nachdem das Federal Aviation Administration Radar-Überwachungssystem in Merrimack, N.H., anfing falsche Radarziele auf den Schirmen auftreten zu lassen, wie WCVB-TV in Boston am Montag berichtete nachdem bis zu 5 Stünden lange Flugverzögerungen eingetreten waren. Laufend gab es Kollisionswarnungen mit Flug-Objekten die gar nicht da waren. Man versuchte über ein Rechner-Backupsystem die Probleme zu beseitigen, was aber nicht gelang. Genervt schaltete man beim Logan International dann auf ein Backup-Radarsystem in Nashua, N.H. um, doch daraufhin sponnen die Rechner weiterhin und wiesen ankommende Flugzeuge fünf Meilen weiter weg aus, als sie tatsächlich waren. Abfliegende Maschinen dafür drei Meilen näher als wirklich angezeigt. FAA-Sprecherin Arlene Murray: "Ein Schwarm von Gänsen kann die Kernursache gewesen sein, wir dachten solche Probleme überwunden zu haben." (1) (Nach http://www.ktvu.com/travelgetaways/... )

(1) = Zwei Fälle aus der Historie: 1. - "Feindliche" Wildgänse über Seoul" meldete UP und am 20.März 1951 berichtete darüber die ´Rhein-Neckar-Zeitung´: In der Nacht zum Dienstag dröhten in Seoul die Sirenen. Alles begab sich in Keller und Unterstände. Nachtjäger stiegen auf und die Radarleitgeräte wurden gegen den Himmel gerichtet. Auf den Schirmen der Beobachtungsgeräte waren die verdächtigen Schatten anfliegender feindlicher Maschinen entdeckt worden. Gespannt folgten die Piloten der Nachtjäger den Anweisungen der am Boden stationierten Radarstationen - bis sie in "Sichtweite" ihrer Suchscheinwerfer erschienen - friedlich flog eine große Formation von Wildgänsen an den verblüfften Piloten vorbei. 2.- Am 16.Dezember 1950 wurde der amerikanische Secretary of State, Dean Acheson, in den frühen Morgenstunden aus dem Bett geklingelt, da das Luftverteidigungs-Radar in Alaska eine Formation von Zielen registriert hatte, die in südöstliche Richtung zogen. Diese Ziele provozierten einen nationalen Sicherheitsalarm. Unterstaats-Sekretär Robert Lovett wurde angewiesen, das Weiße Haus anzurufen, um ihm die Möglichkeit einer Attacke mitzuteilen. Kampfflugzeuge wurden derweilen aufgeschickt und flogen den Zielen über kanadischem Territorium entgegen. Nachdem Lovett mit dem Präsidenten gesprochen hatte, rief er Acheson´s Büro zurück und erklärte: "Wenn wir dieses Gespräch beendet haben, werden Sie micht nicht mehr erreichen können. Alle hereinkommenden Anrufe werden nicht mehr beantwortet. Ein nationaler Notstand steht uns knapp bevor. Wir wissen, dass da russische Flugzeuge nach Südosten fliegen. Der Präsident informiert inzwischen den britischen Botschafter über die Lage." Doch die Aufregung war verfrüht und vor allen Dingen umsonst: Wie sich bei Eintreffen der Abwehr-Maschinen herausstellte, handelte es sich bei den "angreifenden Radarzielen" um eine Formation von Gänsen, die durch ungewöhnliche atmosphärische Störungen auf den Radarschirmen so mächtig und schnell wie der Flug von russischen Bombern ausgewiesen wurden. Jener Zwischenfall wurde von James McGovern 1972 in seinem Buch »To the Yalu« auf den Seiten 146-148 beschrieben und ebenso aus FBI-Akten durch Loren Gross in seiner Dokumentation »UFOs: A History - August 1952« erwähnt.

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14.10.2005

Das Ende des UFO-Booms

UFO-Forscher aus Europa diskutieren derzeit in der Champagne ihre Arbeiten - mit unterschiedlichem Elan. Während Osteuropäer begeistert über Kornkreise rätseln, hat die deutsche UFO-Bewegung an Schwung verloren.

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Kein UFO, sondern ein Raketenstart

Das Treffen im französischen Chalons ist angeblich der erste europäische Kongress für Hobby-UFO-Forscher und Wissenschaftler überhaupt. Sein Programm lässt kaum einen Ufologen-Wunsch offen: Ein Spanier referiert über "Die Politik des Verteidigungsministeriums in Spanien in Bezug auf UFOs" und ein Pilot aus Frankreich erzählt von besonderen "Erfahrungen und Gegebenheiten". Auch der "Mythos Naziflugscheiben" um die angeblichen Wunderwaffen der deutschen Nationalsozialisten kommt nicht zu kurz. "Höhepunkt wird der Vortrag von Budd Hopkins", sagt Jürgen Bayer vom grenzwissenschaftlichen Online-Magazin "Paranews", dem deutschen Partner des Kongresses. Thema des amerikanischen Bestsellerautors und UFO-Veterans Hopkins: "Probleme der Alien-Entführung."

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Ufologe Werner Walter in seiner UFO-Meldestelle in Mannheim.

Aber nicht bei jedem UFO müssen gleich Außerirdische die Hand im Spiel haben. "UFO steht für 'Unbekanntes Fliegendes Objekt', nicht für fliegende Untertasse. Alle uns unbekannten, fliegenden Phänomene am Himmel sind UFOs", sagt UFO-Forscher Werner Walter, Gründer des "Centralen Erforschungsnetzes außergewöhnlicher Himmelsphänomene" (CENAP) in Mannheim. 

Vom Gläubigen zum Skeptiker

CENAP wird auf der zum Ufologen-Kongress gehörenden Messe ebenfalls vertreten sein. CENAP-Gründer Werner Walter hat allerdings "überhaupt keine Lust" auf das Treffen in Frankreich. Das sei "was für UFO-Interessierte, aber nichts für richtige UFO-Forscher".

Nachdem Werner Walter dreißig Jahre lang den Ursachen für UFOs nachgegangen ist und "immer viel zu schnell" rationale Erklärungen gefunden hat, ist er Skeptiker geworden. Im Ufologen-Jargon ist das die Bezeichnung für jene UFO-Forscher, die - statt Aliens - Wetterleuchten, Meteoriten oder Leuchtraketen als Ursache für UFOS vermuten und das meist auch bestätigen können. In der deutschen Ufologen-Szene der Gläubigen gelten Walter und die CENAP-Mitarbeiter als Spielverderber.

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Das in Australien gesichtete 'UFO' oben rechts ist ein vorbeifliegender Vogel.

Denn die UFO-Szene ist dreigeteilt: Neben den Skeptikern gibt es die Gläubigen und die Wissenschaftler. In Deutschland befassen sich statt Wissenschaftlern oder gar Forschungsinstituten vor allem Ehrenamtliche mit der UFO-Forschung. "Die Skeptiker und die Gläubigen trennt ein tiefer Abgrund", sagt Peter Hattwig von der Deutschsprachigen Gesellschaft für UFO-Forschung (DEGUFO). Seit er 1993 vier so genannte Dreieck-UFOs über Braunschweig gesehen hat, ist er Gläubiger. Auch wenn es "Leute gibt, die uns für Spinner halten".

UFO-Boom flaut ab

Doch in einem sind Werner Walter von CENAP und DEGUFO-Mitglied Peter Hattwig sich einig: "Der große UFO-Boom in Deutschland ist vorbei." Bei der bundesweiten UFO-Hotline von CENAP, bei der Menschen ungewöhnliche Phänomene am Himmel melden können, klingelt das Telefon viel seltener als früher. In Buchhandlungen findet man "UFO-Bücher nur noch in der Esoterik-Ramsch-Ecke", sagt Werner Walter. Vor zehn Jahren habe es oft eine ganze Ufologie-Abteilung gegeben. 

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Diese UFO-Formation über Kiel enttarnte Werner Walter als Reflektion von Straßenlampen auf dem Foto.

Der Skeptiker Werner Walter gibt sich "ein wenig Mitschuld" daran, dass von der UFO-Begeisterung der 1970er-und 1980er-Jahren nicht viel übrig ist. "Ich habe wohl zu viele Phänomene aufklärt." Mit den vielen übertriebenen Sensationsmeldungen über die Sichtung von Alien sei zudem eine große Erwartungshaltung aufgebaut worden. "Viele Menschen haben geglaubt, dass im Jahr 2000 ein Außerirdischer samt Raumschiff im Museum stehen wird." Peter Hettwig sieht andere Gründe für das Abflauen des Booms: "In der Ufologie ist eben alles gesagt oder geschrieben worden." Außerdem sei kaum ein anderes Land so UFO-skeptisch wie Deutschland.

Zu viel UFO-Kommerz

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Alain Blanchard ist Veranstalter des Ufologen-Treffens in der Champagne und Hobby-UFO-Forscher.

Mexiko, Italien, Frankreich und natürlich die USA seien UFO-freundlicher eingestellt, sagt auch Jürgen Bayer vom Internet-Magazin "Paranews". Einige osteuropäische Länder erleben erst jetzt ihren UFO-Boom. "Polen rätselt gerade über Kornkreise. Die Briten haben darüber von 20 Jahren geredet, die Deutschen vor zehn Jahren", sagt Werner Walter. Die Kommerzialisierung erreiche nun Osteuropa.

Sowieso gehe es in der UFO-Szene "fast nur um Kommerz", bedauert Walter. Der Blick auf die Sponsorenliste des Kongresses in Chalons verwundert in der Tat. Mit Peugeot und France Telekom unterstützen zwei sonst sehr bodenständige Großunternehmen den Ufologen-Kongress. "Woher das plötzliche Interesse?", fragt Werner Walter. "Ich glaube kaum, dass Peugeot bald ein neues UFO-Modell herausbringt, oder?"

Quelle: DW

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18.10.2005

Sinnkrise bei Ufologen

Untertasse hat den Blues

Weitaus bedeutender und inhaltsreicher war das was ´Focus-Online´ am 18.Oktober 05 brachte ( http://focus.msn.de/hps/fol/newsaus... ):

>Sinnkrise bei Ufologen - Untertasse hat den Blues von Manfred Weber, Paris

Die Suche nach Unbekannten Flugobjekten ist auch nicht mehr das, was sie einmal war. Mangels Praxis zweifelt sogar Europas Ufologen-Elite an ihrer Mission. Niemand kann seit vorigem Wochenende mehr behaupten, er habe es nicht gewusst: Die Ufologie steckt in einer Sinnkrise, nicht nur in Frankreich – in ganz Europa. In Frankreich hat es Gérard Lebat am vergangenen Wochenende immerhin geschafft, 200 Fachleute zu den „ersten europäischen ufologischen Begegnungen“ in Chalons in der Champagne zu bringen. Auch die 10 000 Schaulustigen (erwartet waren nur 1000) konnten die Experten nicht in Champagner-Laune bringen. Die meisten Referenten kannten sie bereits. So wie den Jagdbomber-Flieger Jean („mir sind bizarre Objekte begegnet“). Oder einen Kameraden („da wurde ich im Raumschiff wach, so weit ich das von innen erkennen konnte“). Beide gehören bereits zu den Klassikern des Metiers. „Natürlich gibt es Ufos“, spricht sich Organisator Lebat Mut zu. „Immerhin habe ich jahrelang ein Magazin über Ufos geleitet. „Die ersten Indizien gab es schon 322, zur Zeit Alexander des Großen.“ Wahrscheinlich waren Alexanders Zeitgenossen auch weniger quellenkritisch als das Europa von 2005.

Thema total unsexy. Die heutige Untertasse hat den Blues. Die einschlägige Fachliteratur kommt kaum mehr über 2000er Auflagen hinaus, das Phänomen interessiert weder Jugend, noch Lokalpresse und schon gar nicht die Frauen. Das klassische Profil des arrivierten Ufologen: Männlich und auf dem Land lebend (wegen der Sicht, könnte eine Arbeitshypothese sein; scheint aber noch nicht hinlänglich geklärt). Gerade eine Hundertschaft von Hard-Core-Ufologen hat in Frankreich nach Expertenschätzungen überlebt. Letzte große Sichtungen vor 30 Jahren. Doch selbst die stecken wie der Feuerwehrmann Bruno Bousquet in der Sinnkrise: „Früher lag ich Abende lang im Gras, habe andere Zeugen getroffen, viel diskutiert und Tausende Kilometer runtergefahren, um Zeugen zu treffen.“ Heute fühlt er sich manchmal nicht einmal mehr motiviert genug, um den Himmel abzusuchen. Kein Wunder: „ Früher, in den 60er-Jahren, genügte es oft, die Lokalzeitung aufzuschlagen, und schon sah man Begegnungen der dritten Art“, schwelgt der Feuerwehrmann in Nostalgie. „Es ist schon mindestens 30 Jahre her, dass es die letzte Welle an Ufo-Sichtungen gab“.

Web verwässert Expertentum. Sollten die Außerirdischen die Lust am blauen Planeten verloren haben? Womöglich stecken die Halter der UFOs ganz banal in einer Treibstoff-Krise. „Nein, nein“, meint Bruno Bousquet, „der Niedergang kam mit dem Internet. Da kann sich heute jeder dahergelaufene User ´Ufologe´ nennen.“ Angeber, Wichtigtuer, Aufschneider, das Übliche halt. Staatsgelder für Anomalien-Erforschung. Die Abschluss-Erklärung der ersten Ufologen-Tagung appellierte an alle Menschen guten Willens, „die die Phänomene auf rationale Art studieren wollen“. Dabei musste er nicht weit schweifen. Frankreich ist das einzige Land, in dem – bereits seit 1977 – staatlich finanzierte Wissenschaft im Namen der Ufos betrieben wird. Die Aufgabe der Wissenschaftler des nationalen Luft- und Raumfahrt-Zentrum CNES, ist klar umrissen: Sie gehen Radar-Anomalien oder Pilotenberichten nach, nehmen Bodenproben etc., wie das ein Wissenschaftler eben macht. In den vergangenen 30 Jahren blieben von mehreren tausend Fällen immerhin 25 Prozent „nicht erklärbar“. Unbezahlbare Helfer für die „ersten ufologischen Tage“, müsste man denken. Doch keiner der CNRS-Wissenschaftler ist gekommen – sie hatten Angst davor, sich lächerlich zu machen.<

Tja, was soll man dazu noch sagen, in weitesten Bereichen hatte der Schreiber absolut Recht. Naja, es gab für CNES-Vertreter eigentlich keine so große "Schande" hier nicht zu erscheinen, schließlich wurden vor Jahren bereits selbst in Raels "Liebsgrotte" solche von Journalisten erwischt und einer schrieb sogar ein Pro-UMMO-Buch. Da braucht es nicht mehr, um "sich lächerlich zu machen".

Quelle: CENAP-Archiv

 

 

 

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