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Freitag, 8. Juli 2016 - 17:00 Uhr

UFO-Forschung - Aus dem CENAP-Archiv: UFO-History Teil-43

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24.09.2005
    
Mysteriöser Feuerball am Himmel Floridas
Sowie: Bunte Himmelsschau über Kalifornien
Mysteriöser Feuerball am Himmel Floridas
Am 21.September 05 wurde bekannt, dass in der vorausgehenden Nacht an der so genannten "Space Coast" von Florida zwischen Jacksonville bis hin nach Ft.Pierce Radiosender, Zeitungen und die ´Florida Today´ sowie die US Coast Guard mit Hunderten von Anrufern eingedeckt, weil Beobachter einen mysteriösen Feuerball über dem Ozean durch den Himmel schießen sahen. Gegen 19:30 h begannen die Telefone bei den offiziellen Stellen Sturm zu klingeln und alle Leute beschrieben ein und das selbe Phänomene: Ein Objekt wie ein "gigantischer Feuerball" war sekundenlang aufgetreten und hoch vom Himmel Richtung Ozean heruntergesaust. Es sah insgesamt wie ein "glühendes metallisches Objekt vom Himmel kommend" aus, welches "ein metallisch-anzuschauendes silbernes Glühen hinter sich herzog". Dabei wurde der Himmel von ihm erhellt. Zurückkehrender Weltraumschrott wurde ausgeschlossen, da das US Strategic Command keinen Reeentry verzeichnete und auch sonst nichts verdächtiges am Himmel zum Sichtungszeitpunkt ausmachte. Wie es ausschaute war dies mal wieder ein prächtiger Feuerball-Meteor gewesen.
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Bunte Himmelsschau über Kalifornien
Am 22.09.05 machte Joel Carpenter auf der Project 1947-Liste darauf aufmerksam, dass von der kalifornischen Vandenberg AFB an diesem Abend ein neuer Geheimsatellit für die US Military Research and Development Agency im Projekt "Streak" an der Spitze einer Minotaur-Rakete (bestehend aus der ersten und zweiten Stufe einer ehemaligen Minuteman " ICBM-Rakete) in den erdnahen Weltraum geschossen würde. Das Startfenster der Mission STP-R1 war für 19:24 h und 19:40 h Ortszeit angesetzt - eine Zeit fast eine halbe Stunde nach Einsatz der Abenddämmerung. Der Abschuß sollte mit südlicher Bahn über den Pazifik hin erfolgen und sollte dabei einmal mehr ein spektakuläres "Twilightzone"-Phänomen erzeugen, welches wie ein regenbogenfarbiger verwirbelter, u.U. korkenzieherartiger Kondensstreifen ausschaut und in der Vergangenheit schon etliche Male UFO-Meldungen provozierte, wenn grün-blau-weiße und rosafarbene ausdehnende Abgasstrahlwolken entstehen. Der Hintergrund: Unverbrannte Treibstoffpartikel und Wassertropfen aus dem Raketen-Abgasschweif gefrieren in der weniger dichten oberen Atmosphäre und reflektieren das Restsonnenlicht der untergehenden Sonne in dieser Art und Weise.
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Der Start klappte und alsbald gab es schon die ersten Bilder des atmosphärischen "after effect"-Phänomens.
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29.09.2005
    
30 Jahre UFO-Nachprüfung:
Die Bilanz zur Geheimnislüftung - Skeptische Himmelsphänomen-Forscher tagen und erkunden angeblich mysteriöse Geheimnisse
Mannheim. Die britische Popmusik-Ikone Robbi Williams hat für das Jahr 2012 eine UFO-Invasion vorausgesagt, der ehemalige King of Pop, Michael Jackson, will eine UFO-Landebahn bauen genauso wie CNN gerade verbreitet die Stadt Lajas auf Puerto Rico. Die Welt mal wieder im UFO-Erwartungs-Fieber - oder in einer Eigeninteressen-getriebenen Hysterie der Schausteller? Am 1.März 1976 wurde von Hobby-Astronomen unter Werner Walter und Hansjürgen Köhler das ´Centrale Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene´ (CENAP) in Mannheim gegründet. Seine vom Forschungsinstitut angebotene UFO-Hotline wurde seither über 1.000 x ratsuchend von Menschen aus allen Bundesländern sowie allen sozialen Schichten angerufen. Das dreißigköpfige und ehrenamtlich tätige deutsche "UFO-Kompetenzteam" bestehend aus Experten aus den Gebieten wie Foto/Video, Physik, Astronomie, Informatik, Methodik oder Recht trifft sich an diesem Wochenende im schwäbischen Cröffelbach nahe Schwäbisch Hall zum "UFO-Forum", um knapp vor dem Jubiläumstag Bilanz über die "himmlischen Vorstellungen betreffs Alien-Besuchern in der Öffentlichtkeit" in einer ehrlichen sowie nüchternen Analyse zu ziehen. Etwa 20 zusätzliche Gäste sind bisher eingeschrieben um im Seminar-Hotel ´Goldener Ochse´ zu erfahren, wie die wissenschaftlich-orientierte UFO-Phänomen-Geheimnislüftung ausschaut.
Das Tagungsprogramm der ehrenamtlich tätigen UFO-Experten hat demnach nichts mit irgendwelchen Alien-Fantasien und sonstigen Utopien zu tun, es ist erstaunlich wissenschaftlich-nüchtern. Für esoterische Verrücktheiten ist da kein Platz. Zunächst einmal konnte der aus Schottland kommende Physiker und Radioastronom Peter Wright mit einem Vortrag über die Suche nach außerirdischen Radiosignalen (SETI) gewonnen werden, um die neuesten Insider-Informationen vorzutragen und mit einer Überraschung aufzuwarten. Er ist sicher, dass wir inzwischen schon "außerirdische Nachrichten" empfangen haben, aber es wird noch einige Jahre dauern bis wir sie als solche entschlüsseln können. Harald Hoos aus Landau ist selbst "Kornkreiskünstler" und berichtet exklusiv über sein Schaffen im Weizenfeld mit jenen eindrucksvollen Strukturen die eigene UFO-Mythen freisetzen und nichts weiter als ein Streich wie von Max und Moritz sind. Am Samstagabend gibt es gegen 21:30 h erstmals überhaupt einen "UFO-TÜV" um zu sehen, welche irdischen Objekte die besten UFO-Effekte am Nachhimmel erzeugen. Walter: "Aus visueller Sicht ist dies der Höhepunkt der Veranstaltung und wir selbst sind schon sehr gespannt was wir da an den Himmel setzen werden." Auf jeden Fall wird eine wunderbare "UFO-Formation" an den Himmel des Bühler-Tal gesetzt. Wer Interesse hat kann dies gerne vor Ort beobachten, eine kostenlose "UFO-Show".
"Haben Sie schon einmal kugelförmige unerwartete Foto-Objekte auf Ihren abendlichen Bildern mit Blitzlichteinsatz bei Digi-Cams aufgenommen?" Dieses neumodische Phänomen des Digitalzeitalters wird in der wildwuchernden Esoterik ORBS genannt und macht viele Leute verrückt, sie sind die modernen "Fliegende Untertassen-Fotos" mit denen die Himmelsphänomen-Erkunder in den letzten paar Jahren massenhaft konfrontiert werden. Geistererscheinungen, außerirdische Seelen-Phantome mag sich da mancher fragen. Doch das mysteriös-scheinende Phantom ist schlicht zu erklären. Regentropfen und Staubpartikel nahe vor der Kamera sorgen für diesen technischen Zauber. Auch darüber wird auf der Konferenz berichtet und in einem abendlichen Experiment nachvollzogen. Es mag verrückt klingen, aber auch die Frage "Wem gehören eigentlich Aliens?" wird von den Dresdener Rechtsanwalt Jens Lorek hier rund um das Weltraumrecht abgehandelt. Eine durchaus ernsthafte Fragestellung im Falle von "Was-wäre-wenn". In weiteren Referaten geht es um kritisch-skeptisch aufbereitete Fragestellungen wie "Sind alt-historische Mythen wie die Astronauten-Götterbesuche des Erich von Däniken quasi als Reportagen gleichzusetzen?" und den pschologisch-psychiatrischen Hintergründen einer "Begegnung der 4.Art". Natürlich, diskutiert wird auch angebliches UFO-Filmmaterial betreffs der Fälschungsmöglichkeit im Zeitalter der Digitaltechnologie anhand von aktuellen Fallbeispielen - sowie der Nachstellung eines "authentisch-wirkenden UFO-Films" durch den Trickexperten Norbert Eßer.
"Damit ist die ganze Palette der modernen Mythen rund um die angeblichen Untertassen aus dem All abgedeckt und wir schauen da bei jeder Facette genau hin, sehr genau sogar", so Walter. Wer das UFO-Aufklärungs-Seminar kurzfristig besuchen will ist gerne dazu eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos.
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03.10.2005
    
Rückblick: Cröffelbacher UFO-Forum 2005
Wie war´s? 8.Arbeitstagung der deutschen UFO-Forscher

Einmal mehr waren die Cröffelbacher UFO-Tage im Hohenlohischen für das erste Wochenende im Oktober 2005 (1./2.10.) angesetzt um dieses Mal auch einen ´Korridor´ für ´Feierlichkeit´ "30 Jahre CENAP" im Frühjahr 2006 zu festigen (nebenbei: parallel unternahm ich Schritte um jenseits dessen einige öffentliche UFO-Vorträge im Land zu organisieren, damit dieser Korridor auch weiterhin ausgefüllt ist). Roland Gehardt (Heilbronn) mobilisierte ein interessantes Tagungsprogramm und sorgte für ebenso interessante Referenten (die alle auf eigene Kosten anreisten und wir daher auch diese Veranstaltung ohne Teilnahmegebühr bewerkstelligen konnte, und da uns auch dieses Jahr der Tagungsraum freigestellt wurde) mit gleichsam spannenden Themen betreffs Vorträgen. Dies unter dem Motto "Außerirdisches Leben - auf der Erde und im All". Schon weit im Vorfeld war auf diversen Internet-Foren darauf aufmerksam gemacht worden, um die UFO-Interessierten für die kostenlose Teilnahme-Veranstaltung zu begeistern. Und im OCR 295 fand ebenso eine Verwendung des Tagungsprogramms wie auch im GEP-JUFOF statt. Mysteries brachte auch einen kleinen Hinweis darauf.
Eine, zwei Wochen vor Beginn wurde die Pressetrommel mit entsprechenden Pressemitteilungen/Einladungen an die Presse gerührt um vielleicht gezielt Journalisten für einen Besuch und für das Schreiben einer Reportage dazu zu aktivieren bzw überhaupt um auf die Veranstaltung betreffs einer Nachricht in den Medien hinzuweisen. Werner Walter, Roland Gehardt und Jens Lorek hatten sich da an die Arbeit gemacht und jeder mit seinen Möglichkeiten dazu seinen Beitrag geleistet. Nebenbei: Zufälliger Weise hatte mich am 17.September bereits eine Redakteurin von Kabel1 (Redaktion "Abenteuer Leben") wegen der Tagung angesprochen, weil sie sich versprach für eine "Alien-Week" Mitte November auf dem Kanal hier interessante Interviews führen zu können und spektakuläre Aufnahmen fürs Fernsehen zu machen. Die Frau war begeistert. Auch ein Redakteur von Pro7 meldete sich im Vorfeld am 8.September, weil er eine Attraktion für die ´Galileo´-Geburtstagsshow (7 Jahre ´Galileo´) am 3.November 05 im Primetime-Programm suchte und glaubte in einer Formation von Miniatur-Heißluftballons eine "UFO-Hysterie" live erzeugen zu wollen und dazu mehr wissen wollte. So lud ich ihn auch nach Cröffelbach ein, nachdem er von früheren Flügen dieser MHBs in Formation entsprechende Bilder einsah und hellauf begeistert war. Nun musste man abwarten wie sich die Sache weiter entwickelte.
Flop. Die ganze Medienarbeit brachte rein gar nichts und die Fernsehleute ließen sich auch nicht sehen. Zumindest die Kabel1-Redakteuerin meldete sich kurz vor knapp und sagte ab, weil die Redaktion befand, dass das was wir in Cröffelbach zu bieten haben "zu nüchtern" ist und zudem nur die "Alien-Besuche kaputt machen wird", soetwas sei völlig kontraproduktiv und daher könne kein solcher Beitrag gemacht werden. Viel lieber suche man sich "bunte Typen". Nächster Flop: aufgrund des regnerischen Wetter´s war erstmals kein MHB-Start am Samstagabend möglich geworden und auch der ausgeschriebene UFO-TÜV fiel wahrlich deswegen ins Wasser. Schade. Ein über Ebay für 20 Euro erworbener Bastler-MHB machte aufgrund seiner Alufolien-Materialien recht gut ein Roswell-Trümmerfeld her. Alle Teilnehmer zweifelten, dass das Teil überhaupt fliegen kann. However, der eigene Versuch ein "UFO" zusammenzustellen war für die Beobachter dieser ARBEIT für die Veranstaltung ebenso interessant. Insider-Gag für jene, die das Material sahen aus welchem dieser "Pseudo-MHB" bestand: Hans-Werner Peiniger und ich stellten übrigens eine Szene aus den Bildern zur Roswell-PK mit den Trümmern von damals nach! Köstlich! Wenn wir schon bei Peiniger sind: Einmalig auch der "GEP-Kasperl-Pressesprecher" als Insidergag beim und zum Verlesen einiger Passagen aus dem neuen ´M2000 UFO- und Kornkreis-Sonderheft´. Es gibt ja keinerlei Grund die ernst-verbissterten Skeptiker künstlich rauszuhängen.
Erfolg: In einem neuen Tagungsraum fanden sich schließlich um die 45 Besucher für das Informationsmarathon ein - und wurde damit wohl zur bestbesuchten Veranstaltung. Vertreter von CENAP, DEGUFO, Forschungsgruppe Kornkreise, GEP und MUFON-CES. Die Herausgeber von den Paranews genauso wie vom UFOzine. Gehardt hatte auf den Tischen vorab einführende Informationsblätter wie z.B. einem Rückblick auf Cröffelbach 2004, Notizpapier, Kugelschreiber, das aktuelle Tagungsprogramm in handlicher Kurz- sowie erweiterter Form etc für jeden einzelnen Teilnehmer bereitgelegt. Auch zeitlich wurde der Tagungsverlauf mit den Einzelvorträgen soweit gut im Rahmen gehalten, wenn auch die Anschlußdiskussionen vielleicht da und dort nicht mehr zustande kamen um keinen Verzug zu erfahren. Die absolut perfekte Tagung wird es nie geben, Veranstalter Gehardt braucht sich da nicht zu krämen. Zeit genug zum persönlichen Gespräch blieb aber und dies wurde auch reichlich von den Newcomern genutzt. Die Cröffelbacher UFO-Tage sind ja keine Selbstbeweihräucherungs-Veranstaltung, sondern wir alle als Teilnehmer wollen davon was mit nach Hause nehmen. Inhaltlich, wie auch im menschelnden Umgang miteinander.
Meines Erachtens nach war Cröffelbach 05 unter der Headline "Individualität" der Referenten ausserordentlich und unerwartet "hochgesprungen". Dies ergab sich irgendwie automatisch. Was hatteen wir da für ein "Kompetenztean" mit Ecken und Kanten zusammengestellt. Fangen wir bei Peter Wright´s SETI-Vortrag an - der wird wohl der Glanzpunkt gewesen sein, sein Deutsch-Schottisch, seinen Kilt und und seine locker eingestreuten Gags rund um ein ernstes Thema bleiben wohl lange den Teilnehmern in Erinnerung - auch wegen dem Punkt, dasss dieser Mann für die Radioastronomie wirklich in Beruf und Hobby lebt. Auch Dennis Kirstein machte seinen Henke-Ersetzungspart souverän mit seinem "Rätselspiel" betreffs "Was zeigen die UFO-Aufnahmen und ORBS-Bilder?" wett - wobei mir aufging, dass genaus dies (in anderer Form hatten wir dies schon früher natürlich gemacht) a) einen Lernfaktor für Newcomer sowie "Halbinformierten" (die es ja immer gibt) hergibt und b) auch die eigene "Tiefenschärfe" fördert. Harald Hoos bot mit seinen Erfahrungen mit der "Kornkreisforschung" und seinem eigenen Schaffen von solchen KKs einen leidenschaftlichen und engagierten Beitrag wobei er sich selbst freute in einem solchen Seminar mit dem entsprechenden Publikum Hintergründe erläutern zu können. Wer genauer hinschaute bemerkte 1:1-Analogien zu unserem UFO-Thema! An Ort und Stelle wurde so ein Vorhaben für 2006 betreffs "30 Jahre CENAP" beschlossen.
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Ingbert Jüdt war ein "schwerer Brocken" wegen seiner Textlastigkeit um den angekündeten Vortrag zu Annäherung an den Begriff des Mythos und seiner Beziehung zur Prä-Astronautik und dem grundlegenden Missverständnis dort, dies dann als eine Art "Reportage" zu pflegen. Dies hat aber nichts mit dem Inhalt zu tun, der sicherlich interessant sowie einmal mehr lehrreich war. Sicher hätte man den Inhalt besser rüberbringen können, aber bei einer Textanalyse ist dies halt auch fundamental so eine Sache. Dennoch war dies einer der inhaltlich besten Vorträge der gesamten Tagung. Und man konnte dem Referenten Fragen stellen um das eigene Verständnis zu verbessern. Wie versprochen gab es später die Video-Kultnacht bzw als Alternative die Möglichkeit zur Unterhaltung, was so etwa Halbe/Halbe und mal wieder ohne Sperrstunde genutzt wurde. Zwischenzeitlich bot sich reichlich Gelegenheit ORBS zu fotografieren, woraus sich einige Digicam-Besitzer richtiggehend einen Spass machten. Das CE IV-Drama: Oskar Böß als Heilbronner CENAP-Urgestein verschaffte am Sonntagmorgen wahrhaft interessante Hintergründe zu den "Träumen der Frau K. von seltsamen Wesen die sie nächtens besuchen". Er berichtete dies selbst aufgrund jahrelanger persönlicher Erfahrung mit einem "Entführungsopfer", welches erschütternder Weise ein Opfer von sich selbst wurde. Kurzum: Menschen werden nicht durch Aliens entführt, sondern die Alien-Idee verführt sie und da muss man genauer hinschauen was IN den betroffenen Menschen vor sich geht. Was aber sicherlich nicht die Aufgabe des UFO-Phänomen-Erforschers ist, er sogar besser von solchen Dingen die Finger lässt um nicht schädlich in die Psyche der Betroffenen einzuwirken.
Norbert Eßer beamte sich als Art-Direktor "Image" noch am frühen Sonntagmorgen nach Cröffelbach und startete von Köln aus um 4 h morgens durch. Sein Beitrag zum Phönix-UFO-Film vom 5.Juni 05 war schon durch die Vortrage locker und auch die technischen Details erstaunlich simpel erklärt, wo ich ja immer Angst habe viel zu viel Fachchinesisch mit ins ´Unverständnis-Grab´ zu nehmen. Uff, dem war aber keineswegs so. Eßer hatte ein verhältnismäßiges gutes Video zum genannten Fall, sodass eine Tiefenanalyse möglich wurde. Ähnlich wie bei Peter Wright können sich "Schüler" nur wünschen solche Dozenten zu haben, wirklich. Ich denke, auch hier war das Motiv "Spass-an-der-Freud" ein Punkt auf beiden Seiten - also Eßer und uns als verblüffte Zuhörer. Die Überzeugung kam wohl bei allen Teilnehmern auf, dass das Phönix-Video von einem Profi produziert wurde und auf "amateurhaft" getrimmt worden ist. Erstaunlich auch: So toll das Video als solches ausschaut und man gleich denkt, dass dieses aufwändig produziert wurde - dem ist nicht ganz so und Eßer bräuchte "einen Samstagnachmittag" hierfür um soetwas zu machen, "wenn ich mal Langeweile hätte". Die Einkopierung der Rechner-UFOs ins Video konnte hier klar nachgewiesen werden, genauso wie der künstliche Effekt des Kamerawackelns um zu suggerieren, dass die Aufnahmen überraschend und plötzlich mit einer handgehaltenen Kamera gemacht worden sein sollen.
RA Jens Lorek, the MIB from Dresden und sein Vortrag "Wem gehören Ausserirdische? Rechtliche Probleme im Weltraum und auf der Erde mit Aliens". Er machte das für sich wie ne absolut trockene Anwalts-Vortragsnummer, aber teilweise hatte das was wie ein Kaberett an sich. Es mag wohl nicht so beabsichtigt sein, aber als da der Satz mit dem "F-Wort" plötzlich über und mich hinweghaute, konnte ich nicht anders und rannte aus dem Raum weil mich ein intensiver Lachanfall befiel. Die "Fundsache ´Alien´ und Justizia" wurde so plastisch rübergebracht. Naja, ein solches Seminar soll ja auch nicht unbedingt für jene sein, die die Schuhe mit der Beisszange anziehen. Das wie vor Gericht eingebrachte Referat untersuchte zunächst wem gehören z.B. Meteoriten oder gar ausserirdische Artefakte ("Sachen") im Unterschied zwischen Suchen und Finden? (1) Und dann ging es um die Frage nach dem Status von Aliens in Deutschland vor dem Amtsschimmel. Dürfte man sie gefangen halten, in einem Zoo ausstellen, sie einfach sezieren? Dies nicht, aber sie wären hierzulande Hartz IV-Empfänger sobald man ihnen das "Menschenrecht" zuspricht, ansonsten würden sie als "Schatzfund" im Rechtsumfeld gesehen! (2) Umfangreiche Zitate aus deutschen Gesetzestexten zeigten auf, dass diese Konstellation sich pragmatisch ergeben würde! (3)
(1) = Die Fragestellung würde sich aus BGB § 958 Eigentumserwerb an beweglichen herrenlosen Sachen, BGB § 872 Eigenbesitz und BGB § 854 Erwerb des Besitzes ergeben.
(2) = BGB § 984 Schatzfund, EGBGB Art.73
(3) = GG Art.1 (Menschenwürde - Menschenrechte - Rechtsverbindlichkeit der Grundrechte), GG Art.2 (Persönliche Freiheitsrechte), Art.3 (Gleichheit vor dem Gesetz), Art.17 (Petitionsrecht)
Was mich zum Ende hin verblüffte: wir hatten da so wahrhaft unterschiedliche Charaktere zusammen, die man zusammengenommen vielleicht als "Chaos" bezeichnen mag (ich wüsste also nicht, wie man solche Leute z.B. in einem Betrieb zusammenbringen/zusammenhalten und gemeinsam auch erfolgreich was bewirken sollte), und trotzdem lief dies alles a) harmonisch ab und b) trotzdem auf einer Ebene. So habe ich es jedenfalls gesehen.
Ferhat Talayhan hat die Veranstaltung wieder aufgezeichnet und wird sie später nach Auf- und Bearbeitung als DVD-Set privat an privat anbieten. Wer Interesse daran hat und auch den neu-geschnittenen 4er-DVD-Set zur Tagung 2004 haben mag, setzt sich mit ihm via eMail in Verbindung um ihn zum schmalen Preis zu erwerben - beide Tagungen werden später sogar als "Tagungs-Bundle" für nur 20 Euro plus Porto angeboten: kleinergrauer@aol.com
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04.10.2005
    
Österreicher "Gänsehaut"-UFO aufgeklärt, aber...
"Totale UFO-Verwirrung" in Österreich wegen außerirdischem Besucher in Gestalt eines Feuerballmeteors
Mannheim. Werner Walter vom UFO-Phone des Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP, www.cenap.de) ist im hektischen Einsatz um das Rätsel um den grünlichen Feuerball von 22:20 h in der Samstagnacht aufzuklären. Die österr. Öffentlichkeit nimmt daran rege teil. Seit über 24 Stunden steht in Walter´s Telefon nicht mehr ruhig und immer mehr Menschen berichten von ihrem "UFO" aus der Samstagnacht. "Die Sache hat sich dabei unerwartet verkompliziert", so Walter soeben gegenüber der APA. Völlig andere vielleicht seltsam anmutende Objekte und Lichterscheinungen die in der gesamten Nacht von Samstag auf Sonntag über dem Land ausgemacht wurden, verbanden die Menschen nun mit dem "Kern-Objekt", wie Walter es bezeichnet. Da sahen Menschen milchig-weiße Scheiben stundenlang an den Wolken bei Wien und Salzburg kreisen, andere beobachteten in Lienz sowie in Wels am südwestlichen Himmel kurz nach der Dämmerung 15 Minuten lang einen extrem hellen Lichtpunkt ähnlich einem am Himmel stehenden Flugzeugscheinwerfer und bei Saalfelden schwebte zehn Minuten lang ein orange-roter Lichtball torkelnd nach einer Garten-Party zum Firmament.
Die letztgenannten UFOs haben "jeweils einen eigenen Auslöser" und gehen auf die Lichtreflexionen von Outdoor-Disco-Skytrackern, auf den Nachbarplaneten Venus sowie auf einen Reispapier-Miniaturheißluftballon in inwändigem Brenner zurück. All dies hat mit dem 22:20 h-"UFO" nichts zu tun, welches scheinbar nach jüngsten Informationen aus dem Lesachtal kommend zunächst über Italien auftauchte und dann z.B. über Kärnten und Tirol gesehen wurde um gegen Deutschland zu ziehen. "Dies ist ein großer Beobachtungskorridor für jene gespenstisch-anmutende Erscheinung die wohl der große Bruder der gewöhnlichen Sternschnuppe darstellt und in Fachkreisen ´Feuerball-Bilde´ genannt wird", führte Walter aus. Der grüne Lichtausstoß ist ein hervorragendes Anzeichen für einen großen Kupferanteil in diesem wahrhaften kosmischen Objekt, da Kupfer bei großer Hitze grün verbrennt. Die Österreicher können nun stolz darauf sein einen "außerirdischen Besucher" empfangen zu haben, wie es ihn in dieser Art nur selten gibt und auch nur sehr selten filmisch dokumentiert wurde. Zuletzt wurde am 9.Oktober 1992 über Peekskill im amerikanischen Bundesstaat New York ein solches Vergleichsereignis gesehen und konnte da videografiert werden. Walter sucht nun nach Fotos und Videos für den "Österreich-Feuerball 2005".
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04.10.2005
    
Das 22:20 Uhr-"UFO" von Kärnten und Tirol
Etwas total Ungewöhnliches und grell wie eine Magnesiumfackel...
Das UFO zur Cröffelbach-Tagung. Kurz vor 19 h meldete sich ein Mann aus dem Wipptal in Tirol. Er hatte offenkundig es schon ein paar Mal versucht und war nun froh, mich endlich zu erreichen. Kurz nach 22 h (oder so) habe er das Schlafzimmerfenster geschlossen und sah dabei zum aufgeklarten Himmel hoch um dabei eine "für mich absolut ungewöhnliche Erscheinung" zu entdecken, die zügig hoch am Himmel dahinschoß und "für einen Augenblick den Boden taghell erleuchtete, wenn auch in einem gespenstisch grün-fahlem Licht". Nach mehr als 5 Sekunden war auch alles schon wieder vorbei. Die Erscheinung sah insgesamt für ihn wie eine "grelle Magnesiumfackel" aus. Er fragte mich ob es da "neue Signalraketen gibt, die die Weltraumnationen testen". Ich versichte mich ob der Melder auch wirklich den vorausgehenden Samstag, den 1.Oktober 05, meinte. Ja, dem war so. Und der Himmel war hier weitgehend klar gewesen. Ich konnte dies kaum glauben, wenn ich an die süddeutsche Wetterlage mit total bedecktem Himmel und Dauerregen dachte. Da der Mann weder seinen Namen noch weiteres zu sich selbst nennen wollte und er die ganze Geschichte auch ziemlich emotionslos rüberbrachte, ich zudem total müde war und nach zwei Tagen UFO-Dauerberieselung zu Cröffelbach auch gar keinen Kopf mehr für solche Sachen hatte, wollte ich eigentlich auch nur bald ins Bett.
Kurz nach der ´Tagesschau´ machte ich mich im Bad frisch fürs Bett und schaute danach kurz noch bei N24 rein, als schon wieder das Telefon ging und eine junge Frau aus Dellad in Kärnten sich meldete um zu berichten "genau um 22:20 h via PKW zu Hause angekommen zu sein, das Autoradio mit Digitaluhr ausgeschaltet und sofort ausgestiegen zu sein". Dabei wurde sie in einer abgelegenen Villengegend "plötzlich in komisches Licht von oben kommend" getaucht und schaute sofort hoch um gegen Norden hin einen "dicken, langgezogenen Lichtschweif in allen Farben zu sehen, der dann schließlich noch in Teile zerbrach". Binnen Sekunden war dann alles wieder normal. Sie lachte selbst auf und meinte nicht ganz ernst gemeint: "Das war wie in ´Akte X´ und wie ein UFO-Überflug, wobei dann das Objekt sich ´fragmentierte´." Aber neugierig war sie schon. Auch hier sei das Wetter "ordentlich" gewesen. Da staunte ich dann doch, aber für einen Adrenalin-Push reichte es nicht mehr. Die Frau hatte übrigens vor kurzem von der GWUP ein SKEPTIKER-Musterexemplar angefordert und auch erhalten, ausgerechnet jenes Heft wo ich die UFO-Hotline vorstellte! So hatte die Frau noch am späten Samstagabend versucht mich telefonisch zu erreichen und versuchte es auch Sonntag immer wieder. "Der Anruf jetzt wäre der letzte gewesen, dann hätte ich keinen Bock mehr gehabt", erklärte sie.
Wie auch immer, ich setzte mich daran meine Eindrücke zur Cröffelbach-Tagung für die CENAP-Liste niederzuschreiben. Kaum war ich damit fertig erreichte mich ein Herr aus Feisterritz, ebenso in Kärnten. Auch er hatte es schon "ein paar Mal versucht". Zusammen mit seiner Frau war er am Samstagabend noch auf dem Fußweg zu Freunden, um den anstehenden Geburtstag von einem Freund vorzubereiten und in den Sonntag hinein zu feiern. Dabei sahen sie aus Süden kommend eine "fantastische Feuerkugel" durch den weitgehend aufgeklarten Himmel ziehen, die vielleicht "maximal 10 Sekunden lang" sichtbar war und "absolut unglaublich ausschaute". Es sei sogar "unheimlich gewesen, weil sie so grünlich-weiß ausschaute und einen prächtigen Lichtausstoß hinter sich herzog". Zum nördlichen Horizont hin sei das Objekt dann "zersplittert und verschwunden". Bald darauf sei ein "komisches Rumpeln" am Himmel zu hören gewesen. Hörte sich nach einem Feuerballboliden an. So ging ich ins I-Net und schaute bei Wetterzentrale.de sowie dem AKM-Forum nach - doch da war nix diesbezüglich vermeldet, eigenartig. Mir kam die Sache sowieso wegen der allgemeinen Groß-Wetterlage mit Regen mehr als komisch vor. Da ich einen Kontakt zum ORF-Landesstudio Tirol hatte, schickte ich dennoch ihm eine nachfragende eMail um die Meldeeingänge kurz zu schildern und einfach darum zu bitten mal die Augen und Ohren betreffs solchen Beobachtungsmeldungen aus der Samstagnacht aufzusperren. Dann musste ich wirklich ins Bett und schlummerte satt bis in den 3.Oktober-Feiertag hinein.
Geweckt wurde ich um 11 h von einem Redakteur der ´Kleinen Zeitung´ aus Graz, der anrief, weil ihm aus Innsbruck jemand meldete in der Samstagnacht, gegen 22:20 h, "eine mysteriöse Himmelserscheinung" durch den Himmel ziehen gesehen zu haben. Ruckzuck war ich hellwach und erklärte ebenso derartige Berichte bereits zu kennen und dem gesamten Anschein nach dies auf einen Feuerball-Boliden zurückgeht. Ich fragte den Journalisten ob er sich daran entsinne, wie die Wetterlage am Samstagabend zu der Zeit war - doch da musste er passen. Er wusste es einfach nicht, weil er zu Hause war und keine Acht darauf hatte. Warum kam er auf mich? Er hatte ins Redaktionsarchiv geschaut und da die Zeitung schon einmal über CENAP berichtet hatte, war es ihm ein Leichtes mich so zu finden. Elektrisiert davon begab ich mich sofort wieder ins I-Net und schaute nochmals bei Wetterzentrale.de und dem AKM-Forum nach - da war nach wie vor nix verzeichnet. Also weiter zu Astronomie.Info und da zuckte ich wie elektrisiert zusammen. Ein Teilnehmer hatte gerade dort zu meinem Beitrag vom 14.August 2005 (!), "Fetter Bolide in der Samstagnacht gegen 22:20 h gesehen?" - Hat jemand in der vergangenen Samstagnacht des 13.8. einen fetten Boliden gegen 22:20 h von etwa Baden-Württemberg gen Österreich ziehen sehen? Wie, wann und wo?", am 2.Oktober geantwortet: "Eine Reihe von Leuten auf dem ITT in Kärnten haben diesen unglaublichen Boliden ebenfalls beobachtet - die Uhrzeit stimmt überein. Die Landschaft war hell erleuchtet wie von einer Signalrakete, und der Bolide zerbrach in mehrere Teile und leuchtete grell in diversen Farben. Eine halbe Minute nach der Sichtung war ein längeres Donnergrollen zu vernehmen. Der Bolide schoß recht genau imZenit etwa durch Pegasus und weiter nach Norden zwischen Cassiopeia und Schwan hindurch. Ich denke, von diesem Boliden werden wir in den nächsten Tagen noch Meldungen bekommen. Gruß Julian. P.S.: Jetzt erst sehe ich, dass dein Beitrag zu einem anderen Datum geschrieben wurde. Das war dann wohl ein anderer Bolide ... dennoch ein tolles Erlebnis." Ist dies nicht ´verrückt´ - wieder ein Bolide zur selben Uhrzeit und zum selben Wochentag?
Also klickte ich mich weiter zum Astrotreff.de. Dort hatte sich ´Julian´ ebenso gemeldet und ausgeführt: "Frisch zurück vom ITT, möchte ich den krönenden Abschluß meiner Beobachtungen schildern: Ein gigantischer Bolide am Samstag, den 1. Oktober 2005 gegen 22:20 h. Im Verlauf der Nacht klarte es unerwartet noch für eine Weile auf, und trotz Müdigkeit ging ich zum Spechtelplatz vor dem Gasthof Fichtenheim (Emberger Alm) hinunter, wo diverse Dobsonauten ihre Geräte aufgebaut hatten. Während ich dort stand und in Richtung Norden zum Sternbild Drachen blickte, erhob sich ein heller Lichtschein in meinem Rücken, und ich duckte mich zunächst ganz instinktiv weg. Die Bergkuppen in meiner Blickrichtung waren hell und grünlich wie von Scheinwerferlicht erleuchtet, mein Schatten wanderte unter mir durch, und über mir schoß ein Bolide mit leicht welligen Bewegungen ins Gesichtsfeld, zerbrach in mehrere Teile, blitzte auf und verschwand. Er leuchtete gleißend wie eine Magnesiumfackel in diversen Farben und der Eindruck war ähnlich wie bei einer Signal- oder Feuerwerksrakete. Leider konnte ich nicht die ganze Flugbahn verfolgen; sie verlief schätzungsweise durch Pegasus, durch den Zenit und dann weiter zwischen Cassiopeia und Deneb hindurch mit einer Dauer von ein bis zwei Sekunden. Geschrei und Jubelrufe diverser Sternenfreunde (einschließlich mir) erhob sich. Ca. 30 Sekunden später hörte man deutliches dumpfes Donnergrollen wie von einem fernen Gewitter, welches ca 10 bis 15 Sekunden anhielt und allmählich leiser wurde. Leider habe ich keine genaueren Angaben, und ich hoffe, andere Beobachter können meine Angaben präzisieren. Dieses Erlebnis bescherte mir Gänsehaut bis unter die Haarwurzeln und Tränen in den Augen, und alte Hasen sagten, dies wäre das Hellste gewesen, was sie bisher im Leben gesehen hätten." Ups! Davon kam mir einiges recht bekannt vor!
Ein weiterer User des Forums: "Ich war auch Zeuge dieses gewaltigen Schauspiels. Oberhalb Sattlegger auf der Wiese mit meinem Dobson im Sternbild Pfeil rumrührend blendete mich das Teil dermaßen, das ich zuerst verschreckt in die Richtung aufblickte, die leuchtende Dunst- oder Wolkenschicht entdeckte und erst dann DAS DING selbst wahrnahm- gewaltig- grün.... Die Zeitangaben zwischen Verglühen und Donnererscheinung wurde heftig diskutiert- 5 Beobachter 5 Zeiten- von 30 Sek. bis 5 Minuten- scheinbar hatten wir das Zeitgefühl verloren. Bin gespannt was da noch rauskommt - wo sind Fotos von den Überwachungskameras?" Und ein anderer: "Als der Dobsonaut mit dem 16er kann ich die Schilderung so bestätigen, die Zeit aber mit 22:34 bis 22:35 MESZ festlegen, die Zeit bis zum Donner würde ich deutlich länger schätzen, etwa 1 bis 2 Minuten, ich habe da leider nicht auf die Uhr geschaut. Das war schon ein ganz beeindruckendes Erlebnis, das die Nacht, trotz der nicht ganz optimalen Bedingungen, zur ganz besonderen machte." Beim Check bei Astronomie.de fand sich nur ´Julian´s´ Bericht nochmals wieder.
Damit war die Geschichte für mich erledigt. Gegen 13:30 h besuchte mich Hansjürgen Köhler um mir eine CD seiner Fotos zur Cröffelbach-Tagung für einen entsprechenden CENAP-Newstickerbericht vorbeizubringen. Dabei rief mich der Redakteur aus Graz nochmals an, weil er inzwischen mit einem Astronomen gesprochen hatte und auch jener einstimmte, dass das Phantom des Himmels ein prächtiger Feuerballbolide war. Also, alles gegessen. Doch gleich danach erreichte mich ein Radiojournalist und wollte mehr zum "UFO über Kärnten" erfahren, weil er gerade eine apa-Meldung dazu erhalten hatte! Ich war recht konsterniert, weil mir gar nicht klar war wie es mir gerade erging. Jedenfalls machte ich sofort klar, dass das "UFO" wohl ein Feuerball-Bolide war. Dann ging es Schlag auf Schlag und der Feiertag war erledigt. Im minütlichen Takt riefen mich weitere österreichische Journalisten von allen Medien bis gegen 18 h an. Zwischenzeitlich suchte ich mal unter den Yahoo-News betreffs dem Suchwort "UFO", was da überhaupt apa in Umlauf gebracht hatte. Bei Tirol-Online fand ich sofort den Text:
>Angeblich UFO über Kärnten und Tirol gesichtet/Das Objekt raste "quer durch den Himmel" und erhellte den Boden grün.
UFO-Beobachtungen über Kärnten und Tirol: Nach Angaben der UFO-Meldestelle des Mannheimer Amateurastronomen Werner Walter vom Centralen Erforschungs-Netz haben Beobachter in der Nacht auf Sonntag "ein mächtig helles Gebilde" gesichtet, das den Boden "grünlich erhellte". Das fragliche Objekt soll gegen 22.20 Uhr von Süden nach Norden "quer durch den Himmel" gerast sein, hieß es in einer Aussendung. Einige der Augenzeugen hielten das Gebilde für ein "in alle Farben zerbrechendes UFO", andere sprachen von einer "mächtigen Signalrakete in Art einer Magnesiumfackel" oder einem "unheimlichen Feuerball-Bolide", also einer Art Sternschnuppe. Um der, wie er sagt "wahren Natur des spektakulären Ereignisses" auf den Grund zu kommen, bittet der - selbst ernannte - Himmelsphänomen-Sachverständige um Hinweise aus der Bevölkerung. Beobachter werden gebeten, sich beim deutschen "UFO-Phone" unter 0049-621-701370 zu melden.<
Inhaltlich war dies in etwa genau das was ich meinem ORF-Kontaktmann vorgetragen hatte! Tatsächlich meldete er sich auch bald darauf zwecks einem Interview für den Sender, um zu erfahren wie die aktuelle Erkenntnislage sei. Ich sagte es ihm und erfuhr so, dass er selbst die Geschichte so spannend gefunden hatte, dass er mir mit einer eigenen apa-Meldung helfen wollte die Geschichte vielleicht aufzuklären. Da staunte ich auch nicht schlecht. Manchmal ist es ganz irre wie die Sachen laufen. Da haben wir mit PM`s zu Cröffelbach uns einen abgebrochen und keinen Schwanz hat es interesssiert und hier wird aus einer eigentlich harmlosen Nachfrage bei einem Journalisten gleich die ganz große Mediennummer. Verstehe dies wer will! Nun, ich erklärte allen Redakteuren ab sofort, was das Phänomen wohl wirklich war, es aber dennoch sehr interessant sei mehr Details von Beobachtern zu erfahren, da vielleicht die schwache Chance bestand, dass das Teil die Erde erreichte und ein Meteorit gefunden werden kann - da war ich dann als Hobby-Astronom angesprochen und begeistert. Als UFO-Phänomen-Erkunder aber war die Sache für mich erledigt.
Wie ich sehr spät am Abend des 3.10. aufschnappte berichtete die ´Neue Kärntner Tageszeitung´ in ihrer Online-Ausgabe als Top-News für den 4.10. vorab:
>Ein Meteor löste UFO-Alarm in Kärnten aus - Amateurastronomen beobachteten auf der Emberger Alm einen "gigantischen Boliden": "Erlebnis bescherte mir eine Gänsehaut."
KLAGENFURT, GREIFENBURG. "Dieses Erlebnis bescherte mir eine Gänsehaut bis unter die Haarwurzeln, und alte Astro-Hasen sagten, dies sei die hellste Meteorerscheinung gewesen, die sie je gesehen hätten", berichtet ein Teilnehmer des am Wochenende auf der Emberger Alm bei Greifenburg stattgefundenen Internationalen Teleskoptreffens (ITT). Das Phänomen trat Samstag gegen 22.20 Uhr auf. Ein sogenannter Bolide (ganz besonders auffällige, einen Feuer- und Rauchschweif hinter sich herziehende Sternschnuppe) huschte über den Himmel. Das weithin beachtete Naturereignis fand umgehend im Internet Aufnahme ( http://forum-astonomie.de). Keine Frage, dass - wie bei solchen und ähnlichen Sichtungen üblich - "UFO-Alarm" gegeben wurde. Nicht von den Astronomen und damit Experten, sondern von Beobachtern, die mit solchen Meteorerscheinungen nicht vertraut sind. Die Supersternschnuppe war nicht nur über dem Kärntner Nachthimmel zu sehen. Der UFO-Meldestelle des Mannheimer Amateurastronomen Werner Walter ging folgende Beschreibung zu: "Dieses Ding glich einer überdimensionalen Silvesterrakete, einem sich in verschiedene Farben auflösenden UFO."
Aufgrund der im Internet veröffentlichten Beschreibung zieht auch Robert Rupitz von der Astronomischen Vereinigung Kärnten in Betracht, dass "kosmisches Material" irgendwo Kärntner Boden erreicht haben könnte. Kosmisches Material? Also ein Stück Weltraumschutt (Meteorit) oder der Bestandteil eines Satelliten bzw. Raumfahrzeuges. "Die Erscheinung war zwei Sekunden lang zu beobachten, dem Erlöschen folgte ein dumpfes Grollen. Das passt absolut zu einem Boliden", erklärte Rupitz. Wie Magnesiumfackel. Der eingangs zitierte Zeuge präzisiert die Wahrnehmung wie folgt: "Bergkuppen wurden wie von einem Scheinwerfer beleuchtet, mein Schatten wanderte unter mir hinweg, der Bolide bewegte sich in Wellenlinie, zerbrach schließlich. Er leuchtete wie eine Magnesiumfackel in diversen Farben. Jubelrufe der Sternenfreunde." J. Woschitz<
Quelle: http://www.ktz.at/_content_detail.p...
Am nächsten Tag - "Ich habe das UFO auch gesehen, aber..."
Dienstag, der 4.Oktober 2005: Schon um 6:30 h wurde ich durch das Dauernklingeln des Telefons geweckt. Ein Rundfunksender wollte unbedingt für sein Morgenmagazin noch "einige O-Töne" zum Geschehen haben, "was halb Österreich narrisch macht". Nerven haben die schon, ich musste sie aber auch haben. Tja und dann ging es wieder Schlag auf Schlag, entweder meldeten sich weitere Journalisten (da inzwischen auch Stern.de eine Kurzmeldung dazu aufgegriffen hatte - http://shortnews.stern.de/shownews.... (1)) oder eben Zeugen - sowie auch Leute die einfach nur ´wegen Aliens herumphilosophieren´ wollten und scheinbar einen Gesprächspartner hierfür suchten. Fast alle Zeugen (die gerade in ihrer Zeitung vom Vorfall lasen und den Meldeaufruf mitbekommen hatten) meldeten sich mit "Ich habe das UFO auch gesehen..." und beschrieben mir ihre Wahrnehmung zum "Kern-Phänomen" (ich komme gleich darauf zurück). Doch dann verkomplizierte sich die Geschichte ebenso: Es gab auch einige Leute die mit "Ich habe das UFO auch gesehen, ABER..." begannen. Und genau dieses ABER wurde dann interessant. Alle jene Beobachtungen bezogen zwar auf die berühmte Samstag/Sonntagnacht, jedoch auf andere Uhrzeiten - und auf andere Phänomene! Und die waren wieder für mich von der ganz bekannten Art.
(1) = >Flog ein Ufo über Österreich? Amateur-Astronomen aus Tirol und Kärnten wollen in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 22:20 Uhr ein "mächtig helles Gebilde" gesehen haben, das mit großer Geschwindigkeit von Süden her Richtung Norden geflogen sei. Wie die UFO-Meldestelle in Mannheim berichtet, hätten die Beobachter abwechselnd vermutet, ein "in alle Farben zerbrechendes" UFO, eine Magnesiumfackel oder eine Art Sternschnuppe gesehen zu haben. Der selbst ernannte UFO-Experte Werner Walter bittet jetzt die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung des Phänomens.<
Der große Mischmasch: Da sahen Menschen milchig-weiße Scheiben stundenlang an den Wolken bei Wien und Salzburg bis gegen 3 h am Morgen kreisen, andere beobachteten in Lienz sowie in Wels am südwestlichen Himmel mit Einsatz der Abend-Dämmerung 15 Minuten lang einen extrem hellen Lichtpunkt "ähnlich einem am Himmel stehenden Flugzeugscheinwerfer", der ganz langsam sich nach unten bewegte und bei Saalfelden schwebte zehn Minuten lang ein orange-roter Lichtball torkelnd und "von innen heraus pulsierend" nach einer Schützenfest-Veranstaltung Punkt Mitternacht zum Firmament hoch um dann wie ein "Stern am Himmel zu vergehen". Tatsächlich waren dies der Reihe nach wohl Skytracker, die Venus und ein Miniatur-Heißluftballon (MHB) gewesen. All dies hat direkt oder indirekt mit dem Feuerball-Boliden als Kern-Phänomen nichts zu tun, doch die Melder verbanden es damit direkt und spekulierten dann deswegen auch wild herum: "Wahrscheinlich war es zuerst in Beobachtungsposition gewesen um dann später loszurasen!" (Venus) - "Vielleicht kehrte das Objekt zurück um dann über Saalfeld kurz Pause zu machen, bevor es in den Weltraum zurückkehrte..." (MHB) - "Kann doch sein, dass das angeblich zersplitternde Objekt nur seine Beiboote ausschleuste und die dann über dem Salzburger Land gesammelt kreisende Überwachungsoperationen ausführten!" (Skytracker). Diese Verbindung wurde von allen ganz automatisch und ohne Nachzudenken gezogen. Erst im Nachhinein, nachdem ich jenen erklärte, dass da kein Kausal-Zusammenhang besteht und die jeweiligen Erscheinungen dies oder jenes exakt waren und nichts mit dem 22:20 h-Phänomen zu tun haben können begannen sie selbst erstaunt zu sein, wie leicht sie auf ihre eigenen Gedanken hereinfielen. Ein UFO-Flap mit unterschiedlichen Auslösern, was natürlich für wenig-informierte UFO-Fans Anlass geben mag aufgrund der unterschiedlichen Parameter jedes einzelnen Stimulus alles zusammenfassend an eine "überirdische mit an magische Fähigkeiten ausgestattete Flugmaschine" nicht von dieser Welt zu denken. In der Vergangenheit fanden solche Fehlschlüße bereits statt. Und sie sorgten für falsche UFO-Vorstellungen die den Mythos und Legende nur nähren.
Zurück zu unserem "Kern-Phänomen". Mindestens zwei Dutzend Leute konnten mich so erreichen und schilderten eigentlich in den bereits bekannten Parametern ihre Sichtung von 22:20 h in der vorausgehenden Samstagnacht. So z.B. aus (der Eingangsreihe nach) Lienz, aus dem Lesachtal (an der Grenze zu Italien, woher es offenkundig auch kam!), Gmünd, Maria Wörth, Amstetten, St.Pölten, Liebenau, Bad Schallerbach, Maria Taferl, Frauenhofen, Pfarrkirchen (unmittelbar an der deutschen Grenze, worüber es zum Horizont hin zog!), Klagenfurt oder Zwettl. Gut die Hälfte der Berichterstatter sahen aber nur den "geheimnisvollen Schein" am Himmel, der einfach "für Sekunden wie ein eingefrorenes Blitzlicht" wirkte und so "eine komisch grüne Farbe hatte". Aber alle waren sicher: "Sotwas ein Leben lang noch nicht gesehen zu haben und auch nie von soetwas gehört zu haben." Frl.R. aus Maria Wörth sah dagegen "eine große türkis-gelbe Rakete vom Himmel fallen", die auch ein "fallendes Geräusch hinter sich herzog". Dann, "kurz über dem Hoizont explodierte das Teil und schon war alles wieder weg und der Himmels so dunkel wie immer". Wie sie ausführte hatte sie dann am Montag in die Zeitung geschaut um zu sehen, was das war, aber leider war davon nichts geschrieben worden. Um so überraschhter war sie nun, "erst am Dienstag genau das nachzulesen, was ich selbst gesehen habe". Ähnlich ging es Frau Helga D. aus Gmünd die nochmals kurz vor die Haustüre getreten war, um nach der Hauskatze zu schauen, dabei habe sie sich "regelrecht erschrocken" weil sie einen "silbrig-bläulichen Himmelsschein" ausmachte, der sehr kurz alles taghell machte und "soetwas wie eine in viele Teile hintereinander explodierende Rakete" daraus erschien, die zum Horizont hin raste - "hierbei war aber alles absolut geräuschlos gewesen, richtig unheimlich wie im Gruselfilm". Die ältere Dame zitterte noch, als sie gegen Mitternacht zu Bett ging. Sie hatte im Sonntag Radio gehört und am Montag in der Zeitung geblättert, dazu aber nichts erfahren, erst jetzt. Im Lesachtal war ein älteres Ehepaar nochmals kurz nach 22 h vor die Türe getreten, um ein paar Schritte zu gehen. Bald darauf "kam von Italien rüber so ein glühender Punkt, der blitzschnell immer größer wurde, sich langzog, zuerst bläulich-weiß, dann immer mehr grün wurde und gegen Norden hin wie eine unscharfe ´Zigarre´ mit zerfasertem Ende verschwand, kurz war alles in Licht gebadet. Wir gingen nach Hause, weil mein Mann nun einen Enzian brauchte". Ein junger Mann war in Osttirol auf den Balkon gegangen, um noch eine zu rauchen. Dabei sah er perplex einen "mächtigen leuchtenden Schweif von Süden nach Norden" auftauchen, dahinrasen und nach vielleicht 8 Sekunden vergehen.
Zwischenzeitlich erfuhr ich, was die ´Kronen-Zeitung´ in ihrer Internetausgabe vom 4.10. hierzu schrieb:
>Feuerball-Bolide: "Unheimliches Ufo" über Kärnten und Tirol
In der Nacht von Samstag auf Sonntag gingen hunderte Meldungen von mysteriösen UFO-Sichtungen ein. Über dem nächtlichen Himmel Kärntens und Osttirols haben die Augenzeugen einen großen Feuerball gesehen, der einen leuchtenden Schweif hinter sich her zog und den Boden in einem fahlen, gespenstischem Grün erleuchtete. Nach rund zehn Sekunden folgte ein lauter Knall und das unheimliche Spektakel war vorbei.
Die ersten Meldungen gingen bei dem anerkannten deutschen Amateurastronomen Werner Walter vom Centralen Erforschungs-Netz am Samstag um 22.20 Uhr ein. Mehrere junge Kärntner, die gerade auf dem Weg zu einer Party waren, behaupteten, über dem klaren Nachthimmel einen riesigen Feuerball gesehen zu haben, der der einen kilometerlangen Lichtstrahl hinter sich her zog.
Hunderte Zeugen: Was sich zunächst etwas unglaubwürdig anhörte, wurde in den Stunden danach von hunderten Menschen, die ebenfalls die UFO-Phone-Hotline des Astronomen anriefen, bestätigt. Werner Walter berichtete auf Anfrage von Krone.at, dass die seltsame Erscheinung außer in Kärnten auch in Osttirol zu sehen war.
"Großer Bruder der Sternschnuppe": Demnach war der nächtliche Himmel für fünf bis zehn Sekunden in einem "gespenstischen, fahlen Grün" erleuchtet. Doch nicht nur der Himmel: die Intensität der Strahlen war so hoch, dass auch der Boden grün leuchtete. Dieser Umstand lässt darauf schließen, dass ein enorm großes Objekt in die Erdatmosphäre eingedrungen ist. Walter spricht vom "großen Bruder einer Sternschnuppe", wissenschaftlich ein so genannter "Feuerball-Bolide".
Lautes Rumpeln: Nach dem Blitz folgte dann der Donner: Die Zeugen beschrieben das Geräusch als lautes Rumpeln bzw. Dröhnen. Auch diese Tatsache lässt darauf schließen, dass sich das verglühende Objekt sehr nahe an seinen Beobachtern vorbei flog. Werner Walter: "Es ist anzunehmen, dass Reste des Materials in die Erde eingeschlagen haben und dort stecken geblieben sind."<
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Quelle: CENAP-Archiv

Tags: UFO-Forschung 

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