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Planet Erde - Naica Mine in Mexiko

 

 

Neue Erkenntnisse gibt es zum Wachstum der Kristalle in der Naica Mine von Mexiko. 

Mexikanische Riesenkristalle sind Extremisten.Ursprünglich waren die Bergarbeiter der Naica-Mine im Norden Mexikos auf der Suche nach Blei, Silber und Zink, doch stießen sie im Jahr 2000 durch Zufall auf einen noch wertvolleren Schatz: die Cueva de los Cristales – eine Höhle mit den größten Kristallen der Erde. Unter welchen Bedingungen und mit welcher Geschwindigkeit sich diese bis zu 14 Meter langen, 2 Meter dicken und 55 Tonnen schweren Gipskristalle bildeten, konnten nun Mineralogen um Juan Manuel García-Ruíz von der Universidad Granada klären.

Um zu derartigen Giganten wachsen zu können, mussten in der Umgebung der Gipskristalle (CaSO4·2H2O) über eine lange Zeit extreme Bedingungen herrschen: So liegen die Lufttemperaturen in der Höhle – die sich 300 Meter unter der Oberfläche befindet – bei über 50 Grad Celsius, während die Luftfeuchtigkeit mehr als 90 Prozent erreicht. Die für Menschen gefühlte Temperatur überschreitet daher die 100-Grad-Celsius-Grenze, weshalb Wissenschaftler in der Höhle nur mit Spezialkühlanzügen arbeiten können. Geheizt wird der Untergrund durch eine Magmablase, die sich relativ dicht unter der Mine ausbreitet. Zugleich war der Hohlraum lange mit einer hochkonzentrierten, aber nur minimal übersättigten Salzlösung gefüllt. 

Mehr darüber hier: http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1122905 und hier: http://www.stormchaser.ca/caves/naica/naica.html

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